Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ich muss mich bei ihnen ausjammern.
Es geht um die Radarfallen. Mit der Freigabe der Radarfallen an die Gemeinden, hat man die Büchse der Pandora geöffnet. Kleine Gemeinden pflastern ihre Straßen mit diesen Radarkästen. In unserer Bezirkshauptstadt Gänserndorf wurden gleich 7 neue Kästen aufgestellt. Es sollen noch 7 folgen. Es gibt bald mehr Radarkästen in der Stadt wie Straßen. Der Bürger muss für diese Fallen 2x bezahlen. Beim Kauf und wenn er einmal ein paar Kilometer zu schnell unterwegs ist. Alles unter dem Motto: Tempo Einschränkung. Ein Raser kümmert sich nicht um diese Radarfallen und fährt munter weiter und macht Unfälle. Es geht der Gemeinde nur darum den etwas unaufmerksamen Bürger abzuzocken.
Ich bin heuer im Urlaub mit meinem Wohnmobil durch die Slowakei, Polen, Litauen, Lettland und Estland gefahren. Dann von Tallin nach Helsinki und von Finnland nach Schweden. Über Dänemark und Deutschland wieder zurück nach Österreich. In all diesen Ländern habe ich kaum Radarfallen gesehen. Mein WoMo fähert im 4. Gang 80 und im 3. Gang 50 km/h. Trotzdem musste ich sehr oft noch langsamer fahren, wegen der zahlreichen Straßenschwellen (road humps oder silend policeman) wie sie auch genannt werden. Das sind Speedbreaker wenn man sein Auto liebt und ehrliche Geschwindigkeits Bremser. In Österreich findet man sie kaum. Sie bringen ja kein Geld und schränken nur die Geschwindigkeit ein.
Sind die anderen Länder uns vorraus oder sind sie hintnach mit dieser Medthode?
Mit freundlichen Grüßen
lieber herr hawlik, wie schön von Ihnen zu hören! ich hab zwar keinen führerschein, für Sie aber immer einen thematischen gastplatz auf meinem leserbrief-link. wie beeindruckend, dass Sie so unglaublich unterwegs waren! liebe grüße, schönen herbst, hs
Sehr geehrter Hr.Sichrovsky,
wir sind uns im Sommer heuer zufällig vor dem Durchgang bei der Felsenreitschule begegnet, ich hab sie angesprochen. Wir haben uns kurz über das Salzburger Festspielchaos unterhalten und Sie haben mir die Oper "St.Francois d' Assisse" empfohlen, die ich Ende August auch gesehen habe, neben vielen anderen wunderbaren Aufführungen.
Ich möchte Sie gar nicht lange stören, aber ich habe vor ca.2 Wochen jenes Schildbürgermärchen geschrieben, das ich Ihnen in der Anlage schicke. Nachdem bekannt wurde, dass nun auch Lukas Crepaz überlegt, das Handtuch zu werfen, wurde ich so "narrisch" über unsere Landeshauptfrau, sodass ich spontan die Schildbürger wieder auferstehen ließ...
Nachdem Sie ja Kulturexperte sind und auch das Salzburger Chaos sehr gut kennen, dachte ich mir, dass Sie vielleicht darüber ein bisschen schmunzeln können. Den SN habe ich es (noch) nicht geschickt, da zu lang, und wahrscheinlich "zu böse".
Ich denke, die Figuren sind leicht zu erkennen...
Viel Spaß und liebe Grüße aus Salzburg,
Sonja Pirner
Die Schildbürger und ihr Kasperltheater
Sie kennen doch sicher die für ihre hohe Weisheit weltberühmten Schildbürger: das sind die, die das Sonnenlicht mit Kübeln und Schmetterlingsnetzen einfangen wollten, um es ins Rathaus zu tragen, weil sie vergessen hatten, die Fenster einzubauen. Ein Stamm dieser Schildbürger lebte in einer Stadt, nennen wir sie „Schilda“, in der es ein weltberühmtes Theater gab. Eines Tages beschlossen einige dieser klugen Schildbürger, aus diesem Theater ein Kasperltheater zu machen. Im Schildbürgerland war es ja seit jeher eine hohe Tugend, gut bezahlte Verantwortung für etwas zu übernehmen, von dem man keine Ahnung hatte. Das lichtlose Rathaus bestand aus einem Unter-und einem Oberrathaus. Aus zweiterem meldete sich eine Schildbürgerin, die zur „Eiskönigin“ gekrönt wurde und die immer das Gegenteil machte. Wenn jemand sagte „gut“, dann sagte sie „schlecht“, oder wenn jemand meinte etwas sei „notwendig“, sagte sie „Nicht notwendig“. Das fand sie so lustig, dass sie sich an die Spitze des Kasperltheaters setzte. Und weil sie ja immer das Gegenteil machte, ließ sie eine kleine Eiszeit in Schilda entstehen. Während weltweit aufgrund des Klimawandels geschwitzt wurde, begann in Schilda ein eiskalter Wind zu blasen, man musste sich warm anziehen, um zu überleben und viele Bürger waren zutiefst verschnupft. Aufgrund ihrer Sparmassnahmen fasste sie die 3 Damen der Zauberflöte zu einer Figur zusammen und übernahm auch gleich ihre Rolle, indem sie das Schloss, mit dem Papageno der Mund zugesperrt wird, im Unter-und Oberrathaus verteilte, sodass alle nur mehr piepsen konnten. Das schon alte Theatergebäude stand vor dem Zusammenbruch und eine Renovierung war dringend notwendig, aber der kalte Wind rüttelte erbarmungslos an dem einst so schönen Haus. Die Eiskönigin versammelte viele Kasperln um sich und zog in das Kasperltheater. Da gab es auch noch eine „unschuldige Prinzessin“, ein „böses Krokodil“ und den „hilfreichen, geduldigen Wachtmeister“.Nach einigen Monaten der neuen „Eiszeit“ reichte es dem Krokodil,und es beschwerte sich bei der Eiskönigin, dass es unter diesen eiskalten Umständen nicht arbeiten könne. Es war ja ein Wesen der Wärme und brauchte fluide Energien und transzendentes Licht, um leben und arbeiten zu können. Erbost organisierte die Eiskönigin ein Casting, bei dem es darum ging, wer am besten mit einem Fußball die jahrtausende alten Vasen aus der chinesischen Kaiserdynastie „Schee-vüü-hin“ treffen und damit den schönsten Scherbenhaufen bauen konnte. Insgesamt 7 Kasperln schafften den Einzug und durften, wie sich das in einem ordentlichen Kasperltheater gehört, das böse Krokodil hauen. Das verließ daraufhin fluchtartig das Kasperltheater. Nicht einmal der gutmütige Wachtmeister, der das Krokodil mochte und seine Arbeit schätzte, konnte etwas dagegen tun. Er setzte sich trotzdem, seit Jahren bereits, mit jeder Faser seiner Wachtmeisteruniform dafür ein, dass das Theatergebäude erneuert wurde und kämpfte einsam gegen feuerspeiende Drachen und erdrückende Ungeheuer. Die unschuldige Prinzessin verlängerte unterdessen ihre Miete im Kasperlhaus, während die Eiszapfen bedrohlich vom Dach des Theaters hingen. Dem Wachtmeister war mittlerweile so kalt, dass er die Eisprinzessin um eine Audienz ersuchte, bei der er um einen Schmelzofen bat, da er sich außerstande sah, unter den existenzgefährdenden Eiszapfen weiterhin seine Arbeit erledigen zu können. Sie warf ihm lachend einen Schneeball ins Gesicht und meinte lustig, was er könne, das können andere Kasperl ja auch! Daraufhin verließ auch der geduldigste aller geduldigen Wachtmeister das Kasperltheater.
