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Flugabgabe soll sinken: Was die Ankündigung des Kanzlers für Ihr Flugticket heißt

Aktualisiert
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Passagiere gehen im Terminal an einer Abflugtafel vorbei
Foto:©Unsplash, jack berry

Bundeskanzler Christian Stocker will die Ticketsteuer auf Flüge ab Österreich senken. Wie viel Sie derzeit pro Abflug zahlen, wer ausgenommen ist und was bei der Senkung noch offen ist.

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Für Ihr nächstes Flugticket ändert sich vorerst nichts. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat am Dienstag zwar eine Senkung der Flugabgabe angekündigt: „Wir werden die Flugabgabe senken und sind gesprächsbereit“, sagte er am Rande seiner China-Reise. Wann die Abgabe sinkt und um wie viel, nannte er aber nicht. Bis das Gesetz geändert ist, gelten die bisherigen Beträge weiter.

Neu ist, dass sich damit erstmals der Regierungschef festlegt. Bisher hatte vor allem Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) eine Senkung statt einer Abschaffung ins Gespräch gebracht, wie unser Bericht Flugabgabe: Minister Hanke will Ticketsteuer senken, aber nicht abschaffen zeigt. Hanke hat nach eigenen Angaben je 30 Millionen Euro für 2027 und 2028 zur Unterstützung der Luftfahrt budgetiert.

So viel Flugabgabe zahlen Sie derzeit

Die Flugabgabe fällt für jeden Abflug von einem österreichischen Flughafen an und ist im Ticketpreis enthalten. Sie beträgt laut Unternehmensserviceportal des Bundes seit 1. September 2020 einheitlich 12 Euro pro Passagierin und Passagier. Für Flüge mit weniger als 350 Kilometern Entfernung sind 30 Euro fällig. Bei Inlandsflügen ist in diesen Beträgen die Umsatzsteuer von 13 Prozent bereits enthalten.

Ein Rechenbeispiel: Eine vierköpfige Familie, die ab Wien nach Mallorca fliegt, zahlt für den Hinflug 48 Euro Flugabgabe. Für den Rückflug fällt keine österreichische Abgabe an, weil er nicht in Österreich startet. Kinder unter zwei Jahren ohne eigenen Sitzplatz sind befreit. Hat das Baby einen eigenen Sitz gebucht, wird die Abgabe fällig.

Ausgenommen sind außerdem Transit- und Transferpassagiere, die nach einer Zwischenlandung auf einem österreichischen Flughafen innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen. Wer etwa von Graz über Frankfurt nach New York fliegt, zahlt die Abgabe einmal beim Abflug in Graz. Wer dagegen über Wien umsteigt, zahlt sie für den Weiterflug ab Wien nicht noch einmal.

Was bei der Senkung noch offen ist

Offen sind Höhe, Zeitpunkt und Finanzierung. Ob der Satz für alle Flüge sinkt oder nur für bestimmte Strecken, ist ebenso unklar wie die Frage, ob die höhere Abgabe für sehr kurze Flüge bleibt. Die Beträge stehen im Flugabgabegesetz, dessen Regeln das Finanzministerium erläutert. Für eine Senkung braucht es daher eine Gesetzesänderung im Nationalrat.

Airlines und Flughäfen drängen seit Monaten auf Entlastung. Die Vorstände des Flughafens Wien fordern die Abschaffung, Austrian Airlines verweist auf hohe Standortkosten. Die AUA hat am Dienstag bestätigt, dass fünf neue Langstreckenjets, die für Wien vorgesehen waren, im Lufthansa-Konzern anderweitig eingesetzt werden. Die Gespräche mit der Regierung nennt die Airline einen entscheidenden Baustein dafür, ob sich das noch ändert. Auch Ryanair macht mit einer Kampagne Druck auf den Kanzler. Das alles sind Positionen der Unternehmen, die von einer Senkung direkt profitieren würden.

Was das für Ihre Buchung bedeutet

Wer jetzt bucht, zahlt die aktuelle Abgabe. Mit einer Senkung ließe sich bei einem Flug ab Österreich ohnehin nur ein Teil des Ticketpreises sparen, denn Treibstoff, Flughafengebühren und die Nachfrage prägen den Preis stärker. Ob eine Senkung bei bereits bezahlten Tickets berücksichtigt würde, ist nicht geregelt. Darauf zu warten, lohnt sich für gefragte Termine wie Weihnachten oder die Semesterferien daher kaum.

Achten Sie beim Vergleich auf den Endpreis inklusive Steuern und Gebühren, den Airlines und Buchungsportale vor dem Bezahlen ausweisen müssen. Mehr zu Airlines, Flughäfen und Ihren Rechten als Passagierin oder Passagier finden Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

Quellen

Unternehmensserviceportal (USP): Flugabgabe (2026)

Bundesministerium für Finanzen: Flugabgabe (2026)

Flughafen Wien: Flughafen Wien-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner bekräftigen Forderung nach Abschaffung der Flugabgabe (18.10.2026)

Quelle: APA

Weitere Quelle: Kleine Zeitung

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