Heinz-Christian Strache von

FPÖ ist "Retter Österreichs"

FP-Chef steht hinter FPK-Neuwahl-Blockade und sieht FPÖ nicht in Korruption verwickelt

Heinz-Christian Strache - FPÖ ist "Retter Österreichs" © Bild: APA/Techt

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache unterstützt seine Kärntner Schwesterpartei FPK in ihrem Vorgehen, Neuwahlen durch Auszug aus dem Landtag zu verhindern. In der Ö1-Radioreihe "Im Journal zu Gast" sprach sich Strache dafür aus, dass die ESM in Kraft ist und damit frühestens im September.

Strache sprach von einer rot-schwarz-grünen Allianz, die die Landesregierung vorher zu Fall bringen wolle, damit sie nicht mehr die Verfassungsklage einbringen könne. Der FPÖ-Obmann geht davon aus, dass die Mehrheit der Kärntner Bevölkerung für diese Vorgangsweise der FPK Verständnis hat, weil sie wolle, dass gearbeitet wird und sie auch die Verfassungsklage gegen den ESM unterstütze. Er stellte die FPÖ als "Retter" Österreichs dar, die verhindern wolle, dass Österreich "verraten und verkauft" werde.

FPÖ nicht in Korruption verwickelt
Nach Darstellung Straches haben die Freiheitlichen mit den aktuellen Korruptionsfällen nichts zu tun. Alle Korruptionsfälle beträfen SPÖ, ÖVP und BZÖ. Die FPK sei mit Vorwürfen aus der Zeit des BZÖ konfrontiert. Kein einziger FPÖ-Spitzenrepräsentant stehe unter Korruptionsverdacht. Eine kleine Korrektur nahm Strache in seiner Beurteilung des früheren FPÖ-Chefs und BZÖ-Gründers Jörg Haider vor. Seine Darstellung, dass sich Haider "korrumpieren" habe lassen, sei vielleicht falsch gewesen, besser wäre es zu sagen, Haider sei vom System "eingefangen" worden. Haider sei dabei gescheiterte, das korrupte System zu verändern und sei von diesem System eingefangen worden.

Winter kein Korruptionsfall
Dass die FPÖ-Abgeordnete Susanne Winter trotz ihrer Verurteilung wegen Verhetzung immer noch im Nationalrat sitzt, obwohl er vorgeschlagen hat, dass in erster Instanz verurteilte Politiker vom Amt suspendiert werden sollen, begründete Strache damit, dass sein Vorschlag nur für Korruptionsfälle gelte. Winter ist für Strache eine "gerichtlich anerkannte Islamismuskritikerin" und das Urteil ist für ihn ein "Meinungsurteil". Er "respektiere das Urteil, verstehen tu ich es nicht", sagte Strache.

Kritik an Stronach bekräftigt
Der FPÖ-Chef bekräftigte auch seine Kritik an Frank Stronach . Er bringe dem Milliardär zwar Respekt entgegen, weil er als erfolgreicher Unternehmer viele Arbeitsplätze geschaffen habe. Gleichzeitig warf er ihm aber neuerlich vor, als Steuerflüchtling, seine Steuern in der Schweiz zu zahlen und schon in der Vergangenheit Politiker gekauft zu haben. "Mich kann man nicht kaufen, man kann sich auch nicht die Wähler kaufen."

Kritik anderer Parteien
Die erwartete Kritik der anderen Parteien hat nicht lange auf sich warten lassen. Während ihm die ÖVP "Wahrnehmungsstörungen" attestierte, weil er in der FPÖ keine Korruption erkennen will, forderten Grüne und BZÖ Strache auf, den Weg für Neuwahlen in Kärnten endlich frei zu machen.

"Verliert den Blick für Realität"
"Strache verliert zunehmend den Blick für die Realität", meinte ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch. Anders ist es für ihn nicht zu erklären, dass der FPÖ-Chef meint, seine Partei habe nichts mit Korruption zu tun. Für Rauch zeigen die "verzweifelten Versuche Straches, von den Problemen in seiner Partei abzulenken, lediglich, dass er nicht mehr fest im Sattel sitzt."

Für Grüne "auf Flucht vor dem Wähler"
Der Grüne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner sieht Strache "auf der Flucht vor dem Wähler". Mit "feigen Ausreden" mache Strache seinen Kärntner Parteifreunden "die buchstäbliche Räuberleiter" und halte die Kärntner in "Geiselhaft". Nach Ansicht Wallner hat die FPÖ "ein massives Problem mit der kriminellen Energie in den eigenen Reihen und für die FPÖ sind und bleiben die Begriffe ,Verantwortung' und ,Demokratie' Fremdwörter". Der Grüne Bundesgeschäftsführer hält Strache für einen "Parteiobmann, der nichts durchsetzen kann" und fordert ihn auf, den Weg für Neuwahlen in Kärnten frei zu machen.

