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Damit verbucht Samsung das dritte Geschäftsquartal in Folge den jeweils höchsten Wert in seiner Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: Der operative Gewinn für das gesamte Jahr 2025 betrug 43,6 Billionen Won, also weniger als die Hälfte der aktuell prognostizierten Quartalszahlen. Den tatsächlichen Nettogewinn weist Samsung in seinem Geschäftsbericht - wie auch in früheren Geschäftsberichten - nicht separat aus.
Samsungs Zahlen für den Zeitraum April bis Juni toppten selbst die bereits hohen Erwartungen des Marktes deutlich. Laut einer Umfrage der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap unter Ökonomen übertraf der nun vorgelegte Betriebsgewinn ihre Schätzungen im Schnitt um 6,2 Prozent.
Bei den Geschäftszahlen von Samsung Electronics handelt es sich um eine erste Schätzung. Genauere Zahlen wird der Konzern erst zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen, voraussichtlich am Ende des Monats. Allerdings steht schon jetzt fest, dass am Rekordergebnis nicht zu rütteln sein wird.
Der hohe Betriebsgewinn fußt vor allem auf der anhaltend hohen Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Samsung Electronics ist einer der weltweit führenden Produzenten von Halbleitern, insbesondere im Segment leistungsstarker Speicherchips, und profitiert deshalb besonders stark vom Boom des Geschäfts mit Künstlicher Intelligenz.
In Südkorea haben die extrem hohen Unternehmensgewinne der großen Halbleiterproduzenten Samsung Electronics und SK Hynix zu einer öffentlich debattierten Verteilungsfrage geführt. Ende Mai nahmen Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft nach einer Streikdrohung einen Kompromissvorschlag des Managements an, der Jahresprämien von mehreren Hunderttausend Euro für jeden Mitarbeiter der hochprofitablen Halbleitersparte vorsieht.
Während die Tech-Unternehmen des Landes von der anhaltenden KI-Nachfrage profitieren und hohe Löhne sowie Prämien zahlen, geht es vielen anderen Industrien Südkoreas derzeit durchwachsen. So ist auch die Arbeitslosenquote in der besonders betroffenen Altersgruppe unter 30 Jahren zuletzt gestiegen.
