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Ab sofort gehe es für die sechs "Analog-Astronauten" in die "Grundausbildung in Innsbruck", erklärte Grömer. Der Name "Analog-Astronauten" leite sich übrigens davon ab, dass besagte Astronauten "in Analogie zu künftigen Marsmissionen" agieren, wie Grömer kurz erklärte. Bis dahin hat es übrigens bereits 16 "Simulations-Expeditionen" gegeben, die jeweils zwischen zwei bis vier Wochen dauerten und unter anderem im Oman stattfanden.
Ziel dieser Missionen, in denen "wir so tun, als ob wir am Mars wären", wie es der ÖWF-Direktor salopp beschrieb, seien beispielsweise Experimente im Bereich der "Mensch-Maschine-Zusammenarbeit." Auch "geowissenschaftliche Experimente" würden durchgeführt, führte er zudem aus. Anspruch der Missionen sei es dabei im Endeffekt "Risiken zu minimieren" und "Fehler nicht auf dem Mars, sondern bereits früher zu machen." "Eine solche Minimierung kann helfen mehrere Millionen Euro sparen", führte Grömer aus.
Da es bei kommenden "Real-Missionen" also auch um viel Geld geht, habe man die Personen in einem harten Auswahlverfahren in einem "sehr kompetitiven Prozess" intensiv geprüft, strich der ÖWF-Direktor heraus. Nunmehr hätten diese eine viermonatige Grundausbildung zu durchlaufen und müssten sich zudem stetig um ihre körperliche und geistige Fitness kümmern. "Der Raumanzug wiegt immerhin fünfzig Kilogramm", verdeutlichte er eine der körperlichen Herausforderungen der ÖWF-Missionen.
Diese Anforderungen stand hält laut Auswahlverfahren unter anderem die Österreicherin Claudia Gollner und der in Innsbruck lebende Niederländer Arfor Houwman. "Es geht viel um Feinmotorik, die Kommunikation mit dem Funk oder auch die Handschuh-Einschulung", nannte Gollner einige der Punkte der Grundausbildung. Auch besuchen sie und ihre Kolleginnen und Kollegen Kurse im Bereich "Elektronik, Safety und Risk-Management." Doch auch der Weg bis hin zu dieser Ausbildungsmöglichkeit sei schon hart gewesen, betonte wiederum Houwman: "Es wurde unter anderem ausgetestet, was unser absolutes körperliches Limit ist."
Ganz egal aber, wo genau das körperliche Limit der sechs Ausgewählten aber liegt, selbst betreten werden sie oder jemand aus den anderen vier vorangegangenen ÖWF-Analog-Astronauten-Klassen den roten Planeten wohl nicht. "Bis die erste echte Marsmission stattfinden kann, dauert es zumindest noch 20 bis 30 Jahre", hielt Grömer fest. "Der Mensch, der den ersten Schritt auf den Mars setzt, ist aber schon geboren", fügte er hinzu.
Naheliegend somit, dass es "Astronauten"-Nachwuchs braucht. Für ebenjenen will unter anderem die Tiroler Versicherung sorgen, die das "Junior Analog Astronaut Program" des ÖWF unterstützt. Damit sollen bereits Jugendliche für Wissenschaft und Technik begeistert werden, wie der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Vorstandsvorsitzende der Tiroler Versicherung, Franz Mair, ausführte.