Eine neue Figur kam nun ins Spiel: der Pezi! Nett und gscheit. Ob er die Eiszeit überlebt hat oder auch zum bösen Krokodil gemacht worden ist, weiß man nicht, denn die Geschichtsbücher wurden hier geschwärzt. Für die Rolle der unschuldigen Prinzessin gilt natürlich die Unschuldsvermutung, ebenso wie für alle anderen Beteiligten im Kasperltheater.
Was schon überliefert wurde: Das Krokodil und der Wachtmeister sind in die Geschichtsbücher eingegangen und sie erfreuen sich noch heute größter Beliebtheit, vor allem bei jenen Schildbürgern, die massiv unter der Schnupfenpandemie zu leiden hatten!
Sonja Pirner
Dem immens kulturbeladenen, leider nimmermüden Musensohn von News sei dringend geraten das nervtötende, ermüdende Kapitel über den maßstabsetzenden Markus H umgehend zu schließen !
Anhang :
Unvollständige Mängelliste aus den letzten Jahren von Ohrenbläsern, Provinzwoiwoden und Kleinstadtschulzen erstellt:
L Steyer: Zauberflöte 2x in den Sand gesetzt
Hoffmann: Der arme Titelheld auf der zugemüllten Bühne verschollen
Figaro: Kusej - zum Vergessen
Rasches Werke: Kartenpreis hoffentlich inklusive Pillen gegen Kreislaufkollaps
Ariadne: wie originell, auf dem Mars!
Carmen: G`scheites mit Blödem überfrachtet
Messiaen: Für Vogelkundler mit gegerbtem Sitzfleisch
Viaggio: Slapstikfarce zu Tode geritten
Noch ein Glück, daß die Wiener Philharmoniken ungern im Stehhen musizieren und den Plan eines eigenen Sommerfestivals (ermuntert durch H.S.) in Wien, aus welchen Gründen auch immer, verwarfen.
Fröhlich grüßt
Franz Mayer
Lieber Herr Sichrovsky,
gerade genüsslich die Spitzentöne gelesen.
Hoffentlich verzeiht es Frau Gulnerits dass ich News wieder beginne von hinten zu lesen.
Lg
Rudolf Gindlhumer
Spitzentöne: Bachmannpreis in Gefahr (30.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 40/26 erschienen.
Lieber Heinz Sichrovsky,
dass unser beider Zunft am Boden liegt, wundert mich nach solchen Artikeln eigentlich nicht mehr. Auf die Unterkante journalistischen Gebarens namens „Check-Recheck-Double-Check“ meint ja heutzutage jeder, der einen Bleistift halten kann, verzichten zu können. Tatsächlich hätte dich ein Anruf bei mir – du hast meine Nummer noch, gell? – vor einigen schwerwiegenden Fehlern bewahren können, die ich dich nun bitten muss, in einer eurer nächsten Nummern zu korrigieren. Generell muss ich dir sagen, dass ich es nachgerade für absurd halte, einen Artikel über den Ingeborg Bachmannpreis zu verfassen, ohne auch nur einmal bei uns nachzufragen. Oder meinst du, dass man von deiner Wiener Blase aus eh ganz gut bis nach Kärnten blicken kann?
Mit dem Rechnen, respektive Recherchieren scheint es jedenfalls an folgenden Stellen nicht so recht geklappt zu haben:
Die Jury wurde nicht durch unseren Entscheid für Insa Wilke „entvölkert“. Ein Anruf hätte genügt, dann hätte ich dir erzählen können, was du ganz offenbar in den letzten Wochen in Sachen internationaler Berichterstattung verpasst hast. Wie z.B. das Interview, dass Thomas Strässle zuletzt dem Deutschlandfunk gegeben hat, in dem er gleich mehrfach betont, 1.) nicht wegen Insa gegangen zu sein und 2.) diese gegen Philipp Tinglers Anwürfe verteidigt – das alles kannst du gern hier nachhören – bitte schön: https://www.deutschlandfunk.de/nicht-aus-protest-zurueckgetreten-ex-juror-thomas-straessle-unterstuetzt-wilke-100.html
Dasselbe gilt übrigens für Brigitte Schwens-Harrant, die zuletzt im ORF3 Kulturtalk bei Peter Fässlacher betont hat, nur eine Pause und keinen „Protestrücktritt gegen Insa“ einlegen zu wollen. Die Furche hast du ja bei aller Wertschätzung, die ich aus deinem Artikel herauslese, sicher abonniert? Dort las man aber auch nichts vom „Protest gegen Wilke“, oder? Philipp Tingler hat sich also nicht, wie du schreibst, „mit vier Kollegen davongemacht“. Wie du überhaupt auf diese Anzahl kommst, ist mir schleierhaft, außer du rechnest Tingler zwei Mal oder fälschlicherweise auch Klaus Kastberger mit dazu, der aber hat wie wir ja beide wissen, schon im letzten Jahr seinen Rücktritt angekündigt. Hm?
Richtig ernst wird es dann allerdings mit der justiziablen Behauptung, Insa Wilke hätte „die hoch favorisierte Österreicherin Anna Felnhofer mit null Punkten aus dem Direktbewerb geworfen“. Zum Mitdenken: Wir haben sieben JurorInnen, jeder vergibt 1-5 Punkte. Bitte, rechne mir doch einmal vor, wie Insa Wilke (als eine von sieben) das zustande gebracht hat, ja? Ich bin gespannt. Alle Zahlen dazu findest du ganz unten im verlinkten Artikel zur Preisfindung 2023. Dort kann die Punktevergabe jedes Jurors/jeder Jurorin nachgelesen werden. Ich bezweifle aber, dass du dort hineingeschaut hast, sonst hättest du nämlich bemerken müssen, dass sich das Abstimmungsverhalten von Wilke und Tingler nicht wirklich voneinander unterscheidet, 3 von 5 AutorInnen stimmen überein. Für Gordeev durfte sie ja selbst nicht stimmen, für diese Autorin hat dafür - Überraschung, Überraschung! - Philipp Tingler mit nicht weniger als 4 Punkten gestimmt. Außerdem hat Insa Wilke für Laura Leupi gestimmt (was übrigens auch Brigitte Schwens-Harrant (5 Punkte) und Mithu Sanyal (2 Punkte) gemacht haben). Also, wenn du mich frügest, die „kleinlichen Manöver“ sehe ich ganz woanders. Und zu pardonieren gibt es hier schon gar nichts. Oder unterstellst du dem TDDL-Preisfindungssystem Manipulierbarkeit? Wenn ja, viel Spaß beim Knobeln – ich bin gespannt auf deine Ergebnisse: https://bachmannpreis.orf.at/stories/3214119/
Anna Felnhofer hat den Deutschlandfunk-Preis bekommen, was auch nicht nichts ist, und wurde dergestalt nie aus dem von dir so bezeichneten „Direktbewerb“ – was soll das bitte eigentlich sein? – geworfen. Du reihst sie außerdem unter die sogenannten „großen Ignorierten“. ein Was für eine Verkennung der Wirkmächtigkeit der TDDL!?
