Der Begriff „sexuelle Belästigung“ ist weder straf- noch arbeitsrechtlich sauber fassbar und daher missbrauchsanfällig, weil er immer auch subjektiv ist. Denn es möchte zwar kaum jemand immer und/oder von jedermann sexuell herausgefordert werden, aber auch kaum jemand nie und von niemandem. Daher sind hierzulande auch auf diesem Gebiet unmittelbare Angebote und Nachfragen zulässig. Wer das nicht verkraftet sollte die Auswanderung in eine islamische Theokratie oder die Flucht in ein Kloster erwägen. Auf dieser Welt gibt‘s ja für alles und jeden Schutzräume.
Das Verhalten des Herrn Weißmann war also nicht deshalb verfehlt, weil er einer aus seiner Sicht sexuell begehrenswerten Person im Rahmen einer damals offenbar bestehenden bekannt- oder sogar freundschaftlichen Beziehung beharrlich eindeutig einschlägige Angebote gemacht hat, sondern weil er sich vor einer ihm mehr oder weniger persönlich Untergebenen derart peinlich und nachvollziehbar entblößt hat, dass er nicht sie, sondern umgekehrt nur sich selbst zum potentiellen und später ja auch faktischen Erpressungsopfer gemacht hat. Die Gebührenzahler können froh sein, dass die angeblich Belästigte von Herrn Weißmann nach mehrjähriger Bedenkzeit nicht Ihre Beförderung, sondern nur seine Selbstentmachtung verlangt hat, widrigenfalls sie ihn sozial ermordet oder ermorden lässt.
Aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Wer weiß, ob sich der späte theatralische Vertrauensbruch der unheilbar Gekränkten bzw. ihrer Strippenzieher für diese nicht längst gelohnt hat.
Und wer weiß, welche Chats und Fotos der Pensionsvereinbarung des Herrn Strobl mit Herrn Wrabetz zugrunde liegen…?
Bin gespannt, wie dieser widerliche Schundroman weitergeht.
Dr. Elisabeth Schaller
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
anbei sende ich ihnen einen von mir bemalten Teller.
Wie sie wissen, habe ich für Amnesty International gegen die Todesstrafe an viele Länder geschrieben. Vergeblich, ich konnte kein Land davon abbringen, die Delinquenten zu ermorden. Bei dieser Tätigkeit ist mir dieses Bild untergekommen.
Es hat mich so beeindruckt, dass ich es auf einen Teller gemalen habe. Sie kenne ich als Verfechter für eine humane Welt mit Kunst und Kultur. Dieser Teller soll sie erinnern, dass es auch eine andere Welt gibt. Eine Welt, die mit Kunst und Kultur nichts zu tun hat. Ich freue mich auf jeden Artikel in NEWS oder im Internet.
Danke, dass sie auch meine Briefe abdrucken. Nur kann man nicht jeden Rülpser von mir der Allgemeinheit zumuten. Ich bin jetzt 86 Jahre alt, habe den Krieg noch im Keller bei den Bombenangriffen überlebt. Wenn eine Bombe nur 20 Meter weitergeflogen wäre, könnte ich diesen Brief nicht mehr schreiben. Auch die Tiefflieger Angriffe auf den Zug, der uns nach Oberösterreich evakuiert hat, habe ich überlebt. Ich weiß, was Krieg bedeutet, und habe alle Hochachtung vor Menschen wie sie, die das Gute im Menschen suchen. leider gelingt das nicht immer.
Ihr Kampf für Latein im Unterreicht hat mich sehr gefreut und vor allem, dass sie gewonnen haben. Ich erinnere mich mehr nostalgisch an meinen Griechisch- und Latein Unterricht. Sie waren Erinnerungen an eine andere Zeit, die aber der unseren so ähnlich war.
Ich hoffe der Teller gefällt ihnen und lässt sie noch vehementer gegen Dummheit und Mordgier ankämpfen. In der Kunst steckt immer ein Stück Wirklichkeit, die sie versuchen unter die Menschen zu bringen.
Liebe Grüße
Karl Hawlik


Spitzentöne: Wird das Theater totgespart? (29.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 18/2026 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Ihre Zeilen treffen genau auf den Punkt.
Ich mag mir nicht ausmalen , was wäre wenn....
Aber wie sagte schon win kluger Kopf(Einstein?) Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenommen werden.
Herzliche Grüße
Gerhard Ernst
Ein besonders lesenswerter Beitrag, volle Zustimmung. Wie schön war der Spyres Soloabend, damit kann man sich noch trösten!
LG Johanna kraft
sg hr sichrovsky,
ihre meinung zum ex-bgm von traiskirchen und leider dzt spö
partei."chef"(??) andi babler teile ich weitgehend, aber das theaterwesen der hoch subventionierten wiener szene auf finanzielles, einspielergebnisse und "nachhaltigkeit" zu überprüfen, ist wohl teil der aufgabe als kulturminister.
wenn sich die wiener "staatstheater" auch gerne als (alleiniges) "vorzeigeinstrument" der österr theaterszene verstehen, ist das deren sache, aber nur solange sie nicht überreichlich und stetig ansteigend steuergeld verbraten, was sie aber gerne tun!
wie schon jede würschtelstandlerin weiß, kann man auf dauer nicht mehr ausgeben als einnehmen! auch mit förderungen, abgangsersätzen oder sonstigen zuschüssen nicht!
wenn das öffentliche geld knapper wird, muss auch das wiener (nicht "österreichische") theaterwesen seine gürtel - zumindest temporär - enger schnaller.
dass dabei mach überragendes vielleicht vorab nicht machbar erscheint, erscheint möglich, ist aber nicht wahrscheinlich.
dass die neue musicalbühne - im stile der stadthalle herne - gutes geld einspielen und damit die finanziellen nöte der wiener bühnen und der öffentlichen stützungsgeber abmildern wird, ist ihnen offensichtlich entgegangen, oder noch schlimmer, nicht wichtig.
die sogenannten "bundesländerbühnen" - sie vergessen offensichtlich und beharrlich, dass auch wien ein bundesland ist! - haben - bei wesentlich geringeren kosten in den letzten jahrzehnten auch sehr beachtliche und publkumswirksame produktionen auf die beine gestellt, die mutiger waren als viele wiener produkte,
auch die "neue österr theaterliteratur" begann mit peter handke, wolfi bauer und konsorten in im forum stadtpark graz und erst mit verzögerung in wien und da auch nur mit dem ohlsdorfer (OÖ) thomas bernhard als "theaterskandal"..
