Marie Rötzer: „Der Geniekult am Theater muss kritisch hinterfragt werden“
Leserbrief von Marianne Nentwich


Sehr geehrter Hr. Sichrovsky!
2025 gab es in Österreich einige politische Gedenktage, aber auch heuer gibt es einige - kulturpolitische Gedenktage. 1948 begann ein großes Theater in Wien, aber die Spielzeit dauerte leider nur 8 Jahre. Es war die Scala, mit hervorragenden Schauspielern, aber dieses Theater stand ja im russischen Sektor!! ....Therese Ghiese..... Fritz Muliar.....Karl Paryla....Fritz Imhof...Dorothea Neff...Helene Weigel... um nur einige zu nennen. Mira Lobe verfasste ein Jugendstück über Entlassungen und Arbeitslosigkeit.....und 1953 wurde das Stück - Die Mutter mit Helene Weigel gebracht, wo an den letzten Proben auch Bert Brecht teilnahm. 1956 musste dieses Theater schließen, dort wo 1948 auch - Der Bockerer - uraufgeführt wurde. In den letzten Wochen und Monaten vor der Schließung, an der leider auch zwei prominente Journalisten großen Anteil daran hatten, gab es etliche Proteste, Briefe wurden von internationalen Künstlern an die Politik geschrieben, auch Bert Brecht schrieb noch im Februar 1956 einen Brief an Kulturstadtrat Mandl, aber es hat leider nicht genützt. Im Juni 1956 war Schluss.
Ja und einige Wochen später starb auch Bert Brecht im August 1956.
Also aus meiner Sicht zwei ... kulturpolitische Gedenktage aus den österreichischen Nachkriegsjahren.
Mit freundlichen Grüßen
Hunacek Richard


Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Demonstrieren gegen Holzleitner – KI-generierte Politiker (29.05.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
Ich bin gerade aus dem Musikverein nachhause gekommen, war bei Patricia Nolz und Malcolm Martineau. Wunderbares Konzert,tolles Programm. Bin erst jetzt dazugekommen, Ihren Newsletter zu lesen, trifft sich genau mit meinem Leserbrief zu Ihren Spitzentönen, was ja auch zu erwarten war. Babler als Frauenministerin fände ich wunderbar. Da wäre er in exzellenter Gesellschaft ! Herbert Haupt hatte damals die Ehre. Was ist das alles für ein Jammer!
Mit lieben Grüßen Riki Pacik
Danke für Ihre Ausführungen zur Bildung im Fr-Newsletter und den Spitzentönen. Sie sprechen uns aus der Seele.
Mit lieben Grüßen
Gertrud u. Robert Stockinger
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Quotenschwachsinn ausgesetzt - Theaterjuwel bedroht (22.05.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
jetzt ist es also fix. Toni Faber geht 2027 in den "wohlverdienten"
Ruhestand. Sicher werden einige Leute, die in der Kirche etwas zu sagen
haben, froh darüber sein. Man hat ihnen einen Gefallen getan, aber
sicher nicht Toni Faber und all den Menschen, die ihn als Dompfarrer
geschätzt, vielleicht sogar geliebt haben. Wenn ich seine
Sonntagskolumne von gestern im Kurier lese, dann finde ich ein klares
Bekenntnis zu Europa und Lob für Michael Ludwig bei seinem entschiedenen
Auftreten am Europatag auf dem Wiener Stephansplatz, als die
"amtsbekannten fanatischen Demonstranten" - Zitat Faber - mit
Trillerpfeifen versuchten , Ludwigs Rede und die der Außenministerin zu
übertönen. Damit bezieht er eindeutig Stelllung in einer politischen
Frage. Darf er das als Dompfarrer? Und jetzt kommt mein Bekenntnis: Für
den letzten Absatz seiner Kolumne liebe ich Toni Faber. Schreibt er doch
Folgendes: Die Stimme für Europa gilt gerade am völkerverbindenden
Pfingstfest. "Herrgot, schau oba auf uns und schenk' uns neu deinen
völkerverbindenden Heiligen Geist der Hoffnung!" Gibt es eine schönere
Botschaft in Zeiten wie diesen?
