Porträt von

Prinzessin Diana:
Das Leben der Lady Di

Porträt - Prinzessin Diana:
Das Leben der Lady Di © Bild: imago images / Sven Simon

"Königin der Herzen", "Lady Di" - Prinzessin Diana hatte viele Namen. Doch wer war Diana Spencer, die ehemalige Frau von Prinz Charles und Mutter von Prinz William und Prinz Harry?

Steckbrief

  • Geburtsdatum: 1. Juli 1961
  • Geburtsort: Sandringham, Vereinigtes Königreich
  • Gestorben am: 31. August 1997
  • Sterbeort: Hôpital de la Salpêtrière, Paris, Frankreich
  • voller Name: Gebürtig Diana Frances Spencer
  • Beruf: Kindergärtnerin, Prinzessin von Wales (1981-1997)
  • Sternzeichen: Krebs
  • Größe: 1,78 m
  • Eltern: John Spencer, 8. Earl Spencer, Frances Ruth Burke Shand Kydd
  • Geschwister: Lady Sarah McCorquodale, Charles Spencer, 9. Earl Spencer, Jane Cynthia Spencer, John Spencer
  • Ehepartner: Prinz Charles (verheiratet 1981-1996)
  • Kinder: Prinz William,Prinz Harry

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Dianas "unglückliche Kindheit"

© imago images / United Archives International Diana Frances Spencer kam am 1. Juli 1961 zur Welt

Diana Frances Spencer wurde am 1. Juli 1961 in Sandringham als Tochter des achten Grafen (Earl) Spencer geboren. Ihr Vater, der zu den bedeutendsten Adelsfamilien gehörte, war jahrelang königlicher Adjutant. Diana galt als braves Schulkind und folgsamer Teenager. Nach der Trennung der Eltern (1969) wächst sie bei ihrem Vater und dessen zweiten Ehefrau Raine, Gräfin von Dartmouth, auf. Diana war bereits die dritte Tochter des Paares. Doch ihr Vater wünschte sich einen Sohn, weswegen er seine Ehefrau Frances zu Fruchtbarkeitsbehandlungen zwang. Der Kinderwunsch belastete die Ehe der Eltern - Streitereien waren an der Tagesordnung. "Ich habe meine Mama immer nur weinen gesehen", erinnerte sich Diana im Gespräch mit Biograf Andrew Morton. Einmal habe sie beobachtet, wie ihr Vater ihrer Mutter ins Gesicht schlug: "Ich hatte mich hinter der Tür versteckt und Mama weinte furchtbar."

© imago images / United Archives International Dianas Vater und ihre Mutter im April 1978
»Ich habe meine Mama immer nur weinen gesehen«

Diana plagten Sorgen, dass sich ihre Eltern lieber einen Sohn gewünscht hätten. Kurz vor ihrer Geburt erlitt die Familie einen schweren Schicksalsschlag. Dianas Bruder, der kleine John, starb wenige Stunden, nachdem er das Licht der Welt erblickt hatte. "Diana verstand, dass ihre Mutter vermutlich unter postnataler Depression litt. Sie war es, die den Schmerz und die Depression ihrer Mutter aufnahm", berichtet Debbie Frank, Astrologin und enge Freundin Dianas, gegenüber der "Daily Mail"

© imago images / United Archives International Diana mit ihrem jüngeren Bruder Charles

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Diana selbst sprach oft von ihrer "unglücklichen Kindheit - "Ich hatte etwa 20 Stofftiere im Bett. Alle hatten Namen. Sie waren meine Familie."

© imago images / United Archives International Diana als junges Mädchen

1978 beendete sie ihre Schule im Institut Alpin Vidematte im schweizerischen Rougemont und zog anschließend zurück nach London. Dort lebte sie mit drei Freundinnen in einem Apartment am Coleherne Court in South Kensington und arbeitet bis 1981 als Kindergärtnerin an der Young England School in Pimlico, einem Stadtteil von London.

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Das Kennenlernen mit Prinz Charles

Es war die Zeit, in der sich auch der Kontakt zum Königshaus wieder intensivierte. 1977 lernte Diana Prinz Charles bei einer Jagdgesellschaft kennen. Den Mann, den sie heiraten würde - vor ihm hatte Diana keine anderen Männer. Besonders böse Gerüchte besagen, Prinz Philip - Charles' Vater - habe seinem ältesten Sohn geraten, eine Jungfrau zu ehelichen. Jung sei auch nicht schlecht, damit es mit dem Thronfolger klappt.

