Der Schauspieler über beunruhigende Parallelen zwischen der Zwischenkriegszeit und heute, den Wert der Demokratie und die utopische Kraft des Films.
Entdecken Sie heutige Parallelen zur Zwischenkriegszeit?
Leider erschreckenderweise unfassbar viele Parallelen. Genau wie heute war das eine Zeit, wo alles wegbricht und die Demokratie Stück für Stück angegriffen und untergraben wird. Das sind Dinge, die mir große Angst machen. Deshalb ist unser Film „Bruno“ auch ein schönes Stück Utopie.
Kreisky wurde noch in die Monarchie geboren, dann war Demokratie, ein ganz frisches Ding, und man hatte einen anderen Idealismus, weil man noch nicht wusste, wo es hingeht. Meine Generation kennt nur die Demokratie. Da wird es noch gefährlicher, wenn man auf Stimmen hört, die diese Demokratie infrage stellen.
Steckbrief
Nils Arztmann
Nils Arztmann wuchs als Sohn eines Richter-Ehepaars in Wien auf, besuchte das Reinhardt-Seminar und ist seit 2023 Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt. Er verkörpert die Titelrolle in Harald Sicheritz' Film „Bruno – der junge Kreisky“. Derzeit dreht er die ORF-Serie „Pflegeleicht“. Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Wien.
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 42/2026 erschienen.