Du schreibst: „Schon als der Bewerb anno Corona in die digitale Welt verlegt werden musste, wurde das als budgetschonende Dauervariante ins Spiel gebracht.“ Wer um alles in der Welt hat das wieder erfunden? Recherchiert kann es jedenfalls nicht sein. Der digitale Bewerb war – nachdem jede/r AutorIn jeweils zu Hause für die Lesung aufgenommen werden musste, jede/r JurorIn das Equipment für die Diskussionen vom ORF zur Verfügung gestellt bekam – um nichts günstiger als die Normalvariante. Auch hier hätte dich eine Recherche bei jenen, die es wissen und nicht nur vermuten können, vor Fehlern bewahrt. Außerdem ist der Bachmannpreis seit der Coronapandemie niemals wieder „zur Disposition“ gestanden. Wie kommst du darauf und von wem wurde das behauptet?
Generell darf ich dir für die TDDL mitteilen: Es gibt die Jury, die wichtige Arbeit vor der Kamera und bei der Auswahl der Texte leistet und es gibt die Leute, die als Veranstalter des Wettbewerbs viele andere Entscheidungen treffen - wie mich. Das passt Herrn Tingler nicht? Hm. Schade. Hätte er die vielen Jahre, die auch er in Klagenfurt zu Gast war, mal kurz darauf verwendet, die Statuten des Wettbewerbs durchzulesen. Seine sogenannten „objektiven Kriterien“ hätten ihn bei seiner hermeneutischen Analyse recht rasch zu dem Ergebnis geführt, dass wir als Veranstalter die Zusammensetzung der Jury zu bestimmen. Und nicht: die Jury bestimmt über sich selbst oder redet mit, wie der ORF Kärnten als Veranstalter das zu handhaben hat. Siehe hierzu Punkt 3 der Statuten (stehen übrigens in der jeweils aktuellsten Version seit Jahren auf der Bachmann-Homepage - könnte man als Journalist auch mal drüberstolpern): https://bachmannpreis.orf.at/stories/3368205/
Du prognostizierst uns eine „dunkle Zukunft“? Vielen Dank! Ich antworte dir mit Beate Tröger, die im 3sat Kulturzeit-Studio die jetzige Situation weit profunder einzuordnen wusste: Es gebe gewisse Kräfte, die der Demokratie ans Leder wollten, die nur drauf warteten, wie sich andere demontieren, gegenseitig demontieren aufgrund von irgendwelchen Eitelkeiten.
„Wir können das überall sehen: Die fatale Kombination aus schwindenden Mitteln, die Zuspitzung von Positionen durch die Logik der Algorithmen und die Abnahme der Ambiguitätstoleranz. Diese Diskussion ist letztlich leider nur eines von vielen Beispielen einer besorgniserregenden, geradezu beängstigenden Bewegung. Ich vermute, dass die Eitelkeit auch so etwas wie umgelenkte Angst um oder Einsicht in einen Bedeutungsverlust ist. Aber sie führt eben nicht dazu, ihn einzudämmen.“
In diesem Sinne!
Barbara Frank
ÖSTERREICHISCHER RUNDFUNK
Landesstudio Kärnten
Lieber Herr Sichrovsky,
von allen bisher mir zugänglichen Texten ist Ihr Kommentar der interessanteste. Fast allen gemein ist die Sorge um die Zukunft des Bewerbs. Die boxt man allerdings nicht damit weg, indem man die Reihe schließen will, wie dies Frau Tröger in 3sat neulich suggerierte. Sie forderte Ambiguitätstoleranz ein, ohne diese selber zu zeigen.
Die von Ihnen am Ende aufgezählten Namen machen für mich keinen Sinn, denn es finden sich sowohl Preisträger unterhalb des Hauptpreises darunter als auch ungerecht Behandelte. Das wird es immer geben.
Der Bezug des ORF auf die Statuten offenbart, dass man dort ein Gesinnungstheater plant, indem ästhetische Komponenten immer mehr in den Hintergrund treten. Ich schaue den Wettbewerb seit exakt 29 Jahren und sehne mich nach Juroren wie Daniela Strigl, Klaus Amann, in Gottes Namen auch Iris Radisch und sogar den ewig grantelnden Klaus Nüchtern (von Peter Demetz und Karl Corino gar nicht zu reden). Inzwischen sitzen da die Totengräberin des Schweizer Literaturclub Laura de Weck und zwei identitätspolitische Aktivistinnen. Ich glaube, ich habe keine Lust mehr darauf.
Herzliche Grüße
Lothar Struck
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Wer die Kirche braucht – Midterms für Edtstadler (25.09.26)
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Was soll man zu Egstadler sagen? Ihr wird bei der nächsten Wahl die FPÖ zeigen, wo der Bartl den Most herholt …. Bis dahin wird sie weiter mit kahler, erhobener, arroganter Schulter „Politik“ machen - hätte man sie doch nach Brüssel deportiert!
Crepaz - da hörte ich von Unstimmigkeiten im Direktorium - ist da wieder die Teflon-Hammer gemeint?
Ich wünschen dem neuen Indendanten alles Glück der Welt - eine den Umständen gemäß erstaunlich gute Wahl - die Hoffnung lebt. Gruß … Otto Schwarz
Ich liebe Ihre Artkel zum Thema Edtstadler!
Beste Grüße
Jutta Müller
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Die beinahe 40% der FPÖ Wähler sind nicht alle vom völkischen Gelaber des VoKaKi angetan. Sie haben, wie es ein kürzlich verstorbener enger Freund so treffend ausdrückte, „die Gfrieser einfach satt“.
„Karo“ oder die Eiskönigin ist eines davon. Vom Verdacht gegen die eigene Genialität völlig benommen, ist sie das Paradebeispiel schwürkiser Abgehobenheit. Dass ihr in Salzburg der rote, dumme Bürgermeister in der Zerstörung eines weltweit einzigartigen Kulturgutes als Sekundant zur Seite steht, ist für die SPÖ, die den Kulturministerdarsteller Babler als Vizekanzler in ihren Reihen hat, erbärmlich.
Schönes Wochenende
Klaus Schauer
Spitzentöne: Mehr Glück als Verstand – die Festspiele und die Politik (23.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 39/26 erschienen.
Lieber Heinz Sichrovsky,
"mehr Glück als Verstand", das kann man wahrlich sagen. Dass sich Barrie
Kosky nicht als "Second-Hand -Intendant" hergeben wollte, ist
verständlich. Dass Frau Edtstadler zum nächstbesten Bewerber griff,
auch. Dass es jedoch ein Glücksgriff war, fällt ihr unverdient in den
Schoß. Ende gut, alles gut! Mitnichten. Die Salzburger Festspiele
schlittern von einer mutwillig herbeigeführten Krise in die nächste und
daran ist die Landeshauptfrau bekanntlich nicht unbeteiligt.