Für BZÖ "williger Handlanger"
Auch BZÖ-Bündniskoordinator Markus Fauland fordert sofortige Neuwahlen und hält das Argument Straches, zuerst eine Verfassungsklage gegen den ESM einbringen zu wollen, für "mehr als absurd". Für Fauland macht sich Strache "zum willigen Handlanger der Neuwahlblockierer in Kärnten, die sich von ihren vom BZÖ gestohlenen Mandaten nicht verabschieden wollen und mittlerweile das Olympialimit im Sesselkleben locker erbracht haben". Kärnten brauche wieder eine handlungsfähige Regierung, die das Land aus der Krise führt und "keine blauen Geschäftsordnungstricks, die dem Land und seinen Menschen schaden", meinte Fauland

Kommentare

Maul auf- Blödsinn da! Ein politischer Lotteriespieler, dem es nicht einmal gelungen ist, seine kleine Zahnschnitzer- Werkstatt vor der Pleite zu bewahren, möchte plötzlich ganz Österreich retten? Vor wen oder was? Doch nicht vor eingebildeten Dilettanten?
Hoffentlich lachen sich nicht viele Leute noch einen Gesichtskrampf vor den Neuwahlen in Österreichisch-Griechenland.

melden

\"Haider ist vom System eingefangen worden\" Knapp daneben ist auch vorbei,.. Herr Strache.Der verblichene Dr.Jörg Haider hat jahrelang als liberaler Abgeordneter im Parlament die Sozialisten links überholt,um nach seinem Wechsel nach Kärnten blitzschnell nach rechtsaußen zu wechseln,er hat seine Meinung zu Zwentendorf nach den jeweiligen Opportunitäten gerichtet,sein Antreten gegen Norbert Steger war bereits der Bruch eines Handschlagversprechens und die schäbige Abhalfterung seines Mentors Mario Ferrari-Brunnenfeld in der Kärntner FPÖ zeigte von Anfang an wo es hingehen würde.Also bitte keine Legenden vom gescheiterten Engel.Der Mann war aus einem Guß,intelligent,ein brillianter Rhetor und skrupellos in Richtung Macht unterwegs.Und weil er dort auf ganz besonders weiche Hirne traf sitzen die bis zum Hals in Schulden und von den Plakaten grinsen Glücksritter.

melden

Re: \\ Apropos Glücksritter. Mir persönlich is es ja wurscht, aber sollten Sie sich weiterhin nicht selbst beschädigen wollen, wäre es an der Zeit sich von ihrer Bruder-Partei ( Schwester seh ich weit und breit keine) zu trennen, denn das Problem an diesem Haufen ist wohl, dass sich dort selbst der Einäugige schwer finden lässt, der sich unter den Blinden notorisch umtut. ( Übrigens auch das ein logisches Resultat des Machtmenschen und Egomanen Haider, der niemanden neben sich hochkommen ließ, der ihm auch nur irgendwie das Wasser hätte reichen können).

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

@higgs70 :-) ... Leute wie Sie, die sich noch an die Vergangenheit erinnern, leben heutzutage gefährlich *grins... Manche Parteien würden gerne die Geschichtsbücher zu ihren Gunsten umschreiben,...kann man nur hoffen, dass Leute wie Sie auch noch in 50 Jahren leben und einen Fingerzeig geben ;-) DANKE !!!

melden

Re: \\ naja, gefährdet seh ich mich nicht und wenn ich mich an die Vergangenheit erinnere überkommt mich doch mehr Wehmut als Zorn, denn wie auch immer man zu welcher Partei gestanden haben mag, in jeder gab\'s zumindest einige, mit denen sich eine Auseinandersetzung lohnte, vor allem weil sie das was sie vertraten auch glaubten, Rückgrat und eigenes Urteil hatten.
Heute ist die Parteienlandschaft voll mit politischen Mutanten, smarten und schicken Gesinnungsschmutzern und drittklassigen Showmastern, die Bäumchen-wechsel-dich spielen, weil sich keiner mehr fragt worum es geht, sondern nur wie es ankommt. Und das wird irgendwann den Staat ruinieren.


Naja, wie auch immer, vielleicht wird ja irgendwann mal wieder besser;-))

Das selbe Niveau Damit hat sich Strache offen geoutet - das selbe Niveau wie in Kärnten!

Alles tun für den Machterhalt - Aussitzen und wässrig reden, Nebelkerzen werfen und andere beschuldigen. Das hat System - daher ist Strache unwählbar, für mich ein Politclown - leider fallen zu viele auf das Geschwätz herein.

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Herr Strache... wann hastn deien letzten Augenarzt-Termin ghabt :-) ...weiß nicht, irgendwie erinnerst mich an den Schüssel Wolfgang,...der hat am Ende scheinbar auch nimmer gwussst, was in seiner Regierung so abläuft *grins... naja, immerhin hat es der mal zum Kanzler bracht, was man vermutlich von dir in den nächsten 10 jahren nicht behaupten wird können, wennst scheinbar schon jetzt massive "Seh-Probleme" hast...

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

... für dein Augenleiden kannst ja nix...aber bedank dich mal in Kärnten und beim Witwenbetreuer in Wien, weil die 2 haben dir locker 10% Wähler kostet...und das in Zeiten wo jetzt auch noch der Franky aufn politsichen Parkett auftritt, könnte jedes einzelne Prozent über Sein oder Nichtsein entscheiden... kann nur neuerlich betonen...10% Wählerverlust durch partei-interne Verstrickungen und die restlichen 10% durch Stronach...mach in Summe Minus 20 !! ;-) Alles Gute Christian und viel Glück...letzteres wirst du wahrlich brauchen...

FPÖ FPK und der Bursche Strache Diese Leute sind zum Kot.......
Wie kann man gegen diese G----- vorgehen.
Man sollte diese UNWAHRHEITEN VERBREITER in Untersuchungshaft nehmen.

Seite 1 von 1