Löst Broukal Gusenbauer als SPÖ-Chef ab? Darabos: "Das ist völlig absurd!"

Ex-ORF-Mann macht SPÖ-Karriere: stv. Klubobmann soll nur 1. Schritt zur Nachfolge Gusenbauers sein

Josef Broukal als SPÖ-Chef? Diese Polit-Gerücht sorgt für Aufregung bei den sozialisten. Der Ex-ORF-Mann macht nach der Wahl Heinz fischers zum Bundespräsidenten jetzt Polit-Karriere: Er wird stellvertretender Klubobmann. Laut Berichten soll seine Bestellung aber nur der erste Schritt zur Nachfolge Gusenbauers sein! Reaktion von Bundesgeschäftsführer Darabos: "Das ist völlig absurd".

Spekulationen, wonach Wissenschaftssprecher Broukal längerfristig Gusenbauer als SPÖ-Chef ablösen könnte, sind für Bundesgeschäftsführer Darabos "völlig absurd". Die "Salzburger Nachrichten" berichten in ihrer Mittwoch-Ausgabe, die Berufung Broukals in die Riege der stellvertretenden Klubobleute sei nur der erste Schritt zu höheren Weihen. Broukal werde als Nachfolger Gusenbauers aufgebaut.

Diese Gerüchte seien "weder inhaltlich noch strategisch nachvollziehbar", sagte Darabos am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz. Die SPÖ habe unter Gusenbauer 17 Wahlen gewonnen. Unter Gusenbauer sei die SPÖ wieder zu einer Partei mit einem politischen Programm und einer Zukunftsstrategie geworden. Sie habe sich geöffnet für Wähler, die ihr in den 90er Jahren den Rücken zugekehrt haben und die die Partei für die "Allerweltsvorstellungen" der damaligen SPÖ-Führung abgestraft haben, sagte Darabos.

Jetzt sei die SPÖ unter Gusenbauer aber wieder an die Spitze des politischen Spektrums zurück gekehrt und liege in allen Umfragen voran. Deshalb seien diese Gerüchte zwei Tage nach dem Wahlerfolg bei der Bundespräsidentenwahl "mehr als absurd", meinte Darabos.

(APA/red)