Der "böse Trump"
Nun, dass der amerikanische Präsident für die Presse und die "Informationsmedien" ein rotes Tuch darstellt und kaum etwas richtig macht ist nchts Neues!
Als aufgeblähter Pfau, Verrückter Kriegstreiber und gieriger Kapitalist und was weiss noch alles erzählt und nachgeplappert wird, darf er als Aufreisser für parteiisches Einheitsgeschreibsel aber doch gerne benutzt werden!
Während die Europäer genussvoll in Hängematten nisten und in feinsten Hotels schmausen und parlieren,
Tobt ein Krieg bei unseren Nachbarn! Dem feinen Herrn Selensky unser sauer verdientes Geld in den Rachen werfen, aufrüsten bis zu einem weiteren Weltkrieg und nicht imstande in der Ukraine Frieden zu schaffen, da sind die europäischen "Staatenlenker" und Verschwender Weltmeister!
Wer unterstützt Israel in seinem Existenzkampf ums Überleben!
Von unseren Nachbarn hört man nicht viel, sie waren es ja die 1938 40 Mio. Russen und 6 Mio. Jüdische Menschen niedergemetzelt und das Land bis vor Moskau platt gemacht haben!
Der Nachbar mit seinem Anführer März, rüstet wieder auf, Bis zum Exzess!
Den Waffenschiebern und Profiteuren, für die das Kriegswerk goldene Eier legt, kommt dies sehr gelegen!
Die Strasse von Hormus geht Europa nichts an? Obwohl man doch "hin und wieder"
Ein paar Rohstoffe braucht!
Wo war die Unterstützung der Europäer für die Amerikaner und Trump?
Wo waren die Generäle und
Papiertiger der NATO? In Rammstein? Bei den Amerikanern in sicheren Bunkern?
Wenn Trump im Iran das Drecksgeschäft, nicht nur für Amerika und auch für die Europäer macht, ist im Blätterwald die Hölle los und er wird u.a. als Irrer und Ergomane beschimpft!
Es scheint nicht bekannt zu sein, dass wenn der Iran tatsächlich eine Atombombe hergestellt hat, Israel und seine Menschen auslöschen
wird!
Der Hass gegen unsere Lebensart und Kultur von "Nichtgläubigen" , wird durch die Befehle der "Alten Mullahs", weitere Attentate vorzubereiten und unser Leben zerstören!
Das neutrale Österreich, im Herzen Europas, hat seine Neutralität schwer erkauft und ist bemüht!
Die Medien jedoch "vergessen" Neutralität in der Bericherstattung gerne!
Wolfgang Goffriller
Ein Haus des Friedens für die Welt, 178 mal auf den Dreiländerecken.
Sehr geehrte Redakteure!
Der Wunsch der Menschen nach Frieden hat oft keine Möglichkeit, dass dieser Wunsch von den Regierungen durch Diplomatie auch möglichst lange erhalten oder möglichst schnell erreicht werden kann. Der mehr als vierjährige Krieg in der Ukraine ist ausreichender Grund für ein weltweit mögliches Friedensprojekt. Ich habe daher eine Strategie überlegt, wie an einem für alle vertrauenswürdigen Ort dies möglich sein könnte. Dazu gibt es als einzigartige Kontaktmöglichkeit 178 Dreiländerecke, an denen ein kreisrundes Bauwerk mit einem Radius von 30 m als Friedenshaus gebaut werden kann, auch als Telefon- und Internetknotenpunkt mit Funkturm, auch für TV- und Radio, meist in einem abgelegenen Länderbereich. In diesem Rundbau ist im jeweiligen Ländersektor ein äußerer, baulich abgeschlossener, nationaler Raum mit eigenem Zugang. Der zentrale Innenraum mit 7 m Radius hat in der Mitte einen 4 m runden Verhandlungstisch, an dem im üblichen Friedensstatus täglich ein Ländermeeting über lokale Themen (Umweltschutz, Tourismus, Sport, Katastrophenhilfe, etc.) stattfindet.
Jeder Beamte am Tisch sitzt auf eigenem Staatsgebiet.
Die Themen der Wochentage:
Montag: Politik, Militär, Katastrophen
Dienstag: Wirtschaft, Verkehr, Technik
Mittwoch: Polizei, Justiz, Zoll, Grenze
Donnerstag: Finanz, Kultur, Wissenschaft, Schule, Sozial, Religion
Freitag: Agrar, Wasser, Umwelt, Tourismus, Regional
Im Krisenfall können dort auch jederzeit politische Besprechungen auf eigenem Staatsgebiet stattfinden. Als aktuelles Beispiel für Ukraine, Polen und Belarus wäre dies eine Brücke auf drei Pfeilern über dem Fluss Bug mit aufgesetzten, runden trinationalem Konferenzraum. Es wäre ein Brückenbau (pontifex) auch im übertragenen Sinn. Gleiche Vorschläge gingen in der jeweiligen Landessprache an die Gemeinden in De (Zittau), Cz (Muhradek), Pl (Bogatynia) und De (Perl-mosel.de), Fr (Apach), Lux (Schengen) und andere Länder inkl. UN, Antworten z.B. aus Ukraine und Chile.
Es wäre in diesen Zeiten wenigstens eine Randnotiz wert, wo nach Verhandlungsorten für Frieden gesucht wird.
