Hinterhäuser-Beurlaubung: Der Tiefstpunkt in Salzburg (26.03.26)
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
sie sind doch ein sehr intelligenter Mensch und auch ein erfahrener Journalist. Daher sollten sie doch auch erkennen, dass sich Wertevorstellungen in der Gesellschaft ändern. Ja, auch mir geht es bei machen Dingen wie etwas beim Gendern so, dass ich diese Formulierungen nicht verwende, auch mir sind diese Hasspostings zutiefst zuwieder, es gäbe noch dutzende anderer Beispiele dieses „Change processes“, um ein Modewort zu verwenden. Aber ihre Argumente ergeben - runtergebrochen auf Boulevardniveau - die Aussage, dass künstlerische Genies sich vieles ungestraft leisten können. Und da widerspreche ich ihrem News-Artikel. Denn Anstand und Wertschätzung haben mit all diesen woken und neuen gesellschaftlichen Entwicklungen nichts zu tun. Auch mit meinen 71 Jahren mache ich nicht mehr alles mit, was die heutige Generation so vorgibt, aber „Wohlverhalten“ galt für mich immer, sowohl privat als auch beruflich und braucht auch nicht in Verträge geschrieben werden, sondern ist einfach Grundvoraussetzung menschlicher Interaktion.
Ich wünsche schöne Ostern
Ernst Kopica
Zur Causa Hinterhäuser möchte ich Ihnen die wahren Hintergründe
seiner Entlassung schreiben.
Aus Insiderkreisen habe ich heute erfahren, dass die Festspielpräsidentin Hammer
unbedingt Herrn Hinterhäuser los werden wollte. Dazu kam, dass die Landesfrau
Edtstadler gehört habe, dass Herr Hinterhäuser sie angeblich als dumm bezeichnet
hätte. Daraufhin hat Frau Edtstadler alles unternommen, Herrn Hinterhäuser
vor die Tür zu setzen. Haslauer konnte das auch nicht mehr verhindern.
Eine Farce! Wie lächerlich macht sich die Politik. Österreich blamiert sich bis auf die
Knochen, macht einem Operettenstaat.alle Ehre.
Das passiert, wenn sich die Politik in künstlerische Dinge einmischt.
Dem ORF steht leider ein ähnliches Schicksal bevor, wenn sich nicht
endlich die Politik aus dem ORF zurückzieht.
Herzliche Grüße
Mag. Heinz Knaus,
langjähriger Festspielbesucher seit etwa 50 Jahren
Lieber Herr Sichrovsky
Ihr vergangener Kommentar „Tiefstpunkt in Salzburg“ in Sachen Markus ist wie immer brillant!!!!!
Danke für Ihre offenen Worte, die man von von anderen Magazinen/Zeitungen in der Causa Hinterhäuser leider oftmals schmerzlich vermisst.
Ja, man würde der amtieren Frau Präsidentin ehrlich gesagt wünschen, dass Ihr bald die Grenzen ihrer so vollmundig in den SN artikluieren „Handlungsfähigkeit“ aufgezeigt werden!
Ich weiß, es ist böse, aber in dem Fall kann ich einfach nicht anders, obwohl mir die Festspiele an sich wirklich sehr sehr am Herzen liegen, ( wir sind seit knapp 20 Jahren Förderer) , aber ich möchte nicht wissen, wie Fr. Hammer agieren würde, wenn reihenweise die engagierten Top-Stars der diesjährigen „Carmen“ oder „Ariadne auf Naxos“ ausfallen oder absagen würden.
Unsäglich, was da in Zusammenarbeit mit dem unfähigen Kuratorium und einer völlig zu Recht gekündigten Dawydova geleistet wurde! Die Folgen ( Besucherrückgang, Sponsorenausfälle, und deutliche negative Auswirkungen auf die Salzburger Wirtschaft) werden zu spüren sein, nicht 2026, aber langsam schleichend ab 2027.
Der SPIEGEL-Artikel ist meines Erachtens Rufmord gegen Markus, eine absolute Frechheit (das darf er sich nicht gefallen lassen), und die anonyme Person, die im Artikel ausgiebig erwähnt wird, hat von gar nichts Ahnung.
Sorry für meine Worte, aber mein Mann und ich sind immer noch derart erzürnt über dieses Drama, bleibt zu hoffen, dass Markus die „Kurve“ kriegt , wir glauben fest dran, dass er wieder aufsteigt ( wird sicher eine Weile dauern, bis er sich von diesem Schock erholt hat, ), so wie Phoenix aus der Asche, und all seinen Widersachern zeigt, wer der wahre König von Salzburg ist!
Hoffentlich lässt er sich den Rausschmiss sehr teuer vergolden, dass sie so richtig zahlen müssen, dann kommen nämlich Fragen auf, Fragen von den Steuerzahlern, vom ganz normalen Bürger,… da bin ich dann sehr gespannt, wie das Kuratorium reagiert und was denen dann als Ausrede einfällt….
Alles Liebe und Danke aus Passau
Herzlichst
Claudia Gugger-Bessinger
Initiatorin der "Passauer Runde"
Diese kulturelle Provinzkomödie zeigt einmal mehr, dass ehemalige und aktuelle Politiker im Kuratorium nichts verloren haben sollten.
Damit werden die Salzburger Festspiele zu „zusammengefallenen“ Salzburger Nockerln. Schade!
Dr Gerhard Feltl
Es ist immer wieder Anlass zur Freude, wenn sich Ioan Holender zu aktuellen Kulturthemen öffentlich äußert. So auch in seinem Leserbrief zur Causa Hinterhäuser. In dieser Auseinandersetzug hat eindeutig die Kunst verloren, die Politik hat die Salzburger Festspiele in eine noch nie dagewesene Krise gebracht. Wir müssen bedauernd zur Kenntnis nehmen, dass die künstlerisch wie wirtschaftlich höchst erfolgreiche Intendanz von Markus Hinterhäuser zu Ende ist. So weit, so schlecht. Über die weiteren Vorgänge wurde Stillschweigen vereinbart. Eine Haltung, die der zuständige Kulturminister ohnehin schon seit Beginn der Krise pflegt. Aber wie schaut es mit dem Stillschweigen derer aus, die Hinterhäuser anonym als Fall für die Psychiatrie hinstellen? Hinterhäuser mag schwierig und- wie er selbst sagt- impulsiv sein. Aber was jetzt medial geschieht, grenzt an Rufmord.
Friederike Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Volle Unterstützung für Ihren Kommentar, danke dafür!
In 2020 wurden in Salzburg weltweit die einzigen Festspiele veranstaltet- alleine dafür hat Markus Hinterhäuser einen Orden verdient, er hat ungeheuere Verantwortung auf sich genommen und seinen Kopf für ein eventuelles Scheitern hingehalten- das war heldenhaft!
Ganz zu schweigen für die wunderbaren Konzerte in der Kollegienkirche, die feinsinnigen roten Linien durch die Programme, die felsenfeste Solidarität mit Teodor Currentzis …
Es ist zum heulen, wie dieser große Mensch verjagt wird.
Das wird Salzburg einen Hieb versetzen und hoffentlich der tumben karrieregeilen ÖBP Landeshauptfrau wenigstens die Biografie verhageln.
Traurige Grüße
Andrea Häufele, Berlin
Lieber Herr Dr. Sichrovsky !
