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18-Jähriger nach Tötungsdelikt in Niederösterreich geständig

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Der Tote wurde in einem Einfamilienhaus in Langenzersdorf entdeckt
©APA/APA/GEORG HOCHMUTH/GEORG HOCHMUTH
Im Fall eines getöteten 29-Jährigen in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) hat sich der mordverdächtige 18-Jährige laut Exekutive in seiner Einvernahme "vollumfänglich geständig" gezeigt. Der junge Mann wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert, sagte Polizeisprecher Stefan Loidl. Die Staatsanwaltschaft hat die U-Haft beantragt, teilte Sprecherin Gudrun Bischof am Freitag auf Anfrage mit. Der Beschuldigte soll laut Medien der sogenannten Pedo-Hunter-Szene angehören.

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Zu den Hintergründen wurden vorerst keine Details bekanntgegeben. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Korneuburg verwies auf "umfangreiche Erhebungen zur Motivlage und zu den näheren Umständen". Medienberichten zufolge soll der 18-jährige Kampfsportler zur sogenannten Pedo-Hunter-Szene zählen, die überwiegend Homosexuellen fälschlicherweise Pädophilie unterstellt und Gewalt gegen sie ausübt.

Der Beschuldigte aus dem Bezirk Korneuburg hatte über eine Social-Media-Plattform Kontakt zu dem 29-Jährigen aufgenommen, um sich mit dem Wiener in der Nacht auf Donnerstag in einem Einfamilienhaus zu treffen, teilte die Polizei in einer Aussendung mit. Der Eigentümer befand sich auf Urlaub und hatte die Familie des 18-Jährigen gebeten, während seiner Abwesenheit auf das Gebäude achtzugeben.

Bei dem Treffen dürfte der junge Mann "massive Gewalt gegen den Kopf- und Halsbereich" des österreichischen Staatsbürgers ausgeübt und ihn tödlich verletzt haben. Dann verständigte der 18-Jährige einen Angehörigen, der gegen 6.30 Uhr die Polizei alarmierte. Daraufhin entdeckten die Beamten die Leiche, für den Verdächtigen - laut Medien soll er ungarischer Staatsbürger sein - klickten die Handschellen.

Das Landeskriminalamt Niederösterreich übernahm die Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion angeordnet, ein vorläufiges Ergebnis lag noch nicht vor. Über die Verhängung der Untersuchungshaft werde am Samstag entschieden, teilte die Sprecherin des Landesgerichts mit.

Im März 2025 hatte es auf Antrag der Staatsanwaltschaft Graz eine Razzia in sieben Bundesländern gegeben, bei der mehr als ein Dutzend Männer und Frauen wegen des Verdachts von "Hate Crime" festgenommen worden sind. Darunter fielen sogenannte Pedo-Hunter und auch Verdächtige, die Übergriffe auf Angehörige der LGBTIQ-Community verübt haben sollen. Bei den Opfern handelt es sich nur teilweise um Homosexuelle, denen von den mutmaßlichen Tätern fälschlicherweise Pädophilie unterstellt wurde. Die Verdächtigen raubten die Opfer aus, erniedrigten und verletzten sie - manche davon sehr schwer. In einem Fall stand sogar Mordversuch im Raum.

Die Ermittlungen in der Causa sind bisher noch nicht abgeschlossen, sagte Christian Kroschl von der Staatsanwaltschaft Graz auf APA-Nachfrage. Im Verfahrenskomplex gab es bisher erst eine Anklage beim Landesgericht Salzburg gegen fünf Personen, die auch verurteilt wurden. In Graz wird weiterhin gegen 38 Beschuldigte ermittelt. In Haft ist keiner mehr von ihnen. Anklagen oder Einstellungen von Verfahren würden sukzessive erfolgen. Verfahren gegen einzelne jugendliche Beschuldigte seien auch bereits diversionell erledigt worden - allerdings mit einer Probezeit und Auflagen. Ermittelt wird in einigen Fällen auch wegen auf Mobiltelefonen gefundenen Dateien mit nationalsozialistischem Gedankengut.

ZU APA0092 VOM 6.8.2026 - In Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) ist Donnerstagfrüh ein Toter entdeckt worden. "Wir gehen von einem Gewaltdelikt aus", bestätigte ein Polizeisprecher auf APA-Anfrage Medienberichte. Im Bild: Einsatzkräfte der Polizei in der Nähe des Tatorts aufgenommen am Donnerstag, 6. August 2026, in Langenzersdorf.

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