Die Nullnummer liegt bereits vor: mit satirischen Fake-Interviews, erfundenen Gastbeiträgen und gefälschten Werbeanzeigen.
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Die Tagespresse wagt eine „geniale Innovation“: Ab Anfang Oktober bringt das heimische Online-Satireportal eine monatliche Printausgabe heraus. Für fünf Euro pro Monat bekommt man je 20 Seiten „als klassische Qualitätszeitung für ein Land, das von klassischen Qualitätszeitungen längst aufgegeben wurde“, warb Chefredakteur Fritz Jergitsch am Mittwoch für das neue Produkt.
Als Vorgeschmack hat die Tagespresse eine – nicht im Handel erhältliche – Nullnummer produziert. Am Cover wird dort Andreas Babler mit „Nicht mit uns“ zitiert. Die Schlagzeile dazu: „Babler dementiert Comebackpläne der SPÖ“. Im Blatt selbst finden sich etwa ein Fake-Interviews mit Philipp Hochmair („Ich bin Gott“), ein „Gastbeitrag“ des Bundeskanzlers („Kindererziehung leicht gemacht mit Christian Stocker“) oder gefälschte Werbeinserate von der Post („Wir bringen's (zum Nachbarn, der gerade auf Urlaub ist“)) oder dem WWF („500 Euro oder der Panda muss sterben“).
„Nein, das Internet ist nicht die Zukunft“, hält das Satiremagazin in der Aussendung fest: „Es hat sich als Sackgasse der frühen 2000er-Jahre herausgestellt und besteht inzwischen hauptsächlich aus russischen Bots, FPÖ-AI-Slop und Werbeanzeigen mit Fake-Armin-Wolfs, die einem Kryptowährungen und Potenzmittel aus Nashornpulver verkaufen wollen.“ Deshalb wage man mit Print nun „diesen mutigen Schritt ins 19. Jahrhundert“.
