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Triest: Geheimtipps und Pflichtadressen

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Auch wenn Bologna als die verfressenste Stadt Italiens gilt, Roms Osterien legendär sind, Neapels Pizzen und Streetfood sowieso – das kleine Triest hat seinen ganz eigenen, unverwechselbaren Stil, geprägt von seiner habsburgischen Vergangenheit.

1. Caffè degli Specchi

Nein, dieses Café ist kein Geheimtipp. Was aber nichts daran ändert, dass es zu den schönsten Wiener Kaffeehäusern Italiens zählt, und das seit 1839, also länger, als es Italien überhaupt gibt. Erstklassiger Kaffee, erstklassige Patisserie, traumhaftes Sitzen am großen Platz am Meer.

2. Osteria Salvargente

Alle Foodies, die schon einmal in Triest waren, haben dieses kleine Lokal auf der Liste. Denn hier werden – in Triest eher selten – Fisch und Meeresfrüchte nach venezianischer Tradition zubereitet. Die Vorspeisen wunderbar, unbedingt nach Tagesspezialitäten fragen.

3. L’Approdo

Nicht das älteste Buffet Triests, aber eines der besten. Die Auswahl der Weine ist gigantisch, alles, was da in den Vitrinen liegt, will man haben, dazu kommt ständig Nachschub aus der Küche. Genossen wird im Stehen, besseren Beinschinken mit Kren wird man bis Stainz nicht finden.

4. Buffet da Pepi

Der ikonische Klassiker unter den Triestiner Buffets, seit 1897 wird hier Gesottenes vom Schwein aus dem Sudkessel geholt, Kopf, Zunge, Kaiserfleisch, derbe Würste, Schinken – herrlich. Das effektive Gegenteil der leichten, mediterranen Küche.

5. Trattoria da Giovanni

Mitten im Theresianerviertel findet sich dieses extrem ursprüngliche „Beisl“. Die Küche ist typisch triestinisch, also deftig, der Umgangston ist herzlich, die Preise winzig. Legendär die riesige Mortadella, Dazusetzen ist hier der Normalfall.

6. Caffè San Marco

Dieses wunderschöne, 1914 gegründete Jugendstil-Kaffeehaus liegt etwas abseits der touristischen Trampelpfade. Trotz historischem Ambiente ein zeitgenössisches Kaffeehaus mit moderner, saisonaler Küche, lokalen Weinen, toller Cocktailkarte und regelmäßigen Kulturveranstaltungen.

7. Gran Malabar

Diese Weinbar war nicht nur Ausgangspunkt des Erfolgs vieler Winzer aus dem Karst, sie ist auch eine der wesentlichen Kulissen der Kriminalromane des Bestsellerautors Veit Heinichen. Dementsprechend gut besucht von Fans.

8. Eataly

Den vor 20 Jahren in Turin gegründeten Genusstempel gibt es mittlerweile auf der ganzen Welt. Was nichts daran ändert, dass das Sortiment der Lebensmittel erstklassig ist (Kooperation mit Slow Food). Die Filiale am Kai des Triestiner Hafens eröffnete 2017, zuverlässige Quelle italienischer Köstlichkeit.

9. Pier The Roof

Eine Mole im Triestiner Hafen, eine ehemalige Bootsbaracke, die zum gestylten Fischlokal umgebaut wurde und am Dach noch eine extrem entspannte Bar zu bieten hat. Bester Ausblick.

10. Salumeria Antica bottega del gusto

Quasi Eataly, nur halt klein, traditionell (seit 1955) und mit persönlicher Beratung vom Chef. Sich hier Wurst, Schinken und Käse runterschneiden zu lassen, ist schon ein Genuss.

11. Enoteca Bischoff

Das Gleiche trifft auf die Enoteca Bischoffzu. Hier bekommt man die gerade spannendsten Weine aus dem Karst (und alles andere) und auch Olivenöle aus den Hainen rund um Triest.

12. Siora Rosa

Auch einer der ganz großen Buffet-Klassiker, vor drei Jahren wurde das hundertjährige Lokal von der dynamischen 040-Gruppe übernommen, gut und zuverlässig ist das Lokal immer noch, der nostalgische Charme aber ist dahin.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 28/2026 erschienen.

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