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Total, ringförmig, partiell: Drei Arten von Sonnenfinsternissen

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Am 12. August ist eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen
©APA/APA/dpa/A3390 Kay Nietfeld
Am Abend des 12. August ist in Österreich eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Neben einer solchen partiellen Eklipse gibt es noch zwei weitere Hauptarten von Sonnenfinsternissen: eine totale und eine ringförmige Sonnenfinsternis. Sie unterscheiden sich in der genauen Anordnung von Sonne, Mond und Erde und jenem Teil des Mondschattens, der auf die Erdoberfläche fällt. Für alle Arten gilt: Beobachten darf man nur mit speziellen Finsternisbrillen.

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Eine TOTALE SONNENFINSTERNIS tritt ein, wenn der Mond aus der Perspektive eines Beobachters in einem schmalen Streifen der Erde ("Totalitätsstreifen") die Sonnenscheibe vollständig verdeckt. Für einige Minuten verblassen die Farben und nur fahles Licht erhellt die Umgebung. Auch helle Sterne können in dieser Phase gesehen werden, und es kommt zu einer spürbaren Abkühlung. Bei vollständiger Bedeckung der Sonne lassen sich schon mit Feldstechern Gasausbrüche auf der Sonnenoberfläche (Protuberanzen) und der weiße Strahlenkranz der Korona, der oberen Atmosphäre der Sonne, beobachten - vor und nach der Totalität benötigt man unbedingt eine Finsternisbrille oder spezielle Finsternisfolie, um die Augen zu schützen. Ein weiteres Phänomen am Beginn und Ende der Totalität sind die sogenannten Baily-Perlen. Sie entstehen durch die Topografie des Mondes mit seinen Kratern und Gebirgen. Wenn Gebirge am Mondrand über die Sonnenscheibe hinausragen, aber Sonnenlicht noch durch die Täler am Mondrand scheint, sieht man einzelne helle Punkte, weshalb die Erscheinung auch Diamantring oder Perlenschnur genannt wird.

Eine RINGFÖRMIGE SONNENFINSTERNIS tritt auf, wenn sich der Mond in der Nähe seines von der Erde am weitesten entfernten Punktes (Apogäum) befindet und kleiner als die Sonne erscheint. Infolgedessen verdeckt der Mond die Sonne nicht vollständig, sodass an ihrem Rand ein "Feuerkranz" sichtbar bleibt. Bei dieser Finsternisart ragen die Mondberge nicht über den Sonnenrand hinaus, es wird auch nicht markant dunkler und Filterfolie bzw. Finsternisbrille sind während der ganzen Finsternis erforderlich.

Bei einer PARTIELLEN SONNENFINSTERNIS verdeckt der Mond nur einen Teil der Sonne. Dieses Phänomen ist von einem viel größeren Gebiet rund um den schmalen Streifen der Totalität bzw. der Ringfinsternis aus sichtbar, in dieser Zone fällt der Halbschatten des Mondes auf die Erde. Der Bedeckungsgrad gibt dabei das Verhältnis zwischen der vom Mond bedeckten und der gesamten Fläche der Sonnenscheibe an. Bei einer totalen Sonnenfinsternis erreicht der Bedeckungsgrad also 100 Prozent.

Eine partielle Sonnenfinsternis ist am Montagmorgen (03.10.2005) hinter einem leichten Wolkenschleier auf der Nordseeinsel Sylt über Wenningstedt zu sehen. In Deutschland bedeckte der Mond je nach Ortslage zwischen 35 Prozent der Sonne im Nordosten und 57 Prozent im Südwesten. Das Schauspiel endete in Deutschland gegen 12.30 Uhr. In Spanien und einigen afrikanischen Ländern zeigte sich sogar eine ringförmige Finsternis, bei der der Mond direkt vor der Sonne stand. Um die dunkle Neumondscheibe herum erstrahlte ein schmaler heller Sonnenring. Foto: Kay Nietfeld dpa/lno (zu dpa 0164) +++(c) dpa - Bildfunk+++

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