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Gewessler kritisiert Untätigkeit der Regierung bei Hitze

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Gewessler für sofortigen Hitzeschutz
Angesichts der extrem hohen Temperaturen der vergangenen Tage hat die Grüne Klubobfrau Leonore Gewessler der Bundesregierung bei einer Pressekonferenz am Dienstag Untätigkeit sowohl beim kurzfristigen Hitzeschutz als auch langfristig beim Klimaschutz vorgeworfen. Besonders Personen, "die sich keine Klimaanlage oder ein Haus am See leisten können", wären "hochgradig benachteiligt", sagte sie. Gewessler forderte "Maßnahmen, jetzt sofort".

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Besonders wütend machte Gewessler, dass die Regierung "ausgerechnet beim Klima- und Umweltschutz am meisten einspart": "Ich bin haaß, wie man auf wienerisch sagt", machte die Klubobfrau deutlich. Besonders kritisierte sie Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) für dessen Untätigkeit sowie Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) für sein Festhalten an einem "Autobahn-Prestige-Projekt der Wiener SPÖ", der Lobau-Autobahn.

Gewessler verlangte Sofortmaßnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden. Sie forderte unter anderem Hitzeschutzräume in allen Gemeinden, einen besseren Schutz von Arbeitnehmern sowie den erleichterten Zugang zu Freibädern an Hitzetagen. Zudem sollen Pflegeheime, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten möglichst rasch mit Kühlung ausgestattet werden. Auch die Beschattung und Begrünung von Städten müsste intensiviert werden.

Die Grüne Klubobfrau unterstrich, dass Hitzewellen aufgrund des fortschreitenden Klimawandels zunehmen werden. "Wenn die ÖVP, SPÖ und NEOS nichts tun, erleben wir derzeit den kühlsten Sommer unseres restlichen Lebens", sagte sie. Doch anstatt Maßnahmen gegen die Erderwärmung zu setzen, mache die Bundesregierung "genau das Gegenteil und fördert Diesel und Heizöl".

Gewessler betonte zudem, dass die Belastungen durch die Klimakrise sozial ungleich verteilt sind. Menschen mit geringem Einkommen seien von extremer Hitze besonders betroffen, während Wohlhabendere eher Möglichkeiten hätten, an kühlere Orte auszuweichen. Klimaschutz sei deshalb "zugleich Menschenschutz", so die Grünen-Chefin.

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