ein persönlicher - und nicht nur durch . wenn auch gut qualifizierte mitarbeiterinnen ersetzter- blick, öfter auch über die wiener - und salzburger - gemeindegrenzen hinaus , täte auch dem seniorherausgeber von news gut.
wennich sie auch sonst über die maßen schätze und mit ihnen häufig konform gehe, scheint mir ihr zu sehr an der wiener stadtgrenze verhangener blick doch ihre wirksamkeit zu verschleiern
lg ihr w seles
PS: ich bin der wiener spö-regierung bis heute überaus dankbar, dass sie uns in graz von der unsäglichen, sich selbst masslos überschätzenden, frau kaup-hasler befreit hat und verstehe aber nicht, dass sie diese nicht längst wieder verabschiedet hat. hat da die wiener kultur- politikmafia ihre hände im spiel
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Eine Lanze für Scheck – Wiederkehr droht (24.04.2026)
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Sehr geehrter Herr Sichrowsky,
die Lateinschlacht scheint geschlagen. Sollten wir nicht dennoch Herrn Wiederkehr dieses Buch schenken?
Beste Grüße
T. Fabian
Lieber Heinz Sichrovsky,
der Buchclub der Jugend soll leben. Und zwar lang. Das ist schön gedacht und wünschenswert. Wie er sich aber nach dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts darstellt, müsste er unter Artenschutz gestellt werden, um zu überleben. Seine Attraktivität und seine positive Wirkung auf das Lesevermögen und das Leseverhalten der Schüler und Schülerinnen hält sich offenbar in Grenzen. Die Lesetrainingsangebote für die Verwendung in den Schulen gibt es seit langer Zeit. Besonders in der Volksschule werden sie offenbar auch eingesetzt. Wie kann es dann sein, ich greife hier vor auf Ihren Newsletter, dass nahezu 50% der Volksschulabgänger faktische Analphabeten sind?
Ein Problem mit dem Buchclub sprechen Sie überaus zutreffend an. In Familien, in denen das Lesen zur Grundausstattung eines gelungenen Lebens gehört, wird der Buchclub nicht gebraucht. Obwohl gerade diese Familien wahrscheinlich trotzdem die potentiellen Abo-Besteller der Magazine JÖ und Topic sein könnten. Lese - und Buch ferne Familien werden von diesem Angebot nur in geringer Zahl, wenn überhaupt Gebrauch machen. Wenn man die Titel der Buchclub - Bücher anschaut, kommen Zweifel auf, ob diese Bücher je den Durchbruch zum Lieblingsbuch eines Kindes schaffen werden. Zu sehr wackelt allzu oft der pädagogische Zeigefinger im Hintergrund.
Am Ende bleibt mir nur ein Hinweis auf die innewohnende Komik des Themas. Wenn man die Angebote zum Lesetraining im Internet betrachtet, stößt man auf Erheiterndes. Es wird ein Lesefit Lesetrainingsprogramm für Lehrer/innen angeboten. Das ist doch einmal eine unmissverständliche und klare Ansage, oder? Den Vogel in puncto Komik hat allerdings Günther Lainer in einer "Tafelrunde" in Langenlois übertragen von ORF III im vergangenen Sommer abgeschossen. Er erzählte, dass er kindischer sei als seine Kinder und deshalb für sich die "Spatzenpost" abonniert habe. Und zwar wegen der Witze auf der letzten Seite. Zitat: "Fragt das Kerzenkind die Kerzenmama: Mama, ist der Wind für uns gefährlich? Sagt die Kerzenmama zum Kerzenkind: Davon kannst du ausgehen!" Diese Geschichte ist wahrscheinlich erfunden, aber auch in der Realität meiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Buchclubreferentin konnte ich in einer Fortbildungsveranstaltung vor Jahren von einem namhaften Vertreter des Buchclubs folgenden Beitrag zur Erheiterung hören. Man wollte offenbar die Sorge der Teilnehmer um das Leseverhalten der Kinder und Jugendlichen zerstreuen und verkündete - und das war ernst gemeint - die Sorge sei unberechtigt, denn wenn sich die jungen Leute SMS schreiben, dann lesen sie diese ja auch. Somit wäre dem Lesetraining schon ein wenig Genüge getan. Man muss zugeben, ein rudimentärer Ansatz .
Das ist lange her. Jetzt leben wir in moderneren Zeiten und angesichts von Digitalisierung und KI wird der Buchclub in seiner bestehenden Form sicher reüssieren. Ich fürchte allerdings, nur ausgewiesene Optimisten werden daran glauben. Ob unser Bildungsminister zu diesen gehört, kann man nur vermuten. Vielleicht erzeugt ja gerade er mit seinen Reformvorhaben den Wind, der die Kerze aus Günther Lainers Witz zum Ausgehen bringt.
Minister Wiederkehr steht unter großem Reformdruck und ebensolchem Zwang zu Aktivismus. Seine Idee zur Verlängerung der Volksschule auf sechs Jahre mit all den Folgen für die weitere Schullaufbahn müsste die Lehrer und Lehrerinnen aller Schultypen auf den Plan rufen und zum Widerstand animieren, wie die Eltern auch. Eines der wichtigsten Argumente gegen dieses Vorhaben benennen Sie in Ihrem Newsletter. Und die Fragen wer, wo und nach welchem Lehrplan die beiden Zusatzjahre in der Volksschule unterrichten soll, sind bisher nicht in der öffentlichen Wahrnehmung aufgetaucht. Dass Wien Vorreiter für dieses Experiment sein soll, macht wohl auch kaum jemand glücklich.
