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Prinz Harry und Meghan:
9 Gründe für den Megxit

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9 Gründe für den Megxit © Bild: Getty Images

Und Tschüss! Der Rückzug von Prinz Harry und Herzogin Meghan schlägt hohe Wellen. Der Schock in den Medien oder auch die Wut der Royals, die dadurch ausgelöst worden sind, lassen sich bei genauerer Betrachtung nicht ganz nachvollziehen. Wie ein steter Tropfen bekanntermaßen den Stein höhlt, gibt es auch 9 Gründe, die letztlich zum Megxit geführt haben.

Alles begann mit Liebe auf den ersten Blick: Als sich die beiden 2016 zum ersten Mal trafen, war Prinz Harry 31 Jahre alt und hatte einige gescheiterte Beziehungen und eine zehnjährige Armeekarriere hinter sich. Die US-Schauspielerin Meghan Markle war 34 und seit drei Jahren geschieden.

Dass die beiden nicht einmal zwei Jahre später heiraten würden, bahnte sich damals schon an: Obwohl die Romanze fast ein halbes Jahr lang geheim blieb, hielten es die beiden es trotz Verpflichtungen nicht länger als zwei Wochen ohne einander aus.

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Nach Bekanntwerden der Beziehung nahm die britische Presse das neue Traumpaar noch begeistert auf, doch es sollte nicht lange dauern, bis erste Zwietöne laut wurden und die anfängliche Euphorie bald verhallen ließen. Diese 9 Gründe sorgten letztlich dafür, dass es mit heutigem Stand zum Megxit gekommen ist.

1. Die bösen Gerüchte

Bis zuletzt sind böse Gerüchte aller Wahrscheinlichkeit nach der Hauptgrund für den Rückzug der beiden. Es begann schon früh, indem Herzogin Meghan von früheren Bekanntschaften und Freundinnen unterstellt worden ist, von Anfang an darauf aus gewesen zu sein, sich (irgend)einen Prinzen angeln zu wollen.

Mit dem Einzug in den royalen Haushalt machten Gerüchte über Meghans Launenhaftigkeit gegenüber Bediensteten die Runde. Angeblich quittierten reihenweise Mitarbeiter den Dienst wegen der "Duchess Difficult" (zu Deutsch: "Herzogin Schwierig"). Nicht zuletzt die schwierige Suche nach einer geeigneten Nanny für ihren Sohn Master Archie wurde in den britischen Medien häufig thematisiert.

2. Das anfängliche Misstrauen der Royals

Auch bei den Royals stand die Liebe von Anfang an unter einem schlechten Stern. Bekannt ist etwa, dass Prinz William seinen jüngeren Bruder vor der Hochzeit gefragt habe, ob er sich seiner Entscheidung wirklich sicher sei. Ein Zeugnis dessen, dass wenigstens einer der beiden Brüder zu diesem Zeitpunkt garantiert nicht von Meghan überzeugt war.

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Doch nicht nur sein Bruder zeigt eine gewisse Skepsis. Auch sein Großvater Prinz Philip äußerte indirekt Unmut über die ungewöhnliche Liaison. In unmissverständlichen Worten soll er seinem Enkel auf den Weg mitgegeben haben: "Man kann gemeinsam mit einer Schauspielerin gesehen werden, aber man heiratet sie nicht."

3. Diskussionen um die Hochzeit

Am 19. Mai 2018 feierte das Paar auf Schloss Windsor mit zahlreichen Prominenten und vor jubelnden Massen eine "Traumhochzeit". Doch auch das schmeckte nicht allen.

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Das massive Sicherheitsaufgebot in London, die horrenden Kosten von rund 36 Millionen Euro und nicht zuletzt die unkonventionelle Trauung des Paares sorgte einmal mehr für viele negative Schlagzeilen.

4. Meghans Familie

Zuweilen als undefinierbare Mischung aus Lachnummer und Trauerspiel meldeten sich Teile von Meghans Familie in der Öffentlichkeit zu Wort und versuchten einerseits selbst davon zu profitieren. Andererseits veursachten sie mit angezettelten Streitereien einen massiven Imageschaden für die Herzogin.

Allen voran Meghans Vater Thomas drängte sich immer wieder mit dubiosen Enthüllungen und Vorwürfen gegen seine Tochter ins Rampenlicht, die in einem Atemzug aufzuzählen gar nicht möglich wären. Aber auch ihre Halbgeschwister Thomas Markle und Samantha Grant traten als unqualifizierte Stimme aus dem Off in Erscheinung und schadeten so dem Ansehen von Meghan.

