Spitzentöne: Die linke Pubertät (02.09.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 36/26 erschienen.
Die Salzburger Festspiele eigneten sich schon immer als Reibebaum für
populistischen Unsinn und tun es offensichtlich immer wieder. Kickl
hat da wild hineingehackt mit seinem Inzüchtlersager unter dem Motto
"Wir wollen dort ja gar nicht dabei sein". Kay - Michael Dankl ,
immerhin Salzburger Vizebürgermeister, "pratzelt" da ein bisschen an den
Festspielen herum mit einem Umfrageergebnis, das er scheint´'s nicht
richtig zu interpretieren weiß. Wenn die Hälfte der Salzburger noch nie
bei den Salzburger Festspielen war, heißt das ja, dass die andere Hälfte
sehr wohl hingeht., was doch eigentlich ein Grund zur Freude ist. Aber
weil ein bisschen Klassenkampf sein muss, vertritt er das Motto "Wir
möchten ja so gern hin , aber wir können nicht, weil wir so arm sind".
Tja, die bösen Reichen und Schönen"! Da sitzt er mit unserem Vizekanzer
in einem Boot, der sich für die Schönheitsoperationen eben dieser in
anderem Zusammenhang so brennend interessiert. Dass seine Vorliebe als
Kulturminister mehr bei Ralf Rangnick und seinem "Jedermann-Projekt" mit
Kindern im Zirkuszelt liegt als bei Messiaens "Saint Francois d'Assise",
weiß man spätestens seit seiner Rede bei der Festspieleröffnung.
Wie wird es weitergehen bei den Salzburger Festspielen? Dass sich Herr
Schallenberg den Festspielpräsidenten nicht antun will, ist sehr schade,
rückblickend auf das erste Halbjahr 2026 aber doch auch verständlich.
Dass man auch von namhaften Leuten in der Findungskommission wie Franz
Welser-Möst manch eigenartige Wortmeldung findet, kann man in einem
Interview in den Salzburger Nachrichten vom 8. August nachlesen. Er
meint darin "Es hat die Salzburger Festspiele vor und nach Karajan
gegeben, obwohl sich das nach Karajans Tod niemand hat vorstellen
können. es wird sie auch nach Markus Hinterhäuser geben". Ja eh! Aber
zum Glück ist Markus Hinterhäuser nicht tot und wie geht das schöne
Lied? "Es wird a Wein sein und wir wern nimmer sein, tralala la la la
la la!"
In diesem Sinne grüße ich Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