Bisherige Briefe und emails unter https://www.geologe-winkler.at /178 Friedenshaus
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Heinrich Winkler, Doktor der Philosophie und Baugeologe, Thalgau, Österreich https://www.geologe-winkler.at
Dr. Lisa Bock
Klinische Psychologin/Psychotherapeutin
Analytische Psychologie (C.G.Jung)
Wer sich schon die Mühe gemacht hat, das Vorwort zum Programmheft der Salzburger Festspiele 2026 zu lesen, „von der Geburt der Zeit und der Macht des Herzens“, …. eine grundlegende Wahrnehmung der Zeit – und Endlichkeit, die uns mit unseren Mitmenschen und der Umwelt verbindet, kann nur mit Unverständnis bezüglich der fragwürdigen Entlassung des reagieren. Offene und unbeantwortete Fragen bestimmen derzeit die Atmosphäre des Festspielpublikums. In früheren Zeiten hätte man ein solches Fehlverhandeln als eine symbolische Hinrichtung bei fehlender Grundlage der Rechtsstaatlichkeit bezeichnet. Die Einberufung einer außerordentliche Kuratoriumssitzung in Abwesenheit von Herrn Hinterhäuser, welcher sich zur Bewerbung Festspiele im Ausland befand, lässt in weiterer Folge die missliche Begründung des Rauswurfs mit fehlendem Wohlverhalten durch das Kuratorium erkennen.
Das fehlende Wohlverhalten ein K.u.K. Begriff aus vergangenen Zeiten zur „Beamtung“ wird in der heutigen Zeit instrumentalisiert. Ein undurchsichtiges Netz von Verleumdung, Rufmord eine nicht sachlich begründete Aberkennung. Wer kann eine solche Schmach ertragen? Sehr wohl der Intendant Markus Hinterhäuser: „Noblesse oblige“., der nicht auf die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte reagiert und sich entsprechend dem zugefügten Makel der Schmach erträgt.
Danke, dass Sie mir zugehört haben, ich sprach im Einverständnis vieler Festspielbesucher und Mitarbeiter im Festspielbereich.
Eine Camouflage mit Beschönigung zerrinnt ohne Wirkung.
Das Kulturverständnis der derzeitigen Politiker laut Frau Edtstadler beschränkt sich auf ihre Aussage zu den „Konzerten“ in der Salzburger Altstadt in den vergangenen Tagen: „Wir sind eine vielfältige Stadt mit Klassik, Jazz und auch Rock“
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Opernärger, Fußball, unsterblich (19.06.2026)
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Sehr geehrter Herr Sichrovsky
Zu Parsifal - Die Kritik zu der Festwochen-Aufführung, ist so ähnlich auch in der Presse zu lesen.
Mir fiel dazu nur das Gebet ein, das der letzte der Tribunen in der Oper "Rienzi von Richard Wagne, sang.
" Allmächtiger Vater, blick herab,
Hör mich im Staub zu dir fleh'n.
Die Macht, die mir dein Wunder gab,
Lass sie noch nicht zugrunde geh'n.
Vielleicht hilft's.
Mit liebem Gruß, Brigitta Berger
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ich hoffe, es wird Sie interessieren zu erfahren., dass in Wien bald eine Straße nach Peter Simonischek benannt wird.
Kurz nach Peter Simonischeks Tod am 29. Mai 2023 wandte ich mich an die Verwaltungen von Wien und Graz mit dem Vorschlag, eine Straße, einen Platz oder einen Park in diesen Städten nach ihm zu benennen . Peter Simonischeks Name wurde in die Liste der Kandidaten aufgenommen, und der 22. Wiener Gemeindebezirk zeigte sich am verständnisvollsten. Obwohl ich drei Jahre warten musste, erhielt ich kürzlich die folgende Rückmeldung aus dem 22. Wiener Gemeindebezirk:
In der letzten Sitzung der Donaustädter Kulturkommission die Empfehlungen zur Benennung einer Straße nach Peter Simonischek angenommen wurde.
Der Vorschlag muss nun noch verschiedene Gremien durchlaufen und deren Zustimmung finden, bevor die Benennung tatsächlich erfolgen kann.
Die Straße wird sich, vorausgesetzt der Zustimmung, auf Höhe Klinik Donaustadt zwischen der Langobardenstraße und der Erzherzog-Karl-Straße befinden.."
Was Peter Simonischeks Heimatstadt Graz betrifft, war Wien schneller, obwohl Peter Simonischeks Name weiterhin auf der Grazer Kandidatenliste steht. Ich denke, die verschiedenen Gremien und Zustimmung sind nun eher eine Formalität, und schon bald wird Wien offiziell eine Peter-Simonischek-Straße haben, die man besuchen und entlangspazieren kann. Ich werde dies bei der ersten Gelegenheit tun.
Haben Sie einen schönen Urlaub!
Mit besten Grüße
Tatiana Messner
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Bildungsbarbaren - Offenbach zum Abgewöhnen (12.06.2026)
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Ich hab die Aufführung von Wagners Parsifal von Susanne Kennedy & Markus Selig im MQ gesehen, und würde diese auch gerne mit den beiden zur Diskussion stellen. Ich hab jedenfalls im Programm keine Diskussion mit ihnen gefunden und möchte eine solche anregen, falls es denn noch möglich sein sollte. Es wäre jedenfalls wünschenswert, wenn der Stoff des Parsifal auch abgesehen von dessen Inszenierung endlich einmal öffentlich diskutiert werden könnte, den wohl einige, wie dem Opern-Kenner Heinz Sichrofsky, für eines der größte Meisterwerke der Musikgeschichte halten, das er mit dem Stephansdom vergleicht, wo die Frage sich erübrige, wie man zu solchen Meisterwerken stehe, weil solche Meisterwerke eben einfach großartig sind und für sich stehen und sprechen würden.
