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"Es sind einfach Geschichten von mir, als Rapperin, als Frau, als Donna", so Savage. Spätestens seit ihrer EP "Parole Donna", einer Amadeus-Nominierung sowie ihrem Auftritt in der Hip-Hop-Doku "RAPublik" zählt Savage zu den markantesten Stimmen der österreichischen Rap-Szene. Das Gefühl der Wut zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das Album, sie sei ihr "Lieblingskatalysator". Hip-Hop sei immer ein Sprachrohr für Menschen gewesen, die auf Ungerechtigkeiten aufmerksam machen wollten, meint die Rapperin. Rap sei jedoch mehr als Wut: "Es ist ein Mittel, um zu erzählen, zu teilen, was man sieht und was man erlebt."
Produziert wurde das Album von Brenk Sinatra, der Savage bereits seit ihrem Karrierestart 2021 begleitet. Für Sinatra ist die Frage der Wut auch eine Frage nach dem Zustand des Genres. Rap werde "immer unwütender", vieles werde für Playlists und Streaming "weichgespült", so der Produzent. Bei "Gusch" habe das Duo deshalb bewusst auf Trends verzichtet. "Wir zwei haben in der Kitchen gekocht und genau das wird auch serviert", meint Sinatra. Savage ergänzt: "Ja, wir haben wirklich komplett drauf geschissen." Das Album sei "unglaublich laut und musikalisch" geworden, sagt Sinatra.
Wien ist auf dem gesamten Album spürbar. Die Stadt, ihr eigener Humor und ihre Sprache prägen viele der Songs. "Wien ist mein Herz, meine Heimat", sagt Savage. Immer wieder sei sie in den vergangenen Jahren gefragt worden, ob sie aus Deutschland komme. "Spätestens mit dem Titel von dem Album muss man schon wirklich deppert sein, um nicht zu checken, wo ich herkomme", sagt sie. Unterstützung bekommt Savage auf ihrem Debüt von den deutschen Rapperinnen OG LU und Wa22ermann, der Sängerin Alyzah sowie dem österreichischen Soul- und Popmusiker Lou Asril. Im November und Dezember geht das Duo gemeinsam auf Tour im deutschsprachigen Raum.
(Das Gespräch führte Lili Androsch/APA)
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HARALD SCHNEIDER