Apropos Botschaft! Ich habe mir eine gewisse Zeit die Eröffnung der
Wiener Festwochen auf dem Heldenplatz im ORF angesehen und hatte die
Freude, die Rede der Kulturstadträtin sehen zu dürfen. Und da drängte
sich mir die Frage auf, was uns Frau Kaup - Hasler mit der folgenden
Äußerung wohl mitteilen will? Sprach sie doch von dem Blick auf das
Rathaus, das ein demokratisches Miteinander garantiere, während in der
anderen Richtung das "Hinterteil der Macht" zu sehen sei. Sie wies
dabei auf das Erzherzog-Karl-Denkmal. Die Kamera zeigte auch prompt das
Hinterteil des Pferdes dieses Reiterdenkmals im Scheinwerferlicht. Das
war gewiss kein erhebender Moment. An erhebenden Momenten gab es bei
dieser Festwocheneröffnungfeier einen ziemlichen Mangel. Vielleicht habe
ich ja auch nur nicht lang genug zugeschaut?
Eine zweite Frage kam mir dann doch noch in den Sinn. Warum in aller
Welt zieht sich der Festwochenintendant bei der Festwocheneröffnung
einen Feld-Overall an und bewegt sich dann unverdrossen auf der Bühne
wie ein spätpubertärer Gymnasiast bei einem Disco-Besuch in den
70er-Jahren? Was wollte er uns damit wohl mitteilen? Ich gebe zu, seine
Eröffnungsrede habe ich versäumt, gehe aber davon aus, dass er eine
gehalten hat. Vielleicht konnte er dabei eine erhellende Auskunft
darüber geben.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, schönen Feiertag Riki Pacik
Treffsicher wie immer. Traurig, aber wahr. Bin zum Glück fern von all diesem Schmarrn am Meer. Eigentlich sollte man nicht aufs Handy schauen… Trotzdem beste Grüße
Jutta Müller
Spitzentöne: System Holzleitner-Wiederkehr – Bildung verachten (27.05.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 22/26 erschienen.
Werter Herr Sichrovsky.
Beeindruckt vom Furor Ihres Artikels – den ich erst gestern gelesen habe, und dessen Inhalt ich zum allergrößten Teil zustimme – erlaube ich mir hier, ungefragt und unerbeten, 2 Appendices* anzubringen:
Den Satz „Nun will er (Wiederkehr – WS) die Begabten sechs statt vier Jahre zu den Analphabeten in die weitgehend unbewohnbaren Volksschulen sperren.“ will ich nicht verstehen.
Sie kritisieren, m. E. völlig zurecht – so, wie ich’s verstanden habe -, die schwachsinnige Zueinanderordnung des Frauen- mit dem Wissenschaftsressort. Die (mit Mitleid gespickte?) Kritik an Frau Holzleitner (offenbar bezogen auf deren Interviewgespräch zuletzt mit Armin Wolf in der ZiB 2) find‘ ich allerdings überzogen: Den Spagat zwischen Einsparungsnotwendigkeit/en und Schutzmantel für die Unis hat sie m. E. unter den grauslichen Gesamtumständen bestmöglich geschafft; und so wenig oder gar inkompetent, als wie Sie sie darstellen, hab‘ ich sie nicht gefunden.
Mit freundlichem Gruß,
Walter Stach,
ebenso, seit 1967 - trotz allem - chronifizierter SPÖler sowie ehem., bis zum bitteren Ende, „AZ“-Abonnent
5 Jahre schulischen Lateinunterricht.
Traurig aber wahr, leider
Lg Rg
Spitzentöne: Hochachtung vor Toni Faber (19.05.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 21/26 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
vielen Dank für Ihre Kolumne! Ein Beschluss unfassbar! Noch habe ich die Hoffnung, dass die Entscheidung widerrufen wird.
Grüße aus München
Theresa
Sehr verehrter Herr Doktor !
Danke für den Artikel vom 19.05.26. Meine Hochachtung auch Ihnen, für diese Zeilen.
Pointiert und mit feiner Klinge wie man es von Ihnen gewohnt ist.
