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"Ein Wiener Kaffeehaus darf nicht zum Museum werden. Seine Stärke liegt gerade darin, dass es seinen Charakter bewahrt und zugleich mit neuen Gewohnheiten mitgeht. Ein Kaffeehaus war immer ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, verweilen und besondere Momente erleben", sagte Berndt Querfeld, Cafetier und Geschäftsführer des Café Landtmann.
Den Tag des Kaffees und seinen 153. Geburtstag nahm das Landtmann zum Anlass, einen Blick auf die Wiener Kaffeehauskultur zu werfen. 95 Prozent bezeichneten Wiener Kaffeehäuser als ein Stück Wiener Geschichte, das bis heute lebendig ist. 85 Prozent sahen sie als Orte, die unterschiedliche Generationen zusammenbringen. Knapp zwei Drittel sprachen sich dafür aus, neue Besuchsanlässe und Tageszeiten zu erschließen.
Auch bei den Jüngeren ist die Offenheit groß: Unter den 16- bis 29-Jährigen waren 90 Prozent überzeugt, dass sich das Wiener Kaffeehaus weiterentwickeln kann, ohne seine Identität zu verlieren. 80 Prozent fanden zudem, dass sich ein Kaffeehaus am Abend bewusst anders präsentieren darf als tagsüber. Insgesamt teilten 77 Prozent der Befragten diese Ansicht.
Die Umfrage zeigt zugleich ein Bedürfnis nach unkomplizierten Orten für den Abend. 93 Prozent schätzten Lokale, in denen man länger zusammensitzen kann, ohne dass daraus ein klassischer Restaurant- oder Barbesuch werden muss. Ebenso viele wünschten sich Orte, an denen man sowohl essen als auch nur auf einen Kaffee oder ein Getränk bleiben kann. 91 Prozent legten Wert auf eine besondere Abendstimmung, bei der das Gespräch nicht in den Hintergrund rückt.
"Das Besondere am Kaffeehaus ist seine Offenheit. Anders als im Restaurant muss das Essen nicht im Mittelpunkt stehen, und anders als in der Bar geht es nicht nur um den Drink. Man kann auf einen Kaffee oder Aperitif kommen, etwas essen oder einfach länger sitzen und miteinander reden", sagte Irmgard Querfeld, Geschäftsführerin und Miteigentümerin der Querfeld-Betriebe.
