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Ein Team um Elmira Mohandesan, Forscherin vom Konrad-Lorenz-Institut für Vergleichende Verhaltensforschung der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie von der Universität Wien, hat das Erbgut von 144 Kaimanawa-Pferden und 22 Hauspferderassen verglichen. Sie weisen demnach eine "komplexe genetische Zusammensetzung" auf, heißt es in der Fachpublikation: "Das stimmt mit historischen Aufzeichnungen über die Einkreuzung mehrerer Rassen überein."
Einige Kaimanawa-Hengste haben zudem auf ihrem männlichen Geschlechtschromosom (Y-Chromosom) genetische Variationen, die bei den anderen Pferderassen noch nicht gefunden worden sind, erklärte Mohandesan der APA: "Gerade diese seltenen genetischen Linien zeigen den Erhaltungswert der Population."
Die wild lebende Population von Kaimanawa-Pferden wird von der neuseeländischen Regierung auf maximal 300 Tiere beschränkt und ist damit nicht besonders groß. Manche Gruppen leben recht isoliert von den anderen, so die Forscherin. Das habe etwa im Argo Valley, einem Tal in den Kaimanawa-Bergen, die genetische Vielfalt der verwilderten Pferde verringert und zu erhöhter Inzucht geführt.
(S E R V I C E - Studie: https://doi.org/10.1186/s12864-026-13345-y )
ARCHIV - 20.12.2020, Niedersachsen, Wardenburg: Ein Pferd steht auf einer Weide, während die Sonne untergeht. (zu dpa: «Motorradfahrer erschreckt Pferd – Reiterin schwer verletzt») Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