Mit besonders freundlichen Grüßen,
Franz Sebestik
Ich denke ein Gelübde ist ein Gelübde, das man schon ev. bricht, wenn man liebt, aber nicht mit vielen Frauen und in dieser Art.
Christine Nemeth
Lieber Herr Sichrovsky,
Herzlichen Dank für Ihren aktuellen Artikel über den Dompfarrer, ich kann mich Ihren Gedankengängen nur anschliessen. An sich gehen mich Bemühungen der katholischen Kirche, den sympathischen und tüchtigen Herrn als Dompfarrer mit Hilfe des (für seine Aufgaben irrelevanten) Pensionsalters loszuwerden, nichts an. Ich bin kein Mitglied dieses Vereins, gehöre zur evangelischen Seite, und das auch eigentlich nur am Taufschein. Herr Faber ist aus meiner Sicht aber im österreichischen Umfeld einer der (wenigen) breiter beachteten Lichtblicke in der katholischen Kirche. Wenn man ihn jetzt mit den verknöcherten Zölibatsregeln im Hintergrund verabschiedet, würde ich aus der katholischen Kirche austreten, wenn ich Mitglied wäre. Schade, geht nicht.
Beste Grüße
Hans Loibner
Lieber Heinz Sichrovsky,
treffendere Worte, vor allem aber schönere und berührendere kann man zu Toni Faber nicht finden. Auch die Verdienste des „feinsinnigen Humanisten“ Christoph Schönborn nach der unsäglichen Groer-Zeit würdigen Sie aus sehr persönlicher Sicht. Und nun ist da der neue „kunstsinnige Erzbischof“, der in Schönborns große Fußstapfen tritt. Das ist kein einfaches Erbe und der rührige und vielleicht allzu beliebte Dompfarrer hat sich offenbar ob seiner Auffassung von Priestertum und Zölibat einflussreiche Feinde gemacht. Diesen müsste sich Josef Grünwiedl nun entgegenstellen. Was sicher schwierig ist, denn er hat (noch) nicht das Format und das Ansehen eines Christoph Schönborn. Toni Faber macht es ihm auch nicht leicht, gab er doch nach dem Opernball in der ORF-Sendung "Hinter den Schlagzeilen" ein bemerkenswertes und überaus sympathisches Interview, in dem er sich ziemlich eindeutig zu seinem Lebensstil bekannte. Das war vielleicht ein offenes Wort zu viel. Si tacuisses......! Noch dazu hatte es im Dezember einen Artikel in der Süddeutschen Zeitung gegeben mit der Überschrift "Der Priester, der mit seiner Freundin über rote Teppiche flaniert". Auch das wird Fabers Gegner nicht gefallen haben. Die Münchner dürften wissen , wovon sie reden. Haben sie doch mit dem beim Kirchenvolk überaus beliebten Pfarrer Rainer Maria Schießler , der etwa gleich alt ist wie Toni Faber und mit seiner priesterlichen Lebensgestaltung ähnlich umgeht. Er hat es mittlerweile mit "Himmel, Herrgott, Sakrament" zu einer Fernsehserie gebracht, in der er selbst immer wieder in winzigen Rollen auftaucht.
In Wien sucht man eine elegante Lösung, indem man das demnächst erreichte Pensionsalter Toni Fabers zum Vorwand nimmt, ihn als Dompfarrer loszuwerden. Das ist so kurzsichtig wie kontraproduktiv, stillt dieser doch die Sehnsucht jener Katholiken, die sich eine zeitgemäßere Kirche wünschen. Für alle, die in Toni Faber in erster Linie den "Society -Pfarrer" sehen und ihm diese Rolle vorwerfen, kann ich eine seiner sonntäglichen Kurier-Kolummnen mit dem Titel "Unsere Liebe endet nicht mit dem Tod" vom 26. April 2026 empfehlen. Ob gläubig oder nicht, ob katholisch oder nicht, Toni Faber findet hier für jeden wunderbare Worte zu den ewigen Themen Liebe und Tod. Ein Liebender ist er wohl in vielerlei Hinsicht, was gemeinsam mit seiner offen gezeigten Lebensfreude und seiner Ehrlichkeit seine Beliebtheit erklärt. Ihn in den Ruhestand zu schicken, wäre ein völlig falsches Signal. Für ein reinigendes Gewitter gibt es andere Themen, die die katholische Kirche betreffen. Lukas Resetarits hat nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters von 65 ein Programm mit dem Titel "Unruhestand" geschrieben. Einen Unruhestand könnte ich mir bei Toni Faber auch vorstellen. Ob sich die Kirche damit einen Gefallen täte, sei dahin gestellt. Hoffen wir also auf eine weise Entscheidung, eine weitere Austrittswelle kann sich die katholische Kirche wohl nicht leisten.
