Porträt von

Wer ist
Prinz Philip?

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    Prinz Philip - Sein Leben in Bildern

    Schon seine Geburt war so ungewöhnlich wie sein weiteres Leben: Prinz Philip kam am 10. Juni 1921 auf einem Küchentisch auf der Insel Korfu als Mitglied des griechischen Königshauses zur Welt. Der Arzt hielt das für praktisch.

    Im Bild: Auf einer Gartenparty im Jahr 2017 freuen sich drei Damen sehr den Prinzen persönlich kennenzulernen.

  • Philip Mountbatten
    Bild 2 von 50 © Bild: PNA Rota/Keystone/Getty Images

    Prinz Philip - Sein Leben in Bildern: Marine

    Nach politischen und familiären Wirren - die Familie wurde nach der Revolution aus Griechenland verbannt, der Vater ging seine eigenen Wege, die Mutter erkrankte psychisch - verschlug es Philip nach Großbritannien, wo er Karriere in der Marine machen sollte. In England lernte er seine große Liebe kennen: Lilibeth, die sich schon als 13-Jährige unsterblich in den attraktiven Kadetten verliebte.

    Im Bild: Lieutenant Philip Mountbatten bei der Royal Navy 1947.

Prinz Philip lässt keine Fettnäpfchen aus. Mit trockenem englischen Humor sorgt er für Lacher - meistens auf Kosten seiner Gastgeber. Er ist der Mann an der Seite der Queen.

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Steckbrief

  • Geburtsdatum: 10. Juni 1921
  • Geburtsort: Korfu
  • voller Name: Philip Mountbatten
  • Titel: Herzog von Edinburgh, Graf von Merioneth und Baron Greenwich
  • Sternzeichen: Zwilling
  • Eltern: Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark, Prinzessin Alice von Battenberg
  • Geschwister: Cecilia von Griechenland, Sophie von Griechenland, Margarita von Griechenland, Theodora von Griechenland sen.
  • Ehepartnerin: Queen Elizabeth II.
  • Kinder: Prinz Charles, Prinzessin Anne, Prinz Andrew, Prinz Edward

Schon seine Geburt war so ungewöhnlich wie sein weiteres Leben: Prinz Philip kam am 10. Juni 1921 auf einem Küchentisch auf der Insel Korfu als Mitglied des griechischen Königshauses zur Welt.

Nach politischen und familiären Wirren - die Familie wurde nach der Revolution aus Griechenland verbannt, der Vater ging seine eigenen Wege, die Mutter erkrankte psychisch - verschlug es Philip nach Großbritannien, wo er Karriere in der Marine machen sollte. In England lernte er seine große Liebe kennen: Lilibeth, die sich schon als 13-Jährige unsterblich in den attraktiven Kadetten verliebte. Heute ist Philip schon mehr als 70 Jahre mit der britischen Königin Elizabeth II. verheiratet.

Queen Elizabeth Krönung 1953
© APA/EPA PHOTO PA FILES/STR/PB-fob Prinz Philip und Queen Elizabeth II bei ihrer Krönung

Prinzgemahl - sicherlich kein einfacher Beruf für einen so stolzen Mann wie Philip. Seit vergangenem Jahr ist nun Schluss mit der Rolle. Er muss nicht mehr ein paar Schritte artig hinter der Monarchin hergehen: Philip ist nun im Ruhestand. Seitdem taucht er kaum noch in der Öffentlichkeit auf. Seine Elizabeth begleitet er nur noch zu Terminen, wenn er Lust dazu hat und sich fit fühlt.

In früheren Jahren beschwerte er sich auch über seine "Nebenrolle". Dennoch gilt er stets als wichtige Stütze der Königin, mit der er seit 1947 verheiratet ist.