Hinterhäuser war "nur" der Anfang . Ein Schelm, wer denkt, dass der
Abgang von Stefan Schnöll und der drohende Abgang von Lukas Crepaz
nichts mit dem segensreichen Wirken von Karoline Edtstadler zu tun hat.
Was die Kosten der diversen Manöver des Jahres 2026 betrifft, gilt wohl
eine nach oben offene Skala. Über die Aussichten bei der nächsten
Landtagswahl möchte ich nicht einmal spekulieren.
Aber zurück zum Glücksfall Peter de Caluwe! Ich habe allen seinen
Interviews viel abgewinnen können, eine Aussage in einem "Presse"-
Interview hat mich besonders erfreut. Er wünsche sich eine Oper über
Stefan Zweig. uraufgeführt in Salzburg, weil er keinen besseren Ort
dafür kenne. Wie schön, dachte ich. In der "Presse" von gestern wurde
ich von Wilhelm Sinkovicz daüber informiert, dass es eine solche Oper
schon seit dreißig Jahren gibt. Das Werk des Komponisten Christoph Cech
"Stefan Zweigs Weg in die Emigration in 19 Stationen" wurde 1996 in der
Wiener Kammeroper mit Erfolg uraufgeführt. Quasi in der " Welt von
gestern", denn die Kammeroper ist ja mittlerweile geschlossen. Auch so
ein trauriges Kapitel der Kulturpolitik, in diesem Fall in Wien. Sie
zitieren Andrea Breth: "Es fehlt der Provinzpolitik jeder Respekt vor
der Kunst." Nicht nur in der Provinzpolitik, möchte man da leise
hinzufügen.
Meine Idee, Barrie Kosky als Nachfolger von Milo Rau als Intendent der
Wiener Festwochen zu gewinnen, habe ich schon einmal erwähnt. Jetzt
wäre Zeit für die Wiener Kulturpolitik, darüber nacbzudenken.Es könnte
sich lohnen.
Ich grüße Sie wie immer herzlich und gratuliere Ihnen zu der Erlesen-
Sendung von gestern, ein erlesenes Vergnügen. Alles Liebe Riki Pacik
Sehr erhellende Spitzentöne. Danke für Ihre Sichtweise.
Möge Salzburg und deren Festspiele dies alles gut überstehen.
Lg
Rudolf Gundlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky,
"mehr Glück als Verstand", das kann man wahrlich sagen. Dass sich Barrie
Kosky nicht als "Second-Hand -Intendant" hergeben wollte, ist
verständlich. Dass Frau Edtstadler zum nächstbesten Bewerber griff,
auch. Dass es jedoch ein Glücksgriff war, fällt ihr unverdient in den
Schoß. Ende gut, alles gut! Mitnichten. Die Salzburger Festspiele
schlittern von einer mutwillig herbeigeführten Krise in die nächste und
daran ist die Landeshauptfrau bekanntlich nicht unbeteiligt.
Hinterhäuser war "nur" der Anfang . Ein Schelm, wer denkt, dass der
Abgang von Stefan Schnöll und der drohende Abgang von Lukas Crepaz
nichts mit dem segensreichen Wirken von Karoline Edtstadler zu tun hat.
Was die Kosten der diversen Manöver des Jahres 2026 betrifft, gilt wohl
eine nach oben offene Skala. Über die Aussichten bei der nächsten
Landtagswahl möchte ich nicht einmal spekulieren.
Aber zurück zum Glücksfall Peter de Caluwe! Ich habe allen seinen
Interviews viel abgewinnen können, eine Aussage in einem "Presse"-
Interview hat mich besonders erfreut. Er wünsche sich eine Oper über
Stefan Zweig. uraufgeführt in Salzburg, weil er keinen besseren Ort
dafür kenne. Wie schön, dachte ich. In der "Presse" von gestern wurde
ich von Wilhelm Sinkovicz daüber informiert, dass es eine solche Oper
schon seit dreißig Jahren gibt. Das Werk des Komponisten Christoph Cech
"Stefan Zweigs Weg in die Emigration in 19 Stationen" wurde 1996 in der
Wiener Kammeroper mit Erfolg uraufgeführt. Quasi in der " Welt von
gestern", denn die Kammeroper ist ja mittlerweile geschlossen. Auch so
ein trauriges Kapitel der Kulturpolitik, in diesem Fall in Wien. Sie
zitieren Andrea Breth: "Es fehlt der Provinzpolitik jeder Respekt vor
der Kunst." Nicht nur in der Provinzpolitik, möchte man da leise
hinzufügen.
Meine Idee, Barrie Kosky als Nachfolger von Milo Rau als Intendent der
Wiener Festwochen zu gewinnen, habe ich schon einmal erwähnt. Jetzt
wäre Zeit für die Wiener Kulturpolitik, darüber nacbzudenken.Es könnte
sich lohnen.
Ich grüße Sie wie immer herzlich und gratuliere Ihnen zu der Erlesen-
Sendung von gestern, ein erlesenes Vergnügen. Alles Liebe Riki Pacik
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Glimpflicher Verlauf in Salzburg – große Emmy Werner (17.09.26)
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Lieber Herr Sichrovsky,
nach meiner Einschätzung geht es in Salzburg längst nicht mehr um einzelne Namen,
sondern um das gänzliche Versagen des politisch besetzten Aufsichtsgremiums, dem Kuratorium.
Die Hauptaufgabe eines solchen „Aufsichtsrates“ ist, jedweden Schaden des betreffenden
Unternehmens abzuwenden. Spätestens seit Beginn des Jahres 2026 wurde von den Mitgliedern
Dieses Kuratoriums aber alles getan einen Schaden herbeizuführen. Nicht nur einen materiellen,
welcher sich bis heute gar nicht beziffern lässt. Ohne jede Konsequenz für die handelnden Personen.
So lange, anstelle des unsäglichen Bundesgesetzes vom 12. Juli 1950 (über die Errichtung eines
„Salzburger Festspielfonds“), nicht eine neue gesellschaftsrechtlich Struktur für dieses kulturelle
Großunternehmen gefunden und beschlossen wird, kann kein Direktorium, wie auch immer es personell
zusammen gesetzt sein wird, erfolgreich arbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Günter Rhomberg
Lieber Herr Sichrovsky,
super, wie Sie ehrlich über Sie selbst schreiben. Eitel.
Auch gefällt mir, dass es Sie „nicht im geringsten“ interessiert, wer die „erste Frau“ … war.
Es geht um Inhalte, um sonst nichts.
Gruß
Johanna Pühringer
Man könnte ja fast auf die Idee kommen, es gibt im Festspielhaus eine fliegende Wanze, so gut informiert sind Sie.
jetzt ist das salzburger affentheater endlich zu ende? oder doch nicht?
jetzt macht crepaz manderln!!!
ohne ihn sollte, nach der meinung irgendwelcher dorfredakteure, der umbau des festspielhauses finanziell hoch gefährdet sein...
oder doch nicht?
die saure gurken zeit ist doch noch nicht zu ende, oder endet sie österreichs mediengetöse nie?
lg ihr w seles
zur veröffentlichung frei gegeben...