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Lieber Hr . Sichrovsky … ich bin sehr Ihrer Meinung bezgl. Scheck. Sexismus ist die Waffe die alle tötet ….. aber Scheck hat einen starken Panzer. Ich sehe fast jede seiner Sendungen und seine Kritik ist sehr pointiert. Aber kann er Besteller machen? Glaub ich nicht …zu Nische! Mit herzlichen Grüßen …. Otto Schwarz
sg hr sichrovsky,
ihr verhältnis zum großteil der va bundesdeutschen literatur- und
kunstkritikerzunft ist bekanntlich nicht das beste.
ich kann von mir nur behaupten, dass ich der verwechslung von "social"
mit "sozial" bei "media" nicht unterliege (genau so wenig von
"intelligence" mit "intelligenz") und mich "ab initio" - sie sehen,
ich habe mein latein nicht ganz vergessen! - von "social media" fern
gehalten habe, obwohl ich ein - beruflich bedingt - früher nutzer des
"world wide web" war.
und kultur-kritiker-shit storms kenne ich eigentlich nur aus ihren
bemerkungen, sie interessieren mich - ausser ihren pointiert
geschliffenen bemerkungen dazu - auch nicht.
und was wiederkehr - sein name scheint programm zu sein - betrifft,
bin ich nicht ganz ihrer meinung. er versucht nämlich unverdrossen,
wenn auch nicht immer mit tauglichen ideen, vorschlägen und
durchführungsversuchen, das komplett 200 jahre zurückhängende
öffentliche schulsystem österreichs zu erneuern.
diese hartnäckigkeit und seine hehren ziele sollte man bei allem
versagen im detail aber anerkennen und unterstützen, auch gegen die
massiven widerstände versteinerter lehrer-personalvertreter und
sonstiger "ewig gestriger bzw vorgestriger (bauernzentrierte
sommerfeienregelung seit maria theresia!)", um unser lehr- und
bildungssystem nicht gänzlich - bei ständig steigenden und jetzt schon
unvorstellbar hohen kosten (im vergleich zum ergebnis) weltweit
abstürzen zu lassen.
lg aus graz
ihr w seles
Spitzentöne: Der Buchklub stirbt (22.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 17/2026 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Ihre "Spitzentöne" vom 23. April habe ich mit großem Befremden zur Kenntnis genommen.
Sie wissen, dass ich Sie schätze, Ihrer Darstellung des Buchklubs der Jugend aber muss ich entschieden widersprechen, und zwar nicht aus purer Lust am Widerspruch, sondern weil sie grobe Vereinfachungen und Verkürzungen enthält, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen.
Der Reihe nach:
1.) Sie behaupten gleich eingangs, der Buchklub der Jugend habe sich im Laufe seiner Geschichte rasch zu einem "Zensurinstrument" entwickelt. Warum haben dann im Juni 1973, als er schon einmal in seiner Existenz bedroht war, alle namhaften österreichischen Kinder- und Jugendbuchautor/innen von Mira Lobe bis Christine Nöstlinger eine gemeinsame Solidaritätserklärung an Minister Sinowatz unterzeichnet? Etwa aus Solidarität mit dem Zensor?
2.) Sie stellen die Arbeit des Buchklubs so dar, als bestünde sie ("seit der Gründung anno 1948 unverändert") lediglich darin, "Lektürevorschläge für Schulen" abzugeben. Die zahlreichen Publikationen des Buchklubs, allen voran die Reihe der im Innsbrucker Obelisk-Verlag erscheinenden Club-Taschenbücher, deren bleibendes Verdienst es ist, österreichische Kinderliteratur der Gegenwart an neue Generationen weiterzugeben, erwähnen Sie mit keinem Wort.
3.) Sie bezeichnen den Gründer und spiritus rector des Buchklubs Richard Bamberger (ein Mitglied unseres Verbandes durch viele Jahrzehnte) als "karikaturhaften Sozialdemokraten". Dass er eine international anerkannte Koryphäe der Jugendbuchforschung war und nebenbei mit seinem Longseller "Die Welt von A bis Z" ein neues Genre der Kinderliteratur begründet hat, lassen Sie unerwähnt.
4.) Sie erklären die Gründung des Buchklubs der Jugend aus einem einzigen Motiv: dem, was man damals "Schmutz und Schund" nannte, den Kampf anzusagen. Ein Blick in die damaligen Statuten zeigt ein anderes, differenzierteres Bild: "Der Verein hat den Zweck", heißt es da, "alle am guten Jugendbuch interessierten Menschen zusammenzuschließen, um dadurch
1. die Verbreitung guter Jugendschriften zu fördern;
2. das Verständnis für Jugendliteratur und damit auch für Buchkultur zu fördern;
3. den Kampf gegen die verderbliche Schundliteratur zu führen."
Der Kampf gegen den sogenannten "Schmutz und Schund" stand also an dritter Stelle, nicht an erster und war keineswegs der alleinige Sinn und Zweck des Unterfangens.
5.) Sie suggerieren schließlich mit Sottisen wie "Stabile 1000 Jahre" eine Nähe des Buchklubs zu ewiggestrigem Denken und ziehen eine Parallele zwischen Bambergers Polemik gegen Comics und den Bücherverbrennungen im Dritten Reich.
Ich darf Sie daran erinnern, dass im Proponentenkomitee zur Gründung des Buchklubs etliche Verfolgte des NS-Regimes vertreten waren, so etwa unser erster Präsident Edwin Rollett, und dass ein Autor wie Oskar Jan Tauschinski, der sein ganzes Leben lang gegen das Vergessen und Verdrängen angeschrieben hat, im Lektorat des Buchklubs federführend tätig war und an dessen Aufbau maßgeblichen Anteil hatte.
Über alle Ihre unter Punkt 1 bis 4 genannten Auslassungen und Weglassungen, alle Vereinfachungen und Verkürzungen kann man hinwegsehen, über diesen letzten Punkt hingegen nicht, und ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie zumindest den Vergleich der Arbeit Bambergers und des Buchklubs mit der Barbarei der Nationalsozialisten bei nächster Gelegenheit öffentlich zurücknehmen würden.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian Teissl
P.S. Dieses Mail geht in Kopie an Kollegen Ruiss, mit dem ich über diese Causa bereits ausführlich gesprochen habe.
sg hr sichrovsky,
der "buchklub der jugend" und damit sein erfolg in der schule hing massiv vom großen oder fehlenden engagement des oder der lehrer/innen in der schule ab.
sie vergessen aber komplett die "buchgemeinschaft donauland" (viel später umbenannt und dann eingegangen), die, privatwirtschaftlich organisiert, mit hilfe von tausenden freiberuflerinnen quartalsmäßig "vorschlagsbände" oder zusatzlich bestellte hardcover-bücher zu günstigen preisen (billiger als im buchhandel) auslieferten.
"weltbild" - buchdiskont - mit eigenem (nachdruck)-verlag - lebte dann noch etliche jahre, bis auch sie im konkurs eingingen.
