Umbau Salzburger Festspielhäuser
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Vor einigen Tagen, in der ersten Augusthälfte, hat die Salzburger Landeshauptfrau im Salzburger ORF-Landesfernsehen gesagt, die Umbaukosten für die Festspielhäuser dürfe nicht mehr – wie im Rechnungshofbericht angegeben – 635 Millionen Euro kosten, sondern nur mehr insgesamt (für die Phasen 1 und 2, Großes Festspielhaus, Haus für Mozart und Felsenreitschule) 400 Millionen. Auf die Frage des Moderators, wer denn das garantiere, sagte sie „Ich bin der Garant“. In der Zwischenzeit gibt es öffentliche Äußerungen sowohl des Herrn Crepaz als auch der Frau Intendantin, die zeigen, dass man gar nicht daran denkt, sich an die Garantie zu halten. Von Frau Edtstadler hört man dazu nichts. Hat sie schon abgedankt?
Das Komitee Neuer Festspielbezirk, dem auch ich angehöre, hat dies in einer kleinen Dokumentation zusammengestellt, die ich Ihnen gerne zukommen lassen möchte. Von den Salzburger Medien kennt das bis auf Weiteres nur die „Salzburg Krone“.
Hier geht es zur Dokumentation>>
Mit freundlichen Grüßen
Josef Reschen
(Alt-Bürgermeister Salzburg)
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Mittendrin in der Kulturgeschichte (28.08.26)
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Ein Hochgenuss - wenn auch nicht immer einer Meinung - Heinz Sichrovskys literarischenErgüsse! Danke Monika Viktorik
Und wieder einmal : meine herzlichste Gratulation und meinen Glückwunsch !
Auch zu Ihrer subtilen Selbstironie und Ihrem intellektuellen Humor !
Ich weiß, es geht weiter so !
Wir müssen Sie nicht darum bitten und tun es trotzdem !
Ulrike Engl
Ja …. Ilena Contrubas in Kleibers Traviata: bisher unerreicht - zu Tränen rührend. Ich hoffe auf Ihr ewiges Leben! Dr. Otto Schwarz
Spitzentöne: Welcher Salzburg-Kandidat etwas kann. Und wer nichts (26.08.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 35/26 erschienen.
1. Babler hat gar nichts mitzupaudern! Seine Sektionschefin macht das für ihn; sie hat ja wohl auch mehr Ahnung.......
2. Die Regieleistungen des Herrn K. haben mit der Leitung eines Mehrsparten-Festivals mit über 100-jähriger (prominenter) Geschichte rein gar nichts zu tun.
3. Dass Frau S. einen Schauspieldirektor (warum keine Schauspieldirektorin?) beschäftigen müßte, wäre ja nicht neu; sebst der "Heilige Markus" brauchte jemand für diese Sparte; dass er es sebst nicht konnte, war evident. Die Aufzählung der "Stars", die sie in Berlin beschäftigt, ist kein Qualitätsmerkmal oder gar Alleinstellungsmerkmal, denn diese Leute arbeiten überall.
4. Der Züricher Intendant, so wünschenswert er für Salzburg wäre, täte sich einen Bärendienst, sich der intriganten österreichischen Presse auszusetzen.
So lange die Qualtätskriterien aus der Nennung gehypter Sopranistinnen bestehen, sind die Festspiele in Gefahr; die Findungskommission ist aber mit so vielen klugen und erfahrenen Menschen besetzt, dass ein sehr gutes Ergebnis - auch ohne Einflüsterungen aus Wien - erwartet werden darf.
.Becker
die salzburger festspiel-intendanten suche und -auswahl.....