--
Mag. Wolfgang Seles
Salzburger Festspiele: Peter de Caluwe wird der neue Intendant – und das ist gut so (16.09.26)
Lieber Heinz Sichrovsky,
die Kulturpolitik in Österreich schlägt zur Zeit seltsame Kapriolen,
zumindest was Salzburg und Wien anbelangt." Ungemach folgt Hoffnung
folgt Ungemach" ist die Devise. In Salzburg ist mit dem neuen
Intendanten nach all dem Ungemach wieder ein Stück Hoffnung eingezogen,
möglicherweise aber gefolgt von neuem Ungemach. In der ZIB 2 wurde
gestern von dem im Raum stehenden Rückzug von Lukas Crepaz als
kaufmännischer Direktor berichtet. Wie recht Sie doch haben mit Ihrer
Warnung vor trügerischem Aufatmen der Provinzpolitik. Die Krise ist noch
lang nicht ausgestanden. An die Landtagswahl 2028 möchte man dabei gar
nicht erst denken.
In Wien atmet man im Kulturbetrieb gerade auf, nachdem Michael Ludwig
den "Kultur-Euro" abgesagt hat. Diese Bedrohung ist vom Tisch, die
Notwendigkeit von Sparmaßnahen offenbar nicht. Auch hier kann man nur
warnen vor trügerischem Aufatmen. Es könnte ein anderes dickes Ende
kommen. Freude macht das alles keine.
Dem neuen Intendanten der Salzburger Festspiele Peter de Caluwe ist viel
Glück zu wünschen. Und vor allem gute Nerven!
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Die Direktion der Wiener Staatsoper hat einem Regisseur wieder erlaubt, eine Oper zu missbrauchen. Regisseur Ersan Mondtag, der ebenso Bühnenbild und Kostüme entworfen hat, hat die Handlung von „Die Perlenfischer“, die im Original „Auf der Insel Ceylon, in vergangener Zeit“ spielt, in die Jetztzeit versetzt. Da die Geschichte aber nur als romantische Story verständlich ist, ist die Handlung völlig unsinnig geworden.
„Herr Mondtag“, fragt die „Bühne“ (Ausgabe Mai 2026) im Interview, „was reizt sie ausgerechnet an diesem exotischen Stück?“ Er antwortet ganz ehrlich: „Mich hat genau das zunächst abgestoßen.“
Da fragt man sich schon, warum er den Auftrag angenommen hat. Er inszeniert und entwirft theatrale Installationen, Party-Performances, Schauspiele und Opern. Da hat er ja genug zu tun. Warum also die „Perlenfischer“??? Das kann man auch die Direktion fragen.
Nun wäre mir persönlich das alles ja wurscht gewesen, ich habe mir diese Opernrarität angesehen, der schönen Musik gelauscht, und wäre wegen der unsinnigen Inszenierung nicht mehr wieder gekommen. Doch dann lese ich, dass der Herr Mondtag den nächsten „Ring“ inszenieren wird. Dann war Feuer am Dach! Jetzt ist ein Brief an die Direktion fällig! Denn was soll denn das werden, wenn er aus dem Ring eine Party-Performance macht?
Inzwischen konnten wir ja eine weitere Regie-Katastrophe erleben. Der Party-Regisseur hat in Salzburg die „Ariadne“ inszeniert und ist auf den „sublimen Gedanken“ gekommen, sie auf den Mars (???) zu verlegen. Nun ist das für die Salzburger Festspiele okay, dort kann man solche Experimente machen. Da wird das ein paar Mal gespielt und nächstes Jahr kommt was Neues. Solange es Leute gibt, die dafür 400 Euro ausgeben…
Was kann man sich nun für den „Ring des Mondtag“ 2028/29 an der Wiener Staatsoper erwarten? Wird er ihn auf den Saturn verlegen? Der hat ja einen Ring! Da könnte man schon eine Geschichte draus machen! Bei Festspielen – okay. Aber in einem Repertoirehaus wie Wien? Da müssen wir uns den Unsinn mindestens zehn Jahre anschauen…
Bitte an die Direktion! Verschonen Sie uns vor diesem Regie-Berserker! Lassen Sie ihn bei Festspielen arbeiten. Nehmen Sie die Inszenierung von Kapplmüller, die haben viele Junge nicht mehr gesehen. Ein bisschen neu aufpoliert und der wäre für die nächsten 10 Jahre gut brauchbar!
Wer kann Regie-Unsinn verhindern? Früher hat sich Marcel Prawy darum gekümmert. Aber heute stecken die Haus-Dramaturgen mit den Regisseuren unter einer Decke und spielen gegen das Publikum, denn der Steuerzahler zahlt alles. Der Minister für Medien, Wohnen, Sport, Kunst und Kultur Andi Babler? Vom nächsten Kulturminister, dem derzeitigen Kultursprecher der FPÖ, Wendelin Mölzer, kann man leider keine Hilfe erwarten, er schläft nämlich bei Wagner ein (Interview in der Presse am 27.8.26).
Mit freundlichen Grüßen!
Hartwig Frankl
Ihr Bericht über den vor kurzem abgehaltenen Gesangswettbewerb hat mich sehr interessiert.
Die Rückblende auf Ihre Stehplatzzeit vor 50 Jahren hat mich sehr berührt. Die Münchner Salome mit Leonie Rysanek hätte ich auch sehr gerne gehört. Ich habe natürlich ihre Sieglinde sehr bewundert, ihre Tosca ebenso wie ihre Amelia sehr, sehr geschätzt.
Meine intensive Stehplatzzeit geht zurück auf 1957/58 : Walküre und Othello unter Karajan, Hans Hotter als Wotan, Birgit Nilson als Brünnhilde und viele andere mehr; schliesslich Leontyne Price, Nicolai Ghiaurov, Ettore Bastianini - später die zauberhafte Zeffirelli-Boheme, di Stefano- Erlebnisse, Turandot mit den drei Stars Nilsson, Price und di Stefano, das Götterdämmerung-Erlebnis unter Karajan.
Ende 1970 gab es für mich eine neue "Zeit" Familie und ein neues Berufsleben in der Schweiz.
Gerne denke ich an die wunderbaren Musikerlebnisse zurück, höre sie quasi immer wieder "in meinem geistigen Ohr" - heute dank youtube und CD von Radio- und Telemitschnitten auch unterstützt.
Ihre Berichte lassen mich aber auch an dem heutigen Geschehen teilhaben. Ich bewundere Ihren Enthusiasmus, besonders auch, was die Salzburger Festspielleitung anbetrifft, aber auch die von dem kecken Neos-Vertreter durchgeboxte Lateinstunden-Reduktion. Meine Söhne habe ich in das Latein-Joch getrieben. Ich bereue es keinen Moment, sie sehen diesen Zwang mit den Jahren etwas milder und buchen es allmählich auch als einen kulturellen Zusatzwert...
Bitte, machen Sie weiter so und seien Sie herzlich bedankt für Ihren Einsatz - natürlich auch im Ö III.
