Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Die goldene Salzburger Festspielzeit geht leider bald zu Ende (27.02.2026)
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Sehr geehrter Herr Dr. Sichrovsky !
Herzlichen Dank für Ihr Engagement für den Salzburger Festspielintendanten! Anbei mein kritischer, offener Brief an die Frau Landeshauptfrau Edtstadler , den ich gerne in Ihrer Zeitung veröffentlichen möchte .
Freundliche Grüße Dr. Lisa Bock
Sehr geehrter Herr Sichrovsky
Habe gestern Abend die Nachrichten gesehen und es hat mich nicht überrascht, was da zu hören war.
Wie Sie richtig schreiben, "Kleinstadtschulzen Provinzwoiwoden". Es sind dieselben Politiker die Generation um Generation, die sich bei den Festspielen, im Schloß Leopoldskron, das einst dem gehörte, der zusammen mit Zweig und Hofmannsthal, diese Festwochen gegründet , hinstellen als hätten sie das alles geschaffen. Mir stößt es jedesmal auf, wenn ich diese Gesichter sehe.
Und die SPÖ, ausser unter Kreisky und Zilk, sowie Scholten, hatte doch nie einen blassen Schimmer von Kunst, jeder Art.
Und die LandeshauptfrauEdtstadler will vielleicht nicht wie Kurz enden, der Posten ist doch zu schön.
Und außerdem, Elfriede Jelinek sowie Handke, waren sicher nicht hilfreich für eine Verlängerung, weil, wer will schon das "Nest" beschmutzt sehen. Das kommt bei den ÖVP Wählern wie auch der SPÖ, die ja um jede Stimme kämpft, auch nicht gut an.
Und gerade Babler der ja jede Woche von einem anderen Parteigenossen erklärt bekommt, das er nicht der richtige Mann, für diese Posten ist, wird sich hüten, dem längst gefällten Urteil, was Hinterhäuser betrifft, zu widersprechen.
Und Scholten ist nur Berater und den wollten die Sozies ja schon als Kunstminister nicht.
Da fällt mir ein Song von André Heller ein,
Refrain:
"Kum Heller Kum, du musst die arrangieren.
Sei kein nützlicher Idiot, gewöhn die an Manieren."
Es wurde nur lakonisch, von Edtstadler gesagt - man wäre nicht mehr zusammen gekommen, eher weiter weg voneinander.
Was will sie?
Einen streichelweichen Hinterhäuser? Versteht sie ihren Posten nicht?
Der Spruch, am" Krauthappl", der Secession:
"Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit"
Bedeutet, dass Kunst zeitgemäß sein, der Zeit entsprechend und sich von konservativen Zwängen lösen soll.
Das ist eben mit unseren PolitikerInnen, nicht möglich.
Und da passt Hinterhäuser nicht dazu und Handke sowie Jelinek auch nicht.
Und auch im heurigen Festspielsommer in Salzburg, werden sie im Schloß Leopoldskron in die Kameras lächeln, weil sie ja schon vergessen haben, oder wollen ,
wie die drei Gründer dieser Festspiele, von den Nazis fliehen mussten, und wie sie in Verzweiflung über diese Flucht, und ihr Können und wirken für dieses Land, Österreich, dem sie sich zugehörig fühlten und sogar wie Zweig, gekämpft haben, verraten wurden, das Leben nahmen.
Mit lieben Gr. Berger Brigitta
Lieber Heinz Sichrovsky,
dass man sich jetzt seitens des Kuratoriums auf die bekannten Anschuldigungsmechanismen zurückzieht, ist ein Armutszeugnis der Extraklasse. Wenn ich das Wort "Wohlverhaltensklausel" lese im Zusammenhang mit dem Umgang des Intendanten mit Dritten und anderen Direktoriumsmitgliedern, bin ich an einen Kindergarten erinnert. Bitte um wen geht es hier? Ein angesehener Künstler, ein überaus erfolgreicher Intendant der Salzburger Festspiele wird hier auf einem Nivea gemaßregelt, das mir die Schamesröte ins Gesicht treibt. Spielt man hier die Provinzposse "Die Rache der Enterbten"? Wobei Posse ist das keine mehr, das Ganze geht schon eher ins Tragödienhafte. Ich könnte mir vorstellen, dass Markus Hinterhäuser diesen beschämenden Gnadenakt, dass er bei Wohlverhalten bis 2027 oder gar 2028 unter bestimmten Bedingungen Intendant bleiben DARF, zurückweist und die Festspiele nach dieser Saison verlassen wird. Allerdings will ich mir die Folgen gar nicht wirklich vorstellen und erst gar die Suche nach einer Nachfolgerin! Ich gehe davon aus, dass man eine Frau einfordern wird. Es ist erschütternd, wie Edtstadler und Auinger hier agieren. Von welchem Geist, besser gesagt Ungeist sind sie getrieben? Ich teile Ihre Enttäuschung über die Politik voll und ganz. Bildung und Kultur stehen momentan unter keinem guten Stern. Die Salzburger Festspiele sind ein Aushängeschild der immer wieder beschworenen Kulturnation Österreich. Die agierenden Politiker sind es nicht.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, wenn auch betrübt! Alles Liebe Riki Pacik
Lieber Sichrovsky …. Mit großem, ungläubigen Erstaunen nehme ich die Berichte des Krematoriums in Salzburg wahr. Man läst ihn den Schauspielposten besetzen, entzieht ihm deshalb aber das Vertrauen - was geht in diesen Gehirnen vor - den besten Intendanten zu feuern????? Ich würd‘ ihnen den Krempel hinwerfen. Er ist schnell wieder beschäftigt - aber was wird mit Salzburg? Planlosigkeit als empathieloses Konzept ( typisch Egstadler - Auinger ist einfach zu blöd) …. Aber dafür haben wir eine steife, uninteressante Lachkuegel als Präsidentin in Salzburg. Es schmerzt! Otto Schwarz
Spitzentöne: Latein – Aufstand gegen die Zwergenpartei (25.02.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 09/2026 erschienen.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky !
Mit großem Interesse habe ich Ihre Kolumne "Spitzentöne"
(News 09/26) über den "beabsichtigten Bildungsabbau
des leider zuständigen Ministers" gelesen. Ich war 35 Jahre lang
Lehrer an einer höheren Schule und stimme Ihnen vollinhaltlich zu.
Schlimm genug, dass eine Partei, die an einer doppelten Verzwergung
leidet(Wählerpotential und politische Inhalte) in Regierungsverantwortung
ist und Schaden anrichtet.
Vielen Dank, dass Sie dieses Thema einer breiten Öffentlichkeit nahebringen.
Liebe Grüße aus dem Südburgenland,
Mag. Friedrich Kappel, Prof. i. R.
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Mein Name ist Sophia Karamat und ich besuche zur Zeit eine Wiener AHS und lerne seit 5 Jahren Latein. Ich möchte gerne zu den geplanten Kürzungen der Latein Stunden Stellung nehmen.
Viele Grüße,
Sophia
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Mein Name ist Thomas Winkler und ich besuche zur Zeit eine Wiener AHS und lerne seit 5 Jahren Latein. Gerne möchte ich zu den geplanten Kürzungen der Latein Stunden Stellung nehmen. Anbei sende ich Ihnen mein Statement gegen die Kürzung des Sprachunterrichts.