"amazon", die buchhandelsketten "thalia", "morawa"und konsorten hatten gewonnen, trotzdem gibt es den fachbuchhandel noch immer, und nun zu den comics ("schundheftln") :
die disney comics um donald duck, seine verwandten wie seine drei neffen tick, trick und track, den onkel dagobert und seine erzfeinde, die panzerknacker, oma duck mit ihrem elektro-auto, gustav gans, daniel düsentrieb und mickey maus und deren verwandte wie minnie maus, die drei kleinen schweinchen und den bösen wolf, haben sie wohl vergessen!
und dazu noch die herrlichen dt wortschöpfungen in den disney-sprechbasen ("knarz, schüttel, ächz" etc) einer begnadeten übersetzerin/erfinderin!.
fix und foxi waren dagegen nur eine schwache kopie der us-originale, auch mit wesentlich schlechteren - viel zu brachial-bundesdeutschen - texten
und die von ihnen genannten "heftl"-reihen wie "jörn torring", dem ehemaligen dt u-boot kommandanten, oder gar "tarzan" oder "sigurd" (im
querformat) haben wir reihum von einem "begüterten" mitschüler geliehen bekommen und sie unter der bettdecke mit der taschenlampe verschlungen..
karl may war damals mehr als "in" und wir wetteiferten, wer mehr der bei ullstein erschienenen bücher schon gelesen hatte. ich war irgendwo bei 78.
soweit ich mich noch erinnere, gab es damals schon mehr als 130.
lg und mit einer freudigen erinnerung an eine längst entschwundene zeit....
ihr w seles
Karin Bergmann: Preußisch verknallt in Österreich (20.04.2026)
Dear Mr. Sichrovsky,
I hope you are doing well.
I am Anna Netrebko’s general manager.
A comment regarding a quote in your article https://www.news.at/menschen/karin-bergmann-salzburger-festspiele-2026:
„So wie wir früher in Regimen gastiert haben, die autokratisch regiert wurden, suche ich auch heute die gedankliche Überwindung von Grenzen. Wenn sich Menschen nicht komplett distanzieren, so wie Netrebko und Currentzis, denke ich immer an die Beweggründe. Haben sie vielleicht Familie in ihren Heimaten? Ich frage mich auch immer, wer von uns in einer vergleichbaren Lebenssituation so mutig wäre, sich zu distanzieren.“
From what I have read so far, I appreciate Ms. Bergmann’s nuanced approach to Russian artists, in stark contrast to her predecessor; however, I question why she believes Anna Netrebko has not “completely distanced” herself and puts her in the same basket as Mr. Currentzis? Apples and oranges, etc.
Anna issued a statement on 30 March 2022 which includes the phrases: “I am not a member of any political party nor am I allied with any leader of Russia…I have met President Putin only a handful of times in my entire life, most notably on the occasion of receiving awards in recognition of my art or at the Olympics opening ceremony. I have otherwise never received any financial support from the Russian Government, and live and am a tax resident in Austria.”
Most tellingly, Anna Netrebko has not returned to Russia for any reason since February 2022.
In summary, Anna Netrebko declared for the first time that she is not close to the Russian government or its president. Her behaviour since the first half of 2022 validates this, which all seems resolutely “complete” to me. Since 2022, she has focused on her singing and not made any further statements or taken any actions that contradict her statements. As Alexander Pomazuev, the head of international advocacy for Alexei Navalny’s Anti-Corruption Foundation, responded when asked why the foundation was not targeting Anna Netrebko, “We don’t want to punish people for silence.” (1)
As Ms. Bergmann notes in her quote, citizens of certain regimes do not always have the freedoms we take for granted in the West. With her various statement and interviews, Anna Netrebko has taken risks we cannot fully appreciate, which includes condemnation of the war in Ukraine.
Enough.
All the best,
Miguel
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Operetten retten – und ich im Buch (17.04.2026)
Lesen Sie den Newsletter zum ersten Mal? Melden Sie sich hier an. Sollten Sie meinen Newsletter ausreichend interessant finden, schicken Sie ihn gerne weiter. Vielen Dank!
Danke für Ihre Beurteilung des Zarewitsch. Frau Wagner, Herrn Nowotny und Ihnen kann ich zustimmen. Aber in der SN , Presse und Standard wird diese abartige Regie hochgejubelt.
Lg RG
Lieber Her Sichrovsky,
In aller Kürze möchte/bzw muß ich mich für die großartige Formulierung des ,landeskaiserlichen Gendarmenohrs´ bedanken,
es ist wiedermal einfach großartig formuliert!
Herzlichen Dank und nur weiter so!
Mfg
E Ehmig
Spitzentöne: Sommerfestival in Wien mit Salzburger Festspielkünstlern? (15.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 16/2026 erschienen.
Festspiele und REK und 8, 5 km lange Ring-U-Bahn durch die Salzburger Stadtberge und nach Schallmoos
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Auinger,
der Artikel in NEWS über das Festspieldebakel in Salzburg (https://www.news.at/menschen/klassikfestival-wien-sommer-salzburger-festspiele) zeigt nur die Begleiterscheinung von Demokratiedefiziten in der sogenannten Menschenrechtsstadt Salzburg (https://www.stadt-salzburg.at/menschenrechtsstadt-salzburg). Hinweise auf Demokratiemängel (FH Salzburg wird von Stadt und Land mitfinanziert) will man sich als Belästigung verbieten (siehe email Prof. Schüll). Das Projekt (gefördert von der EU??): "Evaluation Menschenrechtsstaat Salzburg EMRES" der FH Salzburg (Prof. Elmar Schüll) hat keine Publikation erreicht, nicht einmal eine Fussnote in:
Stadtrecht § 3a, Ring-U-Bahn, U-Bahn-Station "Festspielhaus" und 800 Bürgereinwendungen zum REK 2050 fallen unter Zensur. Zensur und Claquere sind kein demokratisches Fundament, UNESCO-Schweigen kein Entscheidungskriterium. Wie lange noch fallen Redefreiheit und Mitsprache der Bürger zum REK unter Boykott, die www.ring-u-bahn.at -Station "Festspielhaus" unter Zensur? Im REK 2050 sind die Altstadt (Bewohnerschwund, Geschäfteschwund, etc.) und die Festspiele (Umbaupläne) rechtswidrig nicht enthalten!!! Quo usque tandem? Kein Plan für die Altstadt, bis Salzburg ruiniert ist? Alle wissen es, keiner darf den Mund aufmachen.
Mit Sorgen und den besten Wünschen
Dr. Heinrich Winkler
Toll sehr informativ. Danke
Lg Rudolf Gindlhumer
Bin gespannt, ob Du damit etwas ausgelöst hast! Mich würde es freuen!