Mit herzlichen Grüssen
Trude Fischer
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Salzburg und der Musiktheaterpreis (11.09.26)
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Große Anteilnahme: Politik und Kultur würdigen Mangold - news.ORF.at
https://orf.at/stories/3441298/
das sind "krokodilstränen", die die kulturschickeria und die kulturpolitik - einschließich der kulturkritik - der lange angefeindeten und unterschätzten künstlerin nachweinen.
so eine war von den späten 40ern bis in die 90 jahre des vorigen jahrhundert singulär in der österr kulturlandschaft und damit viel zu oft unberechtigt angefeindet, verachtet und "nicht besetzt!
aber jetzt ist sie tot und leider wahrscheinlich bald vergessen - im unterschied von den (ausser paul) hörbigers...
lg w
Lieber Heinz Sichrovsky,
wahrlich schlechte Zeiten für Kunst und Kultur! Von der Politik aus
allen Richtungen in die Zange genommen, sind die Motive der Akteure so
vielfältig wie durchschaubar. Dass Barry Kosky in Salzburg nun doch
nicht zum Zug kommen könnte, ist in höchstem Maße bedauerlich. Es gibt
allerdings ein Szenario, das mich darüber hinweg trösten könnte. Wenn er
nicht zum Intendanten der Salzburger Festspiele ernannt werden sollte,
wäre er doch vielleicht ein überaus geeigneter Kandidat für die
Nachfolge von Milo Rau bei den Wiener Festwochen, wenn's genug ist mit
den gespielte Prozessen und der Ausrufung der erfundenen Republiken. Das
ist allerdings eine Idee, die vermutlich Veronica Kaup-Hasler nicht
gefallen würde. Womit ich beim Thema "Wiener Kulturpolitik" angelangt
wäre. Die Pläne der Kulturstadträtin zur Einführung eines Kultur-Euro
sind wohl ein Stich ins Herz des Wiener Kulturbetriebes. Bei Gott ein
genialer Einfall! Wenn alles teurer wird, ist budgetmäßig alles in
trockenen Tüchern. Quasi leiwand, wie man in Wien dazu sagen würde.
Aber wie sagte der sichtlich tief berührte Markus Hinterhäuser bei
seiner Dankesrede, als er bei der Verleihung der Musiktheaterpreise den
"Großen Ehrenpreis der Jury" entgegen nehmen durfte? "Die Kunst ist so
viel größer als die Kleingeistigkeit der Politik". Das sei so manchen
wohlbekannten Akteuren und Akteurinnen in der Kulturpolitik ins
Stammbuch geschrieben.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
Lieber Herr Sichrovsky …. Ich blicke angstvoll nach Salzburg …..
aber: Ich kenne Christian Kirchner – er schien mit der Jury-Auswahl sehr zufrieden ….
…mal sehen! Aber ich fürchte wir müssen uns auf weniger außerordentlich programmierte
Festspiel einstellen (wobei nächsten Jahr noch ein Hinterhäuser Opernprogramm auf uns wartet)
Mit besten Grüßen …. Dr Otto Schwarz
Otto Muehl im Aktionismus Museum: Kunst am Abgrund (09.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 37/26 erschienen.
Sehr geehrtes Redaktionsteam,
in Ihrer Ausgabe 36/2026 ist unter dem Titel "Kunst am Abgrund" ein Beitrag von Heinz Sichrovsky zur Ausstellung im Wiener Aktionismus Museum erschienen. Darin wird über die Gruppe MATHILDA berichtet und ihr unter anderem vorgeworfen, jede Forschung und jede Publikation verhindern zu wollen.
Wir möchten dazu Stellung nehmen und ersuchen Sie um Veröffentlichung der beigefügten Replik. Sie umfasst rund 3.600 Zeichen und lässt sich bei Bedarf kürzen – teilen Sie uns dazu bitte Ihre Vorgabe mit.
Die Replik erscheint für die Gruppe MATHILDA und das vom FWF geförderte PEEK-Projekt "Von der Kunst des Verschwindens und dem Drang zu Bewahren" (ART9401124, Akademie der bildenden Künste Wien und nationaler Kooperationspartnerin an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien).
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Schäfer
für die Gruppe MATHILDA
Replik / Stellungnahme zur Veröffentlichung des Textes „Kunst am Abgrund“ von Heinz Sichrovsky in NEWS 26/2026
Wer forscht, muss Widerspruch aushalten
In News 36/2026 wird der Gruppe MATHILDA vorgeworfen, sie wolle jede Forschung, jede Publikation und jede andere Perspektive auf die Arbeiten von Otto Mühl verbieten. Zugleich wird angeregt, der Gruppe die öffentliche Wissenschaftsförderung des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF zu entziehen. Beides in einem Gedankengang: Wer Zensur beklagt und zugleich den Entzug von Forschungsgeldern anregt, meint nicht die Freiheit der Wissenschaft, sondern die eigene.
Zu den Tatsachen: MATHILDA hat nie ein Verbot gefordert. Wir fordern, dass der Entstehungskontext der Arbeiten von Otto Mühl transparent gemacht wird. Das ist eine eindeutige Forderung nach mehr Wissen, nicht nach weniger. Ebenso unzutreffend ist die Rede von „Laien“ im oben genannten Text: Die Mitglieder der Gruppe sind in ganz unterschiedlichen Bereichen wissenschaftlich ausgebildet und institutionell angebunden; allen voran ist das Forschungsprojekt „Von der Kunst des Verschwindens und dem Drang zu Bewahren“ ein vom FWF gefördertes PEEK-Projekt an der Akademie der bildenden Künste Wien. Es ist durch internationale Begutachtung gegangen. Wir sind darüber hinaus erwachsene Menschen, keine „Gruppe von Kindern“.
Wichtiger als diese Richtigstellungen ist jedoch: Kritik ist kein Gegensatz zur Freiheit der Wissenschaft, sie ist deren Voraussetzung. Eine Ausstellung wählt aus, ein Archiv wählt aus, ein wissenschaftlicher Text wählt aus: Es wird gezeigt und weggelassen, geordnet und gewichtet. Diese Entscheidungen sind nie neutral, und genau deshalb müssen sie immer kritisierbar bleiben.
Was hier Cancel Culture genannt wird, ist der Normalfall wissenschaftlicher Auseinandersetzung. Wer nicht mehr allein spricht, wird nicht mundtot gemacht – es wird wird widersprochen. Wissenschaftliche Erkenntnis gehört niemandem allein – auch keiner Institution, keiner Fakultät und auch keiner wissenschaftlichen Disziplin allein. Sie ist vorläufig, revidierbar und bleibt immer auf andere Perspektiven angewiesen, die sie prüfen. Wer wissenschaftliche Erkenntnis gegen diese Prüfung abschirmen will, schützt nicht die Wissenschaft, sondern die eigene Position.
Auch die Rede von der Offenheit hat eine Grenze. Kontrovers und ungeklärt sind zwei verschiedene Dinge. Was am Friedrichshof geschehen ist, ist durch Quellen, Zeitzeugnisse und gerichtliche Aufarbeitung belegt. Es offenzuhalten wäre nicht Wissenschaftlichkeit, sondern deren Gegenteil.
Offene Forschung zeigt sich nicht darin, dass eine Position unangefochten bestehen kann. Sie zeigt sich daran, wie mit Widerspruch umgegangen wird, welche Stimmen als Stimmen des Wissens anerkannt werden – und ob die eigene Perspektive ebenfalls zum Gegenstand der Kritik werden darf.
