Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Zeiler wegschaffen, Ronacher schließen? (02.10.26)
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Lieber Heinz Sichrovsky !
Das für mich Wichtigste ist leider NICHT eingetroffen – Babler bleibt Kulturminister …………..
Liebe Grüße
Gunnar Grässl
Lieber Heinz Sichrovsky,
jetzt ist die Sache in der SPÖ fürs Erste gelaufen. Was bleibt, ist der
Gedanke an den letzten Atemzug und es ist keine Frage, wessen letzter
Atemzug. Oliver Pink fragt im Leitartikel der heutigen"Presse", ob der
SPÖ noch zu helfen sei. Ich glaube nicht, hat sie sich gerade auf das
Niveau kleiner Kinder begeben, die sich die Augen zuhalten, nichts mehr
sehen und glauben, auch sie selbst könnten nicht mehr gesehen werden.
Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst. Nicht ernst genug! Der
einzige, der dabei nicht wirklich verliert, ist Gerhard Zeiler. Wenn die
SPÖ sagt: "Net amol ignorieren!" ist es eigentlich ein Glück für ihn.
Was das Ergebnis von gestern für die Dreierkoalition bedeutet, ist mit
Sorge abzuwarten. Die Häme, mit der die FPÖ die SPÖ überschütten wird,
so vorhersehbar wie grauslich. Dass wir in ungewollte Neuwahlen
hineinschlittern könnten, ist nicht auszuschließen. Ob das der SPÖ in
aller "Freundschaft" wirklich klar ist, muss man bezweifeln. Wie
bestürzend unerfreulich ist das alles!
Wie immer mit herzlichen Grüßen Riki Pacik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ich bin fast 70 Jahre Parteimitglied der SPÖ. Meine Mutter war Gemeinderätin in einer kleinen Gemeinde im Innviertel, wo wir ausgebombte von Wien evakuiert wurden. Man hat sie gewählt, weil sie aus den Hakenkreuzfahnen des Ortes Fußballdressen geschneidert hat. Man spricht heute noch darüber. Sie war auch in ständigem Kontakt mit Frau Rosa Jochmann. Zuerst war der Gemeinderat für den Ständestaat, dann für die NAZIS und ist heute eine SPÖ Mehrheitsgemeinde. Dazu hat meine Mutter den Grundstein gelegt. Ich war SPÖ Gemeinderat in unserer Bauerngemeinde in NÖ. Jeder Vorschlag von unserer Seite wurde automatisch abgelehnt und einige Jahre später von der ÖVP verwirklicht.
Ich werde, so wie sie, der SPÖ treu bleiben. Ich bleibe Sozialist (nicht Sozialdemokrat) trotz der inkompetenten Parteiführung. Seit Dr. Bruno Kreisky ist nichts besseres, oder nur annähernd ähnliches, nachgekommen. Sinowatz hat das Gute gewollt, aber schlecht gemacht. Am nächsten zu Kreisky war Frau Dr. Rendi Wagner. Die war aber dem roten Filz zu klug und wurde erbarmungslos niedergemacht. Alle folgenden Parteivorsitzende kann man vergessen. Die meistens hatten nur ihre eigenen Interessen im Sinn und die Parteimitglieder waren ihnen egal. Das ist mein Resümee nach 70 Jahren Parteimitgliedschaft bei der SPÖ.
Mein zweites Anliegen ist in NEWS der Artikel über das JIDDISCHE. Ich habe einen jüdischen Onkel, der Mauthausen überlebte und ein Kusine, Halbjüdin in meinem Alter die auch den Holocaust überlebte. Vielleicht deshalb habe ich mich in meiner Jugend für die jiddische Sprache interessiert. So sehr ich mich bemühte, ich fand kein Wörterbuch Jiddisch – Deutsch. Man sagt immer im jiddischen kommen viele Wörter aus dem Deutschen vor. Ich glaube umgekehrt, es kommen viele jiddische Wörter in unsere deutsche Sprache. Ich habe in Warschau im Jüdischen Theater den „Fiddler on the roof“ gesehen. Angekündigt in Jiddisch, aber ich habe kein einziges Wort nur ähnlich dem Deutschen gehört. Ein jüdischer Freund sagte mir, dass das Jiddische sehr verschieden ist. Je mehr aus dem Osten, um so weniger deutsche Worte. Nur in den Gettos Deutschland haben sich viele deutsche Worte eingeschlichen. Stimmt das?
Mit freundlichen Grüßen
Karl Hawlik
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
wenn Zeiler sich jung genug fühlt für den SPÖ-Vorsitz, sind Sie noch lange nicht zu alt, um KPÖ zu wählen.
Beste Grüße
Günther Schöber
Lieber Her Sichrovsky,
wie fast immer ganz Ihrer Meinung, beide Themen betreffend.
Schön – und wichtig! – wäre, würden auch die (Kultur-)Politiker (und -innen 😉) sich Ihre Texte zu Herzen (und Hirn!) nehmen und danach handeln.