Herzlichen Dank für Ihre erneut so treffenden Spitzentöne - es gibt in der christlich sozialen Partei leider wenig Hoffnungsvolles .Persönlichkeiten wie ein Dr. Busek sind lange passe, doch was sich diese junge Dame anmaßt sucht schon seinesgleichen. Vielen Dank auch , dass sie die Zeichnung meiner Tochter , die eigentlich nur für Ihre Erheiterung gedacht war, auf Ihrer Plattform veröffentlich haben. Anbei nochmal ein Leserbrief zur jetzt noch betrüblicheren Causa , den Sie - wenn es Ihre Möglichkeiten erlauben- veröffentlichen könnten.
Herzliche Grüße
Dr. Lisa Bock
Versäumnisse
Man wird den Eindruck nicht los, dass das Festspielkuratorium den Konflikt mit dem Festspielintendanten Markus Hinterhäuser willentlich zur Eskalation geführt hat. Der Einsatz einer professionellen, friedensstiftenden Mediation wurde bewusst vermieden, um das eigene Ziel zu erreichen den künstlerisch hochprofessionell gestaltenden künstlerischen Leiter aus nicht nachvollziehbaren Gründen loszuwerden. Hierbei waren Intrigen, behauptete Vorwürfe, ein Gerüchtenebel der zu persönlichen Diffamierungen des Intendanten geführt hat maßgeblich beteiligt. Wer verantwortet ein solches vernichtendes Verhalten? Die Landeshauptfrau hat in einem vor kurzem geäußerten Statement gesagt „Ich muss nicht geliebt werden.“ Herr Markus Hinterhäuser wurde und wird von den Salzburger*innen und den tausenden Festspielgästen und Künstler*innen im Gegensatz hierzu in Dankbarkeit so geschätzt, dass es durchaus vorstellbar ist, dass sich der Kartenverkauf deutlich verringern könnte und herausragende Künstlerpersönlichkeiten nicht mehr nach Salzburg kommen. Die geharnischte Front unter der Leitung der ehemaligen Richterin Karoline Edtstadler hat mit ihrer angemaßten, deplatzierten Gerichtsverhandlung am falschen Ort ihr Ziel erreicht. Zu wessen Schaden? Ein eklatanter Niveauverlust! Noblesse oblige so das Verhalten von Herrn Hinterhäuser, um weiteren Schaden von seinen Festspielen abzuwenden. Der ihm vom Kuratorium zugeworfene Fehdehandschuh wurde von ihm nicht aufgehoben.
Dr. Lisa Bock
Klinische Psychologin /Psychotherapeutin
Hallo Herr Sichrovsy,
Besser hätte man diesen Skandal hier um Herrn Hinterhäuser nicht charakterisieren können. Dieses Gremium setzt die uralte Tradition von Salzburg fort, die selbst ihren eigenen Mozart schlecht gemacht haben. „Zu viele Töne Herr Mozart“. Ja, Herr Hinterhäuser war ein unkonventioneller, aber kreativer Mann, der aus Salzburg das Spießige verbannen wollte. Nun wollen wir mal sehen, wie die Bürokarten die Festspiele retten, es ist zum heulen.
Martin Schoell.
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Salzburg am Ende – Nitsch lebt (26.03.26)
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Bin froh, dass ich so viele tolle Jahre in Salzburg erleben durfte, „s’ist halt vorbei“. Und die Festwochen unter Milo Rau sind ohnehin zum Großteil an mir vorbei gegangen, früher war auch das anders.
Wunderbar war der Tristan an der Met (Kinoübertragung), außer der konservativen Renate Wagner hat niemand davon berichtet. Sonst sind die sog Kritiken mittlerweile auch meist zu vergessen.
LG und Frohe Ostern!
Johanna Kraft
Ihr Kommentar zum Hinterhäuser-Skandal spricht wohl allen Kulturinteressierten aus der Seele.
Eine Schande für Österreich und die Bankrott-Erklärung der Politik in Sachen Kultur.
Gut, dass sie es so deutlich ausgesprochen haben, es sollte noch mehr empörten Aufschrei geben!
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr.Brigitte Sinhuber-Harenberg
Lieber Herr Sichrovsky!
Sie haben große ( und berechtigte ) Hoffnungen in Rudolf Scholten als Babler- Berater gesetzt ; meinen Sie, dass das Agieren des Kunstministers bei den Salzburger Festspielen auf Scholten zurückgeht ?
Herzlichst.
Gerhard Ressi
Seit 250 Jahren hat man an der Salzach nichts dazugelernt: Damals wurde der größte Sohn der Stadt von der Politik vergrault und aktuell wieder einer, zwar nicht immer bequemer, dafür aber auch genialer.
Zahlreiche Künstler von Weltgeltung dürften sich vor den Kopf gestoßen fühlen, ob dieser Herabwürdigung von kultureller Genialität durch politische Bonsai Trumps. Warum jetzt nicht das schärfste Schwert ziehen und durch geballte Auftrittsstornierungen diesen Politikern die rote Karte zeigen? Denn solange diese das Sagen haben ist freie Kunst unfrei!
Hans-Christian Wille
Lieber Heinz Sichrovsky,
man ist fassungslos und weiß erst einmal gar nicht, ob man vor Zorn schreien soll oder vor Enttäuschung weinen. Wie kann man nur eine Sache zuerst anzetteln und dann auch noch derart eskalieren lassen?! Dass es nicht einmal möglich war, die kommenden Festspiele mit Anstand und vor allem mit Hinterhäuser über die Bühne zu bringen, ist ein mehr als klägliches Versagen. Ein dreifach Hoch den Intriganten und Provinzpolitikern! Wen werden sie in einer schnellen Lösung aus dem Hut zaubern? Wieviel Masochismus traut man Klaus Bachler zu, der als logischer, interimistischer Kandidat gilt. Und langfristig? Wer möchte sich diese Herausforderung antun? Mathias Naske, Stephan Pauli und Franz Welser-Möst haben bereits abgewunken. No na, möchte man fast sagen. Aber man fragt sich mit Recht, wo schläft eigentlich unser Kulturminister? Nach dem ideellen Desaster kommt vermutlich ein finanzielles hinzu. Zumindest diese drohende Gefahr sollte Babler vielleicht doch interessieren. Sven Hartberger schreibt in der Presse vom 25.3. , Babler hätte als Kulturminister bis jetzt vollkommen versagt. Er solle endlich dafür sorgen, dass dieser Spuk ein Ende habe und die Salzburger Festspiele wieder mit ihrem herausragenden Programm anstatt mit der aktuell laufenden Provinzposse in den Medien Platz finden. Leider ist es dafür heute zu spät. Der Spuk war ein ruinöser. Aus der Provinzposse ist eine Provinztragödie geworden. Was könnte Babler jetzt noch tun? Er könnte einsehen und zugeben, dass er als Kulturminister ein glatte Fehlbestzung ist. Aber das nützte in der aktuellen Situation auch nichts mehr. Wir müssen leider zusehen, wie in tiefer Provinzmanier ein strahlendes Festival schwer beschädigt, wenn nicht gar ruiniert wird.
Was für eine Niederlage für alle, denen die Salzburger Festspiele am Herzen liegen. Ich grüße Sie gerade deswegen wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
gratuliere Ihnen zu Ihrer brillanten und fundierten Stellungnahme zur
aktuellen Causa.
Sie gehen der Vorgeschichte richtig auf den Grund.
Es wird auch einmal über die Aktionen des Altlandeshauptmannes bei zwei
Bestellungen zu reden sein:
die passive und nicht in Salzburg angekommene Festspielpräsidentin
Hammer und die Landeshauptfrau Edtstadler.