..sollte man doch am besten leuten überlassen, die sich wie herr kircher schon bestens qualifiziert haben und nicht irgendwelchen provinz- und lokal"kaisern".
auch in der wirtschaft, sogar der teilstaatlichen, bedient man sich in der suche nach hochqualifizierten immer wieder und immer öfter "management consultants" (auch unzulänglich "headhunter" genannt), die solche personen nicht nur ausfindig machen können (und sich nicht auf irgendwelche vorvorgestrigen "bewerbungen" abstützen müssen) und auch auf - vorher mit dem klienten festgelegte - kriterien detailliert "abklopfen".
die sind - im künstlerischen bereich - vielleicht nicht so zahlreich wie in der wirtschaft und inzwischen auch in der öffentlichen verwaltung bekannt, aber es gibt sie offensichtlich doch.
denen sollte man viel gewicht geben, und weniger die entscheidung - hinter dichten vorhängen mauschelnden -politikern überlassen , die keine ahnung von der sache, am wenigsten vom künstlerischen haben.
für die bestellung des/der festspielpräsidenten/in sollte man ruhig einen der vielen, renommierten management consultants beschäftigen, weil in dieser funktion gesellschaftliche, marketing- und fund-raising- qualitäten um einiges wichtiger sind als künstlerische kompetenz.
(ihre chefredakteurin kathrin gulnerits kennt ja inzwischen zb den auch mir über jahre gut bekannten ex-kollegen und headhunter dr hans jorda gut genug, um ihn guten gewissens empfehlen zu können!)
ich weiß genau, wovon ich rede, ich war selbst über 30 jahre lang "management consultant", wenn auch "nur" im "wirtschaftlichen bereich"!
hg ihr w seles
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Salzburger Provinzfinessen – Salzburger Welttheater (21.08.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
in aller Kürze gesagt! Ich glaube nicht, dass die für Hinterhäusers Rauswurf Verantwortlichen irgendetwas bereuen. Dazu gehört wohl eine Portion Einsicht und ein gewisses Maß an Chararakterstärke. Beides sehe ich zur Zeit nicht. Was aber nicht zu übersehen ist, zeigt sich in der großen Wertschätzung für Hinterhäuser. Gerade konnte ich lesen, dass Markus Hinterhäuser mit dem Großen Musiktheaterpreis ausgezeichnet wird. Die Fachwelt weiß Hinterhäusers Verdienste im Gegensatz zur Politik von Edtstadler über Auinger bis Babler zu schätzen. Was aber nicht wirklich verwundert!
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Lieber Heinz!!!
Jetzt reicht es aber wirklich!!!!! Diese fast schon götzenhafte Verehrung für den gegangengewordenen Intendanten Hinterhäuser ist schon zu viel!!!! Ja, Art und Weise ist 100%ig!!! zu verurteilen, aber ihm künstlerisch so nachzuweisen finde ich schon grenzwertig!!!! Schlußendlich hat er diese äußerst fragwürdigen Produktionen von Carmen und Ariadne zu verantworten!!!!! Und das ist viel!!! Da wird schon in die Intimität des Werkes mit unglaublicher Frechheit eingegriffen, d.h. eine derartige Verzerrung des Werkes und dessen Aussage schmerzt bereits!!!! Von der Ästhetik will ich ja gar nicht reden!!!!
Ich würde dich bitten, einmal darüber nach zu denken!!
Mit lieben Grüßen
Karl Bauer
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
War gestern im TV zu hören, Markus Hinterhäuser erhält den großen Preis der Jury, er wird für das Schaffen als Pianist, Festivalleiter und Kulturmanager mit dem Großen Preis,den Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet!
Die Verleihung findet am 8.September in der Votivkirche in Wien statt.
Na wenn das keine Antwort auf die zwei "Wohlverhaltenserfinder" ist und natürlich auch für unseren Kulturminister.
Mich hat's gefreut, das zu hören.
Eine schöne weitere Woche wünsch ich.
Berger Brigitta
Und wieder einmal herzlichsten Dank und meine Bewunderung für Ihre so gescheite Art zu formulieren und diesen messerscharfen Blick und Stil!
Sehr freundliche Grüße !
Ulrike Engl
Sehr geehrter Hr Sichrovsky!
Ich wende mich an Sie, weil ich Sie schätze und ich weiß, dass Sie mit den gleichgeschlechtlichen Formulierungen nicht einverstanden sind.
Heute hat unser Unterrichtsminister stolz verkündet, dass 58.000 Schüler und Schülerinnen an der Sommerschule teilgenommen haben.
Ich kann mich an den Rechenunterricht in der Grundschule erinnern: Die Aufgabe war, wie viel sind 6 Äpfel und 5 Birnen? Die richtige Antwort war 11 Stk Obst.
