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Für die Untersuchung wurden 936.461 Rettungseinsätze aus den Jahren 2018 bis 2021 mit kleinräumigen Wetterdaten von 506 Messpunkten in Wien verknüpft. An Tagen mit mindestens 20,5 Grad an zumindest zwei aufeinanderfolgenden Tagen stieg die Zahl der täglichen Rettungseinsätze um rund acht bis neun Prozent – "ein Effekt, der auch nach Berücksichtigung von Jahr, Monat, Wochentag und Feiertagen bestehen blieb", so die Autorinnen und Autoren.
Eine zentrale Erkenntnis der Studie: Nicht die Tageshöchsttemperatur, sondern die nächtliche Mindesttemperatur hängt am stärksten mit erhöhten Einsatzzahlen zusammen. Bleibt es auch nachts heiß, kann sich der Körper nicht erholen und abkühlen – die Belastung summiert sich über mehrere Stunden und Tage.
Die stärksten Effekte zeigten sich bei Kindern und Jugendlichen (0–18 Jahre) sowie bei Menschen zwischen 76 und 85 Jahren. Frauen waren insgesamt etwas stärker betroffen als Männer.
Die jeweils erste Hitzewelle eines Sommers war mit dem stärksten Anstieg an Einsätzen verbunden – stärker als spätere Hitzewellen im selben Jahr. Die Forscherinnen und Forscher vermuten "einen fehlenden Akklimatisierungseffekt zu Saisonbeginn", wie es hieß. Zudem stiegen die Einsatzzahlen mit jedem weiteren Tag einer andauernden Hitzewelle weiter an, und die Belastung blieb auch nach Ende einer Hitzewelle noch bis zu fünf Tage lang erhöht.
Die Autorinnen und Autoren empfehlen, regionale Hitze-Gesundheits-Warnsysteme stärker an der nächtlichen Mindesttemperatur auszurichten und besonderes Augenmerk auf die erste Hitzewelle der Saison, länger andauernde Hitzeperioden sowie die Tage nach Hitzewellenende zu legen, um Rettungsdienste gezielt vorzubereiten und Risikogruppen besser zu schützen.
ARCHIV - 21.06.2026, Baden-Württemberg, Unlingen: Hinter einem Thermometer geht am Morgen die Sonne auf. (zu dpa: «Wärmster Juni im Saarland seit Aufzeichnungsbeginn») Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++