Ich hätte dagegen einzuwenden, dass selbst der Stephansdom einen wesentlichen Makel hat, nämlich dass ihm der Nordturm fehlt, während in Wagners Parsifal zu viele Türme aufgestellt wurden, die nicht zueinander passen, nämlich neben dem christlichen auch noch ein buddhistischer und ein hinduistischer. Diese beiden in diesem Kontext wohl befremdlichen Türme wurden hier nicht nachvollziehbar integriert bzw. wurde es ja nicht einmal in sinnvoller und nachvollziehbarer Weise versucht. Beide, sowohl die buddhistische als auch die hinduistische Tradition stehen im krassen Gegensatz zum Christentum, weil sie letztendlich keinen Gott anerkennen, wohl eher noch, was den Hinduismus betrifft, eine „Republic of Gods“, d.h. viele Göttern, wo aber letztendlich eine Äquivalenz von Atman und Brahman, d.h. eine Gleichheit von uns Menschen und dem Göttlichen (Advaita) angenommen wird, wo dann wohl auch eine Republik von uns allen als Himmelreich dargestellt werden kann, die keine Götter unabhängig von uns mehr braucht.
Im Buddhismus gab es ohnehin nie einen Gott, und im Hinduismus spätestens ab Shankaras Advaita-Vedanta (8. Jhd.) letztendlich auch nicht, der die Idee des Buddhismus aufgriff u. in den hinduistischen Götterhimmel integrierte, nämlich dass es letztendlich keine Zweiheit, auch keine zwischen Gott bzw. den Göttern und uns gäbe, sondern alles aus einer Einheit von allem (inkl. vermeintlicher Götter) begriffen werden müsse, wozu das Christentum nie imstande war, außer Meister Eckhart, der gerade deshalb exkommuniziert werden sollte, wenn er nicht vorher gestorben wäre.
Wagner dürfte davon wohl wenig Ahnung gehabt haben, weshalb er in seiner Hybris alles zu intergieren versuchte, wie wenig er es auch verstanden haben mochte. – Eine Zusammenschau, die grundsätzlich ja auch möglich sein könnte, aber nicht auf diesem billigen, unzureichenden Niveau. Dazu hätte er zumindest auch Meister Eckhart kennen müssen, was wohl auch nicht der Fall war. Dieses Unwissen und diese seltsame Verbindung mit buddhistischem und hinduistischem Gedankengut wird von seiner einzigartigen Musik übertüncht, die die dahinterstehenden fragwürdigen Handlungsstränge viele wohl übersehen lässt, die bloß dem Klange zu lauschen bereit sind. Und so tradieren sich die Ignoranz gegenüber den Mängeln eines Werkes, wie man ja auch beim Anblick des Stephansdoms das Fehlen des Nordturms zu übersehen bereit ist bzw. es gelernt hat u. nun gewohnt ist.
Darüber mit den Regisseurinnen zu sprechen, wäre hier wohl eine einmalige Chance, weil die Opernhäuser das meines Wissens ja selten tun.
Zudem hat die Regie während der Aufführung einmal 2 Fahnen aufstellen lassen, die wohl bloß für die ersten Reihen lesbar waren. Auf der einen, der linken Seite, stand „Zum Raum wird hier die Zeit“ (von Einsteins Relativitätstheorie konnte Wagner ja noch keine Ahnung haben, was ihn hier entschuldigen möge). Auf der anderen Seite standen sehr klein, was wohl bloß jene lesen konnten, die wie ich rechts in den vorderen Reihen saßen und die die Begriffe dort auch schon kannten. Dies waren die 3 Eigenschaften (Gunas) des menschlichen Daseins im Hinduismus, die schon in der Bhagavadgita beschrieben wurden: sattva, rajas und tamas, die zu erklären ich mir hier erspare. Diese 3 Eigenschaften unserer Selbst müssten letztendlich aber ebenso transzendiert werden wie unser Gottes- wie auch unser Selbstbild,[1] was bei uns im Christentum (abgesehen vom exkommunizierten Meister Eckhart) nicht einmal als Möglichkeit ins Auge gefasst wurde, weil, wie ich vermute bzw. wohl zu Recht auch annehme, das Christentum um ihre Zusammenarbeit mit den Machthabern und damit um ihre Machtposition fürchtet. Diese sich in Frage stellen zu lassen, wollte und will die Kirche nicht zulassen, weil ihre Position als Vermittler zwischen Oben und Unten ohne dieser Dualität eben nicht möglich ist und in sich zusammenbrechen würde.
Und diese vom Buddhismus u. dem Advaita-Vedanta im Hinduismus beschriebene Vorstellung einer Einheit von allem, schafft auch ein Parsifal nicht, der die christliche Heiligenverehrung und die darin vorausgesetzte Dualität zwischen Verehrenden und Verehrten bloß weiter tradiert und diese gar nicht erst in Frage zu stellen versucht, um gar keine Möglichkeit zu bieten, Gott in unseren Vorstellungen von ihm zu entthronen, was eine Einheit von allem jenseits aller Dualität zwischen uns, der Welt und Gott eben tun würde. Eine Einheit von allem, wie sie im Buddhismus und im hinduistischen Advaita eben sehr wohl behauptet wird, die für uns alle auch zu erfahren möglich ist, und das auch schon in diesem Leben. Davon hatte Wagner wohl keine Ahnung, und konnte diese grundlegenden Ideen des Buddhismus und Hinduismus so auch nicht vermitteln.
