Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Kompliment an Schellhorn – aufstehen für die Literatur (03.04.2026)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
es dürfte Sie nicht wundern, dass ich Ihre Sympathie für Sepp Schellhorn teile. Er ist DIE Ausnahmeerscheinung bei den NEOS. Deshalb hat man ihn wahrscheinlich auch im Außenministerium platziert mit einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Quasi Innenpolitik von außen. Mir ist aufgefallen, dass Kritik an ihm meist von den Männern in seiner Partei kommt. Die Chefin im Außenministerium scheint mit ihm besser zurecht zu kommen.
Vielleicht hat sie ihm auch deshalb im Außenministerieum Asyl gewährt.
Aber Scherz beiseite. Ich teile auch Ihre Meinung, dass Sepp Schellhorn der weitaus bessere Kultuminister wäre. Gut, böse Zungen behaupten ja, das ist bald einer. Aber Schellhorn hätte das Gespür für die Kunst und die Künstler, weil er, wie Sie sagen, ein Liebender ist. Was ihn nicht davor schützt, dass er vom Boulevard seit Amtsantritt dauergeohrfeigt wird. Das hat er mit dem tatsächlichen Kulturminister gemein.
Aber er wäre auch ein weitaus besserer Bildungsminister, womit ich beim zweiten Teil Ihres Newsletters wäre. Die Literatur wäre bei ihm sicher gut aufgehoben. Er würde im Gegensatz zu Minister Wiederkehr sehr wohl verstehen, dass die Literatur ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildung sein muss. Und zwar von Kleist und Brecht bis Jelinek und Menasse und alle Bedeutenden davor und danach! Ich bin fest davon überzeugt, dass die Unterzeichner der Latein-Petition ein wachsames Auge auf das weitere Tun des Bildungsministers haben werden. Der Erfolg macht ja auch stark.
In diesem Sinne grüße ich Sie wie immer herzlich und wünsche frohe Ostern, Riki Pacik
Bravo
Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky !
DANKE! Punktgenau !
Ihnen und Ihrer Familie Frohe Ostern !
♥lichst
Gunnar G.
Spitzentöne: Heinz Sichrovsky gegen Journalisten als Komplizen des Salzburger Festspielskandals (01.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 14/2026 erschienen.
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
War eh höchste Zeit, dass sich die Festspielfreunde zur Sache melden.
Beste Grüße
Jutta Müller
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
Danke für das Schreiben. Viele von uns, darunter auch ich, schätzen Markus Hinterhäuser sehr und bedauern die Art und Weise, wie durch eine provinzpolitische, peinliche Posse, sein Rücktritt erzwungen wurde.
Ich freue mich trotzdem auf sein letztes, ganz wunderbares Festspielprogramm und werde durch häufigen Besuch meine Wertschätzung mit Markus Hinterhäuser dokumentieren.
Interessant wird, wie sich diese in den Eröffnungsansprachen der Herrschaften Edtstadler, Babler und Hammer niederschlägt.
Jutta Müller
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
Sehr geehrte Frau Müller,
die Ereignisse der vergangenen Wochen rund um die Salzburger Festspiele haben viele von uns überrascht, manche verunsichert und nicht wenige tief betroffen. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, wie groß die Verbundenheit der Freunde mit „ihren“ Festspielen und dem langjährigen Intendanten Markus Hinterhäuser ist.
Mit ihm verlässt eine Persönlichkeit die Salzburger Festspiele, die das Festival über viele Jahre hinweg mit künstlerischer Klarheit, Mut und großer intellektueller Tiefe geprägt hat. Sein Wirken zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Verbindung aus visionärem Denken und feinem Gespür für die Kraft von Musik und Theater sowie für künstlerische Qualität aus. Seine Programme haben berührt, herausgefordert, begeistert und die besondere Stellung der Salzburger Festspiele in der Welt gefestigt. Dafür gebühren ihm unser aufrichtiger Dank und höchste Anerkennung.
