Die häufigste Beschwerde bei einem Lymphom ist eine schmerzlose, bestehen bleibende oder wachsende Lymphknotenschwellung.
©Pexels / Picas JoeWas hinter der Diagnose steckt, welche Symptome typisch sind und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
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Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) hat bekanntgegeben, dass er an Krebs erkrankt ist. Bei seiner Diagnose handle es sich um ein Lymphom. Im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung versteht man darunter bösartige Tumoren des lymphatischen Systems, heißt es auf der Website des deutschen Krebsinformationsdienstes. Bei bösartigen Lymphomen wachsen die Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, unkontrolliert.
Ursachen bisher unbekannt
Maligne Lymphome werden in Hodgkin-Lymphome (HL) und Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) unterteilt, erklärt die österreichische Krebshilfe auf ihrer Website. Erstere sind nach dem englischen Arzt Thomas Hodgkin benannt, welcher sie 1832 erstmals beschrieben hatte. Charakteristisch für Hodgkin-Lymphome ist laut Krebshilfe das Auftreten bestimmter Riesenzellen, der sogenannten Reed-Sternberg-Zellen. Treten diese Zellen nicht auf, fällt ein malignes Lymphom in die Gruppe der Non-Hodgkin-Lymphome. Hier gibt es zahlreiche Unterarten. Um welche Art es sich bei Minister Marterbauer handelt, ist nicht bekannt.
Die Gründe, an einem NHL zu erkranken, sind bis heute nicht bekannt. Bei der Entstehung mancher Lymphom-Arten können bestimmte Virusinfektionen oder andere Vorerkrankungen eine Rolle spielen. Bei Männern und älteren Personen kommen NHL laut österreichischer Krebshilfe häufiger vor als bei Frauen und jüngeren Personen.
Symptome anfangs unspezifisch
Die Symptome eines Lymphoms sind zu Beginn oft unspezifisch. Die häufigste Beschwerde ist laut Krebshilfe eine schmerzlose, bestehen bleibende oder wachsende Lymphknotenschwellung. Auch Fieber, starkes Schwitzen in der Nacht oder unerklärlicher Gewichtsverlust zählen zu charakteristischen Symptomen. Je nach Art des Lymphoms können weitere Beschwerden auftreten.
Ein Krankheitsanzeichen allein beweist aber noch nicht, dass tatsächlich ein Lymphom vorliegt. Die Erstdiagnose erfolgt in der Regel durch eine Gewebeprobe. Je nach Diagnose und Krankheitsstadium bestehen verschiedene Therapiemöglichkeiten. Unter anderem kommen Chemotherapie, Strahlentherapie oder Antikörpertherapie zur Behandlung von Lymphomen infrage.