Und der Weg zu dieser Erfahrung ist ein Weg, der mittels Meditation ohne Glauben an irgendetwas begangen werden muss, um in Erfahrung zu bringen, was keinen Glauben woran auch immer mehr benötigt. Jeder Tor, auch Parsifal, kann zu dieser Erfahrung kommen, ohne dazu die Hilfe von Behütern einer Gralsburg mit den Insignien eines angeblich gekreuzigten Sohnes Gottes zu brauchen. Die Erlösung, so die Lehre des Buddhismus, vermag jeder in sich selbst zu finden, ohne Zuhilfenahme welcher Glaubensrituale und Insignien auch immer. Diese Weisheit kannte Wagner und somit auch sein Parsifal offensichtlich nicht, was seiner Musik jedoch keinen Abbruch tut, wofür er sich aber den Text sparen hätte können. Die Musik ist schön genug. Und wer hört da schon auf diesen fragwürdigen Text. Wohl die wenigsten.
Dagegen, gegen diese buddhistische Weisheit, steht der Glaube aller monotheistischen Religionen, die alle Vorstellungen, die Gott in einem selbst zu finden suchen, bekämpft und als ketzerisch brandmarkt, wofür man im Mittelalter am Scheiterhaufen auch verbrannt werden konnte. Dazu brauchen die Religionen die Kollaboration mit den diversen Machthabern, worin sie sich gegenseitig unterstützen, um ihr Machtgefüge auch zu erhalten, wo sich immer bloß die Untergegeben an Regeln zu halten brauchen, niemals jene, die diese aufstellen. Und dieses System scheint bis heute zu funktionieren, ohne dass es den Betroffenen auffällt. Und eine Oper wie Wagners Parsifal vermag das natürlich auch zu unterstützen. In der Informatik nennte man das, einen Trojaner einschleusen. Diese Technik beherrschen die monotheistischen Religionen nun schon seit Jahrtausenden, woran sich wohl jeder heutige Trojaner ein Vorbild nehmen kann.
In Unkenntnis dieser Hintergründe hat Wagner eine Oper komponiert, die diesen Trojaner weiter bedient, wo Wagner wohl die Rolle des unwissenden Toren übernimmt und uns mit ihm in die Irre führt, weshalb man vielleicht diese Oper wohl besser ohne Text aufführen sollte. Dann bräuchte man darüber mit Wagnerkenner nicht in Konflikt geraten, die von der bombastischen Musik begeistert sind, und darüber diesen schwammigen Inhalt ebenso zu übersehen bereits sind wie eben auch den fehlenden Nordturm des Stephansdomes.
Darüber mit den Regisseurinnen zu diskutieren wäre hier wohl der Mühe wert bzw. ja auch geboten, um dieser seltsamen Verherrlichung Gottes in Wagners Werk endlich etwas entgegenzusetzen, nämlich eine „Republic of Gods“, wo jeder Gott, d.h. das ihn Transzendierende in sich selbst suchen soll und dort auch finden kann, wenn er sich denn einmal auf den Weg begibt, und dazu einmal auf die Idee gebracht werden müsste, dass auch zu tun, und dass er das auch kann. So jedenfalls die „frohe Botschaft“ des Buddhismus. Diese Lehre bzw. Handlungsanleitung zur Selbsterfahrung braucht keinen Erlöser, an den man glauben muss. Man muss und kann es bloß selber tun.
Buddha hat das schon vor 2500 Jahren gepredigt, doch den Westen damit offensichtlich (abgesehen von Buddhastatuen in Gärten oder Wohnungen) nie in seinen wesentlichen Grundsätzen erreicht (siehe die 4 edlen Wahrheiten – nicht mehr!), woraus Shankara im 8. Jht. schließlich auch für den Hinduismus seine Konsequenz gezogen und das Advaita-Vedanta begründet hat. Eine Änderung des Glaubensverständnis, worauf die christlichen Kirchen seit Meister Eckhart immer noch warten bzw. nicht einmal warten, weil sie glauben, ihre Glaubenslehre mit Gott dort oben und uns Menschen hier unten und den Kirchen als notwendige Vermittler dazwischen (die dann nach Gutdünken vermittelt) auf ewig verteidigen zu können, egal wie viele auch aus ihrer Kirche austreten mögen.
Es bleiben aber immer noch genügend Potentaten über, die diesen zumeist christlichen Drive zu nützen vermögen, um in Christi Namen ihr Reich zu begründen und auch aufrecht zu erhalten. Mit wieviel Blindheit man trotz aller offensichtlichen Zeichen beschlagen sein kann, um dem zu folgen, ist doch erstaunlich und auch bezeichnend für lange tradierte Traditionen, wo nun das Christentum in Zusammenarbeit mit den diversen Machthabern wohl einzigartig lange besteht, und das wohl auch noch weiterhin tun wird, wenn man an die Machthaber in den USA und Russland denkt, die es verstanden haben, diesen Trojaner zu verwenden und ihre Anhängerschaft weitestgehend mit der Berufung auf das Christentum zu ködern und diese sich damit erhalten können, egal welche Kriege sie unter dem Zeichen des Kreuzes (oder auch des Halbmondes) auch anzuzetteln bereit sind. Weitere Beispiele für blinde Hingabe an den Glauben lassen sich auch in Afrika finden, wo man eine Zuflucht aus dem Elend der von uns zurückgelassenen Kolonien sucht, und dazu sich ausgerechnet unsere korrupte Religion dafür aussucht, wofür die dortigen Repräsentanten Gottes angeblich bereits erheblichen Reichtum angehäuft haben. Das dürfte wohl unter das Kapitel Ironie der Geschichte fallen.