Elizabeth und Philip - Getrennte Schlafzimmer

"Philip schäumte vor Wut", berichtete Gyles Brandreth in seiner kenntnisreichen Doppelbiografie "Philip und Elizabeth - Porträt einer Ehe". "Ich bin nur eine verdammte Amöbe", habe der Königin-Gemahl damals geschimpft. "Ich bin der einzige Mann im ganzen Land, der seinen Namen nicht an die eigenen Kinder weitergeben darf." Dennoch bewährte sich Philip für die Königin als "Stütze und Anker", wie es auf einer Fünf-Pfund-Münze mit dem Porträt des Paares heißt, die zur Diamantenen Hochzeit aufgelegt wurde.

Queen Elizabeth und Prinz Philip bei ihrer Hochzeit
© imago/United Archives International Die Queen und Prinz Philip bei ihrer Hochzeit im Jahr 1947

Aus Anlass des Jubiläums hatte das Paar 2007 eine kleine sentimentale Reise zum Anfang seiner Ehe unternommen. Auf dem südenglischen Landsitz Broadlands unweit von Southampton pflanzten Elizabeth und Philip einen Maulbeerbaum. Im herrschaftlichen Schlafzimmer von Broadlands, das einst Philips Onkel Lord Mountbatten gehörte, hatten sie ihre Hochzeitsnacht verbracht. Jahre später begannen genau dort auch ihr erster Sohn, Prinz Charles, und Prinzessin Diana ihre Flitterwochen.

© imago images / United Archives International Lord Mountbatten und Prinz Philip im Jahr 1965
»Königliches Sexleben«

Wenn im Sommer Heerscharen von Touristen durch Broadlands ziehen, wird vor dem legendären Doppelbett nicht nur viel gekichert. Oft können sich Besucher Bemerkungen über das königliche Sexleben nicht verkneifen. Manche überbieten sich in der Aufzählung frivoler Gerüchte. Geschürt werden sie unter anderem von den beiden radikal-republikanischen Gruppen "Throne Out" und "Republic", die Großbritannien von der "Bürde der Monarchie" befreien wollen.

Sie lassen keine Gelegenheit aus, um zu fordern, dass durch DNA-Tests geklärt wird, ob Prinz Philip auch wirklich der Vater aller vier Kinder der Königin sei. Schließlich werde der Steuerzahler für die Royals zur Kasse gebeten. Und wenn eine Institution wie die britische Monarchie "auf Erblichkeit gegründet ist, dann ist es nur recht und billig, wenn die Erbfolge auch wirklich bewiesen wird".

Eine Reihe von Büchern mit Titeln wie "Das geheime Leben der Windsors" widmen sich angeblichen Ehebrüchen der Königin und ihres Prinzgemahls. Nach knapp zehn Jahren, so behauptet der Autor Nicholas Davies, sei die Ehe am Ende gewesen. Die Königin habe damals Wind bekommen von einem Verhältnis ihres Mannes mit ihrer attraktiven Cousine und Brautjungfer Prinzessin Alexandra.

© INTERCONTINENTALE / AFP Prinz Philip mit seiner Ehefrau Queen Elizabeth II und dem gemeinsamen Sohn Prinz Charkes - 1949

Seitdem hätten Elizabeth und Philip stets getrennte Schlafzimmer gehabt. Eine Scheidung sei jedoch für die Königin, die zugleich auch Oberhaupt der Kirche von England ist, niemals in Frage gekommen. Während Klatschreporter Philip etliche Affären nachsagten - unter anderem mit den US-Schauspielerinnen Jane Russell ("Blondinen bevorzugt") und Shirley MacLaine ("Das Mädchen Irma la Douce") -, machten Gerüchte über Liebhaber der Queen die Runde.

Davies und andere Autoren legten gar nahe, die Königin habe ihren Sohn Prinz Andrew 1959 mit ihrem Rennstallmanager Lord Henry Porchester gezeugt. Und der Vater des 1964 geborenen Prinzen Edward sei in Wirklichkeit der einstige Haushofmeister Ihrer Majestät, der Baron Patrick Planket, gewesen, der 1975 starb. Bei all diesen Geschichten handle sich "um grauenhaften Quatsch", glaubt Biograf Brandreth.

