EU-Wahl von

Wahlkampf läuft an

Erste Plakate enthüllt. Hans-Peter Martin und Team Stronach noch nicht fix dabei.

ÖVP-Plakatpräsentation zur EU-Wahl © Bild: APA/Helmut Fohringer

Langsam aber sicher kommt der EU-Wahlkampf in Österreich in die Gänge. Dieser Tage werden die ersten Plakate affichiert, und zumindest einige Parteien haben schon verkündet, wann und wo sie ihre Auftaktveranstaltungen abhalten werden. Für andere, konkret Hans-Peter Martin und das Team Stronach, ist dagegen immer noch nicht klar, ob sie am 25. Mai überhaupt antreten werden.

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Die ÖVP fixiert heute, Freitag, ihre EU-Kandidatenliste. Bereits tags darauf wird österreichweit Spitzenkandidat Othmar Karas plakatiert, allerdings ohne jeden direkten Hinweis auf seine ideologische Heimat. Daneben gibt es aber auch dezidierte ÖVP-Plakate. Ihre Wahlkampf-Auftaktveranstaltung hält die Partei am 25. April voraussichtlich im Design Center in Linz ab, und am 7. Mai kommt EVP-Spitzenkandiat Jean-Claude Juncker nach Österreich. Das Wahlkampfbudget hält man geheim, Wahlziel ist es, Erster zu bleiben.

Noch äußerst zurückhaltend gibt sich die SPÖ. Weder zu einem allfälligen Auftakt der Bundespartei noch zur Werbelinie bzw. zu ersten Plakaten wollte man auf APA-Anfrage Informationen herausrücken. Bekannt ist nur , dass die Wiener Landespartei kommenden Montagabend (17. März) in den Wahlkampf startet, und zwar recht aufwendig im Großen Redoutensaal der Wiener Hofburg. Neben Spitzenkandidat Eugen Freund hat sich auch das europaweite Aushängeschild Martin Schulz angesagt. Reden wird auch Parteichef Werner Faymann.

Rein gar nichts zu ihrem Wahlkampf verrät bisher die FPÖ. Informationen gibt es weder zu wichtigen Wahlkampfterminen noch zur Werbelinie.

Grüne sprechen als einzige über Wahlkampfbudget

Die Grünen sind bisher die einzigen, die offen über ihr Wahlkampfbudget sprechen. 1,75 Mio. Euro wollen sie ausgeben, um mit Ulrike Lunacek an der Spitze den Stimmanteil der letzten Nationalratswahl (12,4 Prozent) zu übertreffen und ein drittes Mandat zu schaffen. Richtig anlaufen soll der Wahlkampf erst nach Ostern, Auftakt ist am 28. April in Wien. Auch die ersten Plakate sollen erst dann aufgehängt werden, insgesamt gibt es zwei Wellen. Die Grünen setzen vor allem auf Dialog mit den Bürgern, auch Social Media bilden wieder einen Schwerpunkt.

Unterstützung von höchster europäischer Ebene erhalten die NEOS: Ihr Wahlkampfauftakt am 2. Mai in Wien ist gleichzeitig jener der europäischen Liberalen. Neben Parteichef Matthias Strolz und der österreichischen Spitzenkandidatin Angelika Mlinar werden auch ALDE-Präsident Graham Watson und dessen Spitzenkandidat Guy Verhofstadt dabei sein. Aktiv auf der Straße wahlkämpfen wollen die NEOS aber schon ab Anfang April. Zum Ziel haben sie sich zumindest einen Sitz im Europaparlament gesetzt, auch einen zweiten halten sie für realistisch.

REKOS bereits im Wahlkampf

Die Reformkonservativen (REKOS) des ehemaligen FPÖ-bzw. BZÖ-Mandatars Ewald Stadler sind bereits im Wahlkampf, denn ihr Gründungsparteitag am vergangenen Samstag in Wien war zugleich offizieller Wahlkampfauftakt. Plakate sollen in den kommenden zwei Wochen aufgehängt werden. Eines der Sujets in Form eines Wappenschilds mit der Aufschrift "EU - Wehrt euch!" wurde vergangene Woche präsentiert.

Die Liste "Europa anders" - eine Wahlallianz von KPÖ, Piraten und "Der Wandel" mit dem ehemaligen Liste-Martin-Mandatar Martin Ehrenhauser an der Spitze - sammelt Unterstützungsunterschriften und überlegt, ihren Wahlkampfauftakt am 1. Mai abzuhalten. Man will damit dem Maiaufmarsch der SPÖ Konkurrenz zu machen. Für den Kampagnenstart gibt es noch keinen Termin. Angestrebt werden 100.000 Euro Wahlkampfbudget. Eine Crowdfunding-Kampagne dafür wurde bereits gestartet, ein ungenannter Unterstützer will die Spenden angeblich verdoppeln.

BZÖ sammelt Unterschriften

Ebenso wie die Liste "EU-STOP" sammelt auch das BZÖ mit der geplanten Spitzenkandidatin Ulrike Haider-Quercia noch Unterschriften und plant seinen Wahlkampfauftakt für die Woche nach Ostern in Kärnten, konkret im Kongresszentrum in Villach. Die Plakatkampagne startet fünf Wochen vor der Wahl, Wahlkampfleiter ist der Kärntner Landtagsabgeordnete Wilhelm Korak. Das Budget soll in den nächsten Tagen abgesegnet werden, man will den Wahlkampf sehr sparsam anlegen.

Kommentare

meisterproper

Die Kärntner wählen sie schon die Haiderin.

Österreich verdient nichts anderes!
Mit 2/3 hat Österreich JA zur EU gesagt.

wintersun melden

EU-STOP: Ich bin nicht mit allen erklärten Zielen dieser Partei einverstanden aber unterstütze diese aus Protest.

http://www.eustop.at/

Ignaz-Kutschnberger
Ignaz-Kutschnberger melden

Fachkräfte-Abwanderung ins besser bezahlte EU Nachbarland...im eigenen Land fehlen die Fachkräfte und im Nachbarland drucken sie das Lihnniveau runter bzw. sorgen sie für Konkurrenz der einheimischen Arbeitnehmer!! Danke EU !!

christian95 melden

Österreich ist besser dran!
Schließlich sorgt Österreich seit vielen Jahren dafür, dass nur gut ausgebildete Fachkräfte ins Land kommen.

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