Diana entsprach aber auch genau dem Bild, das sich Queen Elizabeth II. für eine zukünftige Königin vorstellte: Abstammung aus einer der ältesten Adelsfamilien Großbritanniens und protestantisch erzogen. So soll es sie gewesen sein, die die Ehe zwischen Charles und Diana forciert hat.

© imago images / Photoshot/John Shelley Charles und Diana im Jahr 1981

Zweifel vor der Hochzeit

Vor ihrer Hochzeit soll Diana Zweifel an der Beziehung gehabt haben. Schon damals habe sie gespürt, dass ihr künftiger Ehemann eigentlich eine andere liebte: die damals noch verheiratete Camilla Parker Bowles, die er seit jungen Jahren kannte. Charles soll von seinen Eltern geradezu gedrängt worden sein, mit seinen 32 Jahren endlich Ehemann zu werden. Die bei der Hochzeit erst 20 Jahre alte Diana schien eine gute Wahl.

»Bürde ihres eigenen Kindheitstraums«

US-Journalistin Tina Brown ging in "Diana - Die Biografie"* mit Diana über 700 Seiten hart ins Gericht. Nach Browns Auffassung ging Diana die Ehe mit Prinz Charles weniger aus Liebe als aus Berechnung ein. Schon früh keimte in ihr der Anspruch, "wie ein Superstar behandelt zu werden", schreibt Brown nachdem sie mehr als 250 Vertraute für das Buch befragt hat. Diana habe sich in die naive Idee eines Prinzessinnen-Lebens verliebt und nicht in ihren Mann. Das "Dummchen Diana" wollte der Welt beweisen, dass sie auch anders kann. Aber "sie trug nicht nur die Bürde ihres eigenen Kindheitstraums, sondern auch die Last der Träume des ganzen britischen Volkes", analysiert Brown. 

Eine "Märchenhochzeit"

Am 24. Februar 1981 wurde die Verbindung zwischen Charles und Diana mit einer Verlobung offiziell. Der Verlobungsring - Weißgold mit einem ovalen Saphir und 14 Brillanten - schmückte die Hand Dianas. Doch der Glanz konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Diana kein Glück in der Liebe fand.

© imago images / ZUMA/Keystone Das offizielle Verlobungsfoto von Prinz Charles und Diana Spencer

"Die Hochzeit von Charles und Diana setzte den modernen Standard für Märchenhochzeiten", hieß es beim "Daily Telegraph". Das Hochzeitskleid mit der meterlangen Schleppe, die jubelnden Massen am Straßenrand, die feierliche Zeremonie in der St. Paul's Cathedral am 29. Juli 1981 zementierten das Bild vom wahrgewordenen Märchen. Diana erhielt den Titel: Ihre Königliche Hoheit, The Princess of Wales. 750 Millionen Menschen auf der Welt sollen die Hochzeit im Fernsehen verfolgt haben. Die neugierigen und skandalsüchtigen Blicke wurden Charles und Diana nie wieder los.

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Von Anfang an lebte Diana "eine Ehe zu dritt", wie sie einst sagte. Camilla Parker-Bowles war der Schatten hinter Prinz Charles. Diana erkannte, dass die Ehe schon zu Beginn zerrüttet war. So sagte sie auch später, sie habe sich vor der Hochzeit im Juli 1981 "wie ein Lamm auf dem Weg zur Schlachtbank" gefühlt. Denn das Prinzenherz schlug nicht für seine schöne, blutjunge Ehefrau, sondern für eine weitaus ältere Dame: Camilla.

© imago images / ZUMA Press

Nach ihrer Hochzeit 1981 verfiel die damals 20-Jährige in eine Depression und entwickelte eine schwere Bulimie. Später enthüllte sie: "Ich habe versucht, mir meine Handgelenke mit Rasierklingen aufzuschneiden, nur wenige Wochen nach der Hochzeit." Jahre später sprach die Prinzessin auch offen über ihren Selbstmordversuch und die Bulimie.

