Porträt von

Wer ist Beate Meinl-Reisinger?

Beate Meinl-Reisinger © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

"Ich bin nicht Matthias Strolz - ich werde nicht versuchen, in diese Fußstapfen zu treten, sondern alles daran setzen, neue Fußstapfen zu setzen." Diese Worte läuteten die pinke Parteiübergabe von Gründer Matthias Strolz an Beate Meinl-Reisinger ein. Seit Juni 2018 sitzt sie nun am pinken Steuer. Wer ist Beate Meinl-Reisinger?

  • Name: Beate Meinl-Reisinger
  • Geboren: 25. April 1978 in Wien
  • Sternzeichen: Stier
  • Ausbildung: Studium der Rechtswissenschaften (Universität Wien) und Master in European Studies (Donauuniversität)
  • Familienstand: verheiratet
  • Kinder: 3
  • Partei: NEOS
  • Funktion: Parteivorsitzende und Nationalratsabgeordnete

Beate Meinl-Reisinger übernahm am 23. Juni 2018 den Parteivorsitz der NEOS von Parteigründer Matthias Strolz. Mit 94,8 Prozent der Delegiertenstimmen wurde sie gewählt. Doch dass Meinl-Reisinger bei Wahlen reüssieren kann, hat die Mutter von drei Kindern schon vor der bewiesen. Trotz einer für die NEOS ungünstigen Stimmungslage führte Beate Meinl-Reisinger die NEOS bereits 2015 sicher in den Wiener Landtag.

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Erfolge in der Landespolitik

Durchwachsen war das Ergebnis dann bei der Nationalratswahl 2017, an ihrem Selbstbewusstsein geknabbert hat das nicht. Meinl-Reisinger verzichtete auf ihr Mandat im Nationalrat, dem sie von 2013 bis 2015 bereits angehörte und wo sie sich vor allem im Kultur-Bereich Meriten holte, und warf sich zurück in die Wiener Landespolitik, wo sie nicht unerfolgreich kleinere und größere Skandale in Nahbereich der Stadt anprangerte.

Selten lieblich, meistens resch, immer offen

Auf den Mund gefallen ist die studierte Juristin soundso nicht. Selten lieblich, meist eher resch, aber angenehm offen agiert sie im politischen Geschäft, das sie in der ÖVP lernte. Unter anderem assistierte sie Othmar Karas im EU-Parlament und war Mitglied des Kabinetts von Familienstaatssekretärin Christine Marek (ÖVP).

Politischer Ursprung bei der ÖVP

Doch die Volkspartei wurde Meinl-Reisinger wie eben auch Strolz zu eng. Waren die NEOS vor allem in ihrer Anfangsphase eher ein Hort selbstbewusster Männer, bahnte sich Meinl-Reisinger schnell ihren Weg nach vorne. Dass sie forsch und fordernd ist, passte in der eigenen Partei nicht immer jedem. Dennoch war sie stets die klare Nummer zwei hinter Strolz.

Meinl-Reisinger Strolz
© APA/Hochmuth Meinl-Reisinger übernahm 2018 von Matthias Strolz die NEOS

Meinl-Reisinger steht wie auch schon ihr Vorgänger Strolz eher für einen moderaten liberalen Kurs, der für den stärker werdenden wirtschaftsliberalen Flügel tendenziell zu weich ist.

Die Politikerin ist ein eifrige Sportlerin und bekannt dafür, ein großes Pensum gehen zu können. Dass sie keine Kopie von Strolz geworden ist, war von Anfang an absehbar. Sie hat sich als Frontfrau der Opposition - auf jeden Fall vor SPÖ-Chefin Rendi-Wagner - inzwischen einen guten Ruf erarbeitet.

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