Mir ist nicht klar, wie viele Personen an der Sommerschule teilgenommen haben.
Nachdem, was ich in der Grundschule vermittelt bekam, müssten 116.000 Personen teilgenommen haben.
Unser Hr. Unterrichtsminister ließ mich darüber im Unklaren - war die richtige Antwort a) 58.000 oder b) 116.000?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich aus meiner Verwirrung befreien können und auch öffentlich zu den Rechenkünsten von unserem Hrn. Unterrichtsminister Stellung nehmen würden.
mit freundlichen Grüßen
Otto Schuch
Zum Tod von Ileana Cotrubaș (20.08.2026)
Lieber Heinz Sichrovsky !
Unsere geliebte Ileana ist in den Sängerhimmel gezogen.
Ich werde Sie nie in meinen liebsten Partien wie Traviata, Boheme und Paride ed Elena vergessen … Ihr werde Lohn in bessren Welten und ein neuer Stern blüht am Himmel …
Liebe Grüße
Gunnar Grässl
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Bert Brecht wird gemeinfrei – Barrie Kosky hat etwas zu sagen (14.08.26)
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sg hr sichrovsky
ihre "rede pro brecht" trieft vor eleganten spitzfigkeiten, die sich selbstverwirklungs-regisseure, -dramaturgen etc zu herzen nehmen sollten!
aber ihre suada "pro kosky", so sehr sie sachlich gerechtfertigt sei, wird ihm bei der salzburger kultur-politmafia wohl eher schaden.
deren machtanspruch, alles selbst besser zu wissen und auch entscheiden zu können, wird wohl das größte hindernis für eine simple bestellung koskys sein, auch für ihren "parteifreund" babler, bzw dessen abgesandten, der wahrscheinlich nicht scholten heißen wird.
lg ihr w seles
Sehr verehrter Herr Sichrovsky,
ich habe mir erlaubt, Sie in meinem Blog zu zitieren: editionsmidt.de
Ich bin ganz und gar Ihrer Meinung!
Schöne Grüße aus München
Bernd Steets
Spitzentöne: Sie schrieb mit Qualtinger Geschichte des Ungehorsams (12.08.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 33+34/26 erschienen.
Werter Herr Sichrovsky,
ich danke Ihnen für den bewegenden Text zu Borek/Qualtinger!
Lothar Fischmann
Zeitzeuge
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
im Namen der Familie möchte ich mich für den schönen Artikel über Vera Borek-Qualtinger bedanken.
Liebe Grüße
Irene Hatak
Sophie und Leonie Qualtinger
Geburtstag Hermann Beil & Bachmannpreis
Lieber Herr Sichrovsky!
Sicher ist Ihnen im Taumel des Salzburger Weltkomödie der 85. Geburtstag am 10. August eines österreichischen Theaterkünstlers entgangen. Wir habe ihn in Thomas Bernhards Ohlsdorfer Haus gefeiert und Ö1 hat ihn in den „Menschenbildern“ gewürdigt.
An den österreichischen Printmedien ist dies lautlos vorbeigegangen, wie traurig .
Nach 25 Jahren Zusammenarbeit mit Hermann Beil, in vielen musikdramatischen Projekten und als Leiter des Merlin Ensemble Wien habe ich von Ihm so viel für die Musik und Kunst gelernt, dass für mich diese künstlerische Freundschaft ein Privileg ist. Wie es auch für Österreich ein Privileg sein sollte Hermann Beil als österreichischen in Wien geborenen Künstler zu ehren.
Mit freundliche Grüßen !
Martin Walch
Merlin Ensemble Wien
Lieber Heinz Sichrovsky!
Endlich habe ich es geschafft die Aufzeichnung des Bachmannpreises fertig zu hören.
Für mich ist die Siegerin Kinga Toth. Ich hätte allerdings lieber den ausgezeichneten Text selbst gelesen – hatte Probleme mit der Sprache und den Text dadurch immer wieder verloren – stellenweise mußte ich mir Passagen 2x anhören.
