Die beste Methode, der sommerlichen Hitze zu entfliehen: Hinaus aufs Land, in eines der großartigen Landgasthäuser, im schattigen Gastgarten oder in uralten Stuben, die sich nicht so schnell aufheizen. Und dort dann vielleicht etwas mehr und etwas andere Dinge genießen, als die Gesundheits-Fachleute empfehlen würden, egal. Österreich hat zahllose ländliche Gastwirtschaften zu bieten. Das sind erstens unsere liebsten, zweitens haben sie am Wochenende offen:
1. Wirtshaus Steirereck am Pogusch
Ja, das Steirereck am Pogusch ist alles andere als ein Geheimtipp. Aber dieses vor genau 30 Jahren von Familie Reitbauer eröffnete Konzept-Gasthaus ist ein Paradebeispiel dessen, was ein Landgasthaus kann: Dramatisch schöne Landschaft, Atmosphäre ohne Ende und eine Küche, die bei aller Elaboriertheit immer noch bodennah ist. Top.
Wirtshaus Steirereck am Pogusch
Pogusch 21 (8625)
2. Gut Oberstockstall


Ein Renaissance-Gutshof mit eigener Kirche und eigener Landwirtschaft. Seit den 1980ern wird hier fein gekocht, vor allem mit hofeigenem Gemüse und dem Fleisch eigener Tiere. Die Atmosphäre könnte stimmungsvoller nicht sein.
Gut Oberstockstall
Ringstraße 1 (3470 Kirchberg/Wagram)
3. Lurgbauer
Der Lurgbauer war schon eine Sensation, als er noch eine schlichte Almhütte war. Dann übernahm die nächste Generation, die Almhütte wurde zum DesignerRestaurant, die Küche wurde vielfältiger, der Ausblick blieb atemberaubend.
Lurgbauer
Lurg 1 (8630 St. Sebastian)
4. Restaurant Nigl


In Frankreich ist es üblich, dass renommierte Weingüter ein Restaurant betreiben, in Österreich doch selten. Hier kann man direkt unter der Burgruine Senftenberg ganz fantastisch essen, die Küche oszilliert zwischen Omas Grammelknödel und Krustentier-Fischsuppe.
Restaurant Nigl
Kirchenberg 1 (3541 Senftenberg)
5. Gasthof Kalteis
Hubert und Sonja Kalteis waren absolute Pioniere, mit regionalen Produkten aus dem Pielachtal eine überaus moderne, attraktive Landhausküche umzusetzen. Das geht bis zu den großartigen „Mostviertler Feldversuchen“ oder den Mostviertel-Tapas.
Gasthof Kalteis
Melkerstraße 10 (3204 Kirchberg/Pielach)
6. Gasthaus Zur Dankbarkeit


Gibt es ein perfektes burgenländisches Landgasthaus? Ja, die Dankbarkeit der Familie Lentsch. Drinnen wunderbar, der Hofgarten ein Traum, die Speisekarte hat einen einzigen Nachteil: Man will eigentlich alles.
Gasthaus Zur Dankbarkeit
Hauptstraße 39 (7141 Podersdorf)
7. Landgasthaus Schwarzwallner
Auch Franz Schwarzwallner war einer jener Mutigen, die schon vor 40 Jahren wagten, heimische Landküche mit französischem Esprit zu versehen. Ein Klassiker, der immer noch Extraklasse hat.
Landgasthaus Schwarzwallner
Untergoin 6 (3074 Michelbach)
8. Wirt z’Neuhausen
Den Neuhausen-Wirt könnte man als Landgasthaus der Extreme bezeichnen: In einem massiven Vierkanter untergebracht (traumhafter Hof!), mit einer kompromisslosen Küche, die sowohl bei Hausrucker Bodenständigkeit (Innereien!) sattelfest ist als auch bei edlem Seafood.
Wirt z’Neuhausen
Neuhausen 1 (4860 Lenzing)
9. Loibnerhof
Nicht wenige Leute behaupten, dass die Wachau eigentlich im Gastgarten vom Loibnerhof am schönsten ist. Gutbürgerliche Landgasthofküche mit Jahrzehnten der Routine, genauso soll es sein, dazu die Weine von Emmerich Knoll – Reservierung dringend angeraten.
Loibnerhof
Unterloiben 7 (3601 Dürnstein)
10. Landgasthaus Winkelhofer
Ein winziger Ort auf der Weinviertler Seite des Manhartsbergs, ein Dorfgasthaus, das nur eineinhalb Tage in der Woche offen hat. Soll man hin? Unbedingt, denn in diesem stimmungsvollen Landgasthaus stammen alle Zutaten aus der Umgebung, vieles aus der eigenen Landwirtschaft. Und Hannes Winkelhofer fällt sehr vieles ein, was er damit machen kann …
Landgasthaus Winkelhofer
Eggendorf am Walde 45 (3712)
11. Landgasthof Schickh
Wie gesagt, ein bisschen Klassik ist beim Thema Landgasthaus durchaus angebracht, beim Schick steht die Klassik als Vorzeichen sowohl beim Ambiente, beim Service und auch bei der Küche. Wie früher, nur ein bisschen besser.
Landgasthof Schickh
Avastraße 2 (3511 Furth bei Göttweig)
12. Steegwirt
Gut, man hätte den uralten Steegwirt 2018 nicht ganz so scharf renovieren müssen, aber egal. Fritz und Tamino Grampelhuber legen im Steegwirt eine mutig modernisierte Alpinküche vor, der Gamsschinken ist selbst geräuchert, die Fische sind aus den Salzkammergutseen, das Bratl in der Rein ist Pflicht, der Gastgarten ein Traum.
Steegwirt
Au 12 (4822 Bad Goisern)
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 27/2026 erschienen.