Für die erste Position war die fähige und verdienstvolle
Landtagspräsidentin Pallauf lange im Gespräch und für die zweite sein
langjähriger Vize Schnöll.
Die Reaktion des Bürgermeisters auf den Appell prominenter Künstler
zugunsten von Herrn Hinterhäuser als "netten Versuch" wird in den
lokalen Wortschatz
eingehen und einmal auch für seine Tätigkeit verwendet werden.
Betrachtet man die wunderbaren und kreativen Jahre der Programmierung
der Salzburger Festspiele einmal von außen, es sei gestattet, durchaus
mit Kennerblick, ist das Ganze umso peinlicher,
um nicht stärkere Ausdrücke zu verwenden. Ein besseres Kuratorium hätte
den Schaden abwenden können.
Der heurige Spielplan ist sicher einer der besten der Aera H., und es
ist abzuwarten, was die Reaktionen auf die Produktionen im Kontext
bringen werden.
Ich hatte mir ja gedacht, ein Ältestenrat mit Altpräsidentin
Rabl-Stadler und dem Altbürgermeister Reschen, der sich am 17.3.in den
SN profund dazu äußerte, hätte als Mediatoren die Sache noch beruhigt.
Über weitere Texte von hnen werde ich mich sehr freuen.
Besten Gruß,
Wolfgang Niessner.
Wie schon bei einem Ihrer letzten Kommentare: ich stimme Ihnen mit großer Bestürzung zu. D a s Festival Österreichs wird imagemässig von Provinz-Dilletanten international zur Lachnummer gemacht. Es ist zum Weinen!
Bleiben Sie dran!
Herzliche Grüße aus Linz
Gabriele Kössler
Zu Salzburg fällt mir nichts mehr ein ….Total- Totalschaden!
Jetzt wird‘s wohl N.Bachler werden ad interim!
Mit beschnittenen Flügeln - herzliche Grüße … Otto Schwarz
1. Besser kann man die Salzburger Situation nicht beschreiben
2. Sonntag bin ich im Burgtheater
3. Nitsch Museum oben auf der Liste
Wieder einmal danke für ihre klaren Worte und Stellung.
Beste Grüße
Jutta Müller
Jutta Müller
Lieber Heinz,
danke wieder einmal für Deine klaren Worte.
Ich weiß genauso wenig, wie wahrscheinlich Du auch nicht, wie man die Dilettanten von der Entscheidungsplatform stoßen kann.
Bitte weiter so mit Deinen Kommentaren.
Liebe Grüße
Hans Zloklikovits
Lieber Herr Sichrovsky, ich unterstütze Ihre Meinung voll und ganz. Der Murks der Festspielverantwortlichen mit dem Festspielhausumbau ist dem um den Intendanten gleichzustellen. Er kostet nur ein Vielfaches! Vor den Details würden Ihnen die Haare zu Berge stehen.
Ich war 16 Jahre lang Mitglied des Festspielkuratoriums, 10 Jahre lang als Bürgermeister und 6 Jahre lang als Vertreter des Kulturministers.
Mit freundlichen Grüssen, Josef Reschen
Danke. GRANDIOS!!
Elfi
Spitzentöne: Latein hat auf allen Linien gewonnen (25.03.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 13/26 erschienen.
Lieber Herr Sichrovsky,
als eine der über 40.000 habe ich mit großer Freude Ihre Abrechnung mit politischer Unfähigkeit und Ahnungslosigkeit gelesen. Dass letztlich die Elite gesiegt hat, stimmt mich sehr zuversichtlich. Nach fast 40 Jahren im Schuldienst weiß ich nur zu gut, dass gegen alle Fake-News, Verschwörungstheorien und von selbsternannten Weltrettern verbreiteten Irrlehren nur eines hilft: BILDUNG, BILDUNG, BILDUNG!
Vielleicht sollten wir ja das neue Pflänzchen Hoffnung auch dazu nützen, mit Hilfe der Elite den Wiedereinzug der Literatur in die Gymnasiallehrpläne und die Maturaverordnungen voranzutreiben. Ich weiß von vielen Kollegen aus der Germanistik, dass sie sehr unter der Abwertung der Literatur und den ihnen aufgezwungenen „zeitgemäßen“ Lehrinhalten leiden.
Danke für Ihr hartnäckiges Dranbleiben!
Herzliche Grüße
Hermine Pfrogner
Grossartig, danke
Lg Rg
Ich freue mich von Herzen und danke Ihnen für Ihren Einsatz. Es heißt zwar "fortiter in re, suaviter in modo", Sie aber haben mit "fortiter in re et fortiter in modo" souverän gewonnen, Heribert Derndorfer.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ein paar Schlaglichter aus den letzten Monaten:
Die erste Generation Lehrer, die in der Schule kaum noch Literatur gelernt hat, dürfte bereits in Amt und Würden sein. Eine Deutschlehrerin wollte Millionärin werden und sollte für 2000€ "Festgemauert in der Erden, steht ..... " ergänzen. Sie entschied sich für "Turm", nachdem der Joker Zuschauer auch falsch lag. Jauch wand sich, aber sie kapierte die Rutschn nicht.
(15) Wer wird Millionär: DRAMA WEGEN DIESER FRAGE! - YouTube
Der Schauspieler Wilke Wotan Möring sollte in "Wer weiß denn sowas" die Frage beantworten, was oder wer "Tauris" in Goethes Iphigenie ist. Er entschied sich für eine Stute. Seither sehe ich Iphigenie immer auf einem Gaul.
In der ORF "Reisezeit" sprach die Moderatorin kürzlich von Óvid mit ungewöhnlicher Betonung.
Die KI ist anfällig für falsche Betonungen. Die Beteiligte an unserer nationalen Mayerlingtragödie: Baronesse [[Wetscheera]].
Beschwerden in unserer Zeit stoßen meist an ihre Grenze bei einer KI. Kein menschliches Hirn war da, um zu merken, daß man mit einer 10€-Wertkarte von "paysafe" kein Geldwäscher sein kann. Konto gesperrt, aber 3x3€ kassierte man für die "Bereitstellung".
Auf die Frage, wie Jugendliche KI nützen außer Schularbeiten und Referate, meinte einer "Ich habe 6 Leute eingeladen, aber das Rezept war für 4, die KI hat es mir ausgerechnet. Toll!"
Mit den besten Wünschen und freundlichen Grüßen
Brigitte Sokop
Lieber Heinz Sichrovsky,
das sind ja erfreuliche Nachrichten. Gratulation zu Ihren geradzu euphorischen Spitzentönen. Alles wahr und richtig, was Sie schreiben.
Besonders angetan hat es mir der Absatz "Jelinek als Kickls 5. Kolonne"!
Offenbar haben die beiden "Sonnyboys der Bildung" nicht verstanden, worum es bei dem Widerstand der intellektuellen Elite wirklich geht und reagierten sichtlich genervt. Hätten sie noch ein altmodisches Stammbuch, sollte man den beiden Ihre abschließenden Worte in dieses Stammbuch schreiben."Bildung und Ausbildung sind scharf gegensätzliche Lebensentwürfe. Neoliberaler Kompetenzdrill erzeugt funktionstüchtige Idioten. Bildung, die den Blick über Jahrtausende richtet, immunisiert gegen Instrumentalisierung." Was für ein schönes Schlusswort! Aber Achtung! Sie sagen es genau richtig. Es geht um das, was Wiederkehr nicht versteht. Und deshalb muss man auch weiterhin ein wachsames Auge auf den Reformeifer des Bildungsministers werfen. Aber jetzt ist erst einmal Freude und Hoffnung angesagt.