Sie ist zwar auch eine Performance-Künstlerin aber den Gesang und die Geräusche hätte sie sich auch sparen können, sowie das singende Sprechen – der Text steht für sich alleine wunderbar. Der Text hat mich manchmal an Handke und a bissl Bernhard erinnert.
Zu den Juroren: (entzetzlooch)
Strässle kommt mir Klageweibern der Medea?
Schnens-Harrant obwohl Sie nominiert hat ist auch nicht soo begeistert. Außerdem hat die Dame beim Sprechen Schwierigkeiten mit dem Genitiv!
Mara Delius: kein klarer Text? Was soll diese Aussage ?
Tinger: sieht nix neues … (früher wäre er rausgegangen um Kaffee zu holen – was sind denn das für Sprüche …
Ich finde die Juroren gehören teilweise ausgetauscht – der ORF hat ja gute Leute wie Sie zum Beispiel.
Liebe Grüße
Gunnar Grässl
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Buh und Triumph in Salzburg – Salut für Peter Schöber (07.08.26)
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Lieber Herr Sichrovsky!
Mein Mann und ich freuen uns jeden Freitag auf den Newsletter und haben diesmal besonders Ihre Ausführungen in den Spitzentönen genossen. Danke, dass Sie immer wieder Missstände aufzeigen.
Wir sind dankbar, dass Markus Hinterhäuser als Einziger an Th. Currentzis festgehalten hat und wir zumindest ein Konzert mit Utopia in Salzburg erleben dürfen (Carmen daheim im TV 😉).
Mit lieben Grüßen
Gertrud Stockinger
Lieber Heinz Sichrovsky,
es ist einfach "more of the same"! Was zählen Leistung und Verdienste um Kunst und Kultur, um Bildung im weitesten Sinn, wenn man jemand aus welchen Gründen auch immer los werden will? Eine offenbar allseits beliebte Methode geht in Zeiten wie diesen immer! Es müssen sich nur ein paar zartbesaitete Seelen meist anonym finden, die ihr Wehklagen über das "Nicht Wohlverhalten" einer Persönlichkeit äußern. Es folgt die moralische Entrüstung unter Geheimhaltung irgendwelcher Details oder Fakten und schon gehts zur Beurlaubung und Entlassung.
Der "Fall" Markus Hinterhäuser nimmt nun eine erfreuliche Wendung, mit der die für den Rauswurf Verantwortlichen in dieser Größenordnung nicht gerechnet haben dürften. Der Mann ist bei den Festspielen omnipräsent, persönlich und durch sein meisterhaftes Festspielprogramm. Die Solidarität der Künstler, der Kritiker und des Publikums ist ihm gewiss. Die Provinzpolitiker geraten unter Druck, notwendigerweise jetzt aus finanziellen Gründen. Eine schwere Last für die Politik, vor allem, aber für die Nachfolge des überragenden Intendanten. Und damit meine ich nicht das Zwischenspiel der Frau Bergmann!
Aber um positiv zu schließen: Was für ein Glück, die Carmen-Aufführung gestern im ORF sehen zu können! Eine Sternstunde in jeder Hinsicht.
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Lieber Herr Sichrovsky!
Danke für Ihren Newsletter Salzburg betreffend, denn die Lösung mit der Frau Bergmann war keine gute, denn die schaut immer so drein, als hätten ihr die Hendeln das Brot weggefressen.
Die ist leider – meine Meinung nach – für Salzburg eine Nummer zu klein und glaube auch nicht, dass sie sich hier wohlfühlt, nach ihrer Körperhaltung zu schliessen!
Die Edtstadler ist ein Biskurn und nur durch ihren Vater in diese Posision gekommen! Die gescheiteren Salzburger beklagen den erzwungenen Abgang Hinterhäusers, der scheinbar trotzdem wie ein Phantom durch die Gänge schleicht.
Nix für ungut, aber das musste sein!
Ihr J. Blank aus Elsbethen
Salzburger Festspiele: Die Elite stellt sich hinter Hinterhäuser (05.08.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 32/26 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ihre Beweihräucherung von Markus Hinterhäuser lässt einen sehr erstaunt zurück: Sie als Sozialdemokrat schwärmen von der „exklusiven Gesellschaft“, huldigen den Milliardärinnen und bestimmen noch dazu wer diesem erlauchten Kreis angehört? Das treibt einem die Schamesröte ins Gesicht. Und von wegen Benefizveranstaltung! Nirgends war je zu lesen, wieviel Geld da zusammenkam, meist enden solche Bussi-Bussi-Events mit Zahlen im vierstelligen Bereich. Hoffentlich bekam die Caritas wenigstens so viel.
