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Weniger Passagiere an Austro-Airports im ersten Halbjahr

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Der Flughafen Linz-Hörsching galt zuletzt als Sorgenkind
©APA/APA/THEMENBILD/FOTOKERSCHI.AT/MARKUS HAUSER
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) hat am Montag die Passagierzahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Demnach gingen diese an den sechs Verkehrsflughäfen - Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Linz und Klagenfurt - im Vergleichszeitraum des Vorjahres von 16,8 Millionen um 2,6 Prozent auf nun 16,4 Millionen Reisende zurück. Laut den Angaben bedeutet der Rückgang eine der schwächsten Entwicklungen im Europa-Vergleich.

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Während das Passagieraufkommen im ersten Quartal 2026 mit rund 7,4 Mio. Reisenden noch um 1,8 Prozent zulegte, ging es im zweiten Quartal bei rund 9 Mio. Passagieren um 6 Prozent zurück. Seit April sei die Entwicklung an allen Flughäfen aufgrund der geopolitischen Verwerfungen tendenziell rückläufig, geht aus der Veröffentlichung weiters hervor. Vor April gab es an mehreren Austro-Airports noch Zuwächse.

"Österreichs Luftfahrtstandort muss wieder wettbewerbsfähiger werden, um den Anschluss nicht zu verlieren", warnte Julian Jäger, AÖV-Präsident und Vorstand der Flughafen Wien AG. Der Verband fordert stetig und einmal mehr - etwa mit Verweis auf die Flugabgabe - eine "spürbare Entlastung" und gegenüber anderen Ländern "wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen". Etwa der Flughafen Bratislava nahe Wien wuchs zuletzt vornehmlich mit Billigfliegern, die die Bundeshauptstadt teils verlassen haben.

Die Zahl der Flugbewegungen im Linien- und Gelegenheitsverkehr ist mit 133.004 Starts und Landungen um rund 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Das sei auf eine höhere Auslastung der Flugzeuge zurückzuführen. Das Frachtaufkommen sank im ersten Halbjahr heuer leicht um knapp 1 Prozent auf 182.836 Tonnen.

Ins Auge stechen die Rückgänge auf den beiden kleinsten Verkehrsflughäfen Klagenfurt und Linz. Die Passagierzahlen in oberösterreichs Kapitale brachen um 15,3 Prozent auf 110.627 ein, jene in Kärntens Hauptort um 14,4 Prozent auf 78.627. In beiden Bundesländern, zuletzt aber vor allem in Oberösterreich, ist die Entwicklung der Standorte heißes politisches Thema.

Der mit riesigem Abstand größte Flughafen - der Vienna International Airport - in Wien-Schwechat verzeichnete ein Minus von 3,2 Prozent auf 14,74 Mio. Passagiere. Alle fünf weiteren Flughäfen zusammen fertigten knapp 2,15 Mio. Menschen ab. Damit ist Wien fast sieben Mal so "groß" wie alle fünf anderen internationalen heimischen Flughäfen zusammen - im internationalen Vergleich aber auch nur ein mittelgroßer Hub.

Die nächstgrößten Flughäfen in Österreich kommen nicht einmal auf eine Million Reisende im Halbjahr. Salzburg kratzte die Million Fliegender aber - mit plus 2,8 Prozent und 936.147 an der Zahl. Innsbruck wuchs um 4,2 Prozent auf 656.870 Passagiere. Graz blieb stabil bei gut 366.000.

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