Mit lieben Grüßen
Annemarie S. Nowak
Sehr geehrter Herr Sichrovsky
Lesen Sie Bitte die Kolumne in der Presse vom 30.Sept., von Menasse, die meinen ganzen Zuspruch hat.Abgesehen dass er all das machen will, was alle Parteien seit Jahren rauf und runter schadronieren.
Also Migration, Bildung, Frauen, von der Kunst hat er nichts gesagt.
Stößt es mich auf, dass er öffentlich, Babler runtermacht,dass er im Hinterstüberl, mit wem immer, schon mal diese Vorgangsweiße bespricht.
Dass er großtönent erklärt, die SPÖ muss sich jetzt entscheiden ob er oder Babler.
Ins Stammbüchel, die SPÖ muss gar nichts.
Und der Bub einer Arbeiterfamilie der es geschafft hat, dieses als was immer vor zu weisen, wozu bitte.
Ich gehöre auch zu dieser Spezies, Arbeiterfamilie am Land und dann doch Studieren können.
Nicht zuletzt durch die großartigen Möglichkeiten , von der SPÖ einst geschaffen.
Und da bin ich sicher auch nicht alleine.
Und der Seitenhiebe an Babler, er wäre kein Marxist.
Er hat alle Klischees bedient, die es nur gibt.
Und vielleicht sollte er sich auch Mal fragen, was ist, wenn durch ihm noch weniger Menschen die SPÖ wählen?
Werden da die SPÖ "Freunde" hinter ihm stehen?
Und vielleicht auch, was er durch sein unprovienelles Vorpreschen, jetzt schon der Partei geschadet hat.
Wie gesagt, Menasse bringt es auf den Punkt.
Mit l.Gr. Berger Brigitta
Lieber Heinz!
Ad) Zeiler
Du hast vollkommen recht. Die österreichische Neidgesellschaft hat wieder einmal zugeschlagen.
Es ist vollkommen klar, daß die, die eh nix, oder fast nix erreicht haben die Klappe offen haben.
Oder hast Du irgendetwas von nur einem der Personen gehört, die wirklich Geld haben?
Ja, die gibts auch in Österreich, jedoch DIE wissen um Können und Verantwortungsbewusstsein.
Gegen die wirklich „großen Buben“ hat Zeiler sowieso Luft nach oben. Sehr gut, das heißt er hat Potential.
Ich wähle zwar nicht die SPÖ, bin aber durchaus sozial eingestellt.
Wahrscheinlich mehr als jeder SPÖ Politiker.
Und hoffentlich: …“nimmt“ ihn die SPÖ, Zeit wär’s. Weil schlechter geht immer.
Ganz liebe Grüße
Hans
Lieber Heinz Sichrovsky !
Punktgenau ! Vielen Dank für den Newsletter !
♥lichst
Schönes Wochenende
Gunnar Grässl
Lieber Herr Sichrovsky,
wunderbar Ihr positiver Artikel zu Zeiler, aber auch Ihre Kritik an ihm, zu der ich noch seine Haltung zur „Sonntagsöffnung“ addieren möchte.
Und daß man die Kritik am „Totsparen“ des Theaters an der Wien nicht oft genug wiederholen kann, meine ich ebenfalls.
Und, weil’s so typisch ist, ein Erlebnis vom Donnerstag. Ich bin ja nicht Mitglied der SPÖ, sehr wohl aber bei den „Sozialdemokratischen Freiheitskämpfern“ und habe an einer Führung zu den Gedenkstätten (und Örtlichkeiten) des KZ-Außenlagers Mauthausen in Floridsdorf teilgenommen. Da so viele mitgingen, wurde die Gruppe „dreigeteilt“. Ich kam zu einer recht jungen Deutschen, die Mitglied des „Mauthausen-Komitees“ ist (das ist ja sehr löblich). Treffpunkt war der Bunker Ecke Weissel-Gasse / Gerichtsstraße, der zweite Halt die ehemalige NS-Kommandatur, die gleich neben dem Georg-Weissel-Hof liegt. Kein Wort zu Weissel, und als jemand sagte, da wäre ja nebenan der Weissel-Hof, merkte man das Unverständnis der „Preußin“. Natürlich
ging es primär um die NS-Verbrechen, aber kein Wort zu den Justizmorden von 1934 ??
Das „paßt“ zu meinem alten News-Leserbrief zum „Jura“-Studium in Wien („Anschluß“ 2023). Habe mich übrigens vor ein paar Tagen bei Wikipedia eingelockt (angesichts eines Artikels zu Jan Václav Voříšek) und habe angemerkt (kritisiert), daß er in Wien sicher nicht „Jura“ studiert hat, sondern „Jus“ und auch bemerkt, daß es da in „Wikipedia“ sicher 100 oder mehr gleiche Fehler gibt. Und siehe da: bei Voříšek ist das heute schon richtig auf „Jus“ geändert. Ob auch 100 weitere Mal, weiß ich nicht, schau’ mer mal.
Mit besten Grüßen
Hartmut Krones
