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Werner Sejka: „Wir möchten nicht streiten, wir möchten diskutieren“

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Werne Sejka

©APA-Images / Andreas Lepsi

Im „Achterl“ erklärt der Puls24-Moderator, warum sein Talk auf Diskussion statt Krawall setzt und weshalb Polarisierung differenzierte Gespräche nicht ausschließt.

1. Strache, Stenzel, Strolz, Schlögl, Glawischnig: Was bringen Ihnen solch ehemaligen Parteigrößen?

Außerhalb ihrer parteipolitischen Rolle sprechen alle diese Personen anders, um nicht zu sagen, Klartext! Das ist mehr als spannend!

2. Wie sehr sehen Sie sich in Konkurrenz zu den Oe24-Duellen? Was versuchen Sie anders zu machen?

Gar nicht. Schlammcatchen und klassische Musik existieren genauso nebeneinander. Wir möchten nicht streiten, wir möchten diskutieren.

3. Warum müssen es immer polarisierende Standpunkte sein und gibt es kaum differenzierende Gäste?

Es darf gerne polarisierend sein, wenn das zu einer differenzierten Diskussion ohne langweilige Dogmen führt. Das gelingt uns oft sehr gut.

4. Was haben Sie von Ihren Stationen bei Privatradio, Frühstücksfernsehen und Sport-TV mitgenommen?

Erfahrung. Menschenkenntnis. Leidenschaft. Den sportlichen Grundsatz: „Selbst wenn wir Gegner sind, so haben wir stets Respekt voreinander.“

Mir hilft „Bodenhaftung“. Raus aus unserer Blase, hin zu „echten“ Menschen, „echten“ Problemen, „echten“ Gefühlen.

Werner Sejka

5. Talk, Talk, Talk. Abgesehen von Formaten auf Puls/ATV: Welchen finden Sie in Österreich warum gut?

Wir lieben Talk und schauen uns im Grunde alles an. Was gefällt uns? Was nicht? Und was wollen wir gerne anders machen?

6. Sie talken zweimal pro Woche, Lanz macht es sogar dreimal: Was hilft, Abnützung zu vermeiden?

Tatsächlich schwierig! Mir hilft „Bodenhaftung“. Raus aus unserer Blase, hin zu „echten“ Menschen, „echten“ Problemen, „echten“ Gefühlen.

7. Wenn Sie sich einen deutschen Talk aussuchen könnten: Welchen würden Sie warum am liebsten machen?

Schwierig. Egal, ob Lanz, Maischberger, Miosga, das sind tolle Talk-Sendungen. Spannend ist, wie sehr hier auf Personality gesetzt wird.

8. Stellen Sie sich vor, Sie würden ORF-Politik-Talk-Chef: Was würden Sie sofort anders machen lassen?

Siehe Antwort 6. Raus zu den Menschen, weniger sagen, mehr zuhören.

Steckbrief

Werner Sejka

Werner Sejka, 47, hat 2002 bei Radio 88.6 begonnen, ging zu ProSiebenSat.1 in München und kehrte für Sat.1 nach Wien zurück. Es folgten vier Jahre als Sports Anchor bei ServusTV. Seit 2014 ist er wieder bei der Sendergruppe um Puls/ATV und moderiert dort nun den Polit-Talk „Wild umstritten“.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 27/2026 erschienen.

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