Porträt von

Prince Andrew, der Kriegsheld und Playboy

Prinz Andrew © Bild: 2015 Getty Images

Prinz Andrew gilt als Lieblingssohn der Queen und als mutiger Kriegsheld. Aber auch als Playboy, der schon in etliche Skandale verwickelt war, so auch derzeit in den Epstein-Skandal, der ihn bereits von sämtlichen royalen Aufgaben zurücktreten ließ.

THEMEN:
  • Geburtsdatum: 19. Februar 1960
  • Geburtsort: Buckingham Palace, London
  • voller Name: HRH Prince Andrew Albert Christian Edward, Duke of York
  • Sternzeichen: Wassermann
  • Größe: 1,83 m
  • Eltern: Queen Elizabeth II und Prinz Philip
  • Geschwister: Prinz Charles, Prinzessin Anne, Prinz Edward
  • Beziehungsstatus: Geschieden von Sarah Ferguson ("Fergie")
  • Kinder: Beatrice Elizabeth Mary (geb. 1988), Eugenie Victoria Helena (geb. 1990)
  • Stelle der britischen Thronfolge: Theroetisch an 8. Stelle, aber er legte seine Funktionen zurück

Prinz Andrew ist das dritte Kind der britischen Königin Elizabeth II und ihrem Mann Prinz Philip. Er war das erste Kind von Elizabeth, das während ihrer Zeit als Monarchin zur Welt kam, seine beiden älteren Geschwister, Charles und Anne wurden vor der Thronbesteigung geboren. Er befand sich lange Zeit auf Platz zwei in der Thronfolge hinter Prinz Charles. Als 1982 Prinz William geboren wurde, rutschte er auf Platz drei ab, mit George, Charlotte und Louis sowie Prinz Harrys Sohn Archie rangiert er nun auf Platz acht.

Prinz Andrew
© 2006 Getty Images Andrew mit seinem älteren Bruder Charles

Flugreisen auf Steuerzahlerkosten

Andrew absolvierte eine Ausbildung zum Hubschrauberpiloten und nahm als solcher am Falkland-Krieg teil, was der Regierung missfiel, doch Andrew bestand darauf, teilzunehmen. Nach dem Krieg wurde er Navy-Lieutenant. 2001 beendet er seinen Dienst in der Royal Navy. Er wurde zum Sonderhandelsbeauftragen der britischen Regierung ernannt, was ihm durch seine vielen Flugreisen auf Steuerzahlerkosten den Spitznamen "Airmiles Andy" einbrachte.

Prinz Andrew
© 2017 Getty Images Prinz Andrew als Kind 1966

Arroganter Prinz?

Fragen warfen auch seine Verbindungen zum Schwiegersohn des tunesischen Ex-Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali, zum Sohn von Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi und zu einem kasachischen Milliardär auf. Zudem gab es wiederholt Vorwürfe, Andrew sei arrogant und unverschämt.

Prinz Andrew
© 2018 WPA Pool Andrew mit Tochter Eugenie

Andrew und die "unpassenden Frauen" - und "Fergie"

Andrew galt in seinen jungen Jahren lls begehrter Junggeselle - machte aber auch immer wieder durch Beziehungen zu "unpassenden Frauen" Schlagzeilen. Nachdem er mit einer Reihe von Frauen liiert gewesen sein soll, heiratete er 1986 Sarah "Fergie" Ferguson. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter Beatrice und Eugenie, geboren 1988 und 1990, hervor. Nach ihrer Trennung 1992 war es zunächst "Fergie", die für Schlagzeilen sorgte - etwa als Fotos von ihr mit nacktem Oberkörper an einem Pool in Südfrankreich auftauchten, auf denen ihr Finanzberater John Bryan an ihren Zehen lutschte.

Dazu interessant: Fergie und ihre Beziehung zu Ex-Mann Prinz Andrew

1996 ließen sich Andrew und "Fergie" dann auch scheiden, beide betonen jedoch nach wie vor, sie seien gute Freunde. Die Herzogin soll noch immer mit Andrew in einem Haus leben.

Prinz Andrew
© 2010 Getty Images Andrew mit seiner Ex-Frau "Fergie"

Das Zehenfoto

Nach der Trennung von "Fergie" tauchten Fotos von Andrew mit barbusigen Frauen in Thailand sowie bei einer Party unter dem Motto "Nutten und Zuhälter" mit der Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell auf. Maxwell wird vorgeworfen, minderjährige Mädchen für Epstein "rekrutiert" zu haben. Sie selbst dementiert das.

Der Epstein-Skandal

Doch Andrews Verbindungen zu Jeffrey Epstein dürften all das in den Schatten stellen. Ermittlungen zufolge hatte Epstein über Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Nachdem der US-Multimillionär 2008 gestanden hatte, eine Minderjährige in die Prostitution gedrängt zu haben, saß er 13 Monate im Gefängnis. Epstein hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten.

Prinz Andrew
© 2016 Getty Images Der prekärste Skandal seines Lebens: Der Epstein-Skandal

Die Vorwürfe an Andrew

So auch zu Prinz Andrew. Und nicht nur das, auch er soll in den Skandal verwickelt sein, denn die Frau Virginia Giuffre äußerte wiederholt den Vorwurf, sei als Minderjährige zum Sex mit dem Prinzen gezwungen worden. Andrew wies die Vorwürfe Mitte November in einem Fernsehinterview zurück, doch das Interview geriet zum PR-Desaster für den Royal, der darin kein Wort des Mitgefühls mit den Epstein-Opfern äußerte und sich nicht überzeugend von dem Sexualstraftäter distanzierte, der im August in seiner New Yorker Gefängniszelle laut Behördenangaben Suizid begangen hatte.

Rückzug aus royalen Aufgaben

In einer schriftlichen Erklärung brachte Andrew später sein "unmissverständliches Bedauern" über seine "unbedachte Verbindung" zu Epstein zum Ausdruck und äußerte sein Mitgefühl "mit allen Betroffenen". Um weiteren Schaden von der Königsfamilie abzuwenden, kündigte er an, alle öffentlichen Aufgaben niederzulegen. Zuvor waren bereits zahlreiche Unternehmen und Organisationen von dem Prinzen abgerückt. Nur seine Ex-Frau "Fergie" verteidigte bislang ihren Ex-Mann in der Sache.

Prinz Andrew
© 2014 Getty Images Andrew und Mutter, Queen Elizabeth II

"Er weiß, was geschehen ist, ich weiß, was geschehen ist"

Giuffre will die Angelegenheit jedoch nicht auf sich beruhen lassen. In dem BBC-Interview wiederholte sie ihre Anschuldigungen und kritisierte Andrews "lächerlichen Entschuldigungen" in dem Skandal. "Er weiß, was geschehen ist, ich weiß, was geschehen ist. Aber nur einer von uns erzählt die Wahrheit", sagte die US-Bürgerin.

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© 2007 Getty Images Andrew mit seiner Tochter Beatrice: Kann er sie nächstes Jahr zum Traualtar führen?

Kein Schlussstrich in Sicht

Prinz Andrew, der seine Tochter Beatrice im kommenden Jahr vor den Traualtar führen soll, wollte sich vorerst komplett wegducken. Giuffres Interview machte nun aber deutlich, dass er damit keinen Schlussstrich ziehen kann.

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Das Buch können Sie hier bestellen. (*)

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