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Die Verleihung des Schmähpreises wird vom hiesigen Ableger der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) organisiert. Mit der "Auszeichnung" wolle man Menschen und Organisationen vor den Vorhang holen, "die mit wissenschaftlich widerlegten Thesen Geld, Ruhm oder Einfluss anstreben, obwohl sie es eigentlich längst besser wissen müssten".
Insgesamt konnte die Jury, der neben Mitgliedern der Wiener Skeptiker u.a. Andreas Zajic, Historiker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Katharina Kropshofer von der Wochenzeitung Falter, Marcus Huber, Physiker an der TU Wien, und der ehemalige Nationalratsabgeordnete der Grünen, Karl Öllinger, angehören, heuer aus rund 100 Nominierungsvorschlägen wählen.
Gerald Hauser sei seit Beginn der Corona-Pandemie wiederholt mit unwissenschaftlichen Aussagen und verschwörungstheoretischem Gedankengut aufgefallen, heißt es zur Begründung. Viele Nominierungen eingebracht hätten ihm öffentliche Aussagen, in denen der menschgemachte Klimawandel relativiert oder geleugnet werde - unter anderem wird auf ein Posting von Anfang August verwiesen, in dem Hauser die "Hitze-Panik als Ablenkung vom Impf-Desaster der Systemparteien" bezeichnet habe.
Ebenfalls im Finale ist Life-Coach Markus Streinz, der Menschen mit esoterischen und pseudowissenschaftlichen Konzepten behandle oder "therapiere", obwohl er keine medizinische Ausbildung habe, heißt es weiter. Es sei ihm gelungen, eine ansehnliche Anhängerschaft um sich zu scharen, die weit über Österreich hinausreiche und eine sektenartige Struktur bilde. Aussteiger und Angehörige von Betroffenen würden von Manipulation und finanzieller Ausbeutung sowie verbaler, physischer und sexualisierter Gewalt, insbesondere gegen Frauen, berichten.
Ebenfalls nominiert wurde der KI-Chatbot NEXIQA des deutschen Unternehmens NEXT LEVEL - Wissen neu gedacht, der "in jedem Bereich mit unwissenschaftlichen Konzepten aufwartet, von Virenleugnung bis hin sogar zur Leugnung der DNA-Doppelhelix". Die Gesundheitstipps der KI würden "bedenklich bis gefährlich" ausfallen, vor allem zu Impfungen. Unter anderem gebe es auch Unterstützung bei der Suche nach pseudowissenschaftlichen Studien und eine Rechtsberatung zu Corona-Strafen. "Mit KIs dieser Art wird das Gefahrenpotenzial von Esoterik und Pseudowissenschaft tatsächlich auf ein Next Level gehoben", so die Jury.
Das "Goldene Brett vorm Kopf" wird ebenso wie das "Goldene Brett fürs Lebenswerk" sowie ein Publikumspreis bei einer Veranstaltung am 11. November im Stadtsaal Wien vergeben.
(S E R V I C E - https://goldenesbrett.guru/ )
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