Mit dennoch freundlichen Grüßen
Ernst Kopica
Lieber Herr Sichrovsky!
Wie immer herzlichen Dank für Ihr mutiges Engagement mit dem Ausdrucksspektrum Ihrer besonderen Sprachfähigkeit.
Frau Edstadler wütet ja leider nicht nur im Kulturbereich ,sondern beschwert ebenso das Salzburger Sozialsystem. Ihr Zugang zu Menschen ist der selbe ,wie der von der blauen Dame. Dagegen stehen die Hinterhäuser- Festspiele für Humanität und Erfassen wahrer Werte und bieten gerade Menschen, die im Krankenwesen tätig sind, somit eine tiefe Bereicherung. Aber der Skandal wird jetzt unausweichlich für die selbstgerechte Frau Landeshauptfrau, liebe Grüße Dr. Lisa Bock
Die Seiten 66 bis 68 einmalig
Spitzentöne: Babylon nebst der Salzach und das Urteil an der Wand (05.08.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 32/26 erschienen.
sh hr sichrovsky,
abgesehen davon: ihre kritik an der salzburger hinterhäuser-nachfolge kommission ist etwas zu einseitig, nicht nur die unsägliche salzburger lh, sondern auch ihre genau so unsäglichen co-mitglieder tragen genau so viel schuld an dem zu erwartenden disaster.
noch gar nicht erwähnt haben sie auch die mögliche nachfolge der festspielpräsidentin hammer, deren wirksamkeit, zb für das fundraising für die festspiele, in den medien einigermassen überschaubar erscheint.
es ist halt auch ein problem, wenn sich aus der – ach so internationalen – salzburger "guten gesellschaft" – nach frau rabl-stadler – niemand finden lässt, der sich diesen nach-skandal-tort antun will …
na, dass salzburg ausserhalb – aber jetzt auch innerhalb – der festspielzeit ein aus den fugen geratenes kulturelles und politisches dorf ist, haben viele schon seit vielen jahren nicht nur vermutet, sondern auch – ob intrigant oder nicht – zu recht geäußert.
weiter viel vergnügen im herbstlichen kulturwien, dessen intriganz salzburg ja noch bei weitem übertrifft, wenn auch dzt nicht ganz so deutlich sichtbar. die intriganten sind wohl noch auf urlaub oder in salzburg!
liebe grüße
ihr w seles
Ganz richtig, Herr Sichrovsky, endlich dass das thematisiert wird! Als promovierter Jurist darf ich mich schon lange wundern, wie das juristisch und politisch im Sinne der Verantwortung haltbar ist. Wenn der Rechnungshof einschreitet, wird das Edstadler politisch nicht überleben.
Und: ich halte es nicht für unmöglich, dass Hinterhäuser zurückkehrt.
Aufrichtige Grüße, Michael Lessky
Bravo, herrlich Eisauge und Glasträne. Lg RG
Lieber Heinz Sichrovsky,
ich lese Ihre Spitzentöne mit einem wachsenden Gefühl der Genugtuung. Vor kurzem haben Sie über die Salzburger Phantomschmerzspiele geschrieben. Jetzt droht der Phantomschmerz in ganz reale Schmerzen umzuschlagen, wenn laut Gerichtsbeschluss die Kosten für den Rauswurf Hinterhäusers offengelegt werden müssen. Sven Hartberger sei Dank. Mit großem Vergnügen las ich am Dienstag den Artikel in der Presse von Anne-Catherine Simon "In Salzburg grinst schamlos der Intrigant". Sie bezieht sich auf Molières "Menschenfeind", der demnächst in Salzburg zu sehen sein wird. Sie nennt die diesjährigen Festspiele "vergiftet" und spricht vom bitteren Festspielsommer. Der Sieger in diesem bitteren Festspielsommer ist künstlerisch wie moralisch Markus Hinterhäuser, das Finanzielle muss nun offen gelegt werden. Gut so. Tja, noch sonnt sich die Landeshauptfrau im Glanz dieser Festspiele und schmückt sich mit Lorbeeren, die sie nicht verdient. Doch die zukünftigen Schatten verdüstern das Bild bereits. Vermutlich werden sie auch Bürgermeister Auinger und Kulturminister Babler treffen. Geradezu rührend fand ich das Bild im Kurier vom 4. August bei der Premiere von "Ariadne auf
Naxos". Es zeigt Karin Bergmann, Ingrid Thurnher und Karoline
Edtstadler. Letztgenannte strahlend, die beiden anderen eher betreten bis verlegen lächelnd. Jetzt, zwei Tage später, entsteht bei mir das Gefühl, dass Frau Thurnher im Krisenmanagement im Falle der Abberufung und Beurlaubung Peter Schöbers von Karoline Edtstadler gelernt zu haben scheint.