Ich grüße Sie zu später Stunde wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
Lieber Herr Sichrovsky!
Ist doch schön.
Ich habe bei meinem „Tolar Montag“ im Internet vor etwa 4 Wochen das Thema „Latein“ behandelt - in hrem und unserem Sinne - und habe über 7.000 x Zustimmung bekommen.
Ganz liebe Grüße
Günter Tolar
PS.: Es macht mir viel Vergnügen, mit Ihnen zusammen kämpfen zu dürfen.
Nach Hinterhäuser: Drohen den Salzburger Festspielen wieder neun Jahre Chaos? (24.03.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 11/26 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
zu Ihrem Artikel: https://www.news.at/menschen/salzburger-festspiele-oevp-politik-kommentar-2026-rp2
habe ich mehr noch als eine Meinung, nämlich viele, sehr schlechte Erfahrungen.
Der Beschluß des Kuratoriums, den maximalen Festspielhaus-Ausbau mit zweijähriger Festspielhaussperre mit Ausweichen in ein "Bierzelt" sehe ich als Kultur-Selbstmord und Verrat am UNESCO-Welterbe-Altstadt. Ich habe eine www.ring-u-bahn.at (Plan-Datum 2015!) mit einer U-Bahn-Station "Festspielhaus" vorgeschlagen, die externe Zentral-Werkstätten in Schallmoos mit direkter Anlieferung ins Niveau der Festspielhaus-Bühne ermöglicht hätte. Das Kuratorium hat das nicht einmal ignoriert, Provinz wäre schon eine Übertreibung, aber über allem liegt ein Leichentuch des politischen und medialen Schweigens. Falls sie weitere Daten benötigen, gerne, es gibt mehr als genug und es immer noch gleich wie bei Thomas Bernhard: " Die Salzburger waren immer fürchterlich wie ihr Klima und heute ist alles noch viel fürchterlicher."
Beste Grüße
Dr. Heinrich Winkler
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Noch ein Name für Salzburg – Lenkt Wiederkehr ein? (20.03.26)
Lesen Sie den Newsletter zum ersten Mal? Melden Sie sich hier an. Sollten Sie meinen Newsletter ausreichend interessant finden, schicken Sie ihn gerne weiter. Vielen Dank!
Wertvolle Beiträge
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Vorab nur so viel: der Kultur-Newsletter von News ist tatsächlich der einzige E-Mail Newsletter, den ich regelmäßig lese und nicht gleich in den Papierkorb verschiebe.
Woran mag das liegen? Meistens sind ihre Positionen so kontrovers und pointiert formuliert, dass ich einige Sekunden lang schlucken muss, um dann endlich zu verstehen, wie wertvoll sich der Diskurs über die und die Beschäftigung mit den von Ihnen aufgebrachten aufgebrachten Themen überhaupt darstellen.
Bei manchen Fragestellungen bin ich von vornherein Ihrer Meinung wie zum Beispiel den Lateinunterricht betreffend, bei anderen hingegen erzeugt erst ihre Kolumne bei mir das Verlangen, mich näher mit der Thematik zu beschäftigen und meine durch Vorurteil vorgefasste Meinung zu revidieren wie zum Beispiel Salzburger Festspiele/Hinterhäuser.
Dafür bin ich Ihnen ganz besonders dankbar.
Bitte machen Sie unbedingt weiter, und setzen Sie weiterhin mit Ihrem online Newsletter einen Kontrapunkt zu der sonstigen Flut von meist obsoleten, verblödeten und werbeorientierten Spam Publikationen!
Mit besten Grüßen von einem hochachtungsvollen Leser
Thomas Aichberger
Danke, lieber Herr Sichrovsky, dass Sie sich unermüdlich für Bildung und Kultur einsetzen! Ich freue mich jede Woche auf Ihren Newsletter + Spitzentöne!
Mit besten Grüßen
Gertrud Stockinger
PS: Unsere Enkelin lernt mit großer Freude Latein - mit Unterstützung ihres Opas; faszinierend!
Lieber Heinz Sichrovsky,
danke für den Hinweis auf Peter Kliens "Gute Nacht, Österreich" zum Thema Wiederkehr. Ich habe mir daraufhin die Sendung mit großer Freude angesehen. Ein brillantes Psychogramm, amüsant präsentiert, großartig.
Was Wiederkehrs Exit-Strategie aus der von ihm angerichteten Malaise betrifft , bin ich äußerst skeptisch. Die Verantwortung für die umstrittene "Reform", die zu scheitern droht, jetzt an die Schulen abzuwälzen, ist mehr als ein Zeichen von Hilflosigkeit und Inkompetenz und verschiebt den vom Minister angezettelten Konflikt an die Basis.
Wahre Schulreformen schauen anders aus. Wiederkehrs Reformeifer steht im krassen Widerspruch zu den tatsächlichen Notwendigkeiten im Bildungsbereich. Ich möchte Andreas Salcher zitieren, der es in einem News-Gespräch so formuliert hat: "Ich bezeichne das österreichische Schulsystem gerne als Fernlerninstitut mit Anwesenheitspflicht." Diesen Satz könnte sich der Minister als Leitfaden für seine Reformvorhaben vor Augen halten, wenn er das nächste Mal darüber klagt, dass Bildung in Österreich immer noch vererbt wird. Aber es ist gewiss einfacher an Stundentafeln herumzubasteln, als sinnvolle Reformen anzugehen.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, schönes Wochenende Riki Pacik
Lieber Herr Sichrovsky, lieber Heinz! Ich lese immer sehr gerne deine Kolumnen. Leidet fällt mir dabei auf. Dass du grundsätzlich nur über die.bereits renommierten Bühnen berichtest. Gehe doch einmal ein wenig zu weniger bekannten. Ich habe diese Woche in der neuen Tribüne beim Landtmann z.b. eine sehr gute tiefergreifende Aufführung von "Dienstag bei Morrie“ gesehen. Da diese Bühne offensichtlich auf Mundpropaganda abgewiesen ist, war natürlich wenig Publikum im Saal. Erschreckend, wenn man bedenkt, wieviel mehr andere Häuser an Subvention erhalten und oft bis gar nicht dieses Niveau erreichen!
Liebe Grüße
Karl Bauer
Spitzentöne: Wer rettet die Salzburger Festspiele? Die bittere Wahrheit hinter dem Machtkampf (18.03.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 11/26 erschienen.
Sie sprechen bzw.schreiben uns aus der Seele!
So traurig das Ganze.
Liebe Grüsse aus Tirol.
Ulli Resch
Andreas Babler, Kristina Hammer - Hallo, ist da wer ??
In Salzburg ist seit Wochen zu erleben, wie LH Karoline Edtstadler und Bgm. Bernhard Auinger das Haus, zu dessen Bewahrung sie berufen sind, in Brand setzen, weil ihnen vom Hausverwalter jener Respekt versagt wird, der ihnen ihrer nicht eben bescheidenen Meinung nach zukommt. Man muss dieses Affentheater in mittlerweile drei Akten kurz rekapitulieren, um sich klarzumachen, wie gedanken- und verantwortungslos von zwei politischen Verantwortungsträgern mit einer der bedeutendsten Kulturinstitutionen der Republik umgegangen wird.