Wie immer mit herzlichen Grüßen, alles Liebe Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Sie sprechen mir aus der Seele!
Der neue Erzbischof schreitet also mit Riesenschritten zurück in finstere Zeiten.....ob das die katholische Kirche noch aushält?
Das in Zeiten der Kirchenaustritte und des zunehmenden Islam, die das Christentum und die christliche Tradition hierzulande massiv bedrohen.
Die Kiche, bzw. ihre Vertreter sehen und kapieren es nicht!
Grund für die Verbannung Fabers ist einmal mehr das vollkommen sinnlose Zölibat, das ja auch nur zur Festigung des Patriachats als dessen höchste Vollendung in grauester Vorzeit eingeführt wurde.
Wo bleibt die Gleichberechtigung in der katholischen Kirche?
Was wären den die Pfarren ohne weibliche Mitarbeit?
Dafür werden die Frauen immer noch fleißig diskriminiert und ausgeschlossen, als Dank?
Meine einzige Hoffnung fürs Christentum ruht auf der evangelischen Kirche, dort gibt es Pfarrerinnen und Superintendantinnen......
Bleiben Sie dran!
Heute habe ich gelesen, dass sich Widerstand formiert - Recht so !
MfG
Dipl.-Ing. Christoph Bauer
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
besser kann man es nicht sagen. Glückwunsch zu diesem Artikel.
Mit freundlichen Grüßen / with best regards
Martina Baumgartner
Lieber Heinz Sichrovsky!
Punktgenau ! Danke für diesen wunderbaren Artikel !
♥lichst
Gunnar Grässl
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ich war immer glücklich, evangelischer Christ zu sein - bei Groer, Krenn und auch bei Faber. wäre ich als Katholik ausgetreten. Es hat mich immer gestört, daß er sich auch mit Freundin in der Society herumtreibt, immer in den Seitenblicken auftauchte, dann wieder irgendwelches Klumpert segnet. Damit begeht er beständig die Todsünden. Ich erwarte von einem Dompfarrer einfach ein angemessenes Verhalten. Mit dem jetzigen Erzbischof (und auch unserer Bischöfin) bin ich sehr zufrieden. Von meinen Vorfahren wurden 5 Menschen nach einem Hexenprozess im 17. Jh. als Ketzer enthauptet und verbrannt.
Mit herzlichen Grüßen
Chris Nagel
Dem ist nur vollinhaltlich zuzustimmen. Danke und liebe Grüße
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrem Artikel. Ich kann diesem nur vollinhaltlich zustimmen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich kenne Toni Faber von diversen Events- Weintaufen,Begräbnisse etc- persönlich und schätze ihn sehr.
Er wäre ein großer Verlust für alle!
Mit freundlichen Grüßen
Dr Doris Pflanzer
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Das Geld für den ESC wird anderswo gebraucht (15.05.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
vor etwa einer Woche schrieb ich Ihnen, dass ich froh sein werde, wenn der ESC vorbei ist. Geschafft! Es ist vollbracht! Über die Geldvernichtungsmaschine ESC haben Sie Ihren Unmut deutlich geäußert, dazu muss man nicht mehr sagen.
Ich beschränke mich lieber auf ein paar Anmerkungen darüber, was ich aus der ESC-Woche gelernt habe. Das Wort "Tanzschein" wird aus dem kollektiven Gedächtnis so schnell verschwinden, wie es gekommen ist.