Wie immer mit herzlichen Grüßen, Riki Pacik
Ergänzung zu Ihrer köstlich-pointierten Kolumne bezüglich der Blitzkarriere(n) und Versorgungsperspektiven von Frau Mag. Edtstadler: Parlamentarische Anfrage
Herzlichen Gruß
GFE
„Ariadne auf Naxos“ in Salzburg: Richard Strauss und die Marsmusik (03.08.26)
Lieber Herr Sichrovsky,
ich lese Ihre Kritiken durchwegs mit großem Vergnügen und stimme als versierter Opernliebhaber auch oft mit Ihnen überein, diesmal aber gar nicht! Ich habe meinen „üblichen“ Sommer in Salzburg hinter mir und dabei neben Carmen auch die Ariadne gesehen und bin über Ihre positive Kritik der letzteren ziemlich konsterniert! Ich brauche Sie wohl nicht auf den berühmten Brief von Hofmannsthal an Strauss hinzuweisen, in dem er eindeutig auf das eigentliche Thema dieser Oper hinweist, davon ist in dieser Inszenierung nichts zu sehen, stattdessen die üblichen Versatzstücke moderner Operninszenierungen, die unbewohnbare Erde, daher spielt das Ganze auf dem Mars (wieso liegen dann übrigens die ausgestorbenen Tiere nicht auf der Erde sondern am Mars?), blödsinniges Herumgehopse, das von der Musik massiv ablenkt und nichts zum Stück beitragen, und natürlich verwandelt sich der Komponist in der Oper, in der er ja im Gegensatz zum Vorspiel gar nicht hingehört, in eine Frau, um eine lesbische Beziehung zu Zerbinetta einzugehen, und und und … dass das Paar Ariadne Bacchus zu der himmlisch-erotischen Musik am Ende durch eine Explosion getötet wird, setzt dann den absurden Ideen von Herrn Mondtag die Krone auf! Die musikalische Seite war natürlich weit besser, aber eigentlich auch nicht durchgehend festspielwürdig mit Ausnahme von Nilsson und Lindsey.
Liebe Grüße
Lothar Roitner
Lieber Heinz, danke für Deine umfassenden Ausführungen!! Ich teile Deine Einschätzungen nicht, aber das macht ja nichts. Es war jedenfalls interessant, sie zu lesen!
Da ich nicht in Salzburg bin, bin ich auf die TV Übertragungen angewiesen. Heute somit die Ariadne. (die Carmen fand ich schrecklich, Asmik, die ich besonders liebe, eine Fehlbesetzung. Für mich muss die Carmen eine andere Stimmfarbe haben, die hat sie halt nicht. Und sie sollte nicht „Alles“ singen. Im Radio die Ariadne hat mich auch nicht vom Stockerl gerissen, die drei Damen haben mehrfach falsch gesungen und die Stimmen der Protagonistinnen waren mM nach viel zu ähnlich. Lindsay habe ich schon in Wien gehört. Cuttler ist heute wohl einer der wenigen, der das singen kann!)
LG und noch schönen Sommer!
Johanna
(bin durchaus ein Anhänger von modernen Inszenierungen!!! Nur solche „Abweichungen“ finde ich unerträglich …)