Falls das mit den Regisseurinnen des Parsifal zu diskutieren wie zu vermuten nicht mehr klappen sollte, könnte man sich ja vielleicht für die nächsten WFW überlegen, dieses Thema dort wieder aufzugreifen und weiter zu diskutieren, wofür ich den Übertitel „Republic of Citoyens“ vorschlagen würde (siehe meine Mail zur Absage an den gläubigen Peter Thiel), wo genau diese Problematik neben jener der nun zunehmenden „Cancel Culture“, die zunehmend zu einer ideologischen „Cancer Culture“ zu werden droht, diskutiert werden kann und endlich auch soll (siehe die Ausladung von Peter Thiel im geplanten Gespräch mit seinem katholischen Konterpart Wolfgang Palaver, der ihn vor Publikum wohl die entsprechenden und uns interessierenden Fragen stellen hätte können, und es nun ob der von vermeintlich Intellektuellen initiierten Ausladung eben nicht tun konnte, was sehr bedauerlich ist). Eine Diskussion über das mögliche Ende der Demokratie anlässlich dieser so seltsamen Vorstellungen der reichsten und mächtigsten Männer der Welt wäre wohl dringendst geboten, wofür man alle der „Cancel Culture“ Anheimfallenden wohl bloß ignorieren muss, weil diese Idioten eine notwendige Lösung, sofern überhaupt möglich, bloß weiter untergraben, die Thiel, falls ich ihn hier richtig verstanden habe, wohl als Ausgeburt des „Katechon“ bezeichnen würde. Ob seiner kruden Gedankenwelt mit ihm nicht zu diskutieren, halte ich jedenfalls für äußerst bedenklich (selbst Faust war mit Mephisto zu sprechen bereit). Ob sich Thiel nun selbst als bekehrter Parsifal verstehen würde, lass ich hier einmal als Frage dahingestellt. Jedenfalls ließen sich hier wohl einige Verbindungen finden, v.a. was die Berufung auf das Christentum betrifft, das ja offensichtlich für fast alles missbraucht werden kann, was doch zu denken aufgibt und uns warnen sollte, vorschnell uns zu welcher Seligsprechung von wem auch immer hinreißen zu lassen, was im Falle Trumps er selbst schon zu tun versucht und dazu keine weiteren Institutionen mehr braucht, weil er sich durch eine Mehrheit der Wähler in den USA dazu ermächtigt fühlt, die in ihm wohl die ersehnte Herrscherfigur sehen und manche gar von einem Messias sprechen lässt. Ein Parsifal hätte von solch einer Hybris nicht einmal zu träumen gewagt.
Darüber, wenn nicht heuer, dann bei den nächsten WFW zu disputieren, wo man unter dem vorgeschlagenen Titel „Republic of Citoyens“ dieser Hybris von diversen Gottesbildern, die zu eigenen Machtgelüsten missbraucht werden, eine Demokratie der Bürger, der Citoyens, gegenüberstellt, wäre nun jedenfalls mein Vorschlag. Vielleicht ließe sich dazu ja auch der Parsifal-Stoff umschreiben und für die heutige Zeit adaptieren, was ich zumindest einmal als Anregung noch deponieren will. Alle Christen, Juden und Moslems, natürlich auch Buddhisten und Hindus, wären dazu auch eingeladen, ihre Sichtweise dazu einzubringen. Ich würde das jedenfalls für eine spannende Diskussion halten, die man doch einmal ermöglichen sollte.
Liebe Grüßen
Josef Srienz
[1] Vgl. dazu Brahman saguna und Brahman nirguna, Gott mit und Gott ohne Eigenschaften im Hinduismus ...
- vgl. dazu auch Musils Mann mit und dem ohne Eigenschaften ...
- vgl. dazu auch Anton Zeilingers Unterscheidung von Teilchen mit und Teilchen ohne Eigenschaften ...
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Als Liberaler und Anhänger der NEOS schmerzt mich Ihre Expertise besonders.
Gefallen mir sechs Jahre Volksschule und das Herumdoktern am Lateinunterricht? Eindeutig nein.
Ich habe selbst in einem humanistischen Gymnasium begonnen, leider ohne Griechisch. Heute, 59 Jahre später, versuche ich, mein Latein wieder auf Vordermann zu bringen. Es hält die Synapsen am Laufen und verhindert altersbedingte Orientierungslosigkeit – zumindest bei mir.
Zu den sechs Jahren Volksschule nur so viel: Ich weiß nicht, wie viele Schulversuche unser Bildungssystem in den letzten 50 Jahren deformiert haben. Ich halte diesen Versuch für völlig überflüssig. Warum? Eine Zusammenlegung der Primär- und Sekundarstufen, sprich eine Gesamtschule, wäre aus meiner Sicht eine vernünftige Basis, um künftige Generationen zielgerichteter auszubilden.
Was hieße das für das Gymnasium? Das muss natürlich bestehen bleiben. Der Zutritt allerdings muss erarbeitet, ja erkämpft werden. Er darf nicht vom Goodwill der Lehrerin oder vom Geld der Frau Mama abhängen. Es muss nach dem Prinzip der Leistung erfolgen.
Seinerzeit, zu meiner Zeit, mussten meine Jahrgangskolleginnen und ich Aufnahmsprüfungen für das Gymnasium, die Oberstufe und die HTL absolvieren. Wir wurden dadurch nicht zum Bildungsproletariat.
Unsere Frau Außenministerin, Beate Meinl-Reisinger, macht meines Erachtens einen sehr guten Job. Der Umstand, dass sie bei beinahe jedem weltweiten „Sauaustreiben“ dabei ist, ist ihrer Jobbeschreibung geschuldet. Macht sie Fehler? Keine, die ich nicht auch von anderen österreichischen Außenministern erwartet hätte.
Ein bedingungsloses Bekenntnis zu Israel, die klare Verurteilung der Hamas und des Iran, das Streichen aller Gelder für die UNRWA sowie die klare Nichtanerkennung Palästinas als Staat würde ich mir wünschen. Dass es das nicht gibt, dazu fehlt tatsächlich der Mut.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Herzlich
Klaus Schauer
Sie haben mit beiden Kommentaren so etwas von recht. Leider.