LG Johanna kraft
Lieber Heinz Sichrovsky,
eine wunderbare Idee, die Sie zu meiner Freude mit ansteckendem
Enthusiasmus vorbringen. Ich erinnere mich an Zeiten, in denen es in
Wien so etwas wie einen Musiksommer gab, der die Klassik hoch hielt. Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, erlebte ich damals noch als Gymnasiastin die junge Elisabeth Leonskaya bei einem Konzert anlässlich dieses Musiksommers. Sie hat übrigens vor wenigen Tagen mit der Camerata Salzburg dem Publikum eine wahre Sternstunde beschert. Auch die Wiener Festwochen feierten dereinst die Götter der Klassik, ganz anders als man jetzt unter großem Getöse die "Republic of Gods" ausrufen wird.
Ein Wiener Klassikfestival im Sommer mit den allerbesten Künstlern wäre tatsächlich eine großartige Sache. Allein mir fehlt der Glaube, denn die Kulturpolitik ist derzeit weiß Gott in eine andere Richtung gebürstet. Also nehme ich Ihr Angebot an und frage Sie gerne, weshalb Sie diesbezüglich ein Grundvertrauen in Michael Ludwig haben.
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
PS. Gratulation zu der wunderbaren erlesen-Ausgabe mit Norbert Gstrein und Anna Felnhofer. Eine Gespräch über Bücher auf diesem Niveau ist auch eine Sternstunde.
Spitzentöne: Nach Latein muss Deutsch gerettet werden (09.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 15/2026 erschienen.
Lieber Herr Sichrovsky,
Sprache wird ja nicht nur geschrieben, sondern auch gesprochen - und hier setzt meine heftige Kritik am ORF an: Unser (bezahlter) Staatsrundfunk mit Bildungsaufgabe hätte die Aufgabe, besonders sorgfältig mit unserer Sprache umzugehen. Stattdessen werden selbst in redaktionellen Beiträgen (also vorbereitet und abgelesen) aktiv und passiv dauernd verwechselt, was teilweise zu grotesken Umkehrungen der gewünschten Aussagen führt.
Ein besonderes Kapitel ist das widerliche moderne Füllwort "AM". Dass es Profi-Interviewpartner häufig benutzen, dafür kann der ORF nichts (das scheint der allgemeinen Sprachverblödung geschuldet!?), aber dass es die ORF-Profis dauernd (am Beginn und irgendwo in der Mitte eines Satzes) in den Mund nehmen ist höchst unprofessionell und wäre m.M dringend abzustellen!
Origineller Negativ-Rekord in einer Kultursendung des ORF: Die Moderatorin sagte zu Beginn eines Satzes "AM" und musste dann nochmals am sagen, weil sie ein Datum bekanntgeben wollte.
Deutsch ist eine ausdrucksstarke und sehr differenzierte Sprache und benötigt daher keine neuen blöden Füllwörter, das gute alte "ÄH" wäre für Nachdenkpausen sicher ausreichend,
meint Ihr Robert Köck
Lieber Heinz Sichrovsky,
falls jemand geglaubt haben sollte, dass mit der Bestellung der allseits begrüßten und gelobten Karin Bergmann zur Festspielintendantin Ruhe in Salzburg einkehren könnte, dürfte sich geirrt haben. Einem "Presse"-Artikel ist zu entnehmen, dass eine Sponsorengruppe, die sogenannte "Passauer Runde"ankündigte, ihre Festspielförderungen abzuziehen. "Der Umgang mit Markus Hinterhäuser, die Art und Weise, die Gründe seiner Absetzung aus seinem Amt sowie die unsäglichen, einhergehenden Demütigungen seiner Person sind für uns absolut inakzeptabel", heißt es da in einem Offenen Brief u.a. an das Kuratorium. "Bravo!" möchte man sagen. Vielleicht fällt dem Herrn Bürgermeister mehr zu dieser Protestnote ein als "netter Versuch", wenn es diesmal um Sponsorengelder geht. Das Memorandum der Künstler, dem noch einmal Nachdruck verliehen wurde, hat ihn wie alle anderen Kuratoriumsmitglieder nicht sehr beeindruckt. Was, wenn vielleicht auch andere Sponsoren auf eine ähnliche Idee kommen? Ohne Not hat man sich in diese Lage gebracht, Karin Bergmann wird es schwer haben. Aber auch die Kolumne "Moment" von Conny Bischofsberger in der heutigen "Krone" hat es in sich. Hier wird das ZIB-Interview von Karin Bergmann analysiert und dabei kommt es zu folgender Passage: "Über die Causa wurde der Mantel des Schweigens gebreitet. Genau dieses Stillschweigen führt dazu, dass umso heftiger getuschelt wird. Was kann so ein Vorstoß schon bedeuten? Machtmissbrauch? Vorwürfe sexueller Belästigung? Dass es Letzteres gab, schwang auch in der ZIB mit, und Karin Bergmann sagte dazu etwas Grundlegendes: sie sehe anomyme Vorwürfe, die erst nach vielen Jahren erhoben würden, als "wirkliche Gefahr für die Arbeitskultur", weil sich Betroffene nicht direkt wehren könnten. Damit hat sie allgemein natürlich recht. Im Falle Hinterhäuser ist diese Passage in der "Krone" aber ein weiterer Schritt zur öffentlichen Vernichtung. Ist der Wüterich vielleicht auch ein noch Unhold? Wenn Stillschweigen von beiden Seiten vereinbart wurde, dann sollte auch still geschwiegen werden. Von allen. Im Besonderen aber von Personen, die sich hinter der Anonymität verstecken. Ich frage mich, ob es neben der oft zitierten "Schmierenkomödie" auch eine "Schmierentragödie" gibt. In Salzburg vielleicht schon. Wie gesagt: Karin Bergmann wird es schwer haben.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, schönen Abend Riki Pacik
sg hr sichrovsky,
nachdem sie - nach der vollkommen überzogenen "pro latein" aktion - sich als "sieger" fühlen können, haben sie sich endlich - aber fast schon zu spät - des deutsch-unterrichts angenommen!
schon im kindergarten und in der volksschule fehlt es hier gewaltig.
