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Nach der Hitz' kommen die Hits: ab Freitag am Donauinselfest

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Es wird wieder voll werden vor der Festbühne
Die große Hitze geht zu Ende, die große Party kann kommen: Am Wochenende steigt in Wien die inzwischen 43. Ausgabe des Donauinselfests. Von Freitag bis Sonntag (3. bis 5. Juli) stehen neben internationalen Acts wie Nek, Zartmann oder Airbourne auch heimische Größen von My Ugly Clementine über Ex-STS-ler Gert Steinbäcker bis zu Jazz Gitti auf einer der insgesamt 14 Bühnen am 4,5 Kilometer langen Areal. Wer öffentlich anreist, muss ab Samstag die S-Bahn-Sperre berücksichtigen.

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Dass die Open-Air-Sause bei freiem Eintritt nicht wie gewohnt am letzten Juni-Wochenende, sondern eine Woche später und damit pünktlich zum Schulschluss - daher auch das Motto "Sommer an!" - stattfindet, ist dem Formel 1-Grand-Prix in Spielberg geschuldet, dem die Insel-Organisatoren zeitlich nicht in die Quere kommen wollten. Zum Glück, kann man sagen, denn die extreme Hitze der vergangenen Tage hätte die Verantwortlichen als auch das Publikum wohl vor ordentliche Herausforderungen gestellt. Für die Festtage selbst sind nun angenehme Temperaturen unter der 30-Grad-Marke prognostiziert.

Inhaltlich zeigt man sich stolz, mit insgesamt 700 Stunden Programm aufwarten zu können. Wobei der Kosten- bzw. Spardruck auch vor der von der Wiener SPÖ veranstalteten und von der Stadt mit 1,8 Mio. Euro subventionierten Megaparty nicht halt macht. Deshalb gibt es dieses Mal etwas weniger Bands bzw. Musikerinnen und Musiker, für die aber dafür ein jeweils etwas längerer Auftrittsslot reserviert ist. Die Bandbreite reicht einmal mehr von Pop und Metal über Rap und Schlager bis zu Electronic und Kabarett.

Zentrum des Geschehens ist wie jedes Jahr die große Festbühne zwischen Floridsdorfer und der U6-Schnellbahnbrücke. Dort gibt Thorsteinn Einarsson schon zu Mittag den offiziellen Startschuss, wenn der österreichisch-isländische Sänger zum Inklusionskonzert lädt, das sich vor allem an Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf richtet. Am Abend gibt es dann Indie-Rock und -Pop von der heimischen Frauenband My Ugly Clementine und dem deutschen Quintett Giant Rooks. Als Headliner des Abends ist der Berliner Rap-Shootingstar Zartmann angesagt.

Der Samstag steht gewissermaßen ganz im Zeichen von Rudimenten aus Bands vergangener Zeiten. Denn nach Italo-Popper Nek geben sich Katrina - Sängerin von Katrina & The Waves ("Walking On Sunshine") -, die Earth, Wind & Fire Experience mit Ex-Bandmitglied Al McKay und Gert Steinbäcker, ein Drittel der auch schon seit zwölf Jahren aufgelösten STS, die Ehre. Am Sonntag kredenzt die Niederösterreicherin Päm Mundart-Pop, bevor Ness - zuletzt vor zwei Jahren Inselgast -, der deutsche Songwriter Kamrad und schließlich der ebenfalls aus Deutschland stammende und auf Mallorca aufgewachsene Künstler Nico Santos das Finale bestreiten.