Vortefflich auch ORF 3 Kultur mit Herrn Pfaller.
Lg Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky …. nur ein kurzer Kommenar über Ihre Aeusserungen zu den Universitäten: Bei heute 3300 Studiengängen und einem Masse Universität gerechten katastrophalen internationalen Ranking unserer Universitäten soll man über eine Reform schon nachdenken dürfen …. zumal die Qualität der Absolventen auch heute schon fraglich geworden ist. Ich bin überzeugt, dass in 20 Jahren völlig unwichtig ist dass man die Uni absolviert hat sofern man nicht von einer Top Universität kommt. Die Ueberakdemisierung braucht nicht so viel mehr Resourcen. Gruß …. Otto Schwarz
Heinz Sichrovskys Spitzentöne: Noch sieben Jahre Milo Rau? (10.06.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 24/2026 erschienen.
Lieber Heinz Sichrovsky,
dass Milo Rau bei den Wiener Festwochen sein Publikum gefunden hat und
die Auslastung offensichtich passt, spricht für eine Verlängerung.
Aber, das große Aber kommt jetzt! Was will uns Milo Rau in insgesamt
sieben weiteren Jahren bieten? Ich fürchte "more of the same". Sieben
weitere Jahre unter dem Motto "Republic of whatever" sind eine
Schreckensvision. Es genügen zwei weitere Jahre, die sein Vertrag noch
hergibt. Provokation und Krawall sind eine Weile vielleicht anziehend,
weitere sieben Jahre meiner Meinung nach nicht. Ich ließe Milo Rau mit
Freuden weiterziehen, auch wenn Thomas Trenkler im Kurier vom 12. Juni
die Hoffnung äußert, dass Rau vielleicht nach der abgesagten Thiel-Show
weiser geworden sei. Was lässt ihn hoffen? Rau hat in aller Stille eine
Diskussion über "Boycott Israel"auf dem Badeschiff gecancelt. Eingeladen
sei neben der Direktorin des Jüdischen Museums Wien und dem Direktor
des Israel Festivals ein holländischer Aktivist der Bewegung Boycott ,
Divestment and Sanctions (BDS). Was hätte Rau sich von dieser
Veranstaltung erhofft? Ich entnehme dem Kurier Raus Ansage, "dass jeder
Versuch, wie auch dieser, zu Diskussionen führt, die die Gräben
auflockern und die Wohlmeinenden zusammenführt." Wer sind in seiner
Weltsicht die Wohlmeinenden?
Ich stimme mit Ihnen absolut überein, dass die Wiener Festwochen einen
erstklassigen Musikdirektor bräuchten, mit oder ohne Milo Rau. Ob sich
der von Ihnen genannte Markus Hinterhäuser das antun möchte, ist stark
zu bezweifeln. Und leider heißt die Kulturstadträtin nicht mehr Ursula
Pasterk sondern Veronica Kaup-Hasler. Damit rutscht Ihr Vorschlag ins
Reich der Utopie!
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles liebe Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ich lese jede Woche aufmerksam Ihre Kolumne "Spitzentöne" und kann Ihren Aussagen darin meist sehr viel abgewinnen. Von Ihrer grandiosen Ausdrucksfähigkeit, die ich immer wieder aufs Neue bewundere, einmal ganz abgesehen, muss ich diesmal leider auch einmal Kritik anbringen.
Sie lassen keine Gelegenheit aus, unsere Landeshauptfrau Dr. Karoline Edtstadler als Provinzlerin, Dilettantin udgl mehr zu diffamieren. In meinen Augen ist sie eine sehr gebildete Frau, die auch eine eine herzeigbare Karriere hingelegt hat.
In ihrer jetzigen Position trifft sie zudem mutige Entscheidungen, die zwar nicht immer gut ankommen, aber wahrscheinlich nötig sind.
Und sehr hübsch ist sie außerdem, aber das ist natürlich sehr unsachlich.
Was in der Causa Hinterhäuser gelaufen ist, weiß wohl niemand so genau, Sie wahrscheinlich letztlich auch nicht, oder?
Also frag ich mich, warum Sie nicht aufhören, auf sie hinzuhauen.
Herr Hinterhäuser wird in Salzburg sehr fehlen, das bestreitet niemand, ich auch nicht!
Nix für ungut! Ich werde weiterhin Ihre Kommentare sehr gerne lesen, musste mir aber in dieser Sache einmal Luft verschaffen.
Liebe Grüße aus Salzburg!
Margit Kurz-Goldenstein
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Latein in Gefahr – 6 Monate Wehrdienst reichen (05.06.2026)
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Sehr geehrter Herr Sichrowsky!
Ich lese regelmässig und mit viel Interesse Ihre Newsletter. Als ehemalige Stehplatzlerin natürlich alles was Theater und Oper betrifft.
Nur würde ich gerne Ihre Argumente zur Ablehnung der 6-jährigen Volksschule hören. Was soll daran schlecht sein? Ich habe viele Jahre in einigen europäischen Länden gelebt und gearbeitet (Frankreich, Portugal, Schweiz) wo dieses System mit offensichtlichem Erfolg angewendet wird.
Bitte um Antwort und beste Grüsse!
Brigitte Chemineau-Sasse
Und wieder so ein brillanter newsletter , in Inhalt und Form ! Diese elegante und stilistisch so gekonnte Form der Ironie !
Herzlichsten Glückwunsch !