"jugendsprache" mit ca 100 vokabeln herrscht hier vor und nach der pflichtschule beherrschen ca 25 % der "absolvent/innen" vielleicht noch 200 - 300 weitere wörter der "dt allgemeinsprache".
sogar zum verstehen der brüll-schlagzeilen der schlimmsten boulevard-presse braucht man mindestens 1500 wörter....
und die sind dann auch wahlberechtigt und entscheiden über unser und ihr eigenes schicksal, ohne zu kapieren, was sie damit anrichten können.
aber grosso modo werden sie vernünftiger als wir alle befürchten und "kriegen sich ein", wie unsere liebsten "feinde" im norden zu sagen pflegen.
hoffen wir das beste!
hg
ihr w seles
Lieber Herr Heinz Sichrovsky,
nach vielen, vielen treffsicheren Kritik- und Anhaltspunkten in den vergangenen Monaten, ist es mir ein besonderes Anliegen, Ihnen ein aufrichtiges DANKE für die offenen Worte und Sachzusammenhänge auszusprechen.
Nur nicht mundtot machen lassen,
wünscht Ihnen
Heinz Koschutnig
Timna Brauer: „Bei den Nachbarn Israels ist 'Mein Kampf' ein Bestseller“ (08.04.2026)
Bewundernswert die Frau Brauer, sowie ihr Vater. Danke
Viele liebe Grüße!
Rudolf Gindlhumer
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Salzburg: Das Festspielkuratorium muss entpolitisiert werden. Sofort! (08.04.2026)
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Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
danke für Ihre scharfsinnigen Artikel im Wochenmagazin NEWS und die anregend-offene
Leserbrief-Debatte!
Der Kultur wegen bin ich aus Deutschland nach Salzburg gezogen. Der Skandal um den verdienstvollen Intendanten Markus Hinterhäuser erschüttert mich, denn ich bin in seinem Alter.Titelte NEWS nicht in der Corona-Krise "Der König von Salzburg"? Und jetzt soll plötzlich alles vorbei sein?
Mozart und die Erzbischöfe, Salzburg war immer schon ein Ort der Intrigen, weshalb die Wochenzeitung DIE WOCHE aus Hamburg, mittlerweile eingestellt, der Mozartstadt in einer Dachzeile auf dem Cover
das Etikett "Intrigenstadl" verpasste. Doch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann man sich einen derartigen Eklat kaum leisten. Leider werde ich den Verdacht nicht los, dass der Bericht auf SPIEGEL ONLINE, der zum sofortigen Rücktritt führte,
vom Festspielkuratorium selbst lanciert war, was zu beweisen wäre. Qualifizierte Intendanten
liegen nicht gerade auf der Strasse, zumal sie dann an der Hundeleine der Landeshauptfrau laufen müssen! 🐕 Es geht steil bergab mit der Festspielstadt, Mozart weint bittere Tränen in seinem Armengrab.//
Mattsee, den 14. April 2026
KARIN WÖRNER
Lieber Heinz Sichrovsky
abgesehen von der großen Freude über Orbans Wahlniederlage wurde ich heute gerade vom Standard mit kleinen Aufmerksamkeiten erfreut. Einmal wirklich, denn die "Passauer Runde" ist auch im Standard angekommen.
"Sponsoren -Protest gegen Aus für Hinterhäuser" lautet die Überschrift.
Eine andere Mitteilung "erfreute" mich allerdings gar nicht. Es geht um den durchaus entbehrlichen ESC. Im offiziellen Eurovision-Shop kann man sehr preisgünstig Flaggen kaufen inklusive Brandschutzzertifikat. Die Auswahl ist groß und reicht sogar bis zur nordkoreanischen Flagge. Das Interesse an dieser Flaggge dürfte aber gering sein. Aber zu meiner Überraschung dürfen auch Flaggen von Palästina , ebenso mit Brandschutzzertifikat gekauft werden. Das wäre eigentlich gar nicht nötig, denn "From the river to the sea" steht ja genug Löschwasser zur Verfügung. Beim ESC 2024 in Schweden waren palästinensische Flaggen noch verboten, lese ich da im Standard. Was hat sich seither so grundlgend geändert, dass sie jetzt offiziell gekauft werden können?
Die Vorstellung von Palästina-Fahnen schwingenden Antisemiten durch Wien auf dem Weg zur Stadthalle bereitet mir Sorge. Was haben wir uns da nur eingehandelt?
Mit lieben Grüßen Riki Pacik
Lieber Heinz Sichrovsky,
wie oft waren Sie in Regensburg im Theater? Es hat den OPER! AWARD 2026 für seinen Spielplan und seine Risikofreude erhalten. Zu Recht. Daran könnten sich viele größere, finanziell besser ausgestattete Häuser ein Beispiel nehmen. Und Sebastian Ritschel, der Regensburger Intendant und Operndirektor, hat schon seit seinen Anfängen in Görlitz, zunächst als Regisseur, entscheidend dazu beigetragen. Das darf man würdigen. Er will ja nicht Intendant der Salzburger Festspiele werden. Was diese angeht, kann ich Ihre Wut auf die in der Causa Hinterhäuser zuständigen Politiker gut nachvollziehen. Vorsicht allerdings würde ich empfehlen gegenüber dem Beispiel einer aus "hochkarätigen" (will sagen: superreichen) Persönlichkeiten bestehenden "Passauer Runde", die den Salzburger Festspielen wegen der Entlassung Hinterhäusers die bisher gewährten Zuschüsse entziehen will. Sie decouvriert das Märchen von den interesselosen, keinen Einfluss nehmenden Sponsoren einmal mehr als dreiste Lüge. Und wenn solch eine Runde aus Passau, 120 Kilometer südöstlich von Regensburg, anstelle der Politiker Personalentscheidungen zu fällen beansprucht, sei daran erinnert, dass sie, im Gegensatz zu Politikern, nicht abwählbar ist. Das ist keine Kleinigkeit. Aber wem sag ich das. Die Gründerin der Passauer Runde hat Ihrer Zeitschrift ja verraten, in welchen Kategorien sie denkt: "Hoffentlich lässt er sich den Rausschmiss sehr teuer vergolden, dass sie so richtig zahlen müssen, dann kommen nämlich Fragen auf, Fragen von den Steuerzahlern, vom ganz normalen Bürger,… da bin ich dann sehr gespannt, wie das Kuratorium reagiert und was denen dann als Ausrede einfällt…." Erpressung statt Protektionismus? Das kann doch nicht die Alternative sein. Sag ich mir am Abend, an dem sich hinten in Ungarn entscheiden soll, wie es um die Demokratie bestellt ist.
Mit herzlichen Grüßen
Thomas Rothschild
sehr geehrter heinz sichrovsky,
die jetzige bestellung der hochgeschätzten karin bergmann,die vorangegangene wunschbesetzung derselbigen von herrn hinterhäuser, mit der folge seiner ablöse, dürfte aus schilda übernommen worden sein. ein treppenwitz, wenns nicht so traurig wär. herzliche grüße andrea rest Von meinem iPhone gesendet
Icf freue mich auf jedes Email von Ihnen und kann Ihnen daher zu Ihren so gelungen Formulierungen
nur gratulieren !
