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Pa 30 ist mit einer Entfernung von etwa 7.500 Lichtjahren relativ nah an der Erde - deutlich näher als das rund 26.000 Lichtjahre entfernte Zentrum der Milchstraße. Der Nebel kann einer von nur fünf Supernovae zugeordnet werden, die vor dem Zeitalter der Teleskope aufgezeichnet wurden und deren Überreste lange Zeit nicht identifiziert waren.
Caiazzo zeigte bereits vor zwei Jahren, dass es sich bei der Supernova um eine besondere Spielart von Sternenexplosionen namens "Typ Iax" gehandelt hat, bei der nicht der ganze Ursprungsstern explodiert ist. Übrig blieb noch ein Teil der Ursprungsstruktur, von den Forschenden "Zombie-Stern" genannt.
Rund um diesen hat sich eine Struktur gebildet, die an den kugelförmigen Fruchtstand eines verblühten Löwenzahns erinnert. Vermutet wird, dass Pa 30 durch die Kollision zweier Weißer Zwerge entstand. Dabei handelt es sich um extrem dichte, etwa erdgroße Überreste von Sternen, die ihren Brennstoff aufgebraucht und ihre äußeren Schichten abgestoßen haben.
Die ISTA-Forscherin hat nun mit ihren Kolleginnen und Kollegen mithilfe des Gemini-North-Teleskops auf Hawaii die bisher detaillierteste Ansicht von Pa 30 gewonnen. Aufgrund der Nähe zur Erde "können wir so viele Details erkennen", erklärte Caiazzo in einer Aussendung.
Bisher erschien die Struktur wie glatte, von einem Zentrum ausgehende Linien eines Feuerwerks. Tatsächlich handelt es sich um Ketten von auffallend gleichförmigen Gasknoten, die wie Perlen auf einer Schnur aufgefädelt sind. Jede einzelne dieser "Perlen" ist groß genug, um unser Sonnensystem mehrfach aufzunehmen. Die Forscherinnen und Forscher vermuten, dass unsere Galaxie weitere Überreste von Typ-Iax-Supernovae beherbergen könnte, die bisher noch nicht entdeckt wurden.
(SERVICE - Link zur Studie: https://doi.org/10.3847/1538-4357/ae9cb2 )
KLOSTERNEUBURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/International Gemini Observatory/NOIRLab/NSF/AURA
