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Sechs von zehn Österreichern nutzen KI für Gesundheitsfragen

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++ ARCHIVBILD ++ Gesundheitsstudie: Mehrheit beklagt Ärztemangel
©Vennenbernd, APA, dpa, Rolf Vennenbernd
Knapp 60 Prozent der Bevölkerung haben bereits Künstliche Intelligenz zu Gesundheitsthemen befragt. Das geht aus der am Mittwoch vorgestellten Gesundheitsstudie 2026 hervor. Demnach empfanden rund 40 Prozent die Auskünfte der KI als hilfreich. Zu den häufigsten Verwendungszwecken gehört das Recherchieren von Symptomen und die vereinfachte Darstellung von komplexen ärztlichen Befunden. Ein Teil der Befragten - 13 Prozent - vertraut der KI bereits mehr als Ärztinnen und Ärzten.

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Die repräsentative Studie wurde vom Gallup Institut im Auftrag der Wiener Städtischen Versicherung durchgeführt. Neben der Verwendung von künstlicher Intelligenz für Gesundheitsfragen wurde auch die Zufriedenheit der österreichischen Bevölkerung mit dem Gesundheitssystem erhoben. Während 2022 noch eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent zufrieden war, beträgt dieser Wert heuer nur mehr 47 Prozent. Positiver fällt die Bewertung des eigenen Gesundheitszustands aus. Mehr als 60 Prozent der Befragten würden ihre Gesundheit zumindest als gut beschreiben.

Als Grund für die Unzufriedenheit mit dem Gesundheitssystem wurden zumeist lange Wartezeiten, insbesondere bei Fachärzten, genannt. Auch bei der Verfügbarkeit von Ärzten sieht die Bevölkerung Nachholbedarf. So sind 55 Prozent der Befragten der Meinung, dass es zu wenig Allgemeinmediziner gibt. Bei den Fachärzten sehen sogar 71 Prozent einen akuten Mangel. Das spiegelt sich in den Wartezeiten für Termine wider. Während 52 Prozent der Befragten angeben, innerhalb weniger Tage einen Termin beim Allgemeinmediziner zu bekommen, ist das für Termine beim Spezialisten nur bei sieben Prozent der Fall. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung wartet laut den Ergebnissen der Studie sogar länger als zwei Monate auf einen Facharzttermin. Die zur Entlastung des Systems viel diskutierte Ambulanzgebühr für nicht notwendige Spitalsbesuche stößt auf breiten Zuspruch - 58 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus.

Auch das Bewusstsein um geschlechtsspezifische Unterschiede bei medizinischen Bedürfnissen ist breit in der Bevölkerung verankert: 87 Prozent der Befragten nehmen Unterschiede bei Krankheitsbildern von Frauen und Männern wahr - am häufigsten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkten und Schlaganfällen, gefolgt von psychischen Erkrankungen wie Depressionen. Für Manuel Schalk, Vorstandsdirektor der Wiener Städtischen, ist das ein Anzeichen dafür, dass Gesundheit zunehmend individueller gedacht wird. Dies spiegle sich auch beim Thema Vorsorge wider. Vor allem in der Gruppe der 16- bis 35-Jährigen sei das Interesse an privater Gesundheitsvorsorge im letzten Jahr gestiegen.

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