1. Akt, 3. Februar 2026. Edtstadler und Auinger rufen eine Krise aus, weil der Intendant gegen eine Auflage verstoßen habe, die ihm die alleinige Entscheidung über die Besetzung der Schauspieldirektion untersage.
2. Akt, 26. Februar 2026. Landeshauptfrau und Bürgermeister ist nach drei Wochen Bedenkzeit eingefallen, dass der Intendant zu dieser Vorgangsweise berechtigt war. Als Ersatzgrund für die von ihnen ohne Anlass ausgerufene Krise zaubern sie eine ominöse Wohlverhaltensklausel aus dem Hut, die den von beiden Seiten unterzeichneten Intendantenvertrag für die Spielzeiten 2027 - 2031 ungültig machen soll. Worin das mangelnde Wohlverhalten bestanden haben soll, vermögen sie auf Nachfrage nicht zu sagen.
3. Akt, 20. März 2026. Landeshauptfrau Edtstadler tritt nach stundenlangen Beratungen des Kuratoriums vor die Mikrofone der wartenden Journalistinnen und gibt zu Protokll, dass in den kommenden Wochen in Gesprächen der Anwälte von Festspielfonds und Intendanten "rechtlich zu prüfen" sein werde, ob der Vertrag nicht vielleicht doch gültig ist.
Wie bitte? Das ist nicht geprüft und wasserdicht festgestellt worden, bevor man in aller Öffentlichkeit die Behauptung aufgestellt hat, dass ab dem 1. Septemberv 2026 ein vertragsfreier Zustand bestehe??
Und der zuständige Bundesminister Andreas Babler? Sieht in aller Ruhe zu, versichert das Kuratorium seiner vollen Unterstützung bei diesem unprofessionellen Treiben zum Schaden der Festspiele und lässt auf Anfrage durch seine Beamten ausrichten: "Die Öffentlichkeit aber auch der Kunst- und Kulturminister können völlig zurecht davon ausgehen, dass das Kuratorium als zuständiges Aufsichtsgremium seiner großen Verantwortung ganz im Sinne der Intention und der Ziele der Salzburger Festspiele mit größter Sorgfalt nachkommt. Das zuständige Gremium arbeiten zu lassen und die eigene Position dort intern in voller Deutlichkeit aber möglichst vertraulich einfließen zu lassen, wird aus Sicht des Kulturressorts als ein sachlicher und konstruktiver Lösungsansatz betrachtet."
Und die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Kristina Hammer? Hätte wohl spätestens am 3. Februar schlichtend eingreifen und diese groteske und gefährliche Entwicklung der Dinge im Keim ersticken müssen. Man kann menschlich verstehen, dass sie wenig persönliche Motive hatte, das zu tun. Dass es ihre Pflicht gewesen wäre, da über ihren Schatten zu springen und Schaden von den Festspielen abzuwenden, steht aber auch außer Zweifel. Dass sie dieser Pflicht in irgendeiner Weise genügt hätte, ist nicht bekannt geworden.
Beim besten Willen kann niemand sagen, dass beide, die Präsidentin und der zuständige Bundesminister, ihre Verantwortung in dieser Sache bislang in auch nur einigermaßen akzeptabler Weise wahrgenommen hätten. Schon längst hätten sie als Vermittler in dieser Situation mit beiden Seiten sprechen und das Einvernehmen herstellen müssen. Sie hätten Helga Rabl-Stadler, Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg und ebenso erfahrene wie erfolgreiche Präsidentin der Festspiele a.D. um ihre guten Dienste bitten und allen Beteiligten klar signalisiern können, dass sie ihre persönlichen Eitelkeiten und Verletzheiten jetzt zurückzustellen und ausschließlich an das Wohl der Festspiele zu denken haben. Und sie können das noch immer tun, jetzt aber: höchste Eisenbahn.
Stattdessen erklärt der verantwortliche Bundesminister seine einseitige Parteinahme für eine der beiden im Konflikt gefangenen Seiten und nimmt sich damit aus dem Spiel, bevor er in dieses überhaupt eingetreten ist. Dass er dies noch dazu auf Seiten der Zündler getan hat, die am 3. Februar eine Krise wegen der "drohenden" Berufung jener höchstqualifizierten Frau ausgerufen haben, deren Bestellung seit dem 26. Februar nach der Aussage der selben Zündler angeblich nie ein Problem gewesen ist, spielt dabei schon gar keine Rolle mehr.
Worum es jetzt geht, ist einzig das: Andreas Babler und Kristina Hammer haben dafür Sorge zu tragen, dass dieser vollkommen unnötige Konflikt umgehend aus der Welt geschafft wird und die Salzburger Festspiele wieder mit ihrem herausragenden Programm anstatt mit der aktuell laufenden Provinzposse als Dauerbrenner in den Medien Platz finden. Wir warten.
UNTERZEICHNEN MIT SVEN HARTBERGER
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Als langjähriger Leser Ihrer Beiträge, mit denen ich mich meist sehr gut identifizieren kann, da sie wirklich problemorientiert und journalistisch sehr gut aufbereitet sind, von ausgezeichnetem Umfeldwissen zeugen und darüber hinaus spannend und unterhaltsam sind, ist mir in Ihrem Artikel "Wer rettet die Salzburger Festspiele?" ein wirklich eklatanter Fehler aufgefallen. Sie machen dort Frau Bundesministerin Elisabeth Gehrer für die Kunstpolitik zwischen 1995 und 2007 verantwortlich. In Wirklichkeit war sie nie für Kunst zuständig. Für Kunst waren bis 1997 Rudolf Scholten, bis 2000 Peter Wittmann und bis 2007 Franz Morak zuständig.
Der Zuständigkeitsbereich von BM Gehrer lag bei Unterricht und kulturellen Angelegenheiten bzw. Bildung, Wissenschaft und Kultur. Von 2000-2007 war ich Mitarbeiter ihres Kabinetts und ihres Ministeriums.
Vielleicht lässt sich das fairerweise durch Sie in einem nächsten Artikel berichtigen?
Was Ihre Ansicht von den Herausforderungen der Salzburger Festspiele betrifft, bin ich zu 120 % Ihrer Meinung.
Mit freundlichen Grüßen
Mag. Dr. Reinhold Hohengartner
Großartige Analyse
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
DANKE – besser kann man die derzeitige Situation nicht beschreiben.
Es wäre schön wenn die betreffenden Politiker diesen Artikel zu lesen bekämen!
Mit herzlichen Grüßen
Walter Zeh
Lieber Herr Sichrovsky - genießen wir die Festspiele 2026. 2027 ist ja auch schon von Hinterhäuser ( mit Bergmann) fertig geplant - so kann man noch ein Jahr träumen - und dann wird’s wahrscheinlich dunkeler. Keiner Ihrer Namen ist voll überzeugend …. einzig Bachler als interimherscher ist vorstellbar. Nur: Ich hoffe das Karin Bergmann aus Solidarität zu Hinterhäuser nicht das Schauspiel annimmt.
Ein sehr trauriger, sehr enttäuschter. sehr verwundeter Freund der Salzburger Festspiele …. Gruß …. Otto Schwarz
Lieber Herr Sichrovsky,
jetzt muß ich Ihnen doch schreiben. Einige Male haben wir beide uns mailmäßig unterhalten. Ja ich bin ein Fan von Ihnen. Oder war...vielleicht.