Nun stehen die Salzburger Festspiele vor einer Phase der Neuorientierung. Solche Momente sind für jedes große Unternehmen herausfordernd, da sie nicht nur einzelne Personen betreffen, sondern die Institution in ihrer Gesamtheit. Umso wichtiger ist es, sich auf das zu besinnen, was bleibt, die Kraft der Kunst und die Gemeinschaft all jener, die den Festspielen verbunden sind: Künstlerinnen und Künstler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ganz wesentlich Sie, unsere Förderer und Mitglieder.
Ihre Unterstützung bildet das Fundament dieser Institution und ist gerade in Zeiten des Übergangs von besonderer Bedeutung. Als essentieller Teil dieser Gemeinschaft geben Sie den Festspielen durch Ihre ideelle und materielle Verbundenheit Stabilität. Dafür danken wir Ihnen gerade zu diesem Zeitpunkt sehr herzlich.
Wir sind überzeugt, dass die Salzburger Festspiele auf dieser Grundlage auch kommende Herausforderungen erfolgreich bewältigen werden, und hoffen sehr, dass Sie diesen Weg weiterhin gemeinsam mit uns gehen.
Mit herzlichen Grüßen
KR Heinrich Spängler
Präsident
Sehr geehrte Frau Edtstadler,
Sehr geehrter Herr Auinger,
im Auftrag der unterzeichneten KünstlerInnen übermittle ich Ihnen ein Schreiben zu Ihrem Umgang mit den Festspielen, ihren Mitwirkenden und dem von Ihnen beurlaubten Intendanten Markus Hinterhäuser (Anhang).
Ich ersuche Sie im Namen der KünstlerInnen dringend, dieses Memorandum nicht abermals ohne eine respektvolle und sachlich korrekte Antwort zu lassen.
Mit freundlichem Gruß. Sven Hartberger
Spitzentöne: Heinz Sichrovsky gegen Journalisten als Komplizen des Salzburger Festspielskandals
„Zu allem Unheil schließen sich Medien, die sich von „Klicks“ ernähren, mit sonst branchenweit geächteten Krawall-Bloggern kurz.“
Guten Morgen Herr Sichrovsky,
Gratuliere zu Ihrem Text. Trifft den Nagel auf den Kopf, nicht nur in diesem Zusammenhang. Verirrte Medien und Politik agieren immer erstaunlicher, hab das ja mal revolvierende Autogamie genannt.
Ggf. bezieht sich Ihr o. a. Zitat auch auf den Online Merker. Ich habe meine Zusammenarbeit nach fast 9 Jahren eingestellt, da ich nicht bereit bin mit unverständlich dominantem Dumpfbacken – Brüggemann im gleichen Medium zu publizieren. Meine Texte erscheinen derzeit nur noch auf Linekdin. Den aktuellen hab ich angefügt>>
Suche ggf. durchaus neue Plattform.
Alles Gute
Tim Theo Tinn
Werter Herr Sichrovsky,
In Bewunderung Ihrer spitzen Feder bemerke ich zum meinem Bedauern Mistöne, ja sogar Beschimpfungen einzelner mir unbekannter Personen. Etwas, das Sie, so denke ich in aller Bescheidenheit, nicht nötig haben.
Zur Anregung betreffend KI sei ebenfalls aus meiner amateurhaften Wahrnehmung gesagt, daß die KI-Ergänzung in einem Fach, voraussichtlich Informatik, zu allgemein gehalten ist, da der „Lehrstoff KI“ nicht fächerübergreifend, sondern fächerspezifisch angewendet, gelehrt, werden sollte.
Liebe Grüße
Hans Wagner
Sicherlich vieles richtig. Nur bei Herrn Fine bin ich mir nicht so sicher. Siehe Falter. Dort auch der Vergleich mit Frau Zimmer vom Belvedere.
Lg Rg
sg hr sichrovsky,
auch wenn ich mit ihnen keineswegs immer d'accord bin:
jedes wort ihres artikels sollte in salzburg - und in wien - auf jeder plakatwand und im orf publiziert werden als so typisch österreichisches beispiel dafür, wie provinzielle und feige großmannssucht daran ist, die reputation eines anerkannten festivals zu (zer)stören!
hg
ihr w seles
PS: das können sie ruhig veröffentlichen!