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Die Söhne William und Harry erblicken das Licht der Welt

© imago/PA Images Prinz William und seine Eltern Prinz Charles und Prinzessin Diana

Am 21. Juni 1982 wurde Dianas erster Sohn, William, geboren. Ihr zweites Kind, Harry, kam am 15. September 1984 zur Welt. Die Gerüchte über eine zunehmende Entfremdung zwischen Charles und Diana wurden immer lauter. Je mehr Aufmerksamkeit die junge Frau von der Öffentlichkeit erfährt, desto weniger kümmert sich Charles um sie. Die Interessengegensätze ließen sich nicht länger überbrücken. Charles befasste sich mit Architektur und Umweltschutz, Diana begeisterte sich eher für Mode und Popmusik. Beide Partner sollen wegen ihrer unglücklichen Ehe Trost bei Jugendlieben gesucht haben.

© imago/ZUMA Press Prinz Harry auf den Armen seiner Mutter

Szenen einer gescheiterten Ehe

  • Sommer 1981: Seit der Hochzeitsreise bemerkt Diana, dass ihr frischverheirateter Mann seine frühere Freundin Camilla Parker-Bowles nicht vergessen hat. Camilla wird die Geliebte des Prinzen.
  • 21. Juni 1982: Prinz William wird geboren. Diana, die längst der Schwarm der Briten und der Medien geworden ist, wird als Mutter zur meistfotografierten Frau der Welt.
  • 15. September 1984: Geburt des zweiten Sohnes Prinz Henry. Ansonsten jedoch läuft zwischen den Ehepartnern "nichts mehr". Dianas Biograph Andrew Morton enthüllt später, dass die Prinzessin an Bulimie leidet und fünf Selbstmordversuche unternimmt. Grund: die Gleichgültigkeit von Charles gegenüber seiner Frau.
  • August 1992: Das britische Boulevardblatt "The Sun" veröffentlicht einen telefonischen Flirt aus dem Dezember 1989 zwischen Diana und einem mutmaßlichen Liebhaber, James Gilbey. Darin nennt dieser Diana zärtlich "Tintenfischchen" und flüstert "Ich liebe Dich". Diana übermittelt ihm mehrere Küsse. Von Jahr zu Jahr schreibt die Presse Diana weitere Liebhaber zu, darunter den Offizier der königlichen Leibwache, James Hewitt, den Kunsthändler Oliver Hoare und den Rugbyspieler Will Carling.
  • November 1992: Die Regenbogenpresse veröffentlicht das "Camilla-Tonband", einen äußerst intimen Mitschnitt eines Telefongesprächs zwischen Charles und seiner Geliebten.
  • 10. Dezember 1992: Premierminister John Major verkündet im Londoner Unterhaus die Trennung des Thronfolgerpaars.
  • Dezember 1993: Diana teilt ihren Rückzug aus dem öffentlichen Leben mit und bittet die Medien, sie in Frieden zu lassen - eine Aufforderung, der die Presse nur einige Monate lang nachkommt.
  • Juni 1994: Charles gibt im Fernsehen zu, dass er seine Frau betrogen habe und bezeichnet seine Ehe als "hoffnungslosen Misserfolg". Camilla beschreibt er als sehr gute Freundin.
  • Oktober 1994: Das Buch "Princess in Love" (Verliebte Prinzessin) erscheint. Darin wird die Beziehung zwischen Diana und den Kavallerie-Offizier James Hewitt beschrieben.
  • 10. Dezember 1994: Zwei Jahre nach der Trennung ist jetzt eine Scheidung erstmals rechtlich möglich.
  • März 1995: Camilla und ihr Ehemann, der pensionierte Offizier Andrew Parker-Bowles, lassen sich scheiden.
  • September 1995: Die Anwesenheit von Charles und Camilla bei einem Empfang nährt Spekulationen über eine gemeinsame Zukunft zwischen den beiden.
  • November 1995: In einem außergewöhnlichen Fernsehinterview mit dem BBC-Journalisten Martin Bashir bekennt Diana, ihrem Mann während der Ehe mit Hewitt betrogen zu haben. Ihre Ehe beschreibt sie als durch und durch zerrüttet. Allerdings lehnt sie eine Scheidung ab und fordert für sich die Rolle einer Botschafterin ihres Landes.
  • Dezember 1995: Königliche Hofbeamte und Diana beginnen Gespräche über die Zukunft der Prinzessin von Wales. Der Buckingham-Palast teilt mit, die Königin habe Charles und Diana schriftlich zu einer raschen Scheidung aufgefordert. Charles ist einverstanden. Nach monatelangen Spekulationen in der Presse verkündete Premierminister John Major am 9. Dezember 1992 die offizielle Trennung des Paares.
  • 28. Februar 1996: Diana lässt über ihre Sprecherin erklären, dass sie ebenfalls in die Scheidung einwilligt.
© EPA / AFP Charles und Diana haben sich voneinander entfernt

