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Rainer Pariasek: „Möchte das Privat-Fernsehen überhaupt einen alten ORFler haben?“

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Rainer Pariasek

Rainer Pariasek

©Elke Mayr

Rainer Pariasek begleitet seit Jahrzehnten die großen Sportmomente des ORF. Im Interview spricht er über Gelassenheit, Karrierehöhepunkte und späte Perspektiven.

1. Ex-Berufswunsch Strafverteidiger: Welche Gemeinsamkeit mit einem Sportreporter ließe sich finden?

Gute Vorbereitung, die richtigen Fragen stellen und dann das Bestmögliche für die Klienten bzw. Zuschauer rausholen

2. Was löst es in Ihnen aus, wenn in Boulevardmedien und auf Social Media Ihr Englisch verhöhnt wird?

Nachdem die Kritik möglicherweise nicht ganz unberechtigt ist, kann ich damit recht gut leben.

3. Welches Ereignis war Ihr Karriere-­Höhepunkt? Könnten Sie eher auf Fußball oder Skisport verzichten?

Hätte nichts dagegen, wenn der Karriere-­Höhepunkt diese WM wird, sprich: wenn wir ganz weit kommen. Ski oder Fußball: beides unverzichtbar!

Das Thema Pension schiebe ich noch ganz weit weg

Rainer Pariasek

4. Nach bald 40 Jahren ORF: Welchen Event haben Sie noch nie, hätten sie aber warum gern kommentiert?

Da gäbe es Einiges: Die Tour de France, Tennis in Wimbledon oder das Golf-Masters in Augusta.

5. Sie sind bald im Pensionsalter: Weshalb ist für Sie dann ein Wechsel ins Privat-TV (un)vorstellbar?

Das Thema Pension schiebe ich noch ganz weit weg. Und die Frage wäre, ob das Privat-Fernsehen überhaupt einen alten ORFler haben möchte. ☺

6. Die größten Pluspunkte und die schwierigsten Herausforderungen in der Kooperation mit ServusTV?

Herausforderungen sehe ich keine. Aber ich verhehle auch nicht, dass mir die alleinigen Rechte lieber wären.

7. ZDF-Kollege Oliver Welke moderiert nur noch die heute show. Welcher Metier-Wechsel würde Sie reizen?

Im Fernsehen wäre das vielleicht am ehesten eine Talk-Show. Und abseits von TV könnte ich mir etwas rund ums Thema Kommunikation vorstellen.

8. Was tun Sie, um Ihre sportliche Figur zu erhalten? Bitte um Tipps an Männer der Generation 60+!

Die Figur ist mehr Schein als Sein, ist anscheinend genetisch bedingt. Aber zwei- bis dreimal die Woche Sport schadet auch nicht … ☺

Steckbrief

Rainer Pariasek

geboren
19.08.1964

Rainer Pariasek wollte Strafverteidiger werden, begann Jus zu studieren, startete aber 1987 im Ö3-Sport und beendete seine akademischen Ambitionen. Neun Jahre später wechselte er in die Fernsehredaktion des ORF, für den er bis heute bei Großereignissen wie der Fußball-WM im Einsatz ist.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 25/2026 erschienen.

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