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Nico Marchetti: „Ein Interview sollte nicht Show oder Ringkampf sein“

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Nico Marchetti

©APA Images/KURIER/Juerg Christandl/TOBIAS STEINMAURER

Der ÖVP-Generalsekretär und -Mediensprecher über seine Rolle zwischen Politik und Medien, die Wahl des neuen ORF-Generaldirektors und die Herausforderungen der digitalen Transformation.

1. Welche Interessenkonflikte empfinden Sie im Spannungsfeld von Generalsekretär und Mediensprecher?

Keine.

2. (Warum) Würden Sie die vor­ weihnachtlichen Postings zum Leben mit Muslimen weiterhin so verbreiten?

Das Posting zeigt das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie. Wir distanzieren uns nicht von der belegten Wahrnehmung der Bevölkerung.

3. Sie sind auch Bildungssprecher: (Wie) Lässt sich dieser Bereich mit dem Medienthema verbinden?

Zum Beispiel beim neuen AHS-Lehrplan, wo wir die Vermittlung von Medienkompetenz deutlich gestärkt haben.

4. Sie haben – ohne Nennung – Ar­min Wolfs Interviews kritisiert. Wer macht es für Sie warum besser?

Ich persönlich finde, ein Interview sollte nicht eine Show oder ein Ringkampf sein, sondern dem Erkenntnisgewinn der Zuseher dienen.

Wir setzen auf eine Mehrmarkenstrategie

Nico Marchetti

5. Laut insgeheimer Koalitions­absprache bestimmt die ÖVP den ORF-Chef. Was muss er vor allem können?

Die Vergabe der Position ist an eine Ausschreibung gebunden. Dafür ist der Stiftungsrat verantwortlich.

6. Wenn SPÖ und NEOS sich nicht an die uneingestandene Absprache halten: Wäre das Koalitionsbruch?

Die Vergabe der Position ist an eine Ausschreibung gebunden. Dafür ist der Stiftungsrat verantwortlich.

7. Die FPÖ betreibt ein eigenes Medienhaus. Welche digitale Kommunikationsstrategie hat die ÖVP?

Wir setzen nicht auf ein einziges Parteimedium, sondern auf eine Mehrmarkenstrategie und haben noch viel aufzuholen.

8. Bitte nennen Sie die größten Veränderungen der Austro-Medienlandschaft 2029 im Vergleich zu heute!

Die digitale Transformation schreitet rasant voran und bringt etablierte Geschäftsmodelle unter Druck.

© APA Images/KURIER/Juerg Christandl/TOBIAS STEINMAURER

Steckbrief

Nico Marchetti

geboren
19.02.1990
Geburtsort
Wien

Nico Marchetti, 36, war Bundesschulsprecher, Landesobmann der Schülerunion sowie der Jungen ÖVP Wien und hat während seiner siebenjährigen Raiffeisen-Anstellung (RBI) an der WU Wirtschaftswissenschaften studiert. Heute ist er Generalsekretär der ÖVP sowie ihr Bildungs- und Mediensprecher im Nationalrat.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 17/2026 erschienen.

Über die Autoren

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