Humanoide Roboter sollen bald kochen, aufräumen und arbeiten. Was sie bereits können, wo ihre Grenzen liegen und welche Risiken Experten sehen.
Was ist ein humanoider Roboter?
Ein Roboter mit menschenähnlicher Ästhetik (also Torso, Kopf, zwei Arme, zwei Beine), der in für Menschen gestalteten Umgebungen ohne Anpassungen arbeiten soll. Entscheidend sind seine Mobilität und ein gewisser Grad an Autonomie.
Müssen Roboter Arme und Beine haben?
Eine humanoide Form ist laut Herstellern für einen Einsatz in bestimmten Bereichen vorteilhaft, weil unsere Wohnungen, Büros und Lagerhallen größtenteils für menschliche Körper optimiert sind. Ziel ist die Schaffung einer Allzweckmaschine, die im Gegensatz zu Industrierobotern nicht nur eine Tätigkeit wie Schweißen durchführen kann.
Zudem seien humanoide Roboter für einen Einsatz im Dienstleistungssektor angeblich besser geeignet, weil sie menschliche Mitarbeiter nachahmen bzw. ihnen ähnlich sehen. Es gibt aber kritische Stimmen aus Forschung und Industrie, die anderer Meinung sind.
Welche Jobs werden durch Roboter ersetzt?
In Bereichen wie Logistik und Produktion sind Roboter bereits in großem Stil im Einsatz. Humanoide Roboter haben im Vergleich zu bisher üblichen Industrierobotern den Vorteil, dass sie mehrere Tätigkeiten ausführen können, etwa Be- und Entladen von Maschinen. In Bereichen wie Pflege oder Gastronomie dürften Roboter zunächst unterstützend tätig sein, dadurch aber die Zahl der Mitarbeiter reduzieren.


Wie hängen KI und Roboter zusammen?
Erst die Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz macht in Kombination mit Fortschritten in der Mechanik den Technologieschub in der Robotik möglich. Denn mit Hilfe der KI können Roboter ihre Umwelt wahrnehmen und eigenständige Entscheidungen treffen, also etwa autonom im Haushalt tätig sein; sie können außerdem auf unpräzise Befehle wie „Räum die Küche auf“ reagieren. Diese Verbindung von digitaler Intelligenz und physischer Kraft wird als „Embodied AI“ bezeichnet.
Können Roboter gefährlich werden?
Im Wettrennen um die ersten markttauglichen und erschwinglichen Humanoidroboter werden Sicherheitsaspekte oft übersehen. So konnten Forscher in Tests Roboter über Bluetooth fernsteuern und auf seine Daten – etwa Videound Audiodateien – zugreifen.
Größe und Gewicht der Roboter (bis zu 90 Kilogramm) sind an sich schon ein Sicherheitsrisiko, denn wenn die Maschine unkontrolliert zu Boden stürzt, kann es für Menschen gefährlich werden; auch die Batterien sind ein potenzielles Risiko. Noch fehlt es an Normen und Standards, die Sicherheit garantieren könnten.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 23/2026 erschienen.