Doch auch abseits der zentralen Stage sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auf der Rockbühne warten etwa australischer Hardrock von Airbourne, schwedischer Metal von Avatar oder deutscher Mittelalter-Metal von Feuerschwanz auf Publikum. Freunde von Schlager und volkstümlicher Musik werden sich über Konzerte von Andy Borg, die Edlseer, die Jungen Zillertaler oder Jazz Gitti - sie hat im Mai ihren 80er gefeiert - freuen. Die Wiener Liedkunst Bühne wartet mit Senkrechtstartern wie Sodl, Laurenz Nikolaus, Endless Wellness oder Lusterboden auf, während im Kulturzelt die Kleinkunst ihren großen Auftritt hat - mit Proponenten wie Michael Bauer alias Heidelbeerhugo, Schauspieler und Neo-Kabarettist Thomas Mraz oder "Tagespresse"-Macher Fritz Jergitsch. Wer verlässlich Tanzbares geliefert bekommen möchte, ist bei der Electronic Music Bühne richtig, wo u.a. Ely Oaks auflegt. Der gebürtige Tiroler und Wahl-Berliner wird millionenfach auf Spotify & Co. gestreamt und hat auch Taylor Swifts Song "Opalite" geremixt - im Auftrag des Superstars.

Abseits des künstlerischen Angebots steht den täglich erwarteten Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern wieder ein breites Freizeit- und Unterhaltungsprogramm zwischen Nord- und Reichsbrücke offen. Kinder-Entertainment gibt es in Form von Kasperltheater, (Mitmach-)Shows, Spiel- und Bastelstationen. Hobbybarden können bei einer Karaoke-Bühne zum Mikro greifen, für Fußballfans gibt es WM-Übertragungen und Gäste auf der Suche nach einem besonderen Mitbringsel werden eventuell am Designmarkt fündig.

Wie jedes Jahr wird dem Partypublikum empfohlen, öffentlich aufs Festgelände zu kommen. Dieses ist mit den U-Bahnlinien U1 und U6 sowie mit den Straßenbahnlinien 25, 26 und 31 gut zu erreichen. Vorsicht gilt für alle, die mit der S-Bahn kommen - wegen der anstehenden Sperre der Stammstrecke im betreffenden Bereich. In der Nacht auf Samstag wird die S-Bahn noch bis 2.00 Uhr wie gewohnt unterwegs sein. Ab Samstag fahren U6, S45 (Handelskai-Hütteldorf via Heiligenstadt) und Straßenbahnlinie 31 in dichteren Intervallen, die Taktverdichtung der S45 schafft zusätzliche Kapazitäten am Knoten Heiligenstadt (Anschluss U4). Ein Schienenersatzverkehr fährt zudem rund um die Uhr zwischen Floridsdorf - Handelskai - Traisengasse - Praterstern.

Mit Fahrrädern oder E-Scootern darf man nicht auf das Gelände. Fünf kostenlose und bewachte Abstellmöglichkeiten gibt es aber bei den einzelnen Brücken. Taschen und Rucksäcke über A3-Größe, alkoholische Getränke oder Schirme sind verboten, Waffen, Pyrotechnik und Drohnen freilich ebenso. Wer in unangenehme Situationen kommt und Hilfe braucht, kann sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sicherheits- und Awarenessteams wenden, die an einem "Ich bin dein Rettungsanker"-Sticker oder an einer magentafarbenen Kappe mit der Aufschrift "#dif Für Dich Da" erkennbar sind. An jedem Gastrostand kann außerdem unter dem Codewort "Angel Shot" diskret um Hilfe gebeten werden. Vier eigene Safe Zonen dienen als Rückzugsmöglichkeit, zudem hat die Festivalseelsorge der Erzdiözese Wien ein offenes Ohr für Probleme.

Derzeit laufen die Aufbauarbeiten noch auf Hochtouren. Immerhin müssen bis zum Start am Freitag u.a. 120 Zelte errichtet, 450 Kilometer Stromkabel verlegt und eine Million Mehrwegbecher auf das Eiland gekarrt werden. In denen werden dann u.a. laut Veranstalterangaben rund 400.000 Krügerl Bier und 600.000 Liter Softdrinks und Säfte verkauft. Dazu kommen eine halbe Million Speisen und davon allein 70.000 Portionen Pommes.

(S E R V I C E - https://donauinselfest.at/ )

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