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Ars Electronica prämierte erstmals AI-Projekte mit sozialem Nutzen

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Einer der begehrten Gewinnertrophäen
Erstmals werden in diesem Jahr beim Prix Ars Electronica auch Projekte der "AI for Social Impact Initiative" ausgezeichnet. Die zwei Grand Prizes wurden jetzt an "Afiya AI" und "HelpMum" vergeben. Sie nutzen das Potenzial von Künstlicher Intelligenz im Gesundheitsbereich und schaffen damit Verbesserungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen, teilte Ars Electronica am Dienstag in einer Aussendung mit.

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Die neue Auszeichnung ist eine Kooperation mit CARE Österreich und würdigt Initiativen, die mittels AI positive Veränderungen in sozialen, ökologischen und humanitären Kontexten bewirken wollen. Zentral sei der Praxisbezug, wurde betont. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro für zwei Grand Prizes und drei Awards of Distinction. Besonders berücksichtigt wurden Arbeiten aus Afrika, Lateinamerika, Südasien, Südostasien sowie der MENA-Region oder Kooperationen mit diesen Regionen.

"HelpMum" entwickelt KI-gestützte Lösungen für die Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern, um die medizinische Betreuung in unterversorgten Regionen zu verbessern. Über die WhatsApp-basierten Anwendungen "MamaBot AI" und "VaxAI" erhalten Schwangere, Eltern und Betreuungspersonen Infos rund um Schwangerschaft, Geburt und Impfungen. "StratifyAI" unterstützt medizinisches Personal, Risikoschwangerschaften frühzeitig zu erkennen, um Maßnahmen einzuleiten. "Gemeinsam schaffen diese digitalen Innovationen einen durchgängigen Versorgungspfad - von der Schwangerschaft bis zur frühkindlichen Immunisierung", befand die Jury.

"Afiya AI" ist eine KI-gestützte Sozialinitiative, die Migranten mit einem WhatsApp-Service unterstützt, sich in komplexen Gesundheitssystemen zurechtzufinden und um schneller an medizinische Hilfe zu gelangen. Das Projekt "reagiert auf die besonderen Herausforderungen von Menschen mit Migrationserfahrung in Nordafrika, die häufig mit gesundheitlichen Risiken, fehlender Krankenversicherung und strukturellen Zugangsbarrieren konfrontiert sind", hieß es.

Neben den Hauptpreisen wurden noch drei Awards of Distinction vergeben: an "Global Level of Confidence" zur Wiederherstellung familiärer Identitäten von Opfern der argentinischen Militärdiktatur; an das "AI-Powered Teacher Competency Assessment Tool", das Lehrkräfte in ressourcenschwachen Bildungssystemen bei der Weiterentwicklung unterstütze, sowie an das Projekt "Early Crop Pests and Diseases Detection Solar-Powered AI Technology", das mithilfe solarbetriebener KI-Systeme Ernteausfälle reduziere und zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft beitrage, hieß es in den Kurzbeschreibungen.

Die ausgezeichneten Projekte stehen dann im Mittelpunkt der Konferenz "AI for Social Impact - Negotiating Humanity in Times of Crisis", die am Freitag, 11. September, beim Ars Electronica Festival im Ursulinensaal stattfinden wird. Die Gewinner erhalten zudem die Möglichkeit, sich mit den internationalen CARE-Länderbüros zu vernetzen und potenzielle Kooperationen für eine langfristige Weiterentwicklung auszuloten.

LINZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Innthaler/ULRIKE INNTHALER

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