Sie schreiben so intelligent , spitzfindig , ironisch , zutreffend .....
Bitte , unbedingt weiter so ! !!
Freundliche Grüße !
Mag.Ulrike Engl
Sehr geehrter Herr Sichrovsky ….. ich schätze Karin Bergmann sehr – nur dass sie jetzt den Intendanten- Job annimmt verstehe ich absolut nicht.
Ich finde es sehr illoyal gegenüber Hinterhäuser (sie hatte auch ein offensichtlich sehr schwieriges Gespräch mit Ihm), in Gmunden kann sie voll
gestalten – in Salzburg verwaltet sie 2 Jahre Hinterhäuser-Programme (wenn man davon ausgeht , dass 2027 im November verkündet wird,
muss das Programm fertig konzipiert und eigentlich festgezurrt sein) – und hat die Umbauten am Hals. Warum? …..doch aus Eitelkeit,
das wichtigste Festival der Welt zu leiten? Darüber sollte sie mit ihrer Vita erhaben sein. Auch macht das Kuratorium mit Ihrer Bestellung auch
keine glückliche Figur (um die Bezeichnung Nestroyposse zu vermeiden)….
Und wenn Sie längerfristig weitermachen will, sollte sie sich bei der Neuausschreibung bewerben – dann ist auch das Kuratorium glücklich –
…und dann kann sie ebenfalls 2027 bereits antreten…..
Trotzdem wünsche ich Ihr aus ganzem Herzen Viel Glück!!!
Dr. Otto Schwarz
Hallo Heinz,
ich glaube es wäre angebracht den „Trump of the Day“ zu kreieren und zu verleihen.
Da gibt es sicher einige Kandidaten, bzw. Kandidatengruppen, national und international.
In allen Bereichen.
Frisuren egal.
Liebe Grüße
Hans
Lieber Heinz Sichrovsky !
DANKE ! Wie immer punktgenau !
Übrigens besuche heute die Kammerspiele – Leonce und Lena – bin schon neugierig – natürlich auch auf Ihre Kritik !
♥lichst
Gunnar G.
Salzburger Festspiele: Karin Bergmann wird Interims-Intendantin (07.04.2026)
werter hr sichrovsky,
wenn ich auch im manchem, machmal vielem, mit ihnen übereinstimme, verwehre ich mich doch gegenüber ihrem, dumm zu nennenden, generalvorwurf, dass personalberater generell zu blöd und unfähig seien, künstlerische funktionen besetzen zu helfen.
viele (personal)berater sind international sehr stark vernetzt, als mäzene und berater von künstlern, museen etc, auch wenn ihnen das bis jetzt entgangen zu sein scheint. man muss halt auch über die wiener theaterblase hinaus schauen können.
außerdem: berater sind berater und nicht entscheider! zumindest sollten sie das immer bedenken!
vielleicht sollten sie sich mit den in österreich international tätigen (auch österreichischen) management-beratungen kurzschließen, um sich zu informieren, wie personalberatung wirklich funktioniert.
sie sind alle leicht im internet zu finden, zur not auch über die wirtschaftskammer österreich (WKÖ).
und dass politiker/innen generell höchst qualifiziert für solche entscheidungen seien (siehe jetziges kuratorium der salzburger festspiele), ist doch wohl höchst unbewiesen.
ihr w seles
An Stelle von Frau Bergmann hätte ich es nicht gemacht. Herr Hinterhäuser tut mir leid. Denke nicht das er in Salzburg auftreten wird. Rg
Wir sind alle fassungslos, wie geschmacklos ist das vom Kuratorium, wenn sie die Bergmann als Interimsintendantin bestellen…
Die Frau, welche Markus als Schauspielchefin wollte, nimmt jetzt seinen Platz ein, sorry auch kein feiner Zug von Fr. Bergmann… oder sehe ich das falsch???
Loyalität von Bergmann gegenüber Markus sieht anders aus.
Die Dame kommt vom Sprech-Theater, hat wahrscheinlich wenig Ahnung von Oper oder?????
Romeo Castellucci wollte doch die Tage eine Petition für den Verbleib von Markus einbringen, ich denke das Kuratorium hat die Panik bekommen und in einem Schnellgang die Bergmann aus dem Hut gezaubert. Wir sind alle fassungslos und traurig, Markus ist am Boden und die dummen Leute aus dem Kuraotrium trampeln genüslich aufihm rum.
Viele Grüße, N. N.
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Kompliment an Schellhorn – aufstehen für die Literatur (03.04.2026)
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Lieber Heinz Sichrovsky,
es dürfte Sie nicht wundern, dass ich Ihre Sympathie für Sepp Schellhorn teile. Er ist DIE Ausnahmeerscheinung bei den NEOS. Deshalb hat man ihn wahrscheinlich auch im Außenministerium platziert mit einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Quasi Innenpolitik von außen. Mir ist aufgefallen, dass Kritik an ihm meist von den Männern in seiner Partei kommt. Die Chefin im Außenministerium scheint mit ihm besser zurecht zu kommen.
Vielleicht hat sie ihm auch deshalb im Außenministerieum Asyl gewährt.
Aber Scherz beiseite. Ich teile auch Ihre Meinung, dass Sepp Schellhorn der weitaus bessere Kultuminister wäre. Gut, böse Zungen behaupten ja, das ist bald einer. Aber Schellhorn hätte das Gespür für die Kunst und die Künstler, weil er, wie Sie sagen, ein Liebender ist. Was ihn nicht davor schützt, dass er vom Boulevard seit Amtsantritt dauergeohrfeigt wird. Das hat er mit dem tatsächlichen Kulturminister gemein.
Aber er wäre auch ein weitaus besserer Bildungsminister, womit ich beim zweiten Teil Ihres Newsletters wäre. Die Literatur wäre bei ihm sicher gut aufgehoben. Er würde im Gegensatz zu Minister Wiederkehr sehr wohl verstehen, dass die Literatur ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildung sein muss. Und zwar von Kleist und Brecht bis Jelinek und Menasse und alle Bedeutenden davor und danach! Ich bin fest davon überzeugt, dass die Unterzeichner der Latein-Petition ein wachsames Auge auf das weitere Tun des Bildungsministers haben werden. Der Erfolg macht ja auch stark.