Die Scheidung von Prinz Charles

Sechs Jahre nach der Trennung lässt sich das Ehepaar scheiden - Am 28. August 1996 ist die Ehe offiziell geschieden. Diana darf sich weiterhin "Princess of Wales" nennen, teilt sich mit Charles das Sorgerecht für die Söhne und erhält eine Abfindung. Den Titel "Königliche Hoheit" verliert sie. Ein Verlust, der von Seiten der Öffentlichkeit kompensiert wird. Vor allem ihr engagiertes Eintreten für Aids-Kranke, Obdachlose oder krebskranke Kinder brachte Diana weltweite Bewunderung ein. Mit ihrem konsequenten Einsatz für ein globales Verbot von Anti-Personen-Minen geriet sie in Konflikt mit der Politik. Aber immer erfüllte sie das sich selbst gesetzte Ziel, die "Herzen der Menschen" zu erobern. So wurde Diana von vielen auch "Königin der Herzen" genannt.

© imago/ZUMA Press Diana und ihr soziales Engagement - ein großes Kapitel in ihrem Leben

Warum Diana eigentlich gar keine Scheidung wollte

© Video: News.at

Das Herz von Lady Di erobert im Jahr 1997 Dodi Al-Fayed . Zuvor wurden immer wieder von Liasions und Affären berichtet, die die Ex-Frau von Charles gehabt hätten soll. Doch die Beziehung zu Al-Fayed wurde offiziell.Diana trifft den millionenschweren Sohn des Eigentümers des Kaufhauses Harrod's immer mal wieder auf Partys. Das gemeinsame soziale Engagement verbindet die beiden. Der damals 41-Jährige wurde in der Schweiz und Großbritannien erzogen und war Zögling der britischen Elite-Offiziersschule Sandhurst. Seine verstorbene Mutter Samira war eine Schwester des Milliardärs Adnan Kashoggi.

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Dodi hatte mit Prinzessin Diana, deren Familie seit Jahren mit den Fayeds befreundet ist, einen sechswöchigen Mittelmeerurlaub an Bord der Luxusjacht seines Vaters verbracht. Dodi, der für seine Affären mit schönen Frauen bekannt war, war geschieden. Diana war vorsichtig, sich einem Mann anzuvertrauen. Ihre Vergangenheit prägte sie. Doch dieses Mal wollte sie sich einlassen...

Prinz William und Harry bedauern hastiges letztes Gespräch mit Diana

Tod nach dramatischem Autonfall in Paris

Diana und ihr Freund Dodi waren am Abend des 30. August 1997 in Paris, gehen sie gingen im Luxushotel Ritz essen. Vor dem Hotel warten bereits die Paparazzi auf die beiden. Sie steigen ins Auto und versuchen den gierigen Blicken zu entkommen. Mit viel zu hohem Tempo versucht Chauffeur Henri Paul die beiden der Meute zu entreissen. Dabei kommt es zu einem schweren Unfall im Seine-Tunnel am Pont de l'Alma. Dodi und der Chauffeur sterben noch am Unfallort. Diana stirbt wenige Stunden später am 31. August um 4 Uhr morgens.

© PIERRE BOUSSEL / AFP Diana soll auf der Rückband des schwarzen Mercedes gesessen haben, als es zu dem Unfall kam

Thronfolger und Ex-Mann Prinz Charles holte den Leichnam von Prinzessin Diana in Paris ab. Damit widersetzte er sich den Wünschen seiner Mutter, der Queen. In Begleitung der beiden Schwestern seiner Ex-Ehefrau, Lady Jane und Lady Sarah, fand er sich zu einer kurzen Trauerfeier im Krankenhaus La Pitie-Salpetriere im Süden der französischen Hauptstadt ein. Die Ärzte hatten dort rund zwei Stunden um das Leben Dianas gekämpft.

