Auf dem Tennisplatz war Dominic Thiem Weltranglisten-Dritter. Heute treibt ihn ein anderer Ehrgeiz an. Was er abseits des Sports aufbaut – und warum dafür Geduld gefragt ist.
Wobei sind Sie heute ehrgeiziger als jemals auf dem Tennisplatz?
Ich glaube, heute bin ich vor allem dabei ehrgeizig, langfristig etwas aufzubauen. Im Tennis war vieles sehr unmittelbar: Man trainiert für das nächste Match, das nächste Turnier oder ein bestimmtes Ziel. Heute geht es bei meinen Projekten oft um Entwicklungen, die eine längere Zeit brauchen. Dafür die nötige Geduld aufzubringen, ohne den Ansporn zu verlieren, ist für mich eine neue Form von Ehrgeiz.
Steckbrief
Dominic Thiem
Der ehemalige österreichische Tennisprofi erreichte in seiner Karriere Weltranglistenplatz 3 und ging 2020 als Sieger der US Open im Einzel hervor. Damit war er der erste Österreicher, dem ein derartiger Sieg gelang. 2024 gab er seinen Rückzug aus dem Sport bekannt, wobei immer wieder Spekulationen über ein Comeback – als Trainer – auftauchen.
Parallel hat sich Thiem etliche weitere Standbeine aufgebaut. Er hat gemeinsam mit dem Optikerunternehmen sehen!wutscher eine Sonnenbrillenkollektion lanciert („Thiem View“) und ist außerdem Investor bei Biogena, Fantium, Hut & Stiel, Neoh, Smash Revive, ScorePlay und Precision.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 41/2026 erschienen.
