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Lufthansa-Konzern mit Umsatzrekord: Was das für Flugreisende ab Wien bedeutet

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Passagiere gehen durch ein Terminal am Flughafen Frankfurt
Foto:©Unsplash, Tom Ru

Die Lufthansa Group, zu der Austrian Airlines gehört, hat im Sommer so viel umgesetzt wie nie zuvor. Warum Passagierinnen und Passagiere das an den Ticketpreisen merken und was die Zahlen für AUA-Kunden heißen.

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Fliegen mit Austrian Airlines, Lufthansa oder Swiss war im Sommer teurer als vor einem Jahr. Die Netzwerk-Airlines des Konzerns, zu denen neben Lufthansa auch Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines zählen, erzielten im dritten Quartal um 6,8 Prozent höhere Durchschnittserlöse als ein Jahr zuvor. Das geht aus den Quartalszahlen hervor, die die Lufthansa Group am Dienstag veröffentlicht hat. Gleichzeitig waren die Flugzeuge etwas leerer: Die Auslastung sank um 1,3 Prozentpunkte.

Für die Österreich-Tochter fällt die Bilanz positiv aus. Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines übertrafen laut Konzern ihre Vorjahresergebnisse im dritten Quartal. Konkrete Zahlen für die AUA nennt die Mitteilung nicht. Insgesamt setzte die Gruppe von Juli bis September 12,2 Milliarden Euro um, neun Prozent mehr als im Vorjahr und so viel wie in keinem Quartal zuvor.

Teures Kerosin drückt auf die Kosten

Der Rekordumsatz kommt nicht ganz im Gewinn an. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBIT) stieg um sechs Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, die Marge sank von 11,9 auf 11,5 Prozent. Hauptgrund sind die Treibstoffkosten, die im Quartal laut Lufthansa Group um 543 Millionen Euro höher lagen als im Vorjahr. Der Konzern führt das auf die Kerosinpreise infolge der Lage im Nahen Osten zurück.

„Wir haben unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesteigert, obwohl höhere Treibstoffkosten das Quartalsergebnis mit mehr als einer halben Milliarde Euro belastet haben“, sagt Finanzvorstand Till Streichert. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit einer Treibstoffrechnung von 9,3 Milliarden Euro und erwartet ein bereinigtes operatives Ergebnis von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal geht er von einem gesunden Nachfrageumfeld aus.

Vorstandschef Carsten Spohr spricht vom „umsatzstärksten Quartal in der Geschichte der Lufthansa Group“. Der Fokus liege weiter auf der Kernmarke Lufthansa Airlines, deren finanzielle Wende beschleunigt werden müsse. Sie wurde im Quartal zusätzlich durch rund 65 Millionen Euro Streikkosten aus dem ersten Halbjahr belastet.

Was das für Ihre nächsten Flüge heißt

Für Reisende ab Österreich spielt die Lufthansa Group eine zentrale Rolle: Austrian Airlines hat ihre Basis in Wien, dazu kommen Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und Eurowings mit Verbindungen zu ihren Drehkreuzen. Die höheren Durchschnittserlöse zeigen, dass die Airlines die gestiegenen Kosten zumindest teilweise über die Preise weitergeben konnten, weil die Nachfrage hoch blieb. Der Konzern verweist ausdrücklich auf eine starke Nachfrage nach Premium-Tickets.

Ob Tickets weiter teurer werden, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen. Ein Faktor spricht gegen sprunghafte Aufschläge: Die Passagier-Airlines des Konzerns haben laut Lufthansa Group rund 86 Prozent ihres Treibstoffbedarfs für 2026 und mehr als 60 Prozent für 2027 abgesichert. Kurzfristige Ausschläge beim Kerosinpreis schlagen damit nur gedämpft durch. Ryanair-Chef Michael O'Leary hatte dagegen zuletzt bis zu 20 Prozent höhere Ticketpreise in Europa für 2027 vorhergesagt, wie unser Bericht Flugpreise 2027: Ryanair-Chef erwartet bis zu 20 Prozent teurere Tickets zeigt.

Für Ihre Buchung heißt das: Bei gefragten Terminen wie den Weihnachts- und Semesterferien lohnt es sich, früh zu vergleichen. Neben dem Grundpreis zählen Gepäck und Sitzplatzwahl, die je nach Tarif extra kosten. Dazu kommt bei jedem Abflug ab Österreich die Flugabgabe, über deren Senkung die Regierung diskutiert, wie unser Artikel Flugabgabe: Minister Hanke will Ticketsteuer senken, aber nicht abschaffen erklärt.

Eurowings und Cargo legen ebenfalls zu

Die Billigtochter Eurowings, die auch ab Österreich fliegt, hat ihr Angebot im Quartal um 3,5 Prozent verkleinert, weil Flüge in die Golfregion ausgesetzt und auf kürzere Strecken nach Südeuropa verlagert wurden. Die Durchschnittserlöse stiegen laut Konzern um zehn Prozent. Deutlich besser lief es für die Frachtsparte Lufthansa Cargo und für die Wartungstochter Lufthansa Technik, deren Umsatz um 20 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro wuchs.

Mehr Nachrichten zu Airlines, Flughäfen und Ihren Rechten als Passagierin oder Passagier finden Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

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