Ulrike Engl
Lieber Heinz Sichrovsky …. Ich bin nicht der Meinung dass zB. der Präsenzdienst (6 od. 8+2 macht da keinen wirklichen Unterschied) ein verlorenes Jahr ist - Dienst an der Gemeinschaft ist auch Pflicht eines mündigen, informierten Staatsbürgers - aus prinzipiellen Gründen …. Herzliche Grüße ….. Otto Schwarz
Lieber Heinz Sichrovsky,
Ich hätte die Nachricht des Schreibens ALLER Dekane ja für einen schlechten Scherz gehalten.
Da es aber wahr ist kann ich nur sagen: bitte um Überdenkung des Begriffes Universität.....vielleicht sollte man denen nur mehr max den Titel "Fachhochschule" zugestehen. Von der Schätzung einer umfassenden Bildung - sogar wenn es einen traditonellen und fortwirkenden Teil ihrer Disziplin betrifft - ist offenbar schon bei den Professoren nicht mehr viel da. Vielleicht ist auch das Berufsbild des Verfasser des Schreibens ein Symbol
https://www.uibk.ac.at/europarecht/institut/mitglieder/walter-obwexer/index.html.de
Ich will da nicht ins endlose Längen gehen. Aber zu Dartuung meiner Beurteilungsmöglichkeiten:
Aber ich habe auf meinen Bildungsweg in viele Bereiche hineingesehen.
Als HAK-Absolvent und Mag.rer.soc.oec (das ging ja ohne Latein) habe ich einen sehr gründlichen Einblick in die Welt der Wirtschaft und des Geldes bekommen. Dass ich da eine volkswirtschaftliche Diplomarbeit bei KOREN über die Geldpolitik der OeNB machte (Offenmarktpolitik) war allerdings schon ein Symptom dafür, dass ich eigentlich die normale kommerzialistische Wissenschaft eher für einerseits zu banal anderseits sogar für zu oberflächlich und oft unzweckmäßig hielt.
Aus diesem Grund habe ich dann auch die Externistenmatura (nicht das Latinum, sondern die peinliche Prüfung beim Staatsschulrat, Altgriechisch habe ich dann als hobby dazu dilettiert) abgelegt und Jus studiert.
Ich war dann nach Erreichen des Doktorats und einem Gerichtsjahr gut 8 Jahre Universitätsassistent am Institut f Zivilgerichtliches Verfahren. Das Fach umfasst nicht nur den Zviilprozess im engeren Sinn, sondern auch das Exekutionsrecht (dh jede zwangsweise Durchsetzung einer Gerichtsentscheidung) das sogenannte Außerstreitrecht (Familenrecht, Erbrechtsabwicklung, wohnrechtliche Belange, Pflegschaftssachen) und sogar das gesamte Insolvenzrecht. in dieser Unizeit habe ich über einige Jahre Lehrveranstaltungen (Repetitorien, Vorlesungseinspringer, Übungen) mit - glaube ich - einigen guten pädagogischen Erfolg bei den Studierenden gehalten.
Erst nachdem ich aus verschiedenen Gründen eine Uni-Karriere nicht mehr in Betracht zog, habe ich in die Gerichtsbarkeit gewechselt und war da 25 Jahre als Zivilrichter tätig, davon 23 Jahre Rechtsmittelrichter.
Meine Betrachtung des Studiums der Rechtswissenschaften ist aber völlig konträr zu der sich nunmehr immer mehr ausbreitenden.
Die alte 3-Teilung in
-historischer Abschnitt mit röm. Recht, deutsche Rechtsgeschichte unter Einschluss der österr Verfassungsgeschichte und Kirchenrecht
-judizieller Abschnitt mit Strafrecht, bürgerliches Recht und Handelsrecht (in Verbindung mit dem dazugehörigen Verfahrensrecht nämlich zivilgerichtliches Verfahren)
-staatswissenschaftlicher Abschnitt mit Verfassungsrecht, Verwaltungsrecht, Völkerrecht und Grundzügen der Volkswirtschaftslehre
war mE in den Grundzügen von großartiger Weisheit und Einsicht in eine wirklich umfassende Ausbildung der künftigen Juristen.
Schon die Zusammenfassung der verwandten Rechtsfächer in einem Abschnitt verhinderte das moderne von Kurs zu Kurs-Hoppen mit Vergessen bzw Nichtbegreifen von Zusammenhängen. Die erste Reform, die diese Abschnittaufteilung weitgehend aufhob war mE bereits eine massive Zerstörung dieses sinnvollen Aufbaus. Für die Angleichung an die Erfordernisse der Zeit hätte es völlig ausgereicht, dass man dem 2. Abschnitt verpflichtend eine Prüfung im Arbeitsrecht und dem 3. Abschnitt eine aus Finanzrecht hinzugefügt hätte.....Europarecht war ohnehin schon im Rahmen des Völkerrechts da und hätte nur mehr ausgebaut werden müssen.
Aber zum Latein: auch wenn ich nie ein Meister der akribischen Übersetzung von originalen Textstellen der Digesten war....in meinem Hirn sind nicht nur diverse Fachbegriffe lat Ursprungs eingebrannt sondern auch diverse wunderbare kurze lat Sequenzen die Problemlösungen mit unerreichter Präzision und Markantheit darstellen. ZB
nemo plus iusir transferre potest quam ipse habet
S. g. Hr. Sichrovsky,
so sehr ich ihre Kommentare zur Kultur und sonstigen geisteswissenschaftlichen Fragen schätze, in Bezug auf die Neutralität Österreichs bin ich anderer Meinung. Unser Verhalten in dieser Frage ist eine widerliche Trittbrettfahrerei, soll uns doch der Rest der Welt schützen (hoffentlich), wir haben 9Militärmusikkapellen, das muss doch reichen.
