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Interreg-Projekt will Präsentation der Räter-Kultur verbessern

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Rekonstruktion der hölzernen Wände und einer Tür eines eisenzeitlichen Gebäudes auf der "Hohen Birga" bei Birgitz
©APA/Florian Müller
Ein aus Mitteln des Interreg-Programms Bayern-Österreich gefördertes Projekt will anhand der Kultur der Räter erforschen, wie archäologische Fundstellen am besten der Öffentlichkeit präsentiert werden. Ein zentrales Ziel sei es, Fundstellen und Museen in der Region besser in Verbindung zu bringen, so das Archäologische Institut der Universität Innsbruck am Sonntag in einer Aussendung. Die attraktive Präsentation der Räter-Funde könne auch dem Tourismus zugutekommen.

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Die Förderung des Projekts "Konservieren - Visualisieren - Präsentieren der Räter: Vernetzung archäologischer Fundplätze und Museen" wurde von der EUREGIO Zugspitze-Wetterstein-Karwendel in ihrer letzten Auswahlsitzung beschlossen. In seinem Mittelpunkt steht die Präsentation von Funden zu den Rätern, die vor rund 2500 Jahren, in der Eisenzeit, im zentralen Alpenraum lebten, bis ihre Kultur durch den Alpenfeldzug der Römer 15 v. Chr. ein Ende fand. Zahlreiche archäologische Funde wie Keramik, Trachtzubehör und Brandopferplätze lassen Schlüsse auf ihre Lebensweise und die Bauweise ihrer Häuser zu.

Neben dem Innsbrucker Universitätsinstitut beteiligen sich auf bayerischer Seite der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit dem Museum Werdenfels und die Zugspitz Region GmbH. In diesem Gebiet befinden sich zentrale Fundstätten.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sollen relevante rätische Fundplätze erfasst werden. In Tirol steht die "Hohe Birga" bei Birgitz (Bezirk Innsbruck Land) im Fokus, auf der seit über 15 Jahren eine eisenzeitliche Siedlung freigelegt wird. Zwei Gebäude sind dort mittlerweile teilrekonstruiert sowie mit Schutzdächern versehen, das Gelände ist über einen Weg mit Hinweistafeln erschlossen und kann auch über einen zweisprachigen Smartphone-Audioguide erforscht werden. Nun soll im Rahmen des Projekts für weitere Gebäude, die in den letzten Jahren freigelegt wurden, ein Konzept zur fachgerechten und modernen Präsentation im archäologischen Freigelände entwickelt werden.

Das Projekt biete "die große Chance, in einer Gesamtschau einen noch umfassenderen Blick auf die Kultur der Räter zu richten und diese in der Folge interessierten Einheimischen wie auch Touristen zu präsentieren", erläuterten die Projektleiter Florian Müller von der Universität Innsbruck und Constanze Werner vom Museum Werdenfels. Dadurch soll bei einheimischen Besuchern das Bewusstsein für das grenzüberschreitende kulturelle Erbe und den Wert des eigenen Kulturraums gesteigert werden. Für den Tourismus in der Region könne sich durch die Präsentation archäologischer Funde der Räter ein Alleinstellungsmerkmal ergeben, das eine attraktive Erweiterung des touristischen Angebots darstelle, so die Projektverantwortlichen.

INNSBRUCK - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Florian Müller

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