Langsam hingegen gehen Sie mir "a bissl" auf die Nerven. Bei jeder Gelegenheit (News, Krone ) hauen Sie auf das Kuratorium hin. Nie auf die inferior schwache Präsidentin inkl. den von Ihnen hochgeschätzten künstlerischem Leiter. Ja glauben Sie, daß eine Karoline Edtstadler sich das Benehmen, das Auftreten und die Aufsässigkeit eines Marcus Hinterhäuser gefallen läßt. Auch wenn er noch so ein guter Indentant sein möge. Er hat ja den Streit heraus gefordert ! Auch das Entgegenkommen seitens des Kuratoriums hat Hinterhäuser frech abgelehnt. Er bestand sogar auf eine Entschuldigung vom Kuratorium. (Ich zitiere einst Bruno Kreisky.....den steigt der Papp ins Hirn). Das entnehme ich alles von hervorragenden Kulturkritikern(in). Warum hat denn alles einigermaßen geklappt seinerzeit mit Präsin Rabl - Stadler ? Weil Sie ihren Marcus dens schwer an Maniern und Umgang fehlt und keinen Streit aus dem Wege geht, fest im Griff hatte und das damalige Kuratorium höchst gütig und entgegenkommend war. Und viel Frechheiten und Anmaßungen großzügig geschluckt hat. Ich persönlich könnte das nicht. Das ist bloß meine ...Meinung. Halt noch etwas --Nr. 10 News -' Sie werden doch allen Ernstes Alexander Wrabetz nicht als Kulturstaatssekretär vorschlagen. Mit dem Geld vom ORF ( Weltelite und ORF III) konnte Wrabetz schon allerhand finanzieren.... nur so nebenbei.....bei dieser NewsAusgabe war die von Pensionsregelung von Pius Strobl......noch nicht bekannt. Oder ?
Mit bestem Gruß
Willibald Dworak
Vielen herzlichen Dank lieber Herr Sichrovsky für Ihren Artikel!
Es ist widerlich, was geschehen ist.
Beste Grüße und weiterhin Ihre wahren Artikel, Elisabeth Walcher
Woher bitte, weiß man so genau, wie Hinterhäuser Mitarbeiter und die Festspielpräsidentin behandelt hat? Dank Hinterhäuser wurde die in die Jahre gekommene Serie des Jedermanns beendet und höchst erfolgreich erneuert. Das Festspielprogramm 2026 ist das beste seit Jahren, auch das des Schauspiels, seit Hinterhäuser es selbst übernommen hat.
Es wäre angebracht, diese peinliche Posse und Intrige der handelnden Provinzpolitiker rasch zu beenden und Hinterhäuser auf Knien bitten, zu bleiben.
Was sagt eigentlich unser kunstaffiner Kulturminister zu dieser Angelegenheit?
Jutta Müller
Ausgezeichnete Spitzentöne
Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky,
jetzt ist es also so weit. Die von vielen als Provinzposse abgetane Provinztragödie ist zum desaströsen Debakel geworden. Man hat mutwillig das Haus angezündet und steht nun vor den rauchenden Trümmern. Wer, bitte sehr, von den genannten Persönlichkeiten soll sich die Nachfolge von Markus Hinterhäuser antun? Wie schnell kann es gehen? Wird man in den neuen Vertrag auch eine "Wohlverhaltensklausel" hineinschreiben?
Man weiß ja nie! Vielleicht bohrt der neue Intendant ja einmal öffentlich in der Nase oder rülpst beim Festbankett. Da muss man schon vertraglich vorsorgen. Aber das wird nicht passieren. Der Kulturminister wird wohl nachdrücklich fordern, dass es eine Frau werden soll. Da ist von einem derartigen Fehlverhalte nicht auszugehen.
Ja, man staunt. Wer hätte gedacht, dass die in jeder Hinsicht blühenden Salzburger Festspiele in eine derartige Situation kommen? Ohne Not! Aber bei so viel Expertise bei den für das Debakel verantwortlichen Personen müssen alle kritischen Geister verstummen und zwar weil sie fassungslos sind.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
lieber herr sichrovsky.
stimme vorbehaltlos zu und hoffe auf rasche kulturpolitische genesung der regierenden entscheider.
alles gute und bis bald
hk
Freundliche Grüße
Mag.iur. Harald Kaszanits
Ja, die von Ihnen genannten möglichen Hinterhäuser Nachfolger wären zweifellos qualifiziert, es billigt aber keinesfalls das Vorgehen von Edtstadler und Co. Die ganze Sache ist eine üble Intrige und schadet den Festspielen ungemein. Ich bin schon gespannt auf die politischen Reden der Verantwortlichen bei der Festspieleröffnung. 🤮
Jutta Müller
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Es ist erbärmlich, was sich in Salzburg abspielt.
Ob das Programm, das Hinterhäuser für 2027 wohl fertig hat, halten wird, wird spannend. Aber dann sehe ich „schwarz“ für die Festspiele! Nicht nur wegen der Probleme einer neuen Intendanz in den 2 Jahren, die die Festspielhäuser geschlossen sind, sondern vor allem wegen des ungeheuren Imageschadens, den diese Provinz-Politiker hier verbrochen haben!
Ihr Wort „in Gottes Ohr“, dass Bachler kurzfristig den „Karren aus dem Dreck“ zu ziehen bereit ist!
Als langjähriges Mitglied der Festspielfreunde und langjährige Besucherin der Festspiele schäme ich mich „fremd“!
Bleiben Sie dran!
Herzlichst
Gabriele Kössler
Offener Brief _ OTS _ Kurie Kunst
Freiheit der Kunst oder „Wohlverhalten“?
Zwischen Grundrecht und politischem Einfluss
Wien (OTS) - Der Begriff „Wohlverhalten“, der in der Debatte um Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen auftaucht, stammt aus dem k. u. k. Beamtenrecht. Er bezeichnete nicht nur das Dienstverhältnis zum Staat, sondern auch ein persönliches Treueverhältnis zum Monarchen.
Demgegenüber garantiert Artikel 17a des Staatsgrundgesetzes: „Das künstlerische Schaffen, die Vermittlung von Kunst sowie deren Lehre sind frei.“ Auch die EU-Charta der Grundrechte bekräftigt: „Kunst und Forschung sind frei. Die akademische Freiheit wird geachtet.“ Kunstvermittlung ist entweder frei – oder sie wird am Maßstab eines „Wohlverhaltens“ gemessen. Wird letzteres zur Kategorie, entsteht ein Instrument politischer Einflussnahme. Grundrechte sichern die Freiheit der Kunst. Behördliches Handeln kann Grundrechte verletzen. Dann ist das ein Fall für den Verfassungsgerichtshof.
Die art_curia / Kurie Kunst tritt dafür ein, dass Kunst frei bleibt – jenseits politischer Bindungen und persönlicher Loyalitäten.
VALIE EXPORT, Martha Jungwirth, Franz Koglmann, Peter Noever (Vorsitzender der Kurie), Wolf dPrix, Carl Pruscha, Gerhard Rühm, Eva Schlegel, Franz Schuh, Kurt Schwertsik, Elfie Semotan, Marlene Streeruwitz
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Kulturpolitisches Versagen, grenzüberschreitend (13.03.26)
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Lieber Herr Sichrovsky!
Ich hatte vor einigen Jahren die Ehre und Freude, Sie persönlich bei einer kleinen Gedenkfeier für unseren gemeinsamen Freund Wolfgang Wenk persönlich kennenzulernen. Bei der in den letzten Wochen wieder einmal aufgeflammten Debatte um Latein sind mir Ihre sehr geschätzten Artikel im Zusammenhang mit dieser Bildungsdiskussion begegnet.