Selbst Bürgermeister Ludwig konnte sich dem Ausprobieren der sinnlosen Bewegungen zu diesem "Tanzschein" vor einer Kamera nicht entziehen. Muss man es ihm verzeihen? Ich fürchte "Ja". Die ganze lange ESC-Woche wurde diese Veranstaltung hochgejazzt, wie es jetzt so schön auf Neudeutsch heißt. Sogar die Wiener Linien haben mich am Tag des Finales in den U-Bahnstationen mit der Mitteilung beglückt, dass man den ESC liebt und U gleich noch dazu. Eine wichtige Frage bleibt allerdings offen. Bin ich mit dem U gemeint? Oder doch die U-Bahn? Und dann das Wetter! Wind und Regen konnte die Begeisterung der Fans nicht trüben. aber vielleicht haben sie die Wut der Anti-Israel-Demonstrierer ein bisschen abgekühlt.
Es wurde nicht so schlimm, wie man befürchten konnte. Die Sicherheitsmaßnahmen waren enorm, womit ich wieder bei den Kosten wäre.
So schließt sich der Kreis. Wie sehr der wirtschaftliche Erfolg dieser Woche die Kosten irgendwie aufwiegen kann, wird sich noch herausstellen.
Es ist zu befürchten, dass er geringer ausfällt als erwartet. Bleibt die Hoffnung, dass viele Jahre ins Land ziehen ohne einen österreichischen Gewinner. Oder einer Gewinnerin, das gab es bisher noch nie, also beinahe nie.
Aber eine Erkenntnis muss ich unbedingt noch erwähnen. Das wunderbare Wort "Jurowischn Willitsch" konnten auch mindersprachbegabte Menschen unfallfrei aussprechen. Da kommt doch Freude auf, und gibt dem Herrn Kulturminister Babler sicher die Kraft, weiterhin tolle Kulturpolitik zu machen.
Und jetzt stürzen wir uns in die zu erwartenden Freuden der Wiener Festwochen, auch schön! Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
PS. Mit meiner Vorahnung, dass die Ungeheurlichkeit mit dem Schauspielhaus im allgemeinen ESC-Taumel untergehen wird, dürfte ich richtig gelegen sein.
Lieber Heinz Sichrovsky !
Danke ! Punktgenau ! Das mußte einmal gesagt werden !
♥lichst
Gunnar Grässl
Heinz, ich erwähne nur das Buch von Canetti "Masse und Macht ". Wer und was kann man tun gegen all das Verrückte das du aufzeigst??? Gegen die Macht ist man machtlos! Bedauerlicherweise nützt das ständige Aufzeigen des Wahnsinns gar nichts. Nur, man muss trotzdem immer wieder auf die Missstände hinweisen. Und du wirst das weiterhin machen! Gruß Berta Kammer
Hallo Heinz,
es ist schon sehr erschreckend und bedauerlich, wie unsere Regierungsmitglieder, zumindest die, die Entscheidungen treffen, sich selbst ins antike Rom zurückbeamen.
„Brot und Spiele“ ist das Motto, wobei ich mir bei Brot nicht sicher bin.
Ich habe auch nicht gewußt, dass der Dunning-Kruger-Effekt sich wie eine Pandemie ausbreiten kann. Aber das ist genau wie bei den Toten, betreffen tut‘s die Angehörigen.
Ich bewundere Dich, dass Du das alles aushältst. Es muss im Herzen wehtun. Zumindest bei den halbwegs intelligenten Menschen.
Bleib standhaft und bei der Sache. Menschen wie Du braucht man heute mehr denn je.
Liebe Grüße aus Tirol
Hans Zloklikovits
Ich finde es auch fatal für den ESC € 40 mio hinzublättern …. Aber Politik orientiert sich an der Masse und am Massengeschmack - leider! leider! Leider braucht Wien die Werbung gar nicht ( da wäre Graz sinnvoller gewesen) und unser Image als Musikhauotststadt wir mit diesem synthetischen, gleichen Allerlei von Musik auch nicht in die Welt gelangen. trostlos! Gruß … Otto Schwarz
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Das Geld, das für den Eurovision Song Contest ausgegeben wurde, hätte besser zur Rettung und Unterstützung von Orchestern und Theatern mit echtem kulturellem Wert verwendet werden sollen, anstatt diese inhaltsleere Veranstaltung von zweifelhaftem kulturellem Wert zu finanzieren.
