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Klima-Glossar: El Niño

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Klimaphänomen El Nino
©APA, Hirsch
In den kommenden Jahren dürfte die Klimakrise durch El Niño auf negative Weise noch verstärkt werden. Das ging bereits 2023 aus einer Prognose der Weltwetterorganisation (WMO) hervor. Das regelmäßig wiederkehrende Wetterphänomen sorgt zum einen für eine auffallende Erwärmung des Pazifik vor der südamerikanischen Küste und infolge für Wetterstörungen mit massiven Regenfällen in Amerika und Dürre in Asien und anderen Teilen der Welt. Nun droht ein Super-El-Niño.

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Auch Afrika ist je nach Region unterschiedlich betroffen. Während in Ostafrika im Regelfall heftige Regenfälle drohen, ist der Süden des Kontinents von Dürre geplagt. Starke und verheerende El Niños gab es unter anderem etwa 1982/83 und 1997/98 sowie 2016. Das erwärmte Meereswasser sorgte vor zehn Jahren dafür, dass das Great Barrier Reef in Australien laut James-Cook-Universität damals die schlimmste je erfasste Korallenbleiche zu verkraften hatte.

Laut WMO ist El Niño bereits zu 100 Prozent eingetreten. Die Meteorologen erwarten aber, dass er sich weiter aufbaut. Es gilt außerdem als sicher, dass er bis Februar 2027 andauert.

ENSO steht dabei für "El Niño Southern Oscillation", womit das gekoppelte Zirkulationssystem von Ozean und Atmosphäre im tropischen Pazifik gemeint ist. Die Warmphase El Niño tritt äußerst unregelmäßig alle zwei bis sieben Jahre auf. Hervorgerufen wird dieses Geschehen aufgrund von veränderten Wasser- und Luft-Strömungen in Äquatornähe und über dem Pazifik. Dann treiben die Winde die feuchte Luft statt nach Australien und Südostasien vermehrt nach Osten zur amerikanischen Westküste. Gleichzeitig wird kaltes Wasser aus der Südpolarregion verdrängt und in Summe steigt die Temperatur des Oberflächenwassers, ein Teil der Wärme wird über die Verdunstung aber auch in die Atmosphäre abgegeben.

El Niño 2026/27 droht unter anderem deshalb so stark zu werden, weil in den tropischen Pazifikregionen extrem warmes Wetter herrscht. Der Höhepunkt sollte Ende des Jahres erreicht sein. "Dieser außergewöhnliche El Niño verlangt nach außergewöhnlichen Vorbereitungen und Antworten", appellierte erst kürzlich die WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo. Man sehe bereits die Zerstörungen und Verwüstungen durch Dürren und Flutkatastrophen, "und wir erwarten, dass diese Auswirkungen größer werden, während sich El Niño verstärkt".

Weil peruanische Fischer die Erwärmung oft zum Jahresende hin registriert haben, soll das Phänomen seinen Namen El Niño bekommen haben: zu Deutsch "das Christkind". In der Kaltphase La Niña führt die Strömung die Erwärmung über die Sonneneinstrahlung in tiefe Gewässer des Westpazifiks, wo sie gespeichert wird. Zwischen den beiden Extremen wird von einer neutralen Phase gesprochen.

Erklärung, Strömungen und Windrichtungen im Pazifikraum, Folgen von El Nino;.Die Auslieferung der APA-Grafiken als Embed-Code ist ausschließlich Kunden mit einer gültigen Vereinbarung für Grafik-Pauschalierung vorbehalten. Dabei inkludiert sind automatisierte Schrift- und Farbanpassungen an die jeweilige CI. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Grafik-Team unter grafik@apa.at. GRAFIK 0690-26

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