Was uns beschäftigt, liegt jenseits dieser Debatte. MATHILDA ist eine offene Gruppe aus Zeitzeug*innen, Künstler*innen, Kulturarbeiter*innen und Wissenschaftler*innen; im PEEK-Projekt „Von der Kunst des Verschwindens und dem Drang zu Bewahren“ arbeiten wir an den Beständen des Friedrichshof-Archivs. Uns interessiert, was ein Archiv aufbewahrt und was daraus verschwindet, wie Gewalt in Bildern weiterwirkt und unter welchen Bedingungen sich darüber sprechen lässt, ohne sie erneut zum Kunstwerk zu machen. Das ist die eigentliche Arbeit – und sie besteht nicht darin, etwas aus der Welt zu schaffen, sondern darin, sichtbar zu machen, woraus es entstanden ist.
Für die Gruppe MATHILDA und das FWF-PEEK-Projekt „Von der Kunst des Verschwindens und dem Drang zu Bewahren“ (ART9401124)
Spitzentöne: Adieu, Erni! Und Ermutigung für die Josefstadt (09.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 37/26 erschienen.
Lieber Herr Sichrovsky,
Wunderbar ist Ihr neuer Artikel im NEWS über Erni Mangold !!! (und goldrichtig auch die Fortsetzung über die „Josefstadt“).
Doch stockte ich bei der Erni Mangold einmal; ich kenne nur „aufdecken“, auch „aufblättern“ der Wahrheit, aber „aufseiten der Wahrheit“ ??; das ist eine nette Wortschöpfung: „aufseiten“ (eine Seite aufschlagen ?!). Nur hat die liebe Frau Mangold sicher nicht „aúfseiten der Wahrheit“ gesagt (Betonung auf „auf“), sondern doch wohl „auf Seíten der Wahrheit“, und das auch gemeint (und ein Zitat sollte man nicht ver-„neuschreib“-en). Das Wort „Aufseiten“ hat sicher nicht sie erfunden, das Verdienst gebührt Ihrem Lektor (oder seinem Blechtrottel oder dem Un-Duden).
Die nächste Missetat wäre „vonseiten“ (vónseiten); das wäre noch lustiger, weil den Baron (??) von Seiten könnte es ja geben; oder die Gräfin von Seiten (für die Seiten vor Ihren Spitzentönen, wo es so gerne österreichische Adelige gibt).
Nichts für Ungut, ich schreibe in der nächsten Nummer der „Wiener Sprachblätter“ auch etwas Einschlägiges. Auch dort habe ich schon etwas Köstliches von Ihnen gelesen.
Herzliche Grüße
Hartmut Krones
Lieber Heinz,
Danke vorerst für Deine Erinnerungen an Ileana Cotrubas, sie gaben mir die Hoffnung, dass Du Dich doch nicht in die Reihe der schweinsohrigen Nachwuchsfeulletonisten eingereiht hast und Dir noch Erinnerungen an echte Qualität und Persönlichkeiten erhalten hast.
Danke auch für Deine Erinnerung an das Wasagymnasium, habe die Zeit unter Direktor Zwölfer noch in guter Erinnerung, da gab es auch im Bildungswesen noch große Persönlichkeiten.
Liebe Grüße
Georg Grabner
"wenn der Salzburger Vizebürgermeister etwas sagt"
Das war wieder gut, aber schön langsam frage ich mich, wen solche Meldungen heutzutage interessieren. Es geht alles den Bach runter. (wenngleich ich weder mit der Carmen noch mit der Ariadne einverstanden war!!)
LG Johanna Kraft
sg hr sichrovsky,
wenigstens hat sich die saure gurken zeit in der kultur nicht breit gemacht,
hinterhäuser, sein abgang und seine nachbesetzung haben den künstlerischen - inhalt der salzburger (sommer)festspiele eindeutig überstrahlt.
der rest an festspielen war offensichtlich künstlerisch nicht besonders erwähnenswert, nicht einmal die in bregenz - mit verzichtbarer carmen-inszenierung - und die in nö und im bgld ebenso umsatzbringer sind.
nachdem frau bergmann sicherlich noch einige monate in sbg den künstlerischen ton angibt und sich vor dem festspielhaus-umbauchaos zurückziehen wird, fällt der sbg lh, dem "kunstminister" und witzekanzler - wenn er es bis dahin noch bleibt - babler und dem sbg bürgermeister- kunstdilettanten die ganze malaise, unabhängig von der person des zukünftigen intendanten, voll auf deren nicht besonders intelligenzgeplagten köpfe....
und in peking ist ein sack reis umgefallen....
lg und frohes schaffen in wien beim saisonbeginn!
ihr w seles
Spitzentöne: Die linke Pubertät (02.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 36/26 erschienen.
Kein weiterer Kommentar nötig. Einfach nur: köstlich!
Vielen Dank für die Antwort. Ich weiß schon , hab ja auch heftige Bedenken gegen Blasmusikförderer a la Kunasek et.al. Die ja das missbrauchen für ihre doofe „Retro Blut- und Boden - Kotzerei“ sie meinen damit ja in erster Linie dieses bierschwangere Gegröle und Oktoberwiesengekotze…
Aber erlaube mir zu ergänzen und Vorschläge zu bringen, wie man diese Misere, dass der Klassik die Zuhörer/innen abhanden kommen, wie man das ändern könnte
1 Bei jedem Wehklagen, der ja oft von der Hochkultur kommt - konkret die Personen , Musiker, Dirigenten , Regisseure etc. Ansprechen (zumindest ich habe es so gemacht) Bitte jammert nicht, sondern kommt zu uns, zu den Blaskapellen, zu den Tausenden Chören, zu den Volksmusigruppen zu den Pop Konsument/innen und spielt, musiziert mit uns)
konnte fallweise Promis (Z.Bgm. Der Stadt Perg Froschauer gewinnen, der ein großartiger Schlagzeuger ist) Dir Möst hat nicht geantwortet , Rosenkranz, Glawischnig haben zugesagt und wieder abgesagt.)
2. genau so wie jedes Kind einen PC oder Smartphone hat, im Musikunterricht ab 6 ein Instrument lehren (Burgenland macht das SPÖ LH😀) - mir ist aber egal, welche Partei, so etwas macht… - Josef Weizenbaum - ein Computerfachmann sagte schon vor 60 Jahren „für jeden Computer in den Schulen muss ein Klavier, Gitarre, Flöte etc. angeschafft werden, momentan haben wir die PC (auf 1 Kind kommen in Österreich 2 Geräte) , wir hätten auch die Instrumente, die ja zu tausenden oft in den Haushalten ungenutzt herumliegen ich allein - bin Laienmusiker, war zwar Musikschullehrer f. Klass. Gitarre www.erichpammer.at, wenn es Sie interessiert habe 17 Instrumente, 10 Computer, und versuche täglich auf irgendeinem zu musizieren. „ ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ frei nach Nietzsche 😀
3. woher die Lehrer/innen dafür, beim jetzigen Mangel besonders in Musik, Spitzenleute aus Orchestern usw. Musikschullehrerinnen , Militärmusiker (die meisten in den Landesmusikschulwerken z.B. oö sind unterbeschäftigt, suchen Stunden) die Pflichtschulen öffnen und zwar nicht zu einem einmaligen Besuch, sondern Übernahme Z.B von 2 Stunden pro Woche
Woher das Geld dafür? - da der Staat es nicht schaffen will, Reform AKM und GEMA, ein bestimmter Prozentsatz (es liegen dort Milliarden) ist für Musikausbildung zu verwenden, oder Einführung eines Musik Euro, d.h. Bei jedem Konzert wird ein € des Erlöses in der Ausbildung verwendet.
