Von der Stimmung im ORF Stiftungsrat bis zur Frage, was Führung ausmacht: Hildegard Aichberger spricht im NEWS Achterl über politische Interessen, ihre Hoffnung auf eine Reform und darüber, warum Haltung Vertrauen schafft.
1. Als Grüne allein zu Haus: Was können Sie im ORF-Stiftungsrat neben Partei-Freundeskreisen erreichen?
Ich bin parteilos und als Unabhängige nominiert. Im Gremium bringe ich Themen ein und kann immer wieder Akzente setzen.
2. Was empfinden Sie als größte Unterschiede zur Funktionsperiode unter dem Vorsitz von Lothar Lockl?
Die Stimmung ist jetzt deutlich feindseliger, es geht viel mehr um Machtpolitik. Das wirkt sich auf die Arbeit im Stiftungsrat negativ aus.
3. Welche Hoffnungen und Befürch- tungen haben Sie in Bezug auf das ministerielle ORF-Zukunftsforum?
Ich hoffe auf echte Reformen, vor allem eine Gremienreform, die den ORF unabhängig von Parteiinteressen macht. Ich fürchte Scheindebatten.
4. Erst Eva Blimlinger, nun Sigi Maurer: Wie stimm(t)en Sie sich mit den grünen Mediensprecherinnen ab?
Wir tauschen uns aus. Abgestimmt wird mit meinem eigenen Kopf.
5. Sie haben für Lisa Totzauer als Generaldirektorin gestimmt. Warum für keinen externen Kandidaten?
Die externen Kandidaten hatten jeweils Nachteile, vor allem waren sie zu wenig anschlussfähig. Lisa Totzauer hatte das beste Gesamtpaket.
6. Welche Parallelen sehen Sie zwischen dem Umweltbundesamt und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Beide sind für die Gesellschaft enorm wichtig: der ORF für Demokratie, das UBA für gesunde Umwelt. Beide stehen im Zentrum großer Umbrüche.
7. Sie haben WWF und Caritas- Kommunikation geleitet: Was können andere Unternehmen von NGOs lernen?
Vertrauen ist das oberste Gut, Haltung schafft Vertrauen. Außerdem sind NGOs Weltmeister in Wirkungsmaximierung mit Mini-Budget.
8. Warum nennen Sie sich Gitsch? Und was hat der Berufsstart als stv. McDonalds-Filialchef gebracht?
Gitsch ist mein Spitzname seit Kindertagen. McDonald’s lehrte mich früh: Führung heißt auch mit anpacken.
Die Stimmung ist jetzt deutlich feindseliger, es geht viel mehr um Machtpolitik
5. Sie haben für Lisa Totzauer als Generaldirektorin gestimmt. Warum für keinen externen Kandidaten?
Die externen Kandidaten hatten jeweils Nachteile, vor allem waren sie zu wenig anschlussfähig. Lisa Totzauer hatte das beste Gesamtpaket.
6. Welche Parallelen sehen Sie zwischen dem Umweltbundesamt und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk?
Beide sind für die Gesellschaft enorm wichtig: der ORF für Demokratie, das UBA für gesunde Umwelt. Beide stehen im Zentrum großer Umbrüche.
7. Sie haben WWF und Caritas- Kommunikation geleitet: Was können andere Unternehmen von NGOs lernen?
Vertrauen ist das oberste Gut, Haltung schafft Vertrauen. Außerdem sind NGOs Weltmeister in Wirkungsmaximierung mit Mini-Budget.
8. Warum nennen Sie sich Gitsch? Und was hat der Berufsstart als stv. McDonalds-Filialchef gebracht?
Gitsch ist mein Spitzname seit Kindertagen. McDonald’s lehrte mich früh: Führung heißt auch mit anpacken.
Steckbrief
Hildegard Aichberger
54, hat an der BOKU promoviert, war Geschäftsführerin des WWF Österreich und der ORF-NGO-Kooperation Mutter Erde, leitete die Kommunikation der Caritas und war Vorständin der Oekostrom AG. Seit 2024 ist sie Chefin des Bundesumweltamts, schon seit 2021 ORF-Stiftungsrätin
Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 37/2026 erschienen.