Mit freundlichen Grüßen,
Thomas Winkler
Jeder Satz den Sie heute schreiben ist dick zu unterstreichen. Ebenso ein Leserbrief in der Krone spricht mir aus der Seele der meinte die schuldigen waren die bei seiner Bestellung. Dass sah ich damals, nach seiner glücklosen Stadtrat Zeit genauso. Ich halte Frau Künsberg-Sarre diesbezüglich wesentlich kompetenter.
Viele liebe Grüße!
Rudolf Gindlhumer
Lieber Heinz Sichrovsky,
wenn die großteils dilettantisch angelegten Vorstöße des Ministers in
Sachen Bildungsreform einen Sinn haben sollen, dann muss es eine breit
angelegte Diskussion über Bildung im 21 Jahrhundert geben. Was ist in
unserer globalisierten Welt wichtiger als Sprachkompentenz? Hier
hineinzuhacken ist sicherlich ein folgenschwerer Fehler. Die Arroganz
mancher NEOS Politiker in dieser Sache und weiterer fragwürdiger
Vorhaben zur vermeintlichen Reform ist vielleicht dadurch zu erklären,
dass sie aus Familien kommen, in denen die Bildung im herkönmmlichen
Sinn, also AHS, Matura. Studium eine Selbstverständlichkeit war und ist.
Da kann man leicht ein bisschen an der Bildung herumbasteln, noch dazu
wenn's grad so populär ist, Altes in Frage zu stellen, weil der
digitale Fortschritt mitsamt KI für manche eine absolut reizvolle
Herausforderung darstellt. Natürlich kann Bildung nicht daran vorbei,
nur das Wie ist entscheidend. Und man kann nicht die Inhalte nur nach
ihrer vordergründigen Nützlichkeit abklopfen. Und wenn Minister
Wiederkehr meint, er habe Latein gelernt, aber es habe ihm nichts
genützt, spricht das gegen den Minister und nicht gegen Latein.
Was Herrn Klubobmann Shetty betriftt, fällt mir nur Folgendes ein. Immer
wenn Politiker in Sachen Bildung mit ihrem Latein am Ende sind, kommen
sie mit der Lehrergewerkschaft daher. Bisher nannten sie diese
Betonierer und Blockierer, jetzt sind sie zu Mumien modifiziert worden.
Da sind sie in guter Gesellschaftt, hat doch Herbert K. den
Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen als "Mumie in der Hofburg"
tituliert. Herr Shetty befindet sich allerdings mit seiner Äußerung in
denkbar schlechter Gesellschaft.
Ich habe zum wiederholten Male, das Interview mit Norbert Gstrein im
News Nr. 8 gelesen und bin immer wieder an dem Absatz über Donald
Rumsfeld hängen geblieben. Da ist die Rede "vom bekannten Unbekannten
und vom unbekannten Unbekannten, das unser Nichtwissen ausmacht. "
Gstrein interpretiert das grandios. "Wahrscheinlich ist da viel
unbekanntes Unbekanntes in den Köpfen, die solche Entscheidungen
treffen. Sie können also gar nicht wissen, was sie sich selbst und der
Gesellschaft damit wegnehmen. Entschuldigung ist das keine, aber
wenigstens vermissen sie nichts, und wenigstens tut es ihnen auch nicht
weh, weil es auch für das Wehtun ein Restwissen braucht." Schöner und
treffender kann man es nicht sagen.
Ich grüße Sie wie immer herzlich und warte gespannt auf Ihren
Sondernewsletter zur Kuratoriumssitzung in Salzburg, alles Liebe Riki Pacik
Sondernewsletter: Die Elite erklärt sich für Hinterhäuser (20.02.2026)
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Herzlichen Dank für ihren heutigen Bericht! Ich hoffe, dass die Unterstützung der bedutenden Künstler und Kunstschaffenden für Herrn Hinterhäuser Wirkung zeigt und die Kampagne gegen den erfolgreichen Intendanten unserer Festspiele ein Ende findet. Als langjähriges Mitglied der Freunde der Sazburger Festspiele finde ich die Vorgangsweise absolut inakzeptabel. Auch wenn sich Herr Hinterhäuser nicht an eine Position gehalten hat, sollte doch er allein für die Wahl der für das Theaterprogramm verantwortlichen Person zuständig sein.
immerhin muss ja auch Herr Hinterhäuser mit ihr zusammenarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Gerald Gruber
Ein ganz großes D A N K E an die Unterzeichner des Memorandums und auch an Sie, sehr geschätzter Herr Sichrovsky! Gut so, dass es jemanden wie Sie und viele Unterstützer der österreichischen vielfältigen Kultur gibt.
Mit besten Grüßen und dem Wunsch, dass Sie Ihre Meinung weiterhin so vertreten. E. Humer
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Herzlichen Dank für ihren heutigen Bericht! Ich hoffe, dass die Unterstützung der bedutenden Künstler und Kunstschaffenden für Herrn Hinterhäuser Wirkung zeigt und die Kampagne gegen den erfolgreichen Intendanten unserer Festspiele ein Ende findet. Als langjähriges Mitglied der Freunde der Sazburger Festspiele finde ich die Vorgangsweise absolut inakzeptabel. Auch wenn sich Herr Hinterhäuser nicht an eine Position gehalten hat, sollte doch er allein für die Wahl der für das Theaterprogramm verantwortlichen Person zuständig sein.
immerhin muss ja auch Herr Hinterhäuser mit ihr zusammenarbeiten.
Mit freundlichen Grüßen
Gerald Gruber
herr sichrovsky.
schon als „schilling verteidiger“, beim föttinger und nun beim hinterhäuser liegen sie am bauch und strampeln wie ein trotziges kind.
auch mir gehen die vorverurteilungen allesamt gehen den strich. egal, ob gegen politiker, künstler oder angestellte des kulturbetriebs.
sich aber jedesmal in selbstverbrennung zu üben ist mir aber zuviel und zuwider.
die wahrheit ist dem menschen zumutbar und sie soll sichtbar gemacht werden (frei nach ingeborg bachmann) aber weder die wahrheit noch der mensch soll manipuliert werden. ein newsletter hilft sich eine eigene meinung zu bilden solange er objektiv und nicht subjektiv selektiv berichtet.
alles gute und bis bald
hk
Lieber Herr Sichrovsky!
Sowohl bei der Bildung als auch bei der Kunst wird es sichtbar:
Wir leben in einer Zeit der Lobbyisten.
Die Politik hört in Sachen Bildung und Kunst eben auf andere Lobbyisten.
Herzliche Grüße
Günter Tolar
Danke für die Hinterhäuser-Unterstützung. Die Zwerge des Kuratoriums werfen wieder einmal lange Schatten - so tief steht die Sonne in Salzburg. Karin Bergmann - wie kann man so einen Glücksfall verhindern wollen …. dann gebührt dem Kuratorium die rote Karte! Hoffen wir …. Otto Schwarz
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Latein gerettet? – Theater gehen und kommen (19.02.2026)
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Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
also auf die 94% Prolateiner bei Heute zu schauen, ist wohl ein sehr dünnes Argument.
Und wenn die NEOS deswegen absacken spricht das nicht für die Lateiner.
Ich finde den Schwenk zu modernen Inhalten mehr als zielführend, denn die Menschen werden in Zukunft damit leben müssen. Und das hochgelobte Denkenlernen kann man auch anders, in Geschichte und Philosophie z. B. oder beim Lesen von Literatur.
Ich selbst habe nie Latein gelernt und oh Wunder, ich kann denken und analysieren und bin sehr gut durchs Leben gekommen.
Übrigens, zur Zeit ist es so, dass für Latein in der Oberstufe gleich viel Zeit vorgesehen ist wie für das Lernen einer lebenden Fremdsprache. Philosophie sackt auf 4 Stunden ab.
Ich weiß nicht wie viele der unsäglichen Machthaber Latein gelernt haben, aber gegen Narzissmus und Machtrausch hilft es offensichtlich nicht. Assad z. B. Ist Arzt, hat wahrscheinlich Latein gelernt?
Mit freundlichen Grüßen
Gerda Strauhs
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ich lebe seit 1982 in Oberösterreich und vermisse das Kulturleben in Wien, habe aber wenig Einblick in die Theaterlandschaft.
Beim Thema Lateinunterricht kann ich jedoch mitsprechen. Latein ist für mich die wichtigste Fremdsprache geworden.
6 Jahre Lateinunterricht in der Schule, dann 6 Jahre Medizinstudium, sowie später das Üben und Lernen mit drei Söhne, ergab weitere 12 Jahre Beschäftigung.
Latein hat mir erst den Zugang zur deutschen Grammatik eröffnet, das Erlernen der französischen Sprache erleichtert. Überrascht war ich, als ich beim Hineinschnuppern in die russische Sprache viele Parallelen zum Lateinischen entdeckte. Aber wenn man bedenkt, wie die russische Schriftsprache entstanden ist, wird das nachvollziehbar.
Als Großmutter habe ich dann begonnen, Italienisch und später Spanisch zu lernen. Mein passives Sprachverständnis ist dank der lateinischen Basis recht gut.
Meine Begeisterung für Sprache, Sprachspielereien und das wesentlichste Buch, das wir haben, hat mich dazu gebracht, jetzt auch noch ein wenig ins Hebräische hineinzuschnuppern: ein neues Abenteuer.
Latein in der Tiefe zu erlernen ist eine Herausforderung, besonders für Kinder und Jugendliche mit extrem kurzer Aufmerksamkeitsspanne.
Aber es zahlt sich auch heute noch aus, denn diese Sprache ist die Grundlage unserer europäischen Kultur und der Wissensvermittlung.
Die Petition habe ich schon vor Wochen unterschrieben und auch anderen ans Herz gelegt. Es geht um den Erhalt unserer Kulturfähigkeiten.
Mit freundlichen Grüßen, Jutta Paesold
Lieber Herr Sichrovsky,
jedem, der sie haben möchte, sei seine altphilologische Bildung gegönnt.
Der Plan sieht vor, Latein nicht zu streichen, aber zu kürzen.
Es gibt in Österreich 2000 Latein-Abiturienten. Bei 1,2 Mio Schülern insgesamt,
davon 217.071 in AHS, macht das nicht einmal 1%.
Andererseits rollt mit KI - und der jüngsten Eskalation durch KI-Agents - eine
Monsterwelle auf uns zu, der Kinder nicht ahnungslos ausgesetzt sein dürfen.
Die großen Tech-Konzerne planen in diesem Jahr KI-Investitionen von prognostiziert
600 Milliarden Dollar.
Wo ist hier die entsprechende Petition zum Schutz der Kinder durch Digitalbildung*?
Und wer macht sich Gedanken, was mit den Gehirnen von Kindern passiert, deren
Denken durch KI-Auslagerung nicht mehr gefordert wird?
Tempora mutantur, nos et mutamur in illis!
*Lehrer sind hier mitgemeint.
Spitzentöne: Magie des Theaters – Wiederkehrs Niederlage (18.02.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 08/2026 erschienen.
Lieber Heinz hast du dir schon überlegt, dass deine Petition nicht funktioniert, wenn niemand IT, EDV oder Technik lernt. Ich bin überzeugt, dass ein sinnvolles Angebot an Wahlmöglichkeiten den Schülern zu gute kommt, weil junge Menschen auch nicht unbegrenzt Wissen aufnehmen können.
Liebe Grüße Trude Behr
Lieber Heinz Sichrovsky,
Sie sind offensichtlich sehr optimistisch, was Latein und den Fremdsprachenunterricht anbelangt. Es ist auch äußerst begrüßenswert, dass ÖVP und SPÖ endlich bei dem Thema aufwachen. Sie führen Nico Marchetti und Heinrich Himmer an. Sehr erfreulich.
Aber Bildungminister Wiederkehr überrascht uns wöchentlich mit kreativen, neuen Ideen, wie er das Bildungswesen reformieren will. Man könnte fast sagen. " Und immer wieder Wiederkehr!" So stellte er in der vergangenen Woche ein Projekt vor, das medial im Aschermittwochgetümmel ein bisschen untergegangen ist. Es soll in Zukunft ein "Mittleres Management" eingeführt werden, in erster Linie an den Pflichtschulen.
Wie schon bei der Idee, die Volksschule auf 6 Jahre zu verlängern, stellt sich bei der Einführung dieses "Mittleren Managements" die Frage an den Minister:" Wie stellen Sie sich das praktisch vor?" Da sollen Lehrer freigestellt werden für Managementaufgaben, also für einen Job, den sie nicht gelernt haben, Punkt 1. Die neu geschaffenen Manager sollen neue Aufstiegsmöglichkeiten erhalten. Auch schön, man schafft damit innerhalb der Schule eine Zweiklassengesellschaft von Lehrern, Punkt 2. Die einen stehen weniger oder nicht mehr in der Klasse, weil sie sich um das mittlere Management kümmern müssen, angeblich zur Entlastung derer, die die schwierigsten Aufgaben meistern müssen, nämlich die Kinder verschiedenster Herkunft und unterschiedlicher Begabungen zu unterrichten, Punkt 3. Das wird eine Entlastung, die an ein Wunder grenzt. Man möchte dem Minister zurufen: "In Zeiten großen Lehrermangels und großer Herausforderungen gehören Lehrer in die Klassen und zu den Kindern, um für Unterstützung jeglicher Art zu sorgen!"Die sogenannten Manageraufgaben kann wohl administratives Personal erledigen, das muss man nur erst finden, anstellen und entsprechend bezahlen.
In diesen grauen Wintertagen beschenkt uns Minister Wiederkehr mit erhellenden Vorschlägen. Da fällt mir eine wunderbare, sonnige Folge von den "Alltagsgeschichten" von Elisabeth T. Spira zum Thema Donauinsel ein. Zwei Insulaner geraten in einem Disput über den Titel der Sendung aneinander. Da fällt ein nahezu klassischer Sager: "Du missverstehst ans net!" Das könnte man dem Bildungsminister auch vorhalten. "Sie missverstehen ans net, Herr Minister! Aber das gleich dreimal. Beim Thema "Latein und Sprachen", beim Thema "6 Jahre Volksschule" und beim Thema "Mittleres Management!"
Ich grüße Sie wie immer herzlich , alles Liebe Riki Pacik
PS.1 Wenn alles gut geht, erreicht die Latein-Petition heute ihre 40 000 Unterschrift!
PS.2 Ich habe gerade Ihren neuen Sondernewsletter zu Markus Hinterhäuser gelesen. Bravo!
Werter Herr Sichrovsky,
meinen Lateinunterricht habe ich leider nach einem Schulstreik mit dem Kleinen Latinum abgebrochen, weil die pädagogische Ungeeignetheit meines damaligen Lehrers wirklich nicht auszuhalten war.
Ganz „unbeleckt“ bin ich davon also nicht, frage mich aber, warum die alten Herren unbedingt meinen, heute sollte man Latein lernen. Wären nicht Spätägyptisch, Demtich oder gar Koptisch auch interessante alternative tote Sprachen, wenn man schon nicht Mandarin oder Hindi zu lernen bereit ist.
Ihnen Gesundheit, Glück und Freude daran
Uwe Ladwig
Robert Menasse über das, was auf dem Spiel steht (16.02.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 07/2026 erschienen.
Was ist so schlimm am US-NATO-Oberbefehl?
Die USA ist zentraler Teil der westlichen Zivilisation und als solcher natürliche Führerin der westlichen Welt.
Es waren übrigens die Sowjets,
die eine Trennung Europas von Amerika betrieben- und unter der Führung des Ex(?)KGBles Putin nach wie vor betreiben.
Menasse fährt hier in gefährlich Kreml-affinem Fahrwasser.
Die Kapitale des Westens heißt nicht mehr Rom oder Madrid oder Paris oder London.... sie heißt WASHINGTON!
Diese "Los von Washington!"- Bewegung ist daher sehr gefährlich:
Wer "Brüssel!" kreischt, kreischt in letzter Konsequenz "Moskau!"
Alexander Dugins Eurasia lässt grüßen.. autsch!
Nicht aus Zufall fordern Linke daher einen "europäischen Patriotismus".. selbst als Bundespräsident.
Sie fremdeln seit hundert Jahren mit dem "verjudeten" Kopf der "kapitalistischen Bourgeoisie" an der Wall Street.
Im Münchner Abkommen hat man Hitler im Übrigen nicht nur die Tschechoslowakei überlassen. Auch Österreich wurde des Friedens willen geopfert.
Seltsam, wie sehr unsere Linken mit der Existenz Österreichs so ihre Probleme haben dürften....
Inkarniert ist diese Groteske im antisemitischen, deutschnationalen Rassisten und Antisemiten Karl Renner, der den "Anschluss" Österreichs an Hitler-Deutschland bejahte und bejubelte.
Hauptsache Österreich verschwindet.
Früher im Schoße Deutschlands - heute im Schoß der Brüsseler Technokratie?
Die SPÖ-Bildungsakademie ist bekanntermaßen nach wie vor nach Renner benannt. Grotesk. Oder Programm...?
Der "europäische Patriotismus" reibt sich also einerseits an Österreich, andererseits am "verjudeten" Kopf der "kapitalistischen Bourgeoisie" - kompliziertes Mindset.
Wie Menasse im Übrigen auf die groteske Idee kommt, dass wir in einer "nachnationalen Welt" leben, bleibt rätselhaft.
Offensichtlich bastelt er sich da eine in seinen Augen ideale Welt zusammen.
Es ist ja gerade die UKRAINE, die FÜR ihre nationale Souveränität kämpft und blutet!!!
Und nur zur Erinnerung, Robert:
Demokratie lässt sich nur in Nationalstaaten organisieren.
Der Sozialismus hingegen schätzt große, imperiale Kollektive - wie die EU.
Alles klar?
Die USA bedrohen weiters kein NATO-Land.
Grönland ist im Hinblick auf die EU exterritoriales Gebiet.
Eine dänische Kolonie mit Tendenz zum Entkolonialisieren.
Trumps Grönland-Politik mag tolpatschig sein, aber: Hold the horses, Robert!
Beim Thema Sterbehilfe ist Menasse dann aber absolut zuzustimnen.
Er trifft den Nagel wunderbar auf den Kopf.
Matthias Urban
Sondernewsletter: Diesmal alles für die Bildung (11.02.2026)
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Bin ein großer Fan Ihrer Artikel
Und habe die ‚Latein-Petition‘ unterschrieben
Warum argumentiert man nicht stärker mit dem Fakt, dass durch die Streichung dann ja der Stundenplan total geändert würde - weil oft ja andere Sprachen gewählt und zeitgleich unterrichtet werden?
Danke für Ihr Engagement
Herzliche Grüße
Maria Harmer
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit großem Erstaunen habe ich über die geplante Kürzung der Lateinstunden an unseren Gymnasien gelesen. Es scheint, als würde man in einer Welt der Digitalisierung und Spezialisierung ein Fach opfern, dessen Wert oft erst auf den zweiten Blick erkennbar wird.
Oft wird argumentiert, Latein sei eine „tote Sprache" und die Zeit könne besser für Informatik oder Demokratiebildung genutzt werden. Doch letzteres ist nicht nur bereits ein wichtiger Bestandteil des Lateinunterrichts, sondern Latein hilft auch, die teils komplexe deutsche Grammatik besser zu verstehen. Latein wird zwar heutzutage nicht mehr aktiv gesprochen, dennoch hat der Lateinunterricht ein eindeutigen Mehrwert für uns Schüler:innen. Denn durch die intensive Beschäftigung mit der lateinischen Grammatik trainieren wir nicht nur unserer Sprachverständnis im Allgemeinen sondern auch unsere Ausdrucksfähigkeit im Deutschen. Wer Latein lernt, begreift so auch die Grammatik der deutschen Sprache und versteht die grammatikalischen Zusammenhänge und Begriffe besser.
Zudem ist Latein die Basis für das Erlernen romanischer Sprachen wie Spanisch, Italienisch oder Französisch und bildet das Fundament für wissenschaftliche Begriffe in der Medizin, den Naturwissenschaften und den Rechtswissenschaften. Eine Kürzung würde künftigen Student:innen Zugang zu vielen Studiengängen erschweren, in denen das Latinum nach wie vor Voraussetzung ist.
Statt das Fach weiter zu beschneiden, sollten wir den Wert einer fundierten humanistischen Allgemeinbildung schätzen, die uns hilft, die kulturellen und geschichtlichen Wurzeln Europas zu verstehen - etwas, was gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Kaya L.
Lieber Heinz,
in der Debatte über Latein oder nicht Latein (ich hatte es selbst auch in der Schule) bin ich uneingeschränkt der Meinung von Andreas Salcher, die er kürzlich auf LinkedIn vertreten hat. Hier zu deiner Info, falls du sie nicht ohnehin gelesen hast. Hier gehts zum Beitrag
Liebe Grüße
Hubert
Lieber Heinz Sichrovsky,
was Sie in Ihrem Sondernewsletter beschreiben, ist wahrlich kein Grund zur Freude. Kein Wunder, dass Sie am Ende Ihres aufschlussreichen Newsletters schreiben: Alles falsch gemacht, Wiederkehr. Ja,stimmt!
Aber Wiederkehrs kreative Ideen zum Thema Schulreformen sind noch lange nicht am Ende. Hat er schon als Wiener Bildungsstadtrat von einer Volksschule geträumt, die 6 Jahre dauern soll, so begrüßt und unterstützt er jetzt als Bildungsminister das Projekt seiner Nachfolgerin in Wien, die eine Modellregion für 6 Jahre VS in Wien einrichten will. So etwas kennen wir schon. Immer wenn das Bildungsministerium neu besetzt wird von jemandem, der von der gemeinsamen Schule der 10 bis 14-Jährigen träumt und einsehen muss, dass er dieses Vorhaben nicht umsetzen kann, sucht er Zuflucht in einer halbherzigen Scheinlösung , die keine Probleme löst, im Gegenteil vorhersehbar neue schafft. Das war schon bei Claudia Schmied so, die uns mit der Mittelschule beglückte und das wiederholt sich jetzt mit Emmerling und Wiederkehr. Allerdings mit viel weitreichenderen Folgen, stellen sie doch die Volksschule und die Sekundarstufe 1 auf den Kopf.
Wie darf man sich das praktisch vorstellen? Offensichtlich hat man auch bei den Neos noch kein Konzept, das will der eifrige Minister bis zum Ende der Legislaturperiode ausgearbeitet haben. Er rechnet mit 2029, aus heutiger Sicht ein optimistischer Ansatz. Wer glaubt im Moment wirklich, dass diese Koalition alle 5 Jahre halten wird?Aber wenn ich es richtig verstehe, darf Wien schon vorher Versuchskaninchen spielen. Herzlichen Dank!
Aber zurück zur momentanen Ausgangslage, was die Kürzungen bei Latein und den Fremdsprachen betrifft. Ihre abschließende Frage, wann sich denn die alte Bildungspartei ÖVP der Sache annimmt, kann ich nur lapidar beantworten. Eine Partei, die sich zuletzt im Unterrichtsministerium einen Minister Martin Polaschek geleistet hat, kann man in Bildungsfragen auch nicht mehr wirklich ernst nehmen.
Ich grüße Sie wie immer herzlich, alles Liebe Riki Pacik
Heinz Sichrovskys Spitzentöne: Intrigen gegen Hinterhäuser: albern und gefährlich (11.02.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 07/2026 erschienen.
Voriges Jahr hatte ich das Glück Peter Ruzicka bei einer Führung einer Schönbergsusstelung persönlich kennenzulernen. Ein aussergewöhnlicher Künstler und Mensch. Eine Schande wie man ihn in Salzburg behandelt hat.
Viele liebe Grüße! Rudolf Gindlhumer
„Der kongeniale Besetzungsdirektor Josef Hussek", der war ein ganz lieber Freund von mir, selbst in der Coronazeit hatten wir viel Mailaustausch. Schade, dass er uns so früh und so traurig verlassen hat. Seine Frau Martina habe ich in der Manon getroffen, sie geht nach wie vor viel in die Oper. Für das Cineplexx Kino Wien Mitte hätte ich für den Tristan aus der Met im März eine Karte abzugeben, Interesse? Erste Davidson Isolde, Michael Spires.
LG Johanna
Immer mehr Ungemach für Wiederkehr: Wo ist die verschwundene NEOS-Umfrage? (10.02.2026)
Lieber Herr Sichrovsky,
Frage: hat schon jemand von „unserer“ Petition (falsches Wort, besser: Forderung) die Frage aufgebracht, warum die (angeblich nötigen, als wenn man Demokratie im Frontalunterricht lernen könnte) Stunden nicht bei der großteils unnötigen (!!!) Oberstufen-Mathematik gekürzt (und dadurch „gewonnen“) werden ?? Wenn ich daran denke, was schon ich da in meiner Zeit völlig Unnötiges gelernt habe, und zudem weiß, wieviel mehr Unnötiges meine Töchter und Enkelkinder (!!) da gelernt haben, dann wüßte ich genügend „Einsparungspotential“.
Herzliche Grüße
Hartmut Krones
Im ZIB2-Interview vom 30.1.2026 sprach Minister Wiederkehr u.a. diesen Satz: „Man kann nicht immer nur was dazustopfen.“ Das ist mit Sicherheit wahr, nur erkennt der Minister nicht, dass er hier der Stopfende ist. Die ewige Wiederkehr des Gleichen: Bildungspolitiker setzen Schritte, die nicht Lösung, sondern selbst Problem sind. So Elisabeth Gehrer, die die Chuzpe hatte, Einsparungen beim Budget als Stundenentlastung für die Schüler zu verkaufen (damals war übrigens kein Fach so stark betroffen wie Latein). Dann ließ sich Claudia Schmied („Neue Oberstufe“) dafür feiern, das Sitzenbleiben in der Oberstufe abgeschafft zu haben (übrigens von genau den Medien, die nach wie vor üppige Regierungsinserate erhalten). Schließlich Gabriele Heinisch-Hosek, die im Wissen, dass es im Parlament kaum eine Zweidrittelmehrheit für die gemeinsame Schule der 10-14-Jährigen geben wird, mit der „LehrerInnenbildung Neu“ versuchte, diese über die Hintertür einzuführen, jedoch mit dem Effekt, dass nun Junglehrer ins kalte Wasser geschmissen werden; sie muss als eine der Mütter des Lehrermangels bezeichnet werden. Man lasse sich das Wort „Reformstau“ auf der Zunge zergehen: An einem Stau auf der Autobahn ist nicht problematisch, dass es zuwenig Autos gibt, sondern zu viele...
Ich würde Geld darauf wetten, dass in der nächsten Legislaturperiode eine Wiederkehr von Wiederkehr als Minister ausgeschlossen ist; kommt daher sein populistisch-aktivistisches Gehabe? Wenn er eine sinnvolle Maßnahme setzen will, an die man sich auch später noch erinnert, könnte er von den unsinnig langen neunwöchigen Sommerferien 7 Tage auf die Herbst- und Osterferien umschichten, das würde die schulische Belastung für alle verringern, ganz ohne Kosten. Zuletzt möchte ich Franz Schuh zitieren („Standard“ vom 12./13.1.2002): „Mit seiner Klarheit und Grammatik ist Latein möglicherweise das beste Fach, um Deutsch zu lernen. Es gibt aber ein großes Interesse unter so genannten Bildungspolitikern, alles abzuschaffen, was die eigene Sprache betrifft. An der Sprache hängt nämlich eine Individualitätskultur, die sich schwer mit den gängigen Phrasen überlisten lässt.“
Dr. Roland Kadan, Gymnasiallehrer in Wien, viele Jahre auch in der Lehrerfortbildung und (als Externer Lehrender) an der Universität Wien tätig
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
danke für Ihren ausgezeichneten Artikel zur sogenannten Bildungsreform.
Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Ohne Bildung ist ein Verständnis der Welt, ihrer Synchronizitäten und Prozesse und daraus folgend die Kritikfähigkeit ihrer Bewohner meiner Meinung nach nur sehr beschränkt möglich. Wenn das das Ziel von Herrn Wiederkehr und damit der Politik in unserem Land sein sollte - was ich nicht hoffe -, dann leistet er gute Arbeit. Wie man in den Umfragen sieht, ist es Gott sei Dank (noch) nicht das Ziel der Menschen in unserem Land.
Mit herzlichen Grüßen
Anna-Maria Birnbauer
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Vielen Dank für Ihren Artikel!
Es laufen zwei weitere Petitionen gegen die Änderungspläne(?) im AHS-Bereich:
https://docs.google.com/document/d/1br-OX0s_VqY3SX32hvdfPFFLDmS7TDv897jXSIlqmlo/edit?tab=t.0
https://mein.aufstehn.at/petitions/naturliche-intelligenz-starken-mit-fundiertem-sprachunterricht
Lieben Gruß
Verena Gundacker
Sehr geehrter Herr Mag. Sichrovsky!
Mit Amusement und größter Bewunderung für Ihre äußerst passende Wortwahl habe ich Ihre pointierte Aufzählung der Geschehnisse rund um NEOS Bildungsminister Wiederkehr und sein Vorhaben der Kürzung von Lateinstunden in NEWS, erschienen am 10.2.2026, gelesen. Ich möchte mich im Namen der Fachgruppe LATEIN des BORG Monsberger, Graz recht herzlich dafür bedanken, dass Sie nicht nur des Ministers unerhörte Pläne so gekonnt kommentiert haben, sondern auch auf das, wie Sie ganz richtig geschrieben haben, UNDEMOKRATISCHE Verschwinden einer Umfrage mit einem für Wiederkehr unangenehmem Ergebnis, hingewiesen haben. Meine Versuche, diesen Sachverhalt per Leserbrief in diversen Medien kundzutun, waren leider bisher nicht von Erfolgt gekrönt. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu Ihrem Text und bitte Sie, noch unzählige weitere zu diesem Thema in allen Ihnen zu Verfügung stehenden Medien zu publizieren! Vivat lingua Latina!
Vale quam optime!
Nicolas Stojkovic BEd MEd
UF Latein und Englisch
Herzlichen Dank, Herr Sichrovsky, ich gehe mit Ihnen völlig konform.
Wer auf der Neos-Homepage vorbeischaut, braucht ein wenig Fähigkeit zu kritischem Umgang mit Medien. Für die neuen Fächer Demokratie-/Medienbildung und KI, die laut Neos-Umfrage stolze 3 % der Besucher der HP für sinnvoll erachten, schlägt Bildungsminister Wiederkehr eine „leichte Kürzung bei den Latein-Stunden“ vor: von 12 auf 8. Ein Drittel der Stunden streichen ist definitiv keine „leichte Kürzung“.
„Statt bisher vier Stunden pro Woche sollen künftig drei Stunden für Latein reserviert sein“, heißt es weiter auf der Homepage. Da soll wohl der Eindruck vermittelt werden, Latein verfüge derzeit in allen AHS-Formen und von der 9. bis zur 12. Schulstufe über 4 Wochenstunden … In Wahrheit gibt es aber nur an manchen ORG-Standorten 4 Stunden – und zwar lediglich in der 5. Klasse!
„Gleichzeitig erhalten Gymnasien durch schulautonome Stunden die Möglichkeit, ihre Curricula flexibel zu gestalten und die reduzierte Lateinstundenzahl auszugleichen“, so der Minister. Anderen allgemeinbildenden Fächern vier Stunden wegnehmen? Wiederkehr meint wohl, in Gymnasialdirektionen und Konferenzzimmern geht es so autoritär zu, wie er vorgehen möchte … Eine Verhöhnung!
International werde Latein immer mehr zu einem Wahlfach, so Wiederkehr. Natürlich beginnt er bei seiner Aufzählung mit Nordeuropa und Skandinavien, wo – fernab der griechisch-römischen Zivilisation gelegen – die humanistische Bildung nie die Rolle gespielt hat wie in Mittel- und Südeuropa. In Italien sei Latein wie in Frankreich, Belgien und Spanien ein etabliertes Wahlfach. Allerdings: In Italien ist Latein in den Schulformen Liceo Classico und Liceo Scientifico verpflichtend! Die Schweiz und Deutschland werden auf der Neos-Homepage nicht einmal erwähnt – verständlich, denn besonders in den alten deutschen Bundesländern ist Latein sehr stark vertreten, in einer großen Zahl von Gymnasien sogar ab der 5. Schulstufe: Das verschweigt man bei Neos lieber, das passt ihnen nicht in den Kram.
Ohne die geplanten Segnungen durch Wiederkehrs neue Fächer habe ich offensichtlich kritischen Umgang mit Medien gelernt: Ich hatte – meinem geschätzten Professor sei Dank – einen sehr guten Latein- und Griechisch-Unterricht. Und vielleicht hat mir der liebe Gott auch etwas natürliche Intelligenz geschenkt …
Wolfgang Leberbauer, Kremsmünster
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
Ich danke Ihnen für Ihre treffende Zusammenfassung der aktuellen Situation im Bildungsministerium!
Wo bleibt die Wahlfreiheit für alle, die sich dem Ziel der Weltoffenheit und einem gelebten Europa verschrieben haben?
Wenn mein Sohn Sprachen lernen will, muss er den Realzweig wählen?!
Unter dem Decknamen der Reform findet hier wohl eher ein verdeckter Angriff auf den neusprachlichen Zweig des Gymnasiums statt.
Schulsysteme und Koppelungen sind komplex, es würde nun durchaus von Größe zeugen, Fehleinschätzung zuzugeben und voreilige Entscheidungen zu revidieren.
Wo bleibt die ÖVP in dieser Diskussion?
Dum spiro spero!
Dr. Karin Florian
Danke für den Artikel ! Man kann sich natürlich fragen: Hab ich das alte Griechisch gebraucht für die Entwicklung einer Immuntherapie des Neuroblastoms bis zur EU Marktzulassung und darüber hinaus, für die Führung von Biotech-Start-ups, und manchmal zwischendurch auch zum Kirchenorgel-Spielen (ohne es gelernt zu haben) ? Die Antwort ist: Jaaaaaa !
Neben einigen anderen lernt man mit dieser humanistischen Bildung nämlich das Hirn freizumachen von eingebrannten Vorgaben, nennt man dieser Tage „lateral thinking“, der beste Weg für Innovation, in der Musik genauso wie in der Biotechnologie…
Beste Grüße
Hans Loibner
Salzburger Festspiele: Läppische Intrigen um Markus Hinterhäuser (04.02.2026)
Lieber Heinz Sichrovsky,
eigentlich wollte ich mir gerade etwas Schreibabstinenz verordnen. Da bot mir heute Morgen ein Presse - Artikel von Wilhelm Sinkovicz eine Information, die ich gerne im Zusammenhang mit ihrem Newslettter aufgreifen möchte.
Wilhelm Sinkovicz beschreibt einen nahezu absurden Zustand in Salzburg rund um Markus Hinterhäuser. Während er in Frankreich geehrt und gefeiert wird, mühen sich Salzburgs Bürgermeister und die Landeshauptfrau mit seltsamen Drohgebärden gegen den Intendanten ab. Zu Unrecht, denn es steht ihm laut Vertrag zu, den neuen Festspiel-Schauspielchef/ die neue Festspiel-Schauspielchefin zu engagieren. Gegen Karin Bergmann spricht laut Fachkreisen absolut nichts. Vielleicht liegt es ja daran: Zu Festspielzeiten ist Salzburg sozusagen der Nabel der Welt, was Kultur anbelangt. Da sonnen sich die Politiker in diesem Glanz und geben Weltoffenheit vor. Im Rest des Jahres ist Salzburg halt einfach Provinz.
Mit lieben Grüßen Riki Pacik
Heinz Sichrovskys Spitzentöne: Beste Köpfe für Latein, Trump als Opernkreatur (04.02.2026)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 06/2026 erschienen.
Sag mir, wo die Bildung ist …
Wer heute über Defizite in Wissenschaft, Politik oder Medien klagt, meint oft fehlende Expertise oder mangelnde Professionalität. Doch das eigentliche Problem liegt womöglich tiefer. Der Philosoph Robert Spaemann erinnerte daran, dass Bildung nicht mit Ausbildung verwechselt werden darf. Ein gebildeter Mensch ist nicht einfach jemand mit viel Wissen oder beruflicher Qualifikation, sondern jemand, der Zusammenhänge versteht, selbstständig urteilen kann und sein Wissen in ein umfassenderes Verständnis von Welt und Mensch einordnet. Bildung ist Orientierung — nicht bloß Kompetenz.
Vor diesem Maßstab betrachtet, erhält die Diagnose besonderes Gewicht: In zentralen gesellschaftlichen Bereichen mangelt es weniger an Spezialisten als an gebildeten Persönlichkeiten. Dass viele Menschen heute kaum noch zwischen Bildung und Ausbildung oder zwischen Sprachkompetenz und Bildung unterscheiden, ist mehr als eine begriffliche Ungenauigkeit. Es ist ein Symptom. Fachwissen und funktionale Fähigkeiten sind verfügbar wie nie zuvor — doch die Fähigkeit zur Einordnung, zur Reflexion und zum verantwortlichen Urteil tritt dahinter zurück.
Gerade hier lohnt sich ein Blick auf unsere Region. Konstanz und die Bodenseeregion sind nicht nur Bildungsstandorte, sondern seit Jahrzehnten Orte, an denen über die Grundlagen von Sprache, Wissen und Erkenntnis nachgedacht wird — etwa in Traditionen der sprachbasierten Informatik oder der konstruktiven Wissenschaftstheorie. Solche Ansätze erinnern daran, dass Erkenntnis immer auch ein sprachlicher und reflexiver Prozess ist. Sie machen deutlich: Bildung beginnt nicht beim Anhäufen von Fakten, sondern beim bewussten Umgang mit Begriffen, Bedeutungen und Perspektiven.
Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Debatte über generative künstliche Intelligenz in einem anderen Licht. Sie wird meist als Bedrohung oder als Effizienzwerkzeug diskutiert. Doch sie kann auch ein Instrument sein, Breitenbildung zu stärken — vorausgesetzt, sie wird klug eingesetzt. In Elternhaus, Kita oder Schule kann sie dialogisch genutzt werden, um Neugier zu strukturieren, Fragen zu vertiefen und Perspektivwechsel anzuregen. Gerade in einer Region mit wissenschaftlicher Tradition im Umgang mit Sprache und Erkenntnis liegt hier eine besondere Chance, solche Technologien bewusst bildungsorientiert zu gestalten.
Freilich: Bildung lässt sich nicht automatisieren. KI kann Informationen liefern, Denkanstöße geben und Gespräche begleiten — aber sie kann weder menschliche Erfahrung ersetzen noch moralische Urteilsfähigkeit hervorbringen. Bildung entsteht durch Begegnung, durch Vorbilder, durch pädagogische Beziehung und durch persönliche Auseinandersetzung mit der Welt. Wird KI jedoch als Werkzeug in diesen Prozess eingebettet, kann sie dazu beitragen, Voraussetzungen zu schaffen, auf denen Bildung im spaemann’schen Sinne wachsen kann.
Vielleicht liegt darin eine Perspektive: Wenn wir frühzeitig Räume eröffnen, in denen Fragen wichtiger sind als schnelle Antworten, könnten wir langfristig jene gebildeten Menschen fördern, die unsere Institutionen dringend brauchen. Die Frage „Sag mir, wo die Bildung ist …“ wäre dann nicht nur Klage — sondern Anstoß, neu darüber nachzudenken, wie wir sie entstehen lassen.
Prof. em. Dr. Erich Ortner
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Danke für ihre Artikel. Wegen "Monster's Paradise" muss man ja direkt nach Graz fahren.
Die Petition zwecks Latein habe ich natürlich auch unterschrieben, und etliche Leute dazu bewogen es mir gleich zu tun.
Viele liebe Grüße!
Rudolf Gindlhumer
Heinz Sichrovsky verteidigt Kunst und Kultur: Unfug in Salzburg, die besten Köpfe für Latein (04.02.2026)
Lesen Sie den Newsletter zum ersten Mal? Melden Sie sich hier an. Sollten Sie meinen Newsletter ausreichend interessant finden, schicken Sie ihn gerne weiter. Vielen Dank!
Danke für die wunderbare Analyse einer weiteren wirklich unnötigen Erregung.
Herzlichst
Mag. Ingrid Zobl-M.
WRG/ORG der Franziskanerinnen in Wels
Ich bin ganz ihrer Meinung. Auch in anderen Berufen kommt es immer wieder vor, dass Jobs ohne Bewerbung angeboten und vertraglich fixiert werden. Das Intrigenspiel ist wirklich ärgerlich in Salzburg. Besonders wenn Markus Hinterhäuser ein so ausgezeichnetes Programm bietet.
Beste Grüße Ruth Kling
Lieber Heinz Sichrovsky,
am Morgen des dritten Tages - exakt um 9:22 - 30.429 Unterschriften, wie schön. Aus Ihrem Newsletter möchte ich einen Satz herausnehmen, weil er ein treffendes Bild vermittelt."Und jetzt steht Wiederkehr, der sich mit neoliberalem Populismus ein paar Umfragepunkte erhofft hat, plötzlich Aug in Aug mit der Bildung." Der Bildungsminister duelliert sich mit der Bildung, herrlich! Was daraus zu entstehen scheint, ist eine Debatte über Bildung, wie man sie sich wünscht. Weit entfernt von der mit Scheuklappen behafteten, parteipolitisch geprägten Bildungsdebatte der letzten Jahrzehnte. Allein wenn man die drei Beiträge von Ronald Pohl, Günter Traxler und Thomas Raab, die unterschiedlicher nicht sein könnten, im heutigen Standard liest, merkt man, dass sich durch die Anliegen der Petition etwas entwickelt, was zu einer echten Bildungsreform führen könnte. Wenn die Politik denn willens wäre zuzuhören. Man wird sehen, ob der Bildungsminister und die Bildung daran erstarken, wenn sie sich Aug in Aug gegenüberstehen.
Ob der Bildungsminister dazu genügend Zeit haben wird, ist möglicherweise fraglich. Sollten sich die Koaltionspartner weiterhin mit nicht abgesprochenen Volksbefragungsankündigungen etc. ärgern, könnte diese Koaltion mit ihrem Bildungsminister bald Geschichte sein. Und dann hätten wir wahrlich andere Sorgen. Nicht nur, was die Bildungspolitik angeht.
Ich grüße Sie wie immer herzlich Riki Pacik
Lieber Herr Sichrovsky,
danke für Ihre spitze Feder, sie ist jedesmal ein Genuss!
Leider sehe ich nicht so genau hinter die Kulissen des " Intrigantenstadls"(was sicher sehr aufschlussreich sein könnte!), aber etwas kann ich natürlich schon dazu sagen...
Ich glaube kaum, dass es im Moment jemand gibt, der Markus Hinterhäuser das Wasser reichen könnte, da braucht man sich nur mal das Programm der diesjährigen Salzburger Festspiele anzusehen. Wer da nicht bemerkt mit welcher gedanklichen Tiefe und künstlerischen Qualität hier gearbeitet wird, dem ist einfach nicht zu helfen, aber diese beiden Faktoren erzeugen natürlich in unserer heutigen, an Banalität so reichen Welt, im besten Fall Abwehr, im schlimmsten Fall Neid, Missgunst bis hin zu Verleumdung und Rufschädigung, man kennt das, auch was Teodor Currentzis anbelangt, seit Jahren.
Deshalb, lieber Herr Sichrovsky, freut es mich besonders, Ihre aufschlussreichen Artikel zu lesen, nochmals herzlichen Dank dafür!
Liebe Grüße aus Freiburg,
Annette Stiller
Betreff: was ich meine?
Voll daneben !!! (3 Rufzeichen)
Ein gescheiter Intendant fällt nicht auf eine Frage von Journalisten herein, sondern antwortet "diplomatisch" ("Derzeit keine Auskunft möglich.") UND/ODER wahrheitsgetreu ("Sie hat sich leider nicht beworben, offenbar gefällt es ihr in Gmunden sehr gut.")
Gesetzlich ist eine Ausschreibung (unverständlicherweise) nicht gefordert, doch das Kuratorium hat das Recht, diese zu fordern und muss ja auch das Geld bewilligen - ode auch nicht.......
Nicht irgendwelche "Branchenhalbtoten" (bitte Namen nennen!) sind aktiv geworden, sondern die Neuen: Landeshauptfrau und Bürgermeister, als neue "Besen", die bekanntermaßen gut kehren.
Handke und die unsägliche Frau mit den schlampig geschminkten Lippen generieren zwar Kritiker-Elaborate, aber inhaltlich gehören sie zu den wirklich "Branchenhalbtoten".
Was an dem Opernprogramm fulminant sein soll, erschließt sich mir als Opernfreak nicht: die übliche Übernahme aus den Pfingstfestspielen, ein zugekaufter Monteverdi, Carmen gabs erst 2012 (damals von den Osterfestspielen übernommen; diesmal als zweifelhaftes Starvehikel angesetzt), Ariadne ist auch noch nicht lange her (auch 2012), aufgewärmte Cosi, semikonzertant Lucio Silla; einzig der Messiaen mag Aufmrksamkeit verdienen.
Mit Verlaub: den neuen Jedermann hat der Intendant NICHT erfunden; er hat, nachdem er die zweite Sturminger-Pleite nicht verhindert hat, die Verlängerungsverträge (blind?) unterschrieben hatte, eine teure Notbremse gezogen und sich endlich auf den derzeit einzig die Ränge füllenden Hauptdarsteller besonnen. Das hätte jeder Anfänger längst 2 Jahre zuvor auf den Weg gebracht.
So schaut die Bilanz aus, wobei zahlreiche bekannt gewordene Verhaltensauffälligkeiten und Missgriffe in der Besetzung (Dirigenten, Sänger......) nicht weiter ausgeführt sind.
Besser, Sie lassen den Schreibstift von diesem Herrn, er ist angezählt und zwar mit voller Beechtigung.
W. Becker
Humanismus retten durch KI-Unterricht?
Minister Wiederkehr möchte also den „Humanismus retten“, und zwar durch Kürzung der zweiten Fremdsprache (nicht nur Latein!) in den Gymnasien zugunsten von KI-Kompetenz, Demokratie- und Medienbildung. Er sieht dies als „kulturelle Selbstverteidigung“ und meint, Medienbildung und Informatik-Kompetenz seien die logische Fortsetzung der klassischen Philologie.
Der Herr Minister irrt. Junge Menschen brauchen, um sich in der modernen Welt zurechtzufinden, nicht eine Unterrichtsstunde, in der eine schnell eingeschulte Lehrpersonen mit ihnen KI-Prompts schreibt. Was wirklich notwendig ist, ist eine intensive und jahrelange Beschäftigung mit den grundlegenden Fragen über Werte und Werthaltungen: Was ist wahr, was ist gut und redlich, was ist gerecht, …? Das ist humanistische Bildung, das ist Menschenbildung, das ist Allgemeinbildung, die man im Gymnasium erhält. Latein leistet hierfür seit jeher einen wesentlichen Beitrag, es schult Lese- und Textverständnis, kulturelles und geschichtliches Verständnis (auch Demokratiebildung!), logisches Verständnis und Konzentrationsvermögen. Wer sich darauf eingelassen hat, wer sich an diesen Themen abgearbeitet hat, dem fällt es nicht schwer, KI-Prompts zu erstellen und das Wahre, Redliche und Gerechte auch in der modernen Medienwelt zu verteidigen.
Mag. Hedda Viernstein
AHS-Lehrerin
Quo usque tandem abutere, Christophore Wiederkehr, patientia nostra?
Ich hab ihm geschrieben - ob Wiederkehr das versteht ?
♥lichst
Gunnar Grässl
Der gerade LORELEY – Scala 1968 – Gavazzeni – Cecchele ( !! ), Suliotis, Cappuccilli, Ferrin hört…………
Sehr geehrter Herr Sichrovsky!
Ich habe Ihren Artikel Läppische Intrigen in Salzburg mit großem Interesse gelesen.
Noch im Herbst 2025 wandte ich mich mit dem Vorschlag, am 6. August 2026 im Rahmen der Salzburger Festspiele eine Veranstaltung zum 80. Geburtstag von Peter Simonischek auszurichten, an die Leitung der Salzburger Festspiele.
Nun verstehe ich, warum ich bisher weder eine positive noch eine negative Antwort erhalten habe. Sie sind momentan mit anderen Angelegenheiten beschäftigt.
Mit besten Grüßen
Tatiana Messner
Lieber Herr Sichrovsky,
dieses Mal bin ich nicht Ihrer Meinung.
Ich möchte mich hier stellvertretend für die Position eines heute 13-jährigen
Unterstufenschülers melden:
Das hehre Ideal humanistischer Bildung wird es schwer haben gegen die
Herausforderungen einer sich dramatisch ändernden Denk- und Arbeitswelt.
(KI wirkt sich bereits auf den Arbeitsmarkt aus.)
Wieviele der erlauchten Unterzeichner:innen* des Protestbriefes, die ihre
Schulzeit längst hinter sich haben, haben wohl tatsächlich Jahre quälender
Latein-Paukerei hinter sich?!
Kids von heute fangen nichts an mit überfrachteten Bildungsinhalten von gestern.
Sie brauchen geeignete „Tools“ für Problemstellungen von heute.
Wer vor einem halben Leben in die Schule ging, fand eine andere Welt vor. Wer
schulpflichtige Kinder hat und mit ihnen lernt, weiß das.
Wer es für ein nachfolgendes Studium braucht, kann Latein in einem Semester lernen.
Es wird nicht abgeschafft, aber zugunsten erforderlicher Anpassungen an
Veränderungen reduziert. Ein Grundverständnis bleibt damit gesichert.
Und logisch denken können nicht nur Altphilologen!
*Durchschnittsalter geschätzt 60+?! Glaubt man da wirklich, sich auszukennen in der
Welt heutiger Jugendlicher und ihrer Herausforderungen?!
Mit freundlichen Grüßen
H e i d r u n S t r a s s e r
Sehr geehrter Herr Sichrovsky,
ich möchte noch ein Mal auf Latein und Griechisch zurückkommen.
Ich habe mit Latein (tote Sprache) ohne Sprachkurs, nur mit Urlaube in Italien, spielend Italienisch gelernt. Auch im Rumänischen fand ich viele Italienische (Lateinische) Wörter.
Griechenland hat mich enttäuscht. Außer der Schrift, ist nur wenig vom Altgriechischen geblieben. Dafür konnte ich leichter die russischen Buchstaben erlernen.
Mit freundlichen Grüßen
Karl Hawlik
Für beides wieder vollste Zustimmung!
Habe die Latein-Petition schon gestern sofort unterschrieben und an
Freunde zur Unterschrift weitergeleitet.
Mit besten Grüßen
Susanne Neuer
Ich hoffe auf Karin Bergmann … sie wäre die Beste! …. und nur das zählt. Auch sollte das Kuratorium nicht den hervorragenden Intendanten vergraulen … mit der Präsidentin machen sie keinen Stich!! Gelbe Karte von Ignoranten - warum sind die Mächtigen immer so dumm? Ohnmächtige Grüße … Dr Otto Schwarz
Lieber Heinz Sichrovsky !
Punktgenau ! DANKE!
Und mit Freude unterschrieben und weitergeleitet !
♥lichst
Gunnar Grässl
Der gerade TELL – Gardelli – Gedda, Mesple, Caballe, Bacquier hört….