Als klassische Philologin und pensionierte Latein- und Englischlehrerin an einem ORG – und Großmutter einiger Latein lernender Enkelkinder – habe ich mich dem Thema nicht entziehen können und einige Gedanken niedergeschrieben, die ich gerne mit anderen Menschen teilen möchte.
Englisch hinterfragt niemand – auch hier könnte man natürlich die Kritik anbringen, dass mit viel Erfolg die Literatur sehr an den Rand gedrängt worden ist. (Ich persönlich habe meine Schüler:innen nie ohne ein Shakespearestück aus meinem Unterricht entlassen).
Der Lateinunterricht war und ist mein Lebensthema, wahrscheinlich weil ich es nach meinen eigenen eher schlechten Erfahrungen besser machen wollte und immer gegen den Wind gesegelt bin. Aber der Lateinunterricht ist nur so gut wie die Menschen, die ihn vermitteln. Wenn junge Menschen aus der Schule ins Leben hinausgehen und sagen: „Die ganze Plackerei war für die Katz“, dann ist da bei der Vermittlung etwas falsch gelaufen. Leider habe ich in letzter Zeit ein bisschen zu viel davon gesehen.
Ich würde mich sehr freuen, meine Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen. >> Bezüge herstellen, Resonanzen erzeugen
Mit herzlichen Grüßen
Marie-Theres Schmetterer
PS.: Ich erlaube mir, ein paar Informationen zu meiner Person anzuschließen.
Mag. Marie-Theres Schmetterer
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
anbei erlaube ich mir Ihnen jenen Leserbrief weiterzuleiten, den ich auch an das Bundesministerium geschickt habe.
Mit bestem Dank für ihre Kenntnisnahme und freundlichen Grüßen,
Marie Fournier
(Schülerin der 8. Klasse AHS)
,,Tempus fugit“, doch Latein bleibt!
Sehr geehrter Herr Minister!
Non schola, sed vitae discimus!
Jenen Ausspruch hören wir Schüler in unserer Schullaufbahn oft, fast zu oft, wenn man bedenkt, dass einem wohl kaum im alltäglichen Leben jemals wieder eine gelungene Gedichtsanalyse oder das Wissen über die Gesteinszonen in Osteuropa zugutekommen wird. Doch eines lässt sich über den Lateinunterricht mit Sicherheit sagen: Die verbreitete Fehlvorstellung, man lerne dort lediglich, wie man „amicus“ richtig dekliniert, greift deutlich zu kurz und den Unterricht aus diesem Grund kürzen zu wollen, wird dem tatsächlichen Bildungswert des Faches nicht gerecht, insbesondere für jene Schülerinnen und Schüler, die durch die Auseinandersetzung mit Autoren wie Cicero, Seneca oder Vergil, weit mehr als nur Grammatik kennenlernen.
Es zeigt sich deutlich, dass der Lateinunterricht weit mehr als reines Auswendiglernen grammatischer Formen umfasst. Durch die intensive Arbeit mit Texten werden analytisches Denken, Sprachgefühl und ein tieferes Verständnis für europäische Kulturtraditionen gefördert.
Denn erst wenn man z.B zu der Erkenntnis gelangt, dass Personen der Öffentlichkeit auf antike Redekünste zurückgreifen und mehr Gemeinsamkeiten mit antiken Kaisern aufweisen als angenommen, wird einem bewusst, dass sich Latein, ob man es nun will oder nicht, immer einen Weg in die heutige Zeit bahnt! Auch unser heutiges Verständnis von Demokratie und demokratischen Regierungsformen, hat seinen Ursprung in der Antike.
Sei es das Verständnis des lateinischen Medizinbefundes, der juristischen Schriften oder der lateinischen Inschriften, die sich in Wien an vielen Gebäuden feststellen lassen- Latein ist und bleibt nun mal die Ursprache Europas, was sich auch heute noch in Bereichen wie Medizin und Jura zeigt!
Durch einen Vortrag eines Arztes, den wir im Zuge unseres Lateinunterrichts hören durften, wurde uns verdeutlicht, dass auch das heutige ärztliche Gelöbnis vom hypokritischen Eid abstammt und erste medizinische Erkenntnisse bereits in der Antike gemacht wurden!
Nun frage ich, warum soll man die Schüler all jenes Wissens berauben, um Stunden für neue Fächer wie Demokratiebildung und den Umgang mit KI zu schaffen?
Dank eines bereits bestehenden und gut strukturierten Lernplanes werden diese beiden Themengebiete nämlich schon in anderen Fächern behandelt. So weiß ich Dank meines Informatik-, Deutsch-, Kunst- und Englisch- Unterrichts, wie ich künstliche Intelligenz vernünftig, bedacht und effizient nutzen kann.
Denn anzunehmen, ,,veraltete“ Fächer wie Latein oder Altgriechisch könnten nicht integrativ mit KI agieren ist ein falscher Ansatz, der KI ihres eigentlichen Nutzens und der lateinischen Sprache ihrer Vielfältigkeit beraubt. Stattdessen bedarf es einer weiteren Adaptierung des Lehrplans, die nicht ex- sondern inkludiert.
Nach meiner eigenen Zählung sowie der Analyse durch die KI enthält dieser Text etwa dreißig Wörter mit lateinischem oder altgriechischem Ursprung, ein klarer Beweis dafür, wie stark Latein und Altgriechisch noch immer in unserer Sprache und unserem Denken präsent sind und wie sie auch in Zusammenarbeit mit moderner Technologie wie KI sichtbar werden.
Quidquid agis, prudenter agas et respice finem
Marie Fournier
Sehr geehrter Herr Sichrovsky
Schon die neue "Zeit" gelesen.?
Ein kleiner Artikel von Peter Kümmel, zu der Posse Hinterhäuser. :"Wohlverhaltensklausel, so was gibt es."
Der letzte Absatz ist wunderbar.
Mit l.Gr Berger Brigitta
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Das Volkstheater erholt sich – die Salzburger Festspiele erkranken (06.03.26)
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Herzlichen Dank für ihren heutigen Bericht! Ich hoffe, dass die Unterstützung der bedutenden Künstler und Kunstschaffenden für Herrn Hinterhäuser Wirkung zeigt und die Kampagne gegen den erfolgreichen Intendanten unserer Festspiele ein Ende findet. Als langjähriges Mitglied der Freunde der Sazburger Festspiele finde ich die Vorgangsweise absolut inakzeptabel. Auch wenn sich Herr Hinterhäuser nicht an eine Position gehalten hat, sollte doch er allein für die Wahl der für das Theaterprogramm verantwortlichen Person zuständig sein.
immerhin muss ja auch Herr Hinterhäuser mit ihr zusammenarbeiten.
Mit freundlichen Grüße
Gerald Gruber
Ein unschönes Beispiel wie ein Konflikt ins Unkontrollierbare eskaliert. Offensichtlich fehlt ihm Haslauers schützende Hand und mit der schwachen Präsidentin hat er auch keine Unterstützung mehr. Leider soll sich Hinterhäuser in der Sitzung - milde ausgedrückt - sehr undiplomatisch verhalten haben. Jetzt stehen die Festspiele vor einem riesigen Scherbenhaufen … Gruß … Otto Schwarz
Schönen Abend!