Diana - Ihre letzten Worte nach dem Autounfall

Die Welt trauert um Lady Di

Der mit der blau-goldenen Fahne der Königsfamilie bedeckte Sarg wurde nach der Trauerfeier hinter einem Priester aus dem Krankenhaus getragen. Es folgte Prinz Charles, der schwer mitgenommen wirkte. Vor dem Krankenhaus hatte sich schon lange vor der Ankunft von Prinz Charles eine dichte Menschenmenge eingefunden. An die Adresse anwesender Journalisten war mehrmals der Ruf "Mörder" zu hören.

Prinzessin Diana: Auf ihrer Beerdigung war Prinz Charles ein Sicherheitsrisiko

Prinz Charles wurde vor dem Eingang des Krankenhauses von Frankreichs Staatschef Jacques Chirac und dessen Frau Bernadette empfangen. Angehörige der Republikanischen Garde standen zu beiden Seiten des Eingangs Ehrenspalier. Die französische Regierung wurde durch Außenminister Hubert Vedrine und den Staatssekretär für Gesundheit, Bernard Kouchner, vertreten. Premierminister Lionel Jospin hatte der Toten bereits am Vormittag die letzte Ehre erwiesen. Dazu war er von einer Tagung seiner Sozialistischen Partei in der westfranzösischen Stadt La Rochelle nach Paris gereist.

© JOEL SAGET / AFP Fans trauern um die verstorbene Prinzessin

In einem dunklen Totenwagen wurde der Sarg zum Militärflughafen Villacoublay südwestlich von Paris gefahren, auf dem Prinz Charles eingetroffen war. Die Überführung nach London fand an Bord einer britischen Militärmaschine statt. Die Maschine startete um 19 Uhr Richtung London. Die Bekanntgabe von Einzelheiten über die Begräbnisfeierlichkeiten wurden bis spätestens Montag erwartet. Nach Angaben einer Sprecherin des Buckingham-Palastes sollte die Tote zu einer "privaten Leichenhalle" an einem geheimgehaltenen Ort gebracht werden.

»Das war eines der schwierigsten Dinge, die ich jemals tun musste«

Unter großer weltweiter Anteilnahme fand am 6. September in Westminster Abbey Dianas Trauerfeier statt. Die BBC sprach damals von der "größten Live-Übertragung" ihrer Geschichte. Fast 2,5 Milliarden Fernsehzuschauer in 187 Staaten konnten vor dem Bildschirm die Trauerfeiern für Prinzessin Diana verfolgen. Zwei Millionen Menschen säumten den Trauerzug der verunglückten Prinzessin Diana in London. Auf ihrer Beerdigung spielte Dianas Freund, der Popstar Elton John. Bei der Trauerfeier in der Westminster Abbey hatte er "Candle In The Wind" mit der Anfangszeile "Goodbye England's Rose" vorgetragen. Die Single mit der Live-Aufnahme wurde zu einer der meistverkauften Platten der Welt. Dianas Söhne, William und Harry, waren mit der unvorstellbar herausfordernden Aufgabe betraut, hinter dem Sarg ihrer Mutter zu gehen - "Das war eines der schwierigsten Dinge, die ich jemals tun musste. Ich weiß nur noch, dass ich mich praktisch hinter meinen Pony versteckt habe und viel auf den Boden sah", sagt William später in einem Interview.

© ADAM BUTLER / POOL / AFP Prinz William und sein jüngerer Bruder Prinz Harry trauern um ihre verstorbene Mutter

"Die Leute haben uns angefasst, uns in ihre Arme gezogen und so. Das werfe ich natürlich keinem vor. Aber diese Momente waren sehr schockierend. Die Leute haben geschrien und geweint, die Hände, die ich schüttelte waren nass vom Wegwischen der Tränen", erinnerte sich Prinz Harry. "Damals habe ich nicht verstanden, warum alle so laut weinten und auf diese Art Gefühle zeigten, obwohl sie unsere Mutter doch gar nicht kannten", so William.

Die sterblichen Überreste Dianas wurden auf dem Familiensitz der Spencers in Althorp beerdigt.

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