In diesem Sinne grüße ich Sie wie immer herzlich und wünsche frohe Ostern, Riki Pacik
Bravo
Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky !
DANKE! Punktgenau !
Ihnen und Ihrer Familie Frohe Ostern !
♥lichst
Gunnar G.
Spitzentöne: Heinz Sichrovsky gegen Journalisten als Komplizen des Salzburger Festspielskandals (01.04.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 14/2026 erschienen.
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
War eh höchste Zeit, dass sich die Festspielfreunde zur Sache melden.
Beste Grüße
Jutta Müller
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
Danke für das Schreiben. Viele von uns, darunter auch ich, schätzen Markus Hinterhäuser sehr und bedauern die Art und Weise, wie durch eine provinzpolitische, peinliche Posse, sein Rücktritt erzwungen wurde.
Ich freue mich trotzdem auf sein letztes, ganz wunderbares Festspielprogramm und werde durch häufigen Besuch meine Wertschätzung mit Markus Hinterhäuser dokumentieren.
Interessant wird, wie sich diese in den Eröffnungsansprachen der Herrschaften Edtstadler, Babler und Hammer niederschlägt.
Jutta Müller
Die Salzburger Festspiele können auf ihre Freunde zählen
Sehr geehrte Frau Müller,
die Ereignisse der vergangenen Wochen rund um die Salzburger Festspiele haben viele von uns überrascht, manche verunsichert und nicht wenige tief betroffen. Die zahlreichen Rückmeldungen zeigen, wie groß die Verbundenheit der Freunde mit „ihren“ Festspielen und dem langjährigen Intendanten Markus Hinterhäuser ist.
Mit ihm verlässt eine Persönlichkeit die Salzburger Festspiele, die das Festival über viele Jahre hinweg mit künstlerischer Klarheit, Mut und großer intellektueller Tiefe geprägt hat. Sein Wirken zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Verbindung aus visionärem Denken und feinem Gespür für die Kraft von Musik und Theater sowie für künstlerische Qualität aus. Seine Programme haben berührt, herausgefordert, begeistert und die besondere Stellung der Salzburger Festspiele in der Welt gefestigt. Dafür gebühren ihm unser aufrichtiger Dank und höchste Anerkennung.
Nun stehen die Salzburger Festspiele vor einer Phase der Neuorientierung. Solche Momente sind für jedes große Unternehmen herausfordernd, da sie nicht nur einzelne Personen betreffen, sondern die Institution in ihrer Gesamtheit. Umso wichtiger ist es, sich auf das zu besinnen, was bleibt, die Kraft der Kunst und die Gemeinschaft all jener, die den Festspielen verbunden sind: Künstlerinnen und Künstler, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ganz wesentlich Sie, unsere Förderer und Mitglieder.
Ihre Unterstützung bildet das Fundament dieser Institution und ist gerade in Zeiten des Übergangs von besonderer Bedeutung. Als essentieller Teil dieser Gemeinschaft geben Sie den Festspielen durch Ihre ideelle und materielle Verbundenheit Stabilität. Dafür danken wir Ihnen gerade zu diesem Zeitpunkt sehr herzlich.
Wir sind überzeugt, dass die Salzburger Festspiele auf dieser Grundlage auch kommende Herausforderungen erfolgreich bewältigen werden, und hoffen sehr, dass Sie diesen Weg weiterhin gemeinsam mit uns gehen.
Mit herzlichen Grüßen
KR Heinrich Spängler
Präsident
Sehr geehrte Frau Edtstadler,
Sehr geehrter Herr Auinger,
im Auftrag der unterzeichneten KünstlerInnen übermittle ich Ihnen ein Schreiben zu Ihrem Umgang mit den Festspielen, ihren Mitwirkenden und dem von Ihnen beurlaubten Intendanten Markus Hinterhäuser (Anhang).
Ich ersuche Sie im Namen der KünstlerInnen dringend, dieses Memorandum nicht abermals ohne eine respektvolle und sachlich korrekte Antwort zu lassen.
Mit freundlichem Gruß. Sven Hartberger
Spitzentöne: Heinz Sichrovsky gegen Journalisten als Komplizen des Salzburger Festspielskandals
„Zu allem Unheil schließen sich Medien, die sich von „Klicks“ ernähren, mit sonst branchenweit geächteten Krawall-Bloggern kurz.“
Guten Morgen Herr Sichrovsky,
Gratuliere zu Ihrem Text. Trifft den Nagel auf den Kopf, nicht nur in diesem Zusammenhang. Verirrte Medien und Politik agieren immer erstaunlicher, hab das ja mal revolvierende Autogamie genannt.
Ggf. bezieht sich Ihr o. a. Zitat auch auf den Online Merker. Ich habe meine Zusammenarbeit nach fast 9 Jahren eingestellt, da ich nicht bereit bin mit unverständlich dominantem Dumpfbacken – Brüggemann im gleichen Medium zu publizieren. Meine Texte erscheinen derzeit nur noch auf Linekdin. Den aktuellen hab ich angefügt>>
Suche ggf. durchaus neue Plattform.
Alles Gute
Tim Theo Tinn
Werter Herr Sichrovsky,
In Bewunderung Ihrer spitzen Feder bemerke ich zum meinem Bedauern Mistöne, ja sogar Beschimpfungen einzelner mir unbekannter Personen. Etwas, das Sie, so denke ich in aller Bescheidenheit, nicht nötig haben.
Zur Anregung betreffend KI sei ebenfalls aus meiner amateurhaften Wahrnehmung gesagt, daß die KI-Ergänzung in einem Fach, voraussichtlich Informatik, zu allgemein gehalten ist, da der „Lehrstoff KI“ nicht fächerübergreifend, sondern fächerspezifisch angewendet, gelehrt, werden sollte.
Liebe Grüße
Hans Wagner
Sicherlich vieles richtig. Nur bei Herrn Fine bin ich mir nicht so sicher. Siehe Falter. Dort auch der Vergleich mit Frau Zimmer vom Belvedere.
Lg Rg
sg hr sichrovsky,
auch wenn ich mit ihnen keineswegs immer d'accord bin:
jedes wort ihres artikels sollte in salzburg - und in wien - auf jeder plakatwand und im orf publiziert werden als so typisch österreichisches beispiel dafür, wie provinzielle und feige großmannssucht daran ist, die reputation eines anerkannten festivals zu (zer)stören!
hg
ihr w seles
PS: das können sie ruhig veröffentlichen!