4 Urheberrechtabgabe für KI Bots (da bei KI das noch nicht greift, KI Musik, Literatur ist momentan im rechtsfreien Raum, ) ähnlich wie Kopierabgabe für CD…
5. Schaffung von Musikgruppen für Seniorinnen (mache ich derzeit) - wäre übrigens der beste Kampf gegen Demenz für alle die noch nie musiziert haben oder wieder beginnen wollen, um das auch in die Oma/Opa Erziehung aufzunehmen, da ja viele die sich da engagieren mit Enkeln musizieren könnten. Eine Stunde musizieren bzw. Sich überhaupt mit ästhetischen Dingen zu befassen, bringt sehr viel mehr als stundenlanges Pauken und Wissen ansammeln, das kann KI besser weitergeben, musikalische Aspekte fördern kann sie (noch?) nicht…
Aber auch das habe ich mehr als 20 Jahre mit „meinen“ mir anvertrauten Kindern deutlich gesehen…
Und warum das so ist kann ich Ihnen vielleicht auch einmal darlegen
Mit freundlichen Grüßen Erich Pammer
Sg.Herr Sichrovsky,
Man weiß bei dem Artikel nicht, ob es Satire, elitäre Kulturkritk oder das übliche Naserümpfen gegen „Linkes“ Kulturdenken, gegen Blasmusik, Schlagersänger/innen oder nur „advocatus diaboli“ spielen zu wollen, um darzustellen, was eine selbsternannte Kulturelite selbst angestellt hat und jetzt fallweise weinerlich beklagt, dass Ihnen massenweise das Publikum davonläuft.
Jahrzehnte des überheblichen Blickes z.B. auf Blasmusik (die längst durch immer bessere Qualität, bedingt durch ein Musikschulsystem, ihr Repertoire massiv in Richtung Klassik, Pop, Folklore, usw.) noch immer profitieren n diesen Abertausenden Talenten die hochkulturellen Einrichtungen. Das ist auch bei Theater darstellender Kunst, Literatur etc. der Fall.
Abertausende Menschen von „da unten“ konnten, sich kulturell betätigen, ein Instrument erlernen, oder Laientheater mitwirken.
Völlig übersehen hat die musikalische Hochkultur; oder deren Apologeten, dass Medien, Fil, TV, Internet sich um die Jugendlichen annahm, es flossen plötzlich die Subventionierungen nicht mehr schrankenlos in die Hochkulturbereiche, wo einzelne Personen Unsummen lukrieren konnten, während die weniger begüterten Schichtn sich abwandten oder ihre eigene (Volks) Kultur aufbauten ihr Geld oft zusammenbetteln mussten, auf Festen, durch ehrenamtliche Arbeit und kaum oder weit weniger auf Förderungen setzen konnten als es die Summen sind, die man „da oben“ bekam.
Jede Musik, ist wertvoll, egal ob es ein Schlager von Helene Fischer, von eine Sinfonie von Gustav Mahler oder das erbärmlichste „Hänschen klein“ eines behinderten Kindes auf einer Blockflöte selbst gespielt ist.
Dazu kommt, dass sich die meisten Menschen den Besuch etwa der Salzburger Festspiele oder Staatsoper gar nicht leisten können, ( aus Erfahrung, weiß ich - ich betrieb lange eine integrative Behindertenband, derzeit eine Seniorenband, mit Menschen, die nie ein Instrument erlernen konnten… diese perfektionistische Hochkultur hat sie geradezu abgehalten, weil „ich es ja sowieso nie so zusammenbringen würde, wie es da präsentiert wurde - Meine Versuche Künstler aus der Hochkultur zum Mitspielen zu bewegen, scheiterten immer)
Wenn jetzt Förderungen gekürzt werden ist das Erstaunen sehr groß, aber logische Folgerung, wenn man glaubt eine Elite zu sein, etwas Besseres zu sein.
Wenn so manche Stars pro Abend ca 15.000 € bekommen, aber Tausende Menschen sich inzwischen Wohnung Ernährung, Kinderversorgung nicht mehr leisten können (Arbeitslose, mindestPensionisten, Alleinerziehefinnen..) ist die Abkehr von den Eliten durchaus verständlich und es wäre hoch an der Zeit einmal da intensiver hinzuschauen zu denen, die via Steuern, das alles auch noch finanzieren müssen (Mwst. Einkommensteuern…)
Mit freundlichen Grüßen Erich Pammer
Die Salzburger Festspiele eigneten sich schon immer als Reibebaum für
populistischen Unsinn und tun es offensichtlich immer wieder. Kickl
hat da wild hineingehackt mit seinem Inzüchtlersager unter dem Motto
"Wir wollen dort ja gar nicht dabei sein". Kay - Michael Dankl ,
immerhin Salzburger Vizebürgermeister, "pratzelt" da ein bisschen an den
Festspielen herum mit einem Umfrageergebnis, das er scheint´'s nicht
richtig zu interpretieren weiß. Wenn die Hälfte der Salzburger noch nie
bei den Salzburger Festspielen war, heißt das ja, dass die andere Hälfte
sehr wohl hingeht., was doch eigentlich ein Grund zur Freude ist. Aber
weil ein bisschen Klassenkampf sein muss, vertritt er das Motto "Wir
möchten ja so gern hin , aber wir können nicht, weil wir so arm sind".
Tja, die bösen Reichen und Schönen"! Da sitzt er mit unserem Vizekanzer
in einem Boot, der sich für die Schönheitsoperationen eben dieser in
anderem Zusammenhang so brennend interessiert. Dass seine Vorliebe als
Kulturminister mehr bei Ralf Rangnick und seinem "Jedermann-Projekt" mit
Kindern im Zirkuszelt liegt als bei Messiaens "Saint Francois d'Assise",
weiß man spätestens seit seiner Rede bei der Festspieleröffnung.
Wie wird es weitergehen bei den Salzburger Festspielen? Dass sich Herr
Schallenberg den Festspielpräsidenten nicht antun will, ist sehr schade,
rückblickend auf das erste Halbjahr 2026 aber doch auch verständlich.
Dass man auch von namhaften Leuten in der Findungskommission wie Franz
Welser-Möst manch eigenartige Wortmeldung findet, kann man in einem
Interview in den Salzburger Nachrichten vom 8. August nachlesen. Er
meint darin "Es hat die Salzburger Festspiele vor und nach Karajan
gegeben, obwohl sich das nach Karajans Tod niemand hat vorstellen
können. es wird sie auch nach Markus Hinterhäuser geben". Ja eh! Aber
zum Glück ist Markus Hinterhäuser nicht tot und wie geht das schöne
Lied? "Es wird a Wein sein und wir wern nimmer sein, tralala la la la
la la!"
In diesem Sinne grüße ich Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