Mit freundlichen Grüßen
Tatiana Messner
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Salut für Rudolf Taschner – bedenkliche Wien-Kultur (08.05.26)
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Lieber Herr Sichrovsky,
Danke, dass Sie die Unglaublichkeit bezüglich der Absage einer 50 Jahr Doktoratsfeier für Herrn Prof. Taschner entsprechend diskutiert haben. Ich bin empört über die Miesität, die sich da geleistet wird. Wissen und innovative Wissenschaft lebt von Querdenken, Hinterfragen von eingebrannten Denkmustern und damit natürlich gegebenenfalls auch von „Lästig sein“. Das sollte eigentlich auch an der Uni Wien bekannt sein.
2027 habe ich mein 50 jähriges Jubiläum der Promotion zum Dr.phil. (Chemie/Physik) an der Uni Wien. Ich habe mir schon überlegt, den Wisch der Universität zurückzugeben, als Signal für mein völliges Unverständnis über die Entscheidung bezüglich der 50-Jahrfeier für Herrn Prof. Taschner.
Beste Grüße
Hans Loibner
Die Geschichte mit dem Taschner ist eine Sauerei. Das hat er sich nicht verdient.
Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz,
danke für deine Gedanken zu Rudolf Taschner. Die Absage seiner Ehrung ist ein bedenklicher Fall von Cancel Culture, wo unter dem Deckmantel einer angeblichen political correctness Meinungen und Haltungen kalt unterdrückt werden. Man muss ja in den angesprochenen Themen nicht seiner Meinung sein, aber diese zu äußern muss doch im Geister der vielbeschworenen demokratischen Meinungsfreiheit möglich sein. Mitdiskutieren kann im Land offenbar nur noch, wer einer gewissen Haltung von vornherein nach dem Mund redet. Auch einmal gegen den Strich zu bürsten gilt als ungehörig, manchen sogar als gefährlich. Universitärer Diskurs muss aber offen sein, nur so ist über Jahrhunderte wissenschaftlicher Fortschritt gelungen. Eingekastelte Kleinkariertheit ist ein Armutszeugnis von der Uni Wien, die ich so nicht erwartet hätte.
Liebe Grüße
Hubert Nowak
Lieber Heinz!
Danke für Deine Zivilcourage – ja, die braucht man dafür heutzutage schon! – in Sachen Rudolf Taschner. Ich stimme Dir vollinhaltlich zu!!
Mit herzlichen Grüßen
Wilfried stadler
Spitzentöne: Warum der ORF unverzichtbar und die Kampagne gegen ihn durchschaubar ist (06.05.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 19/26 erschienen.
Lieber Heinz Sichrovsky,
wen wundert`s , dass die FPÖ nach dem Bekanntwerden der Weißmann-Affäre den ORF sturmreif schießen will? Spätestens seit der große Humanist und gleichzeitige Rächer der Enterbten Peter Westenthaler im Stiftungsrat sitzt, können wir ein Schauspiel in diese Richtung schon längst aus nächster Nähe beobachten. Der Fall von Roland Weißmann mit all seinen seltsamen und teilweise unappetitlichen Nebenerscheinungen, ist geradezu ein Geschenk für die FPÖ. Wo aber in aller Welt sind die besonnenen, wissenden und fachkundigen Leute, die den unverzichtbaren ORF mit aller Kraft gegen den Ansturm der FPÖ verteidigen ? Wo ist die Lichtgestalt, die an der Spitze der Generaldirektion diesen Kraftakt zuwege bringen kann? Ingrid Thurnher ist es langfristig wahrscheinlich nicht.