Finnland und Schweden haben es vorgemacht, ich fürchte, wir werden es nicht nachmachen, weil wir haben doch die Neutralität "in unserer DNA".
Ein größerer Blödsinn wird schwer uu finden sein.
Freundliche Grüße, Peter Klima
S. g. Hr. Sichrovsky,
so sehr ich ihre Kommentare zur Kultur und sonstigen geisteswissenschaftlichen Fragen schätze, in Bezug auf die Neutralität Österreichs bin ich anderer Meinung. Unser Verhalten in dieser Frage ist eine widerliche Trittbrettfahrerei, soll uns doch der Rest der Welt schützen (hoffentlich), wir haben 9Militärmusikkapellen, das muss doch reichen.
Finnland und Schweden haben es vorgemacht, ich fürchte, wir werden es nicht nachmachen, weil wir haben doch die Neutralität "in unserer DNA".
Ein größerer Blödsinn wird schwer uu finden sein.
Freundliche Grüße, Peter Klima
Das Falsche gedacht? Rudolf Taschner und die Grenzen des wissenschaftlichen Konsenses (03.06.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 22/2026 erschienen.
Danke für diesen Artikel
Genial der Satz: "Ich stehe über den Feinden"
Heinz Sichrovskys Spitzentöne: Opernweltmetropole Wien – Wo bleiben die österreichischen Talente? (02.06.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 23/2026 erschienen.
Lieber Heinz Sichrovsky,
mit großer Freude und Bewunderung habe ich Ihre Spitzentöne gelesen. Mehr Liebe zur Oper geht nicht. Darum und um all die Sternstunden, die Sie erlebt haben, kann man Sie nur beneiden. Ihrer Freude als Jurymitglied, wunderbare Stimmen aus aller Welt gehört zu haben, folgte die Ernüchterung, dass die Österreicher nicht mithalten konnten. Und nun frage ich mich, ob das nicht ein Spiegelbild der österreichischen Opernrealität der letzten - sagen wir vorsichtig - fünfundzwanzig Jahre ist. Wer hat in diesen Jahren aus Österreich kommend eine Weltkarriere gemacht? Mir fällt ad hoc niemand ein. Der Ruf Österreichs lebt von Leuten aus aller Welt, die bei uns entdeckt wurden und von Wien oder Salzburg aus zu Stars der Opernwelt wurden. Ich beginne bei Anna Netrebko und denke genauso an Asmik Grigorian und viele mehr. Warum Österreich da nicht mithalten kann, ist schwer zu erklären. Wir haben die Möglichkeiten quasi vor der Haustüre, leben von unserem Ruf als Musiknation recht gemütlich. Vielleicht sehen die Talente aus dem asiatischen oder aus dem osteuropäischen Raum eine Sängerkarriere ja als Türöffner für die Welt außerhalb ihres Heimatlandes? Das brauchen österreichische Talente nicht. Vielleicht ist es wirklich der Dünkel, den Buchbinder meint. Und ich würde ihn sogar eingrenzen auf einen typisch österreichischen Dünkel. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bildungspolitik seit geraumer Zeit den musischen Fächern nicht den Platz eingeräumt hat, der ihnen gehört hätte.
Jetzt sägt man an der philosophisch-humanistischen Bildung. Aktuelle Ereignisse bestätigen und verschärfen die Situation. Womit ich bei Ihrem aktuellen Newsletter wäre. Was ist so schlimm daran, wenn jemand, der ein Jusstudium anstrebt, Latein lernen muss? Welche Studienrichtungen werden dem Beispiel der Rechtswissenschaften folgen? Und wie werden die beiden bildungspolitischen Leuchttürme in unserer aktuellen Regierung auf solche Ansinnen reagieren? Autonomie heißt das Feigenblatt, wenn man zu scheitern droht.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg im neuen News-Quartier in Erdberg und jede noch so sentimentale Freude am Leonie-Rysanek-Park. Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Wie schön, ihre Opernerinnerungen zu lesen. Auch ich war in meiner Mittelschulzeit täglich am (Galerie) Stehplatz. Peter Dusek hat mir damals immer einen guten Platz reserviert. Meine Lieblingssänger waren Bastianini und natürlich Eberhard Wächter, der Schwarm der damaligen Girlies. Unterbrochen wurde der Stehplatz dann, als ich nach der Matura einige Jahre nach Amerika ging. Nach der Rückkehr nach Wien, bei der UNIDO, war ich dann schon Sitzplatzbesucher und damals auch Mitglied der Freunde der Wiener Staatsoper.
Obwohl ich seit einigen Jahren in Linz lebe, bin ich doch der Wiener Staatsoper treu geblieben und freue mich daher immer, wenn ich durch ihre Kulturberichterstattung informiert bleibe.
Beste Grüße
Jutta Müller
Lieber Heinz Sichrovsky!
Wieder einmal punktgenau ! Danke für diesen Beitrag ! Es ist wirklich tragisch was sich am heimischen Nachwuchs abspielt. Trotzdem hoffe ich das ein oder andere Nachwuchstalent zu Ohren zu bekommen.
Wie sich die Politik dumm und mit einem unglaublichen Nichtwissen der Materie in den Kulturbetrieb einmischt ist schon sehr grenzwertig und verachtenswert.
Vielen Dank für die Zeilen über Poldi . Gern habe ich mich erinnert. Was waren das noch für gute Zeiten !
Traurige Grüße
♥lichst
Gunnar Grässl
Der gerade CARMEN – Berlin 1985 – Lopez-Cobos – Berganza, Bonisolli,Fortune, Pace hört……