5. Stolpern über den royalen Parkett

Für Aufsehen gesorgt haben im laufe der letzten Jahre sicherlich auch die zahlreichen Fauxpas, mit denen Meghan bewusst und unbewusst in Erscheinung getreten ist. Das betraf in erster Linie grobe Fehler in der Mode-Etikette, aber auch Fettnäpfchen, die das Protokoll royaler Termine missachteten.

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Kritisiert wurden die Anliegen, für die sich die beiden engagieren wollten, ihr Konflikt mit den Medien und ihre Klagen über die Behandlung durch die Öffentlichkeit, während sie vom königlichen Lebensstil profitierten. Als Heuchelei wertete die Öffentlichkeit, dass Harry und Meghan Umweltschutz predigten, aber mit Privatjets in den Urlaub flogen.

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Für großen Unmut sorgte, dass Harry und Meghan die Öffentlichkeit verspätet über die Geburt ihres Sohnes informierten. Auch ihre Entscheidung, Archies Paten geheim zu halten, stieß auf Unverständnis - ebenso wie eine Rechnung über umgerechnet 2,8 Millionen Euro für die Modernisierung von Frogmore Cottage.

6. Das Zerwürfnis der "Fab 4"

Ein wesentliche Rolle im tragischen Abschied von Harry und Meghan spielen auch Harry Bruder Prinz William und dessen Frau Herzogin Kate. Galten die vier anfangs noch als königliche Superhelden und junger Vorzeigetrumpf im Ärmel der britischen Royals, wurde schnell klar, dass die die beiden Paare offensichtlich mehr trennen als einen zu scheint.

Wiliam kate
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Zunächst wurden immer wieder Stimmen laut, die von einem Zickenkrieg zwischen Meghan und Kate redeten. Aber auch das gesunde Verhältnis der beiden Brüder wurde immer wieder in Frage gestellt, sie sollen sich gerade wegen Meghan öfters auch mal in den Haaren gelegen sein.

7. Die bürokratische Trennung

Auf die persönliche Trennung der beiden Paare folgte dann auch eine bürokratische. Im Februar 2019 wurde bekannt, dass die royalen Brüder ihren Hofstaat voneinander trennen. Es ist natürlich naheliegend die Differenzen der beiden als Grund dafür anzugeben, das trifft zu einem gewissen Maß auch zu.

Dass die Prinzenbrüder getrennte Büros bezogen haben, war aber an sich schon auch ein natürlicher Schritt in der Entwicklung der Prinzen. Zu stark haben sich die Agenden der beiden schon unterschieden, als dass ein gemeinsamer Hofstaat langfristig noch Sinn gemacht hätte.

8. Die Reise nach Afrika

Mit einer erfolgreichen Tour durchs südliche Afrika wuchs das Ansehen des Herzogs und der Herzogin von Sussex wieder, doch Anfang Oktober 2019 machte sich das Paar durch eine schriftliche Tirade gegen die Presse und Anzeigen gegen bestimmte Zeitungsverlage erneut unbeliebt.

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In einer TV-Dokumentation sagte Harry, sein Bruder William und er seien "auf unterschiedlichen Wegen" und hätten "gute Tage" und "schlechte Tage". Herzogin Meghan drückte parallel dazu auf die Tränendrüse.

9. Die Auszeit in Kanada

Last but not least wird ein sechswöchiger Weihnachtsaufenthalt in Kanada dazu beigetragen haben, sich für den royalen Bruch zu entscheiden. Nach dem gecancelten Sommerurlaub auf Balmoral ignorierte das Paar somit zum zweiten Mal in Folge die Aufforderung der Queen zu einem familiären Beisammensein und sorgte damit dementsprechend für Unmut.

Royal? Nein, danke!

Rückzug also von den royalen Pflichten, aber was bedeutet das nun? Harry und Meghan betonten, sie wollten finanziell unabhängig werden, doch ihre "Pflichten gegenüber der Königin, dem Commonwealth und unseren Schirmherrschaften weiter erfüllen". Demnach wollen sie eine neue gemeinnützige Organisation gründen und einen Teil ihrer Zeit in Nordamerika verbringen.

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Das Paar gehörte bisher zu den ranghöchsten Mitgliedern der Königsfamilie und sollte nach der Thronbesteigung von Prinz Charles eine tragendere Rolle übernehmen. Das haben die beiden nun in aller Öffentlichkeit abgelehnt. Welche Rolle sie stattdessen künftig spielen, muss noch verhandelt werden.