Er hat mit Freunden und Verwandten des königlichen Paares und auch mit Prinz Philip ausführlich darüber gesprochen. Sein Fazit: "Ich glaube, wir können davon ausgehen, dass die Queen ihr ganzes Eheleben lang treu war." Alles andere sei "absurd". Auch Philip habe sein Ehegelöbnis wohl nicht gebrochen. Allerdings habe der für trockenen Humor bekannte Prinz einmal gesagt: "Wenn ich die Boulevardpresse lese, denke ich immer, ich hätte es genauso gut tun können." Aus einem Vier-Augen-Gespräch zitiert Brandreth den Prinzen so: "Wie hätte ich das anstellen sollen? Mir folgt seit 1947 Tag und Nacht ein Sicherheitsbeamter."

Jagen, Kutschenrennen und Polo

Prinz Philip liebte - als es ihm noch besser ging - das Jagen, Kutschenrennen und Polo, er war ein leidenschaftlicher Pilot und kerngesund. In den vergangenen Jahren machten ihm aber diverse Gebrechen zu schaffen, darunter Blasenentzündungen, Herzprobleme und erst kürzlich bekam er ein neues Hüftgelenk. Als er keine zwei Monate später - ohne Gehhilfe - zur Hochzeit seines Enkels Prinz Harry und der US-Amerikanerin Meghan in eine Kirche auf Schloss Windsor kam, wirkte er gut erholt. Doch danach tauchte er wieder ab.

© imago images / Sven Simon Prinz Philip und seine Gattin, die Queen

Philip hat einen starken Bezug zu Deutschland. In seinem weit verzweigten Stammbaum kommen viele Deutsche vor. Der Spross des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg wurde auf Korfu als Prinz von Griechenland und Dänemark geboren. Sein Vater war Andreas von Griechenland. Seine Mutter Prinzessin Alice von Battenberg stammte aus dem Geschlecht der Großherzöge von Hessen. Philip besuchte zeitweilig die Eliteschule Salem am Bodensee.

Philip hatte vier ältere Schwestern: Cecilia starb schon mit 26 Jahren. "Aber die drei anderen - Margarita, Sophie und Theodora - sind mit hoher deutscher Fürstlichkeit aus den Häusern Hannover, Hessen und Baden verheiratet gewesen", sagte Deutschlands bekanntester Royal-Experte, ARD-Journalist Rolf Seelmann-Eggebert. Inzwischen sind alle Schwestern tot.

"Philip und Elizabeth: Porträt einer Ehe " gibt es hier*

"Das geheime Leben der Windsors: Die ganze Wahrheit" gibt es hier*

"Die Battenbergs: Eine europäische Familie " gibt es hier*

"The Mountbattens: Their Lives & Loves" gibt es hier*

"Das Haus Windsor und seine deutsche Herkunft: Die Royals aus Hannover und Sachsen-Coburg & Goth" gibt es hier*

König des Fauxpas

Die Queen und Philip absolvierten noch 2015 hochbetagt ihren fünften Staatsbesuch in Deutschland. Lange war Philip Präsident der Naturschutzorganisation WWF in Großbritannien und international - und setzte sich auch immer wieder für deutsche Regionen wie das Wattenmeer, die Donau-Auen und die Lüneburger Heide ein.

© imago images / Mary Evans Hochdekorierter Offizier der Royal Navy - Prinz Philip

Seine Karriere in der Marine musste er seiner Frau zuliebe an den Nagel hängen. Inzwischen ist er der dienstälteste Prinzgemahl der britischen Geschichte. Insider behaupten, sie sei Königin und er habe zu Hause die Hosen an. Berühmt-berüchtigt ist Philip für seine derben Witze - er gilt als König des Fauxpas. So bezeichnete er etwa den damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl als "Reichskanzler".

Auch über das Alter macht er Witze: "Nichts baut einen mehr auf, als wenn man daran erinnert wird, dass die Jahre immer schneller vergehen und dass der Lack beginnt, vom alten Rahmen abzublättern", schrieb er in einem Brief, als er 2011 den Titel "Oldie des Jahres" bekam.

Das passiert, wenn Prinz Philip stirbt

Was geschieht, wenn der Prinzgemahl stirbt? Das sehen Sie im Video.

© Video: News

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