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Höheres Gewicht bei Schwangeren in Österreich während Covid-19

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++ ARCHIVBILD ++ Studie analysiert Veränderungen des Gewichts vor Schwangerschaft
Während der Covid-19-Pandemie hatten Frauen in Österreich zu Beginn der Schwangerschaft ein höheres Ausgangsgewicht, öfter Übergewicht und Adipositas. Das resultierte in schwereren Babys und mehr schwierigen Entbindungen. Das hat die erste österreichweite Studie zu diesem Thema ergeben, die jetzt in "BMC Public Health" online erschienen ist.

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"Es fehlen Belege dafür, ob die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 den Stoffwechselstatus schwangerer Frauen beeinflusst haben. Diese Studie analysiert erstmals Veränderungen des Gewichts vor der Schwangerschaft, des Body-Mass-Index (BMI), der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, der Häufigkeit übergewichtiger und adipöser Frauen bei der Empfängnis sowie geburtsbedingter Komplikationen während der Covid-19-Pandemie im Vergleich zur Zeit vorher", heißt es in der wissenschaftlichen Arbeit, die von Experten der Universitäts-Frauenklinik in Wien (MedUni Wien/AKH) und Innsbrucker Epidemiologen durchgeführt worden ist (doi: 10.1186/s12889-026-28105-6).

Die Autoren haben die Geburtenregisterdaten aller geburtshilflichen Spitalsabteilungen in Österreich für den Pandemie-Zeitraum zwischen Mai und Dezember 2020 mit 30.806 Gebärenden analysiert und den Daten von 162.463 Schwangeren aus den Vergleichszeiträumen von 2025 bis 2019 gegenübergestellt. Die Hauptergebnisse, so die Wissenschafter: "Das Gewicht vor der Schwangerschaft und der BMI betrugen während der Covid-19-Pandemie im Querschnitt 64 Kilogramm bzw. 23,03 (BMI; Anm.) gegenüber 63 Kilogramm und 22,7 (BMI; Anm.) im Vorpandemiezeitraum."

Die Gewichtszunahme während der Schwangerschaft blieb im Vergleich zwischen Pandemie- und Vorpandemie-Zeitraum mit durchschnittlich 13 Kilogramm (plus 4,8 auf der BMI-Skala) gleich. Die Veränderungen beim Ausgangsgewicht waren jedoch jeweils statistisch signifikant. Der Anteil der Untergewichtigen werdenden Mütter ging von 5,95 Prozent vor der Pandemie auf 5,38 Prozent im Pandemie-Zeitraum zurück. Dem entsprechend reduzierte sich auch der Anteil der Normalgewichtigen Frauen von 62,96 Prozent auf 61,55 Prozent. Die Häufigkeit von Übergewicht nahm von 20,23 Prozent auf 20,96 Prozent zu. Adipositas der Klasse I (BMI zwischen 30 und 34,9) stieg von 7,44 Prozent auf 8,11 Prozent während Covid-19, auch die Häufigkeit von Adipositas der Klassen 2 (BMI 35 bis 39,9) und drei (BMI ab 40) erhöhte sich (ersteres von 2,46 Prozent auf 2,65 Prozent, letzteres von 0,95 Prozent auf 1,15 Prozent.

Die Gewichtsentwicklung der Schwangeren äußerte sich auch in Veränderungen bei den Neugeborenen. So erhöhte sich der Anteil der Kinder mit Makrosomie, womit man ein erhöhtes Geburtsgewicht, meistens 4.000 Gramm und darüber meint, von 8,89 Prozent auf 9,42 Prozent. Das führte auch statistisch signifikant öfter zur Verwendung der Saugglocke (8,09 Prozent vor der Pandemie, 8,48 Prozent während Covid-19).

Die Wissenschafter in ihrer Zusammenfassung: "Die Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 haben den Stoffwechselstatus schwangerer Frauen verschlechtert. Um dem entgegenzuwirken, müssen gezielte Interventionsprogramme unverzüglich als integraler Bestandteil des Pandemie-Wiederaufbauplans umgesetzt werden."

ARCHIV - 17.04.2021, Berlin: Mit einem Maßband misst eine Hebamme in ihrer Praxis den Symphysen-Fundus-Abstand bei einer schwangeren Frau. (zu dpa: «Weniger Kaiserschnitte in Berlin und Brandenburg als im Bund») Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

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