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Die Biologin vom Department für Funktionelle und Evolutionäre Ökologie der Universität Wien hat mit Kollegen Asgard-Archaeen, die nur in sauerstofffreier Umgebung überleben, in eine Stickstoff-Kohlendioxid-Atmosphäre zwischen abgedichtete Glasplättchen gesetzt und mit einem Mikroskop beobachtet. "Nachdem sich die Zellen an eine Glasoberfläche anhafteten, nutzten sie ihre Ausstülpungen, um sich aktiv kriechend fortzubewegen", erklärte das Team, dem auch Forschende des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) angehörten, in einer Aussendung. Hemmstoffe gegen Aktin stoppten das Vorwärtskommen der Mikroben aus der Urzeit, was bedeutet, dass dieser Eiweißstoff dafür unerlässlich ist.
Laut genetischen Analysen sind Asgard-Archaeen jene Urzellen, aus denen vor zwei Millionen Jahren alle höheren Organismen entstanden sind. Zu jener Zeit verschlang wohl eine Asgard-Mikrobe ein Bakterium, ohne es zu verdauen. Stattdessen lebte es darin als Symbiont (Partner) weiter und die Nachfahren der beiden wurden schließlich zu den Zellen "höherer Organismen" wie Pflanzen, Pilze und Tiere bis zum Menschen mit "Mitochondrien", also Zellkraftwerken.
Ein anderes Team um Nika Pende (Uni Wien) und Robert Smith (Institut Pasteur) untersuchte die Zellwand von methanproduzierenden Archaeen. Darin fanden die Wissenschafter einen bisher unbekannten Zucker, den sie "N-acetylarmosamin" tauften, worüber ebenfalls in "Nature" geschrieben steht.
(S E R V I C E - Fachpublikation von Christa Schleper: https://doi.org/10.1038/s41586-026-11063-9 ; Fachpublikation von Nika Pende: https://doi.org/10.1038/s41586-026-11028-y )
Mikrobiologin Christa Schleper, am Montag, 20. Juni 2022, im Rahmen eines Interviews mit der APA in Wien. Schleper leitet das Department für Ökogenomik und Systembiologie an der Universität Wien und ist Wittgenstein-Preisträgerin 2022. ++ ACHTUNG SPERRFRIST 18:45 UHR BEACHTEN! ++.