Was die Person von Herrn Schöber anbelangt, ist es einfach "more of the same". Seine Verdienste gemeinsam mit Operndirektor Roscic zur Coronazeit, die Sie erwähnen, sind nicht das Feld, das die FPÖ gern beackert. Die von Ihnen erzählte "Rosenkavalier"-Geschichte ist ja beinahe rührend, um nicht zu sagen zum Weinen. Der von solch kulturellen Ausflügen unbelastete und unbeeindruckte Peter Westenthaler wird in der "Presse" vom Donnerstag zitiert mit "Peter Schöber wird zurücktreten." Für ihn gelte dasselbe wie für Robert Ziegler: Sie müssen "uverzüglich gekündigt" werden. Über Robert Ziegler weiß ich zu wenig, um mich über ihn äußern zu können. Was mich jedoch amüsiert, sind die verbalen Purzelbäume des Peter Westenthaler. Wer erklärt ihm den Unterschied zwischen "zurücktreten" und "unverzüglich kündigen"?
Dass Sie sich in Ihrem Newsletter der Sache Taschner annehmen, habe ich erhofft und erwartet. Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie meine Hoffnung und meine Erwartung großartig erfüllt haben. Ihre Schlussfolgerung am Beispiel der Harvard University kann ich nur unterschreiben und den dringlichen Wunsch hinzufügen, dass der Freizeitveterinär nie die Gelegenheit dazu bekommt, das Land von Grund auf zu entwurmen.
Die Frau Kulturstadträtin ist in Ihrem Tun meines Wissens vom Kulturmenschen Ludwig noch nie eingebremst worden. Das Geschehen rund um das Schauspielhaus geht sowieso im allgemeinen ESC-Taumel unter. Da gegen ist man , fürchte ich, machtlos. Ich freu mich schon, wenn diese Woche mit all dem Trara vorbei sein wird.
Wie immer mit herzlichen Grüßen, alles Liebe Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Niemals könnten Sie sich bei mir unbeliebt machen. Auch nicht in Sachen ORF und dessen Verteidigung. Man muss den ÖRR gegen den Zugriff der Untalentierten absichern. Doch wer wird es tun?
ps: Wollte man einen echten Neuanfang, Paulus Manker könnte das. Zuerst verbrennt er ihn zu Asche, dann lässt er ihn wie Phönix auferstehen. Ein Scherz, natürlich. Doch anders ist mir nicht zum Lachen zu mute.
Herzlich
Klaus Schauer
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Heute monothematisch: Abschied von Föttinger (01.05.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
Föttinger geht und er geht erhobenen Hauptes, er ist nicht rechtzeitig verstorben und die Wokeness bewegten "Anschuldigenden" haben sich an seiner Person die Zähne ausgebissen. Wie sagen Sie so treffend? Die Ära konnte ihm keiner abschneiden. Ich liebe dieses schöne Wortspiel. Aber damit es nicht zu monothematisch wird! Eine andere Ära ist abgeschnitten worden und die Ehre gleich dazu. In der Wochenendausgabe der Salzburger Nachrichten schreibt Frau Hedwig Kainberger eine "Analyse" zur Ausschreibung der künstlerischen Leitung bei den Salzburger Festspielen.
Sie meint, die Latten seien in der Ausschreibung hoch gelegt. Was ich danach lese, erinnert mich an den unschönen Spruch von der "eierlegenden Wollmilchsau". Aber das ist es nicht , was mich so empört. Meint doch Frau Kainberger, das sei ja alles schon viel, aber man müsse noch drei weitere Anforderungen auf die Wunschliste setzen. Geschenkt. Aber folgender Absatz hat es wohl in sich. Zitat:"Vielleicht wird es Karin Bergmann gelingen, etwaige Disruptionen aus Markus Hinterhäusers Führungsstil schon in eineinhalb Jahren mehr oder weniger zu heilen.
Doch: Dass ein derart gravierendes Fehlverhalten einer Führungskraft, das erst eine Wohlverhaltensklausel und zwei Jahre später eine Vertragsauflösung bedingt hat, offenbar lang hingenommen oder gar geduldet worden ist, ist so himmelschreiend wie einst die jahrelang übersehenen Malversationen zweier Mitarbeiter von Salzburger Festspielen und Osterfestspielen." Zitat Ende. Jemandem, den man gerade vor die Stadttore gejagt hat, noch hinterherzuspucken, ist letztklassig. Ich habe am vergangenen Mittwoch im Musikverein Schuberts Winterreise gehört. Irgendwie habe ich das Gefühle, hier wird gerade Hinterhäusers künstlerische Winterreise inszeniert. Was für ein Elend.