Jetzt sind Sie mir zuvorgekommen: vor wenigen Tagen sagte ich nach dem Besuch des Volkstheaters zu meiner Freundin "Jetzt muss ich Herrn Sichrovsky schreiben, damit er sich laut für das Volkstheater ins Zeug legt. Seine Stimme hat Gewicht..." Und voilà ..schon lese ich Ihre lobenden Worte für die Theaterstätte.
Einige Anmerkungen: wir fragen uns, warum Cachè wenig angenommen wird. Nach tatsächlich zähen ersten 20 Minuten ist es ein unglaublich starkes, forderndes Stück mit einem großartigen Hauptdarsteller und einer Geschichte, die zur Reflexion der stets wiederkehrenden Verfolgung von Menschen anderer Herkunft, zu den stets wiederkehrenden Übergriffen der Polizeigewalt aufruft und zum Umgang des einzelnen Menschen damit. Wir haben uns im Anschluss über ein Kapitel der französischen Geschichte informiert, von der wir keine Ahnung hatten.
Ödipus Tyrann fanden wir überragend.
Sie haben vergessen The boys are kissing zu erwähnen, denn auch dieses Stück haben wir äußerst ansprechend gefunden. Der Dramaturg hat eine sehr launige, intelligente Einführung in der Roten Bar gegeben, wir haben viel gelacht und uns bei manchen Szenen an der eigenen Nase genommen.
Insgesamt ist das Volkstheater angenehm aufgestellt, viele junge Menschen, die den Einlass, die Platzzuweisung, die Garderobe machen. Die Homepage ist erfrischend, alles übersichtlich, bestens lesbar (ich erinnere mich mit Schaudern an die Aussendungen des Burgtheaters unter Martin Kusej) und trotzdem von modernem Format. Wir sind hoch erfreut, dass das VT wieder als gute Adresse dasteht.
Abseits dieser erfreulichen Entwicklung möchte ich festhalten, dass man auch als Person mit Matura und sechs Jahren Latein den Vorstoß von Minister Wiederkehr zur Verkürzung der Lateinstunden über die Oberstufe sinnvoll finden kann. Begründung: ich war über 40 Jahre Lehrerin und in diesen Jahrzehnten wurden laufend Themen als Unterrichtsprinzipien hinzugefügt. All diese Themen sollten in jedes Fach einfließen, alle Gegenstände sollten Zugänge zu diesen Themen einfügen, öffnen. Für so manches Thema hatten die Lehrkräfte oft gar nicht die Kompetenz und genau da sehe ich das Problem. Welche Biologielehrkraft, welche Englischlehrkraft hat exakte, belastbare Kompetenzen zum Umgang mit KI in einem Ausmaß, das Sie/Ihn zum Unterricht befähigt. Hier braucht es Profis, die mit den Schülerinnen und Schülern die Herangehensweise sinnvoll erarbeiten, keine Dilettanten, denen die Schüler überlegen sind.
Abgesehen davon gilt - wie bei so vielen Herausforderungen unserer schnelllebigen Zeit - die Schule kann es nicht richten, wenn Eltern und Umfeld der Kinder und Jugendlichen sich um ein Thema und den Einfluss auf die Heranwachsenden nicht kümmern.
Erziehung und Schule sind ein weites Feld, da ließe sich lange diskutieren.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne Riediger
Klaus Albrecht Schröder: Euphorisch zwischen Staubfontänen (03.03.26)
Spitzentöne: Das Elend der österreichischen Kulturpolitik (04.03.26)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 10/26 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ich lese immer mit großem Interesse Ihre Rubrik in News und bewundere immens Ihr Hintergrund- bzw. Detailwissen. In der Ausgabe vom 6.3. haben Sie die Landeshauptfrau Johanna Mikl- Leitner gelobt, die im Unterschied zu anderen Kulturverantwortlichen das strahlende Erbe ihres Vorgängers verwaltet. Ich stimme Ihnen mit einer Ausnahme zu und die betrifft das Orchester der Bühne Baden. Als langjährige Abonnentin bin ich sehr verunsichert, da dessen Fortbestand angeblich nicht gesichert ist und diese Aufgabe vom Tonkünstler-Orchester Niederösterreich übernommen werden soll. Ich bin nur begeisterte Laiin, kann mir aber nicht vorstellen, dass dieses Orchester beide Aufgaben ohne Qualitätsverlust wahrnehmen kann. Daher meine Frage: Wissen Sie mehr als der normale Abonnent?
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Stanek-Reidinger
Ich kann nur alles von Ihnen Geschriebene, geehrter Herr Sicheovsky teilen. Danke, dass Sie laut sind und vielleicht geht’s noch lauter..?
Herzlich
Irmgard Tschurtschenthaler
Lieber Herr Sichrovsky!
Besten Dank für Ihren Artikel, so treffend!
Ja, es ist beschämend solche Politiker hier zu haben. Unglaublich!
Wie am Fußballfeld bei Austria Salzburg, ich wohne in der Nähe.
Herzliche Grüße,
Barbara Glück
Lieber Herr Dr.Sichrovsky!
Herzlichen Dank für Ihre,wie immer treffenden Worte und die klare,mutige Benennung der nicht nur im Sozial ,sondern auch im Kulturbereich entstandene Polit -Misere!Anbei noch eine Karrikatur meiner Tochter zu unserem Thema ,einfach zu Ihrem Amusement.Die Landeshauptfrau ist ihr recht gut gelungen .
Mit lieben Grüßen
Dr. Lisa Bock


Lieber Heinz Sichrovsky,
wenn ich meine vor langer Zeit im Gymnasium erworbenen Lateinkenntnissen bemühe, fällt mir im Zusammenhang mit dem Salzburger Trauerspiel nur folgende Bemerkung ein: Pacta sunt servanda! Der Schmäh mit der "Wohlverhaltensklausel" ist mehr als durchsichtig. Die Kuratoriumssitzung vom 26. Februar sei eskaliert, Hinterhäuser habe provoziert, er habe sogar verlangt, dass sich die Landeshauptfrau und der Bürgermeister für ihre Äußerungen entschuldigen. Gut, das darf er ja wirklich nicht. Artig und lammfromm hätte er sich verhalten müssen.
Daran zeigt sich schon das ganze Elend der Kulturpolitik, das Sie mit voller Berechtigung in Ihren Spitzentönen beklagen. Vorbei sind die Zeiten, in denen kunstsinnige Kapazunder die Kulturpolitik prägten. Ich bin übrigens neugierig, wie man im Bund und im Land Salzburg auf die Äußerungen von Sepp Schellhorn reagieren wird. Steht vielleicht eine weitere Wohlverhaltensklausel im Raum?
Was den Vizekanzler und Kulturminister Babler anbelangt, denke ich, dass er relativ beratungsresistent ist. Da kann vermutlich auch Rudolf Scholten nicht viel ausrichten. Apropos beratungsresistent. Das dürfte Herr Babler mit unserem wackeren Bildungsminister gemeinsam haben, der wöchentlich irgenwelche völlig unausgegorenen Pläne verlautbart und zumindest so tut, als könnte er unerschütterlich daran festhalten.
Zum Abschluss ein Zurück zur Kultur. Heute vor zehn Jahren ist Nikolaus Harnoncourt verstorben. Ein Verlust, der bis heute bei mir große Traurigkeit auslöst und sich wohl auch in unserer aktuellen Kulturlandschaft schmerzhaft bemerkbar macht.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik


