Mareike Fallwickl schreibt über weibliche Wut sowie die Zumutungen des Patriarchats und ist eine der markantesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. In ihrem neuen Roman „Haltet euch fest“ geht sie einen Schritt weiter: Was, wenn die Idee der Kleinfamilie falsch ist? Ein Gespräch über die Frage, wie wir eigentlich leben wollen.
Die traditionelle Familie ist ein Nährboden männlicher Macht. Das ist ein Kernsatz aus Ihrem Roman „Haltet euch fest“. Was muss man dazu verstehen, bevor große Empörung einsetzt?
Man muss verstehen, dass die heteronormative Kleinfamilie ein kapitalistisches Projekt ist, auf dem das System aufsetzt. Ohne diese Kleinfamilie gäbe es keine Wirtschaft, es gäbe keine untergeordnete Rolle der Frau, die mit ihrer unbezahlten Care-Arbeit die Ressourcen ermöglicht, damit im Wirtschaftssystem gearbeitet werden kann. Es gäbe auch keine verschlossenen Türen, hinter denen Männer Gewalt ausüben können, die dort beginnt, wo ihnen im System die ganze Zeit versprochen wird, dass die Frau, ihre Fähigkeiten, ihr Körper, ihre emotionale Arbeit zu ihrer freien Verfügung steht.
Kinderbetreuung sei keine Arbeit, sagte Österreichs Bundeskanzler im Sommer. Wie ging es Ihnen damit?
Es ist verständlich, dass er das so sieht, weil er diese Arbeit ja nicht leistet. Wirklich wild ist, dass unsere politischen Geschicke von Menschen geleitet werden, die über ein gesundes gesellschaftliches Miteinander so krass unterinformiert sind. Michael Lindner, der SPÖ-Landesparteivorsitzende in Oberösterreich, der zurückgetreten ist, nachdem er „Die Wut, die bleibt“ gelesen hat, hat mir in einem langen Gespräch gesagt: Es ist in Sachen Familienpolitik noch viel schlimmer, als wir glauben. Er hat von „alten weißen Männern“ – seine Worte – gesprochen, die offen zugeben, dass ihnen der Faktor weibliche Care-Arbeit egal ist.
Abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt: Wo versagt das traditionelle Familienmodell für Frauen noch?
Keine Zuspitzung: Frauen, die Männer heiraten, verlieren so viel Lebensqualität, dass sie früher sterben. Das belegen sämtliche Studien zum Thema. Sie zeigen, dass unverheiratete, kinderlose Frauen die glücklichste Bevölkerungsgruppe sind. Trotzdem tun wir so, als wäre die Heteroehe der große Traum. Dabei braucht es eine gewaltige Anstrengung, damit Frauen das überhaupt glauben.
Die beginnt mit den Disneyfilmen, die Mädchen von klein auf zeigen, dass es ihre Rolle ist, zu warten bis sie erwählt werden. Eine riesige Maschinerie an Filmen, Serien und Büchern bedient das Narrativ, das Frauen erzählt, es sei ihr einziges Ziel, von einem Mann ausgesucht zu werden und seine Bedürfnisse zu erfüllen. So lautet das Framing, auf das wir uns als Gesellschaft geeinigt haben, obwohl wir wissen, dass Männer von einer Ehe unglaublich viel mehr profitieren als Frauen.
Sie entwerfen in Ihrem neuen Roman „Haltet euch fest“ die Utopie einer Wahlfamilie. Was wollen Sie vor allem Frauen damit zeigen?
Es geht mir nicht darum, aufzurechnen. Ich behaupte nicht, dass ein Modell besser ist als das andere. Ich zeige, was viele Frauen gerade ohnehin erkennen: Das Leben mit Freundinnen und Freunden, mit Hobbys, Ausbildungen und Reisen kann sehr erfüllend sein.
Unverpartnerte Frauen sind nicht alleinstehend. Es stimmt nicht, dass uns etwas fehlt, wenn wir Single sind. Uns wurde nur eingeprägt, dass wir ohne Mann eine Leerstelle im Leben haben, die wir um jeden Preis schließen müssen.
In der Wahlfamilie im Roman leben Freundinnen zusammen mit einem queeren Paar, eigenen Kindern und Wahlkindern. Was hat Sie an dieser gesellschaftlichen Alternative fasziniert?
Ich fand es revolutionär, dieses andere Zusammenleben zu erzählen, wie Menschen als Chosen Family ihren eigenen Weg finden können. Wie sie Care-Arbeit und ihr Einkommen teilen und wie stark das diese Gruppe von Menschen macht. Sie treffen auch falsche Entscheidungen und Beziehungen zerbrechen, aber wenn von zehn Menschen zwei wegfallen, gibt es immer noch acht, die sich kümmern. Das ist ein Unterschied.
Queer Blended Families sind auch kein Nährboden männlicher Macht, das macht sie für das System gefährlich. Regenbogenkinder sind systemkritischer und offener. Gleichzeitig geht unser Bild der heteronormativen Kleinfamilie völlig an der Realität vorbei: In Deutschland gibt es 40 Millionen Haushalte, aber nur acht Millionen sind klassische Kleinfamilien, der Rest lebt anders und wird trotzdem von der Politik und in Gesetzen ignoriert.
Ihre Protagonistinnen Luzia und Somi haben ein Gespräch über die Bedeutung von Sprache. Es geht um den Begriff „nur Freunde“ zu sein. Was zeigt sich an dieser sprachlichen Abwertung von Freundschaft?
Sie dient demselben Narrativ, wie die Aufwertung „mehr als Freunde sein“. Wir definieren es als Aufwertung, wenn zwei Menschen Sex miteinander haben. Das zu hinterfragen und ganz konkret an Beispielen zu zeigen, wie Sprache unsere Wirklichkeit nicht nur abbildet, sondern auch erschafft, finde ich spannend. Wie abwertend sprechen wir über Freundschaften, obwohl sie erwiesenermaßen die tragfähigsten Bindungen im Leben sind!?

Haltet euch fest: Um zu schreiben wie Mareike Fallwickl, braucht es Mut.
Was, wenn freundschaftliche Liebe zur Basis einer Familie wird? In „Haltet euch fest“ denkt Mareike Fallwickl Familie neu und Freundschaft als unterschätzte politische Kraft: Luzia wächst in einer Hausgemeinschaft auf, in der queere und platonische Liebe und geteilte Elternschaft selbstverständlich sind. Als Theaterregisseurin legt sie sich mit patriarchalen Strukturen an. Jugendfreundin Marle wünscht sich ein Kind, aber keinen Mann dazu. Als ein Unwetter das Haus und die Existenz der Gemeinschaft bedroht, muss sich zeigen, ob das alternative Lebensmodell auch der Krise standhält. (Rowohlt)
Bedeutet das, Ehe wird gesellschaftlich überschätzt, Freundschaft unterschätzt?
Dazu fand ich den Begriff des Relationship Escalator spannend: Er vergleicht die romantische Beziehung mit einer Rolltreppe, auf der man zu zweit nach oben fährt und Freundschaften zurücklässt: Flirt, Sex, Wohngemeinschaft, Ehe. So muss es sich für das Paar entwickeln, sonst gilt es nicht als erfolgreich. Freundschaften werden unwichtiger, wichtig ist nur noch die Beziehung oder Ehe.
Verheiratete Paare knüpfen erwiesenermaßen weniger Kontakte, kümmern sich weniger um Nachbarn und machen weniger Ehrenämter. Insofern ist die Ehe eine wahnsinnig gierige Institution, die uns als Gemeinschaft viel wegnimmt. Das Gegenargument, „Alleinstehende“ hätten mehr Zeit, stimmt ja nicht: Unverpartnerte Menschen haben in unseren Augen nur mehr Zeit, weil es normalisiert ist, dass wir unsere ganze Zeit und Aufmerksamkeit und Energie in eine Partnerschaft stecken.
Mein Roman stellt auch die Frage: Warum sollten wir unser Leben denn mit nur einer einzigen Person teilen? Wäre es nicht erfüllender mit vielen Menschen zu leben? Emotionships – das ist das schöne Wort dafür – machen glücklicher, das zeigt die Wissenschaft: Je mehr AnsprechpartnerInnen wir haben, auf die wir unsere Bedürfnisse verteilen können, umso glücklicher sind wir.
Unter Frauen scheint das besser zu klappen als unter Männern. Tun sich Männer schwerer, Freundschaft als besonderen Wert zu erkennen?
Wir wissen aus Studien, dass Männer oft von der Fähigkeit entfremdet sind, Verbindungen einzugehen und Gefühle zu zeigen. Aber genau das brauchst du für eine gute Freundschaft: zuhören. Aufmerksam und präsent sein. Sich öffnen. Tendenziell bringen wir Männern bei, genau diese Dinge nicht zu tun.
Frauen führen laut Studien, Face-to-Face-Freundschaften mit „Shared Intimacy“: Man redet stundenlang, reflektiert sich selbst, geht in die Tiefe. Männer haben eher Side-by-Side-Freundschaften mit „Shared Activities“: Sie sitzen nebeneinander und schauen Fußball oder spielen Fußball. Das hat sich übrigens krass verschlimmert: In einer Studie Ende der 90er-Jahre sagte rund die Hälfte der Männer, dass sie sechs gute Freunde haben. Im Jahr 2021 sagten das nur noch 25 Prozent der Männer.
Dabei war das nicht immer so. Im Roman schreiben Sie auch, wie Männerfreundschaften im 18. Jahrhundert aussahen: Männer schliefen im selben Bett, tauschten Zärtlichkeiten aus. Das war nicht ungewöhnlich.
Damals hatten Freundschaften einen sehr hohen Stellenwert. Auch, weil man sich den Ehepartner ja nicht selbst ausgesucht hat. Es gibt alte Fotos, auf denen Männer Händchen halten oder auf dem Schoß des anderen sitzen. Sie teilten eine Form von Intimität, die wir heute stark sexualisieren.
Wenn Männer unverpartnerte Frauen diffamieren – wie JD Vance als „kinderlose Katzenladys“ – geschieht dies auch, weil diese Frauen das patriarchale System bedrohen?
Natürlich sind sie eine Bedrohung. Es gibt unterschiedliche Prognosen, aber man spricht davon, dass bis etwa 2040 fast die Hälfte der Frauen im „gebärfähigen Alter“ freiwillig unverpartnert sein werden, bis 2033 sind es laut Prognose 45 Prozent der Frauen. Das ist eine enorme Umwälzung für die Strukturen, die darauf angewiesen sind, dass das bestehende System weiterläuft.
Gleichzeitig konzentriert sich die Debatte stark auf die sogenannte „Male Loneliness Epidemic“. Dabei denke ich: Wenn Männer unter einem System leiden, das von Männern geschaffen wurde und von dem sie profitieren, sollte diese „Epidemie“ doch dazu führen, dass Männer das System hinterfragen und verändern.
Wenn es jemanden aufregt – Geil! Man muss mit meinen Figuren nicht einverstanden sein, man soll etwas spüren.
Ist es okay, wenn Frauen nun sagen: Männer, bitte kommt mit eurer Einsamkeit selbst zurecht?
Ich sehe kein Abwenden von Männern. Es ist eine stärkere Konzentration auf sich selbst: Ich bin bei mir, ich habe ein gutes Leben, ich reise, ich schlafe quer im Bett – und niemand lässt seine Haare im Waschbecken. Ein Mann müsste in so einem erfüllten Leben ein Partner auf Augenhöhe und eine Bereicherung sein.
In diesem Zusammenhang spricht man von der Relationship Skills Gap: Männer haben oft nicht gelernt, gute Beziehungen zu führen. Und immer mehr Frauen sagen: Ich bin kein Buffet, an dem du dich bedienen kannst. Das hängt natürlich mit der ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen zusammen. Frauen finanziell abhängig zu halten, hat lange dazu beigetragen, dieses System zu stabilisieren.
Es bleibt also die Aufgabe der Männer, den Relationship Skills Gap bis 2040 zu schließen?
Am schönsten wäre es, wenn Männer sich diese Fähigkeiten nicht aneignen würden, um eine Frau zu bekommen, sondern für sich selbst. Wenn sie lernen: Wie kann ich als Mensch mit anderen Menschen in Verbindung sein? Wie kann ich zu einer Gemeinschaft beitragen? Und, größer gedacht: Wie kann ich dazu beitragen, dieses System zu verändern? Wenn sie erkennen würden, wie stark sie selbst von dieser Veränderung profitieren – das wäre schön.
In „Haltet euch fest“ wird drastisch übergriffiges Verhalten von Männern am Theater beschrieben. Ihre Protagonistin Luzia ist Theaterregisseurin und die übergriffigen Szenen beruhen auf realen Begebenheiten. Welche Erfahrungen haben Sie denn am Theater gemacht?
Luzia ist tatsächlich eine Hommage an die Theaterregisseurin Jorinde Dröse, die meine Stücke so großartig inszeniert hat. Durch sie konnte ich bei Proben dabei sein, zuschauen und lernen. Mich hat fasziniert, wie sie arbeitet: sanft, klug, zugewandt. Sie muss nicht brüllen, damit alle gehorchen und trotzdem – oder gerade deshalb – liegt in ihrem gemeinsamen Erschaffen unfassbar viel Kraft.
Gleichzeitig waren diese anderen Geschichten ständig präsent, wenn Theaterleute erzählten: „Könnt ihr euch noch erinnern, wie der und der …?“ Teilweise habe ich mit blankem Entsetzen mitgeschrieben. Es ist ein unglaublich patriarchal geprägter Bereich. Jorinde zeigt, dass es auch anders geht. Sie vergleicht ihre Arbeit oft mit einem Graswurzelgeflecht: All die Stücke und ihre Art zu arbeiten, wurden an den verschiedensten Bühnen wie Samen ausgesät und überall merken immer mehr Menschen: Wir können auch anders miteinander umgehen.
Für Stefanie Reinsperger schrieb Mareike Fallwickl den Monolog „Elisabeth!“, ein gesellschaftskritischer Abend zur Kaiserin, getragen von weiblicher Wut und Solidarität in der Regie von Fritzi Wartenberg.
© Burgtheater, Tommy HetzelBühne & Kino
Elisabeth!, der feministische Sisi-Monolog läuft am Burgtheater Wien, bald in Salzburg (Premiere 13 5. 2027), Coburg, Stuttgart, Tübingen, Hannover
Die Wut, die bleibt, die Dramatisierung des Romans, zu sehen am Schauspiel Hannover, am Thalia Theater Hamburg, Karlsruhe, Oldenburg, Lüneburg, Stuttgart
Und alle so still, die Romanadaption, zu sehen am Theater Bonn
motherfuckinghood, von Claude De Demo, Jorinde Dröse mit Texten von Antonia Baum, Mareike Fallwickl, Emilia Roig am Berliner Ensemble und Schauspiel Köln
Die Wut, die bleibt wird 2027 in der Regie von Catalina Molina verfilmt
Ihre Protagonistin Luzia kämpft im Roman gegen das Argument, feministische Stücke würden kein Publikum und keinen wirtschaftlichen Erfolg bringen. „Elisabeth!“, das Sie für Stefanie Reinsperger geschrieben haben, ist am Burgtheater immer binnen Stunden ausverkauft. Ein Beweis gegen dieses Argument?
In erster Linie ein Beweis dafür, dass Steffi Reinsperger grandios ist! Aber ja, es macht mich unglaublich froh, dass auch „Die Wut, die bleibt“ an vielen Theatern noch immer ausverkauft ist. Nicht, weil es mein Ego streichelt, sondern, weil Theater kapitalistisch motivierte Betriebe sind, die dadurch hoffentlich öfter feministische Stücke auf die Bühne holen. Eine Person vom Verlag sagte mir, der Erfolg von „Die Wut, die bleibt“ war ein Wegweiser für die Branche, sich an Stoffe über weibliche Selbstermächtigung und Care-Arbeit zu trauen. Das hat mich am Erfolg am meisten gefreut.
Sie zählen zu den wichtigsten feministischen Stimmen im deutschsprachigen Raum. Wodurch bekam das Thema für Sie Dringlichkeit?
Mein Zugang ist immer ein literarischer. Begonnen hat es, als ich „Das Licht ist hier viel heller“ geschrieben habe und gleichzeitig die MeToo-Bewegung groß geworden ist. Damals hat sich das Zeitgeschichtliche ins Buch transportiert. Bei „Die Wut, die bleibt“ wollte ich erkunden, welche Geschichte ich erzählen kann, wenn am Anfang eine Mutter-förmige Lücke steht.
Dieses Mal wollte ich sehen, wie Menschen, die nicht verwandt sind, in einem Haus zusammenleben, wie sie miteinander umgehen, wie sie Probleme lösen und wie anders sie in die Welt hinausgehen. Es muss schon eine gute Geschichte sein. Ich will, dass man dran bleibt und emotional mitgeht. Am schlimmsten sind Bücher, die nichts in dir bewegen. Wenn es jemanden aufregt – Geil! Dann bewegt sich etwas, dann denkt man nach, was diesen Widerstand auslöst. Man muss mit meinen Figuren nicht einverstanden sein, man soll etwas spüren.
Wenn man Ihre Romane betrachtet, fällt eine Entwicklung auf: Vom Aufzeigen problematischer Strukturen in „Die Wut, die bleibt“ hin zum Entwurf einer Utopie als Alternative. Ist Ihr Schreiben bewusst lösungsorientierter geworden?
Für mich ist es eine logische Konsequenz aus allem. Wenn ich predige, wie groß unsere Verantwortung betreffend patriarchale Narrative ist, will ich auch ausprobieren: Wo komme ich hin, wenn ich von ihnen weg erzähle? Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Dabei stoße ich oft an Grenzen – auch sprachlich. Bei „Und alle so still“ habe ich gemerkt, dass uns Worte für die Art von Schwesternschaft und Solidarität fehlen, die ich beschreiben wollte. Wir teilen ein in romantische Liebe, Sex oder „nur“ Freundschaft. Für alles dazwischen fehlen uns die Begriffe. In „Und alle so still“ sagt Elin über die Liebe der Frauen füreinander: Dafür gibt es keine Worte, die müssen wir erst erfinden. Mit dieser Stelle habe ich meine Lesungen beendet. Denn genau das wollte ich den Menschen mitgeben: Wir müssen diese Worte finden.
Ein Satz aus „Haltet euch fest“: „Manche Menschen haben schon Mut, bevor sie ihn brauchen.“ Sind Sie so ein Mensch?
Ich bin eine unglaublich privilegierte Person mit Zugang zu sämtlichen Ressourcen, in einem wohlhabenden Land, weiß, mit der Möglichkeit zur Bildung. Mutig ist es, wenn du diese Dinge nicht hast und trotzdem losgehst.

Steckbrief
Mareike Fallwickl
1983 in Hallein bei Salzburg geboren, studierte Sprachwissenschaft und arbeitete rund 14 Jahre als Texterin und Lektorin. Seit 2009 machte sie sich als Literaturbloggerin und -vermittlerin einen Namen. Ihr literarisches Debüt „Dunkelgrün fast schwarz“ (2018) wurde für den Österreichischen Buchpreis nominiert. Mit „Die Wut, die bleibt“ (2022) gelang ihr der große Publikumserfolg; der Roman wurde fürs Theater adaptiert und wird verfilmt. 2025 folgte mit „Elisabeth!“ ihr erstes Theaterstück fürs Wiener Burgtheater. Fallwickl ist zweifache Mutter und lebt in Salzburg.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 41/2026 erschienen.
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