Wie immer mit herzlichen Grüßen, schönen Sonntag Riki Pacik
Lieber Heinz Sichrovsy !
Danke für diesen wunderbaren Newsletter, weiters für die Kritik und das Interview !!!
Ich lasse mir von dem und noch mehr ein extra Buch binden als Erinnerung an eine große ÄRA !!
♥lichst
Schönes Wochenende
Gunnar Grässl
Lieber Herr Sichrovsky,
Kredit schon verspielt, meine ich - und zwar durch die unverständliche Hinauswurf-Orgie, durch Ihren (Marie Rötzer) unverschämten Darsteller-Kahlschlag!
Jetzt muss sie (erst einmal) zeigen, wie es mit einem neuen Ensemble wieder zu den gewohnten Höchstleistungen geht.......
Wir sind zu Recht entsetzt über Trumps Hinauswurf-Marathon und nehmen die selbe miese Tour auf dem Theater wort- (na ja, vielleicht nicht ganz) und/aber konsequenzlos hin?! Mir fehlt das Verständnis dafür - nur weil ich die Josefstadt liebe, wünsche ich der "Neuen" keinen Beinbruch!
Herzlich, Ihr R. Köck
Lieber Heinz Sichrovsky,
wie man vielerorts lesen kann, hat Herbert Föttinger sich selbst mit Peter Turrinis Stück ein fulminantes Abschiedsgeschenk gemacht. Ein gelungener Abschied, die Ära Föttinger geht damit zu Ende. Und mit diesem Ende wird auch das Dasein einiger Schauspieler und Schauspielerinnen an der Josefstadt beendet. Vielleicht bin ich naiv und verstehe zu wenig vom Theater. Wenn ich es aber kritisch betrachte, kann man "Was für ein schönes Ende" zumindest in dieser Besetzung nur ganze zwei Monate im Theater in der Josfstadt sehen. Was für ein schönes Ende und was für eine Verschwendung. Sie fordern das Publikum auf, die feine Aufführung in Scharen zu bejubeln. Ich bin mir sicher, das wird geschehen. Ob es Publikumspflicht ist, der neuen Direktion großzügig Kredit einzuräumen, wage ich zur Stunde allerdings in Frage zu stellen.
Die Erklärung ist relativ einfach. Vergangenen Sonntag gab es im Kurier ein Interview mit Marianne Nentwich, der Doyenne des Theaters in der Josefstadt. Am Schluss dieses Interviews stehen die schmerzlichen Worte von Frau Nentwich:"Ich komme nicht als Gast in die Josefstadt, in der ich 62 Jahre lang zu Hause war." "Unwiderruflich?" fragt Thomas Trenkler. "Unwiderruflich. Ich werde die Josefstadt nicht mehr betreten", ist die Antwort. Ich möchte Frau Rötzer gerne sagen: "Das tut man nicht!" Aus welchem Grund auch immer.
Zurück zu Herbert Föttinger. Er hat in den letzten Tagen viele Interviews zu seinem Abschied gegeben, unter anderem in "News" und in der "Presse". Dabei kam die Sprache auch auf Karin Bergmann. Was er darüber sagt, ist erstaunlich mutig. Zitat aus dem "Presse"- Interview:
"Als Schausieler bin ich so ein kleiner Hobbypsychologe. Ich kann alle Niederungen der menschlichen Seele und jede Niedertracht nachvollziehen.
Ich kann sogar nachvollziehen, dass Frau Bergmann die künstlerische Leitung der Salzburger Festspiele übernommen hat." Das sitzt! Diese Äußerung ist hart und doch richtig. Wenn man etwas als Ungeheurlichkeit empfindet, dann tut man es auch nicht. Auch nicht der Kunst zuliebe.
Für mich ist es der Grund für meine Vorbehalte und mein Unbehagen Frau Bergmann und Frau Rötzer gegenüber. So etwas tut man nicht.
Die Zeit heilt bekanntlich alle Wunde. Die Sonne über Ägypten wird für Herbert Föttinger sicher das Nötige für die Heilung tun. Und dann möge er voller Tatendrang zurückkommen zur Freude seines Publikums.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik


