René Benko
©APA, Barbara GindlDas Amt für Betrugsbekämpfung ist dem Tiroler Milliarden-Pleitier dicht auf den Fersen.
Am 10. Dezember muss Rene Benko erneut vor dem Landesgericht Innsbruck erscheinen. Im zweiten Prozess wird ihm abermals betrügerische Krida vorgeworfen – diesmal steht ein geheimer Tresor im Mittelpunkt, dessen wertvoller Inhalt (Luxusuhren, Manschettenknöpfe, Bargeld) den Gläubigern des Milliardenpleitiers vorenthalten worden sein soll.
Dutzende Ermittlungen
Parallel dazu führt die WKStA in rund einem Dutzend weiterer Causen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Untreue oder schweren Betrug. Benko weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück; es gilt die Unschuldsvermutung.
Das österreichische Strafrecht sieht bei schweren Vermögensdelikten eine Höchststrafe vor: Selbst wenn der 48-jährige Tiroler in den kommenden Jahren mehrfach verurteilt würde, läge die maximale Haftdauer bei zehn Jahren. Anders etwa als in den USA, wo Finanzbetrüger sogar zu über 100 Jahren Gefängnis verurteilt werden können.
Neue Front: Sonderermittler der Finanz ermitteln
Nun öffnet sich jedoch eine neue Front für Benko: Nach Recherchen von News und „Krone“ ermittelt das Amt für Betrugsbekämpfung – abseits der öffentlichkeitswirksamen Strafprozesse – seit Monaten intensiv. Die unter dem Dach des Finanzministeriums angesiedelten Sonderermittler verfügen über kriminalpolizeiliche Befugnisse und sollen dem Vernehmen nach insbesondere die Benko-Stiftungen im Visier haben.
Für Benko könnte das zum Problem werden: Mögliche Verurteilungen nach dem Finanzstrafgesetz gehen nicht in allfälligen Strafen für Vermögensdelikte auf. Das bedeutet: Auch für Finanzbetrug stehen bis zu zehn Jahre Haft. Im schlimmsten Fall können dem Tiroler Finanz-Jongleur somit bis zu 20 